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Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom)

Beim Kolonkarzinom handelt es sich um eine bösartige Wucherung von Zellen der Darmschleimhaut im Bereich des Kolons (Grimmdarm)


Der Dickdarm (grünlich) beginnt im rechten Unterbauch mit dem Blinddarm und umrahmt als aufsteigender, querverlaufender und absteigender Grimmdarm das Dünndarmpaket. Es schließt sich der Mastdarm (Rektum) an, der im Anus mündet

Was ist ein Kolonkarzinom?

 

Mindestens einer von 20 Deutschen erkrankt in seinem Leben an Darmkrebs, das heißt an Krebs des Kolons oder Rektums. Damit ist Darmkrebs bei Frauen nach dem Brustkrebs und bei Männern nach dem Lungenkrebs die zweithäufigste Krebsart. Beim Kolonkarzinom handelt sich um eine bösartige Wucherung von Zellen der Dickdarmschleimhaut, die teilweise durch eine Entartung von zunächst gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut – den sogenannten adenomatösen Polypen (Adenomen) – entsteht.

Der Dickdarm beginnt im rechten Unterbauch, wo er sich an den Dünndarm anschließt, und endet am After. Er wird in mehrere Abschnitte unterteilt: Den so genannten Blinddarm (Caecum) mit dem Wurmfortsatz und den Grimmdarm (Kolon) an den sich der End- oder Mastdarm (Rektum) anschließt. Als Kolonkarzinom werden nur Tumoren bezeichnet, die zwischen dem Blinddarm und dem Beginn des Mastdarms liegen. Krebs des Mastdarms heißt in der Fachsprache Rektumkarzinom. Die Diagnostik und Therapie dieser Tumoren unterscheidet sich teilweise von der des Kolonkarzinoms.


Die Hauptaufgabe des Dickdarms ist es, den im Dünndarm bereits verwerteten Nährstoffbrei zum Mastdarm zu transportieren und ihm dabei Wasser zu entziehen. Im Mastdarm wird der eingedickte Stuhl bis zur Stuhlentleerung aufbewahrt.

Um die Therapie auf den Krebs abzustimmen, beurteilt der Arzt, wie stark sich die Krebszellen von den ursprünglichen Zellen der Darmschleimhaut unterscheiden und wie weit sich der Tumor schon auf direktem Weg in das angrenzende Gewebe oder über Blut- und Lymphwege in weiter entfernte Organe ausgebreitet hat. Über den Blutweg gelangen die Krebszellen zuerst in Leber und Lunge. Deshalb entstehen im Falle einer Absiedelung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) diese meist zunächst dort, bevor sich Krebszellen in weiteren Organen festsetzen.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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Bildnachweis: W&B/Jörg Kühn

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