Um eine Eisenmangelanämie zu behandeln, muss zunächst die Ursache bekannt sein. So gilt es zum Beispiel eine versteckte Blutung zu finden und zu stoppen. Bei einer zu geringen Zufuhr von Eisen über die Nahrung ist es wichtig, in Zukunft auf eine ausgewogene und eisenreiche Ernährung zu achten (siehe Wissenswerts). Das Gleiche gilt bei einem erhöhten Bedarf an Eisen – zum Beispiel während Wachstum, der Schwangerschaft und der Stillzeit.
Gegebenenfalls verordnet der Arzt ein Eisenpräparat, um die Eisenspeicher wieder aufzufüllen. Eisenpräparate enthalten zweiwertiges Eisen (etwa Eisen(II)gluconat, Eisen(II)sulfat) und werden als Tablette oder Brausetablette eingenommen.
Medikamente zur Behandlung der Eisenmangelanämie verursachen oftmals Magen-Darm-Beschwerden. Diese können sich beispielsweise durch Übelkeit, Völlegefühl und Verstopfung äußern. Mit den Mahlzeiten eingenommen sind die Präparate zwar besser verträglich, doch wird auch das Eisen schlechter aufgenommen. Kaffee, Tee, Milch oder Cola hemmen beispielsweise die Eisen-Verwertung.
Bei einer gestörten Aufnahme des Spurenelements über den Darm – wie sie zum Beispiel bei bestimmten Darmerkrankungen auftreten kann – verabreicht der Arzt das Eisen gegebenenfalls als Lösung direkt über die Vene. In diesem Fall handelt es sich um dreiwertiges Eisen.
Der Arzt kontrolliert außerdem den Verlauf der Therapie anhand von Blutuntersuchungen. Bei einer Bestimmung der Blutwerte nach etwa einer Woche sollten die unreifen roten Blutkörperchen im Blut – die sogenannten Retikulozyten – bereits deutlich angestiegen sein. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Behandlung wirkt.
Die richtige Dosierung der Eisenpräparate ist wichtig, da eine zu hohe Menge an Eisen dem Körper schadet. Eine akute Eisenvergiftung kann sogar tödlich sein. Besonders Kinder sind gefährdet, wenn sie unbeaufsichtigt größere Mengen eines Eisenpräparats einnehmen. Wird über einen längeren Zeitraum zu viel Eisen aufgenommen, lagert es sich in den Organen ab und kann diese schädigen. Insbesondere die Bauchspeicheldrüse, die Leber, die Augen und das Herz sind betroffen.
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13.09.2005, aktualisiert am 27.09.2011
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
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