Antivirale Therapie: Tabletten mit bestimmten Wirkstoffen sorgen für eine schnellere Abheilung der Bläschen
Mit Schmerzmitteln sowie austrocknenden und antiseptischen Lösungen zum Auftragen auf die befallenen Körperstellen lassen sich die Symptome einer Gürtelrose lindern. Zusätzlich müssen meist spezielle Medikamente, welche die Vermehrung des Virus hemmen, in Tablettenform oder als intravenöse Infusion verabreicht werden. Diese sogenannten Virustatika, zum Beispiel mit den Wirkstoffen Aciclovir, Brivudin, Famiciclovir oder Valaciclovir, sorgen für eine schnellere Abheilung der Bläschen und können das Risiko für eine postherpetische Neuralgie (siehe Kapitel Symptome) reduzieren. Die Therapie mit diesen Arzneimitteln sollte spätestens innerhalb von zwei bis drei Tagen nach dem Auftreten der ersten Symptome beginnen. Bei Patienten die jünger als fünfzig Jahre sind und nur eine sehr leichte Form der Gürtelrose zum Beispiel im Brustbereich aufweisen, kann eventuell auch auf eine antivirale Therapie verzichtet werden. Bei älteren Patienten mit Zoster im Kopfbereich (Zoster ophthalmicus mit Augenbefall und Zoster oticus) ist eine intravenöse antivirale Therapie vorzuziehen. Dabei bekommt der Patient die antiviralen Medikamente als Infusion über die Vene verabreicht.
Besonders wichtig ist eine ausreichende Schmerztherapie, um eine postherpetische Neuralgie (siehe Kapitel Symptome) gar nicht erst entstehen zu lassen. Bei anhaltenden Nervenschmerzen als Folge eines Herpes zosters helfen auch Wirkstoffe wie zum Beispiel Pregabalin, Gabapentin, Carbamazepin, Desipramin oder Amitriptylin, die keine Schmerzmittel im eigentlichen Sinne sind, sondern in die Gruppe der Antiepileptika beziehungsweise Antidepressiva gehören. Dies bedeutet nicht, dass Menschen, welche diese Mittel einnehmen Epileptiker oder depressiv sind. Es hat sich herausgestellt, dass eine postherpetische Neuralgie sich mit diesen Arzneimitteln relativ gut verhindern lässt.
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13.09.2005, aktualisiert am 14.12.2011
Bildnachweis: Image Source /RYF CD
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