Akute (Brech-)Durchfälle, die heftig verlaufen, können wegen des Flüssigkeitsverlusts zur Austrocknung (Dehydratation) führen, erst recht bei Fieber. Das Risiko von Kreislaufstörungen, Thrombosen und Embolien (Blutgerinnsel, die zum Beispiel ein Lungengefäß verstopfen können), Nierenversagen und Schock ist dann erhöht. Diabetiker laufen bei unzureichender Therapie Gefahr, in einen Schock oder ein Koma zu geraten.
Typhus ist ein Beispiel für eine Infektion, die zahlreiche Organe erfasst. Als solches ist sie eine Allgemeininfektion, die bei unzureichender Behandlung lebensbedrohlich werden kann. Ein typisches Symptom seitens des Darms sind die „erbsbreiartigen“ Durchfälle. Dazu kommt es häufiger in der zweiten Krankheitswoche durch Schädigungen des Lymphsystems im Darm.
Durchfall kann auch im Wechsel mit Verstopfung auftreten. Der Arzt wird solchen Beschwerden immer genau nachgehen, um beispielsweise eine chronische Darminfektion, etwa mit Amöben, einen Reizdarm oder eine Geschwulsterkrankung des Darms auszuschließen.
Bei anderen Erkrankungen führen chronische, wässrige Durchfälle oder Fettstühle (Steatorrhö) zu Gewichtsverlust, eventuell auch Mangelerscheinungen. Steatorrhö bedeutet, dass die Fettverdauung gestört und die Fettausscheidung erhöht ist. Abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung kann es vorkommen, dass auch weitere Nährstoffe – Kohlenhydrate, Eiweiß, vielleicht auch Mineralstoffe, Vitamine oder Spurenelemente – unzureichend aufgenommen werden. Ärzte sprechen hier von einem „Malassimilationsyndrom“. Ursächlich kommen beispielsweise Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Darmerkrankungen wie Morbus Cohn, die zum Verlust von Gallensäuren führen, eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz), die Zöliakie mit Glutenunverträglichkeit infrage (siehe Kapitel „Ursachen chronisch (1)“). Mögliche Folgen sind Wachstumsstörungen, Stoffwechselentgleisungen oder Mangelerkrankungen.
Nach infektiösen Durchfallerkrankungen durch Keime wie Salmonellen, Shigellen, Campylobacter oder Yersinien kann sich eine rheumaähnliche Gelenkentzündung entwickeln.
Eine Diarrhö kann außerdem die Aufnahme von Medikamenten aus dem Darm beeinträchtigen.
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13.09.2005, aktualisiert am 09.02.2012
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