Was ist eine Eileiterentzündung und Eierstockentzündung?
Eine Eierleiter- und Eierstockentzündung (Adnexitis) ist eine ernsthafte gynäkologische Erkrankung. Vor allem junge, sexuell aktive Frauen bis etwa Mitte zwanzig erkranken daran.
Die häufigste Ursache ist eine bakterielle Infektion. Viele Partnerwechsel, aber auch bestimmte frauenärztliche Eingriffe, wie das Einsetzen der Spirale (Intrauterinpessar), sind Risikofaktoren für die Entstehung einer Adnexitis.
Die Symptome einer Eileiter- und Eierstockentzündung können vielfältig sein. In manchen Fällen treten nur geringe Beschwerden auf, aber auch lebensgefährliche Verläufe sind möglich. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig den Frauenarzt aufzusuchen. Typische Beschwerden bei einer Adnexitis sind Fieber, ein oft einseitiger Schmerz im Unterbauch, ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Übelkeit und Erbrechen.
Die Diagnose einer Adnexitis stellt in der Regel der Frauenarzt. Eine eingehende gynäkologische Untersuchung und bestimmte Laboruntersuchungen erhärten den Verdacht auf eine Eileiter- und Eierstockentzündung. Auch bildgebende Verfahren wie eine Ultraschalluntersuchung oder manchmal auch eine Beckenspiegelung (Pelviskopie) kommen zum Einsatz.
Die Therapie der Eileiter- und Eierstockentzündung erfolgt meist mit Antibiotika. In der Regel ist die Prognose gut. Eine Adnexitis kann jedoch auch Komplikationen verursachen. Dazu gehören Eiteransammlungen (Abszesse) an Eileiter und Eierstock sowie eine Bauchfellentzündung (Peritonitis). Verkleben die Eileiter infolge der Entzündung, kann dies eine Unfruchtbarkeit zur Folge haben.
Eileiter und Eierstöcke bilden gemeinsam die Adnexe – übersetzt: „Anhängsel“ der Gebärmutter. Die Eileiter- und Eierstockentzündung wird daher von Medizinern als Adnexitis bezeichnet. Ist nur der Eileiter entzündet, spricht man von einer Salpingitis; bei einer reinen Eierstockentzündung von Oophoritis. Meistens sind aber sowohl Eileiter als auch Eierstock gemeinsam betroffen.
Die Erkrankung fällt unter den von der WHO definierten internationalen Sammelbegriff der Entzündungen des Beckens, kurz PID (Pelvic Inflammatory Disease).
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13.09.2005, aktualisiert am 25.05.2011
Bildnachweis: W&B/Ulrike Möhle, Fotolia/SyB/2009
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