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Schnupfen – Ursachen: Medikamente

Einige Arzneimittel führen mitunter zu trockenen, geschwollenen Schleimhäuten. Im Mittelpunkt steht hier jedoch der ständige Gebrauch von abschwellenden Nasensprays


Nicht zu viel davon: Nasentropfen oder -sprays mit abschwellenden Wirkstoffen im Übermaß verursachen nicht selten einen chronischen Schnupfen

Trockene Nasenschleimhaut und erschwertes Atmen durch die verstopfte Nase sind manchmal auch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente. Bisweilen fließt auch dünn- oder dickflüssiger Schleim aus der Nase, die Betroffenen können nicht mehr so gut riechen, Husten und Atembeschwerden kommen bisweilen dazu.

Mögliche Auslöser sind unter Umständen Verhütungsmittel zum Einnehmen (Pille) oder einige Bluthochdruckmittel, wie Betablocker, ACE-Hemmer, Antisympathotonika.

Zu einer medikamentösen Rhinitis kommt es jedoch vor allem durch den langfristigen und häufigen Gebrauch von abschwellenden Nasentropfen oder -sprays, die sogenannte Sympathomimetika enthalten, wie Xylometazolin oder Oxymetazolin. Sie wirken abschwellend und hemmen den Nasenausfluss.


Das erleichtert zwar zunächst das Atmen, die Schleimhäute trocknen jedoch immer mehr aus. Als Gegenreaktion schwellen sie dann verstärkt an, sobald die Wirkung nachlässt. Die Betroffenen greifen daher häufig erneut zum Nasenspray und geraten nicht selten in eine Abhängigkeit.

Die Folge sind oft chronischer Schnupfen (siehe dort), eine dauerhaft trockene Nase (atrophische Rhinitis, Rhinitis sicca, siehe Kapitel "Übersensible Nase"), verstärkte Mundatmung mit Mundgeruch, Halsentzündungen und chronische Atemwegsinfekte, da die Nasenschleimhaut nicht mehr in der Lage ist, ihre Reinigungs- und Schutzfunktion zu erfüllen. Abschwellende Nasentropfen nicht länger als höchstens eine Woche anwenden!

Manche Menschen vertragen den Wirkstoff Azetylsalizylsäure oder nicht steroidale Antirheumatika nicht, und zwar schon, wenn sie normale Dosen einnehmen. Sie reagieren darauf mit Schnupfen, asthmatischen Beschwerden und/oder Hautausschlägen. Häufig zeigt sich eine solche Überreaktion bei Betroffenen, die gleichzeitig an Bronchialasthma, Nasenpolypen und wiederholten Nasennebenhöhlenentzündungen leiden (Morbus Widal).



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Andrea Blank-Koppenleitner / www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 14.12.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/French Photographers

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