Bei Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) handelt es sich um bösartige Veränderungen des Gebärmutterhalsgewebes, meist im Bereich des Muttermunds
Weibliche Anatomie: Der Gebärmutterhals verbindet die Gebärmutter mit der Scheide. Er endet im Muttermund, der ein kleines Stück in die Scheide vorragt (zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Lupe klicken!)
Was ist Gebärmutterhalskrebs?
Der Gebärmutterhals, medizinisch Zervix (oder Cervix) genannt, ist der untere Teil der Gebärmutter. Er verbindet die Gebärmutter mit der Scheide und endet im Gebärmuttermund (Portio), der in die Scheide vorragt. Der Gebärmuttermund ist ein sehr empfindlicher Übergangsbereich zwischen der drüsenhaltigen Schleimhaut des Gebärmutterhalskanals und der Schleimhaut, welche die Außenseite des Gebärmutterhalses überzieht. Dieser Bereich ist besonders anfällig für Zellveränderungen. Sind diese bösartig, spricht man von Gebärmutterhalskrebs oder Zervixkarzinom. Anfangs bleiben die Veränderungen der Zellen meist unbemerkt. Im fortgeschritteneren Stadium können dann Symptome wie Schmierblutungen, Ausfluss sowie Schmerzen auftreten.
Die von Gebärmutterhalskrebs betroffenen Frauen sind meist im Alter zwischen 35 und 50 Jahren. Die meisten Frühstadien, sogenannte In-situ-Karzinome, finden sich bei Frauen zwischen 30 und 40 Jahren. In Deutschland treten jährlich etwa 6.200 Neuerkrankungen auf.
Voraussetzung für die Entstehung eines Zervixkarzinoms ist eine Infektion mit bestimmten Typen der sogenannten humanen Papillomaviren (HPV). Seit einiger Zeit gibt es gegen die häufigsten krebsauslösenden Virustypen eine vorbeugende Impfung. Entscheidend sind auch die regelmäßigen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen (Vorsorgeuntersuchungen) beim Frauenarzt, denn die Heilungschancen sind am größten, wenn die Erkrankung im Frühstadium erkannt und behandelt wird. Auch geimpfte Frauen sollten unbedingt weiter regelmäßig zur Vorsorge gehen, da auch die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs bietet.
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13.09.2005, aktualisiert am 08.03.2010
W&B/Ulrike Möhle
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