Oft beginnt eine Herpesinfektion im Intimbereich mit Jucken und Brennen. Manchmal kommen noch Schmerzen im Unterleib dazu
Innerhalb von zwei Wochen nach der Erstinfektion treten typische Symptome eines Herpes genitalis auf. Zunächst kribbelt es im Bereich von Scheide, Schamlippen oder Penis. Auch im Analbereich, in der Hodenregion, am Gesäß oder Oberschenkel können diese Beschwerden auftauchen. Die betroffene Stelle rötet sich und schwillt oft an. Anschließend bilden sich kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die ein Brennen und Jucken verursachen. Es kommt zu vermehrtem Ausfluss (Fluor vaginalis). Der Inhalt der Bläschen trübt sich, nach ein bis zwei Tagen reißen die Herpes-Bläschen ein und verkrusten.
Diese Symptome können zudem mit Schmerzen im Intimbereich, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber einhergehen. Meist schwellen auch die Lymphknoten im Leistenbereich an. Innerhalb mehrerer Tage klingen die Beschwerden wieder ab.
Herpes-Infektionen wie Herpes genitalis neigen dazu, erneut aufzutreten (Rezidiv). Dies erklärt sich vor allem dadurch, dass Herpes-Viren nach dem Abklingen der Symptome lebenslang im Körper verbleiben. Ein Rückfall verläuft jedoch meist milder als die Erstinfektion, oft sogar ohne dass der oder die Betroffene etwas davon merkt.
Da andere Scheideninfektionen, zum Beispiel ein Pilzbefall oder eine bakterielle Vaginose (Scheideninfektion durch verschiedene Bakterien), ähnliche Symptome aufweisen können, sollten erkrankte Frauen grundsätzlich einen Frauenarzt aufsuchen.
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02.12.2006, aktualisiert am 27.01.2012
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