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Laktoseintoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit): Symptome

Bei einer Laktoseintoleranz kommt es wenige Minuten oder Stunden nach dem Verzehr von Milch und milchzuckerhaltigen Speisen zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall


Milchprodukte & Co.: bei Laktoseintoleranz nicht sehr bekömmlich

Milchzucker-Unverträglichkeit: Der Bauch rebelliert

Eine Laktoseintoleranz führt häufig zu Verdauungsproblemen. Wie ausgeprägt die Beschwerden sind, ist individuell unterschiedlich. Es hängt davon ab, wie viel Laktase der Darm noch bildet und wie viel Milchzucker man verzehrt. Manche Betroffenen bemerken einen Laktasemangel gar nicht, andere reagieren schon auf kleine Mengen Milchzucker mit Beschwerden.

Das heißt: Nicht selten werden etwa sieben bis zwölf Gramm (im Durchschnitt zehn Gramm) Laktose, durchaus pro Einzeldosis oder verteilte Mahlzeit, toleriert. Manchmal liegt die Schwelle aber deutlich niedriger. Die durchschnittliche Zufuhr beträgt dann ein Mehrfaches: mindestens 25 bis 35 Gramm pro Tag kommen meist zusammen.


Schon nach einer Viertelstunde kann es losgehen

Die Symptome treten in der Regel etwa nach fünfzehn bis dreißig Minuten auf, spätestens aber bis zu zwei Stunden, nachdem beispielsweise Milch getrunken oder ein Milchprodukt verzehrt wurde. Es kommt zu Gasbildung im Darm mit Blähbauch (Meteorismus), Blähungen (Flatulenz) und Bauchkrämpfen.

Auch ist die Eigenbewegung des Darmes erhöht – dies macht sich durch hörbare Darmgeräusche (Rumoren) und Durchfall bemerkbar. Ebenfalls möglich: ein Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe oder schmerzhafter Stuhldrang.

Teilweise klagen Betroffene auch über Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Herzklopfen oder Muskel- und Gelenkschmerzen. Dabei handelt es sich jedoch um unspezifische und vieldeutige Allgemeinbeschwerden.

Sie können auf verschiedensten krankhaften Veränderungen beruhen. Manche Fachleute diskutieren auch psychische Einflüsse, etwa eine depressive Störung. Ob ursächlich ein solcher Zusammenhang besteht, ist mehr als unklar, das Zusammentreffen von Laktoseintoleranz und einer psychischen Problematik natürlich prinzipiell möglich. Nach Verzehr laktosehaltiger Nahrungsmittel auftretende Bauchbeschwerden legen aber erst einmal den Verdacht auf eine Milchzucker-Unverträglichkeit nahe.

Eher harmlos: Milchzucker-Unverträglichkeit als solche

Eine Laktoseintoleranz der primären Form, also ohne Grunderkrankung (siehe auch Kapitel „Ursachen“), kann zwar unangenehm sein. Dennoch gilt sie eher als harmlos. Wesentliche Mangelerscheinungen treten – richtige Ernährung vorausgesetzt (mehr dazu im Kapitel „Therapie, Selbsthilfe“) – nicht auf, da die Darmschleimhaut selbst nicht geschädigt ist und alle anderen Substanzen in der Regel normal verdaut und aufgenommen werden können.

Problematischer: Sekundäre Laktoseintoleranz

Anders ein sekundärer Laktasemangel. Je nachdem, welche Erkrankung zugrunde liegt und wie ausgeprägt die damit verbundene Aufnahmestörung von Milchzucker, eventuell auch anderen Nährstoffen ist, kann es womöglich zu schweren Mangelzuständen kommen – zum Beispiel Mangel an Mineralstoffen, darunter Kalzium, an Spurenelementen wie Eisen, Vitaminen, und natürlich an Energieträgern – Kohlenhydraten, Fetten, Eiweiß – mit ungewolltem Gewichtsverlust.




Bildnachweis: W&B/Michael Schwerberger
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Dr. med. Claudia Osthoff / www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 08.05.2014, erstellt am 23.12.2010
Bildnachweis: W&B/Michael Schwerberger

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