Was es bedeutet, Darmkrebs zu haben

Diagnose Darmkrebs mit 46 Jahren: In unserem Video schildert ein Patient, wie er damit umgegangen ist und die Therapie bewältigt hat

von Corinna Hilss / Kamera: Philipp Rabe, Tilo Abele, Schnitt: Thomas Erichsen, www.apotheken-umschau.de, aktualisiert am 07.03.2016

Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken steigt mit den Lebensjahren. Mehr als die Hälfte der Patienten ist zum Zeitpunkt der Diagnose bereits über 70 Jahre alt. Andreas Hartmann zählt zu den zehn Prozent der Betroffenen, die schon vor dem 55. Lebensjahr an Darmkrebs erkranken. Den 46-Jährigen traf die Diagnose Darmkrebs buchstäblich mitten im Leben. Nach dem ersten Verdacht seines Hausarztes wurde er sofort zu weiteren Untersuchungen ins Darmzentrum des Klinikums München Neuperlach überwiesen.

Diagnose Mastdarm-Karzinom

Der schockierende Befund: ein Tumor im Enddarm (Mastdarm-Karzinom), der zum Glück noch keine Metastasen gebildet hatte. In unserem Video schildert Hartmann, wie er die Diagnose aufgenommen hat und wie er und seine Ehefrau die langwierige Behandlung bewältigten.


Bestrahlung, Chemotherapie, Operation

"In diesem Fall haben wir zuert eine Radio-Chemotherapie, sprich Bestrahlung plus medikamentöse Therapie durchgeführt, damit der Tumor sich abkapseln kann und der Abstand zum gesunden Gewebe größer wird", erklärt der behandelnde Chirurg Dr. Reinhard Ruppert, Chefarzt der Koloproktologie. Nach Bestrahlung und Chemotherapie wurde der Tumor von Andreas Hartmann schließlich operativ entfernt. Die Operation ist komplikationsfrei verlaufen und Hartmann durfte die Klinik schon nach wenigen Tagen wieder verlassen.

Darmkrebs kann auch familiär bedingt sein

Ist ein Familienmitglied an Darmkrebs erkrankt, sollten Verwandte ersten Grades früh eine Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs machen lassen – am besten 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des betroffenen Verwandten. Liegt kein Darmkrebsfall in der Familie oder ein anderer Risikofaktor vor, wird eine Darmspiegelung ab 55 Jahren empfohlen. Schon ab dem Alter von 50 Jahren können Versicherte jährlich eine Stuhluntersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs vornehmen lassen.



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