Anmelden | Registrieren
Drucken

Knoten in der Brust:
Krebs vorbeugen, gesund leben

Alles das, was unter dem Begriff der „gesunden Lebensweise“ zusammengefasst wird, hält nicht nur Herz und Gefäße gesund, sondern trägt auch maßgeblich dazu bei, Brustkrebs vorzubeugen


Täglich reichlich Obst, Gemüse und Bewegung: So punkten Sie in Sachen Gesundheit. Perfekt, wer zudem nicht raucht und wenig Alkohol trinkt

 

Auch wenn sie „nur“ den Lebensstil betrifft und keine „brustspezifischen“ Ansatzpunkte bietet, so wird einer gesunden Lebensweise zugute gehalten, dass sie über verschiedene Wirkungen eine „erhebliche Risikoreduktion“ für Brustkrebs mit sich bringen kann (Leitlinie S3-Brustkrebsfrüherkennung, Seite 72, siehe Quellenangabe weiter unten).

 

Da ist zum einen die Ernährung: Sie sollte maßgeblich auf pflanzlichen Elementen basieren. Ernährungswissenschaftler nennen diese Kost „vegetarisch betont“. Schon seit längerem empfehlen sie fünf Portionen mit Obst und Gemüse pro Tag („5-A-day-Regel“). Produkte aus tierischen Quellen liefern Fette, die in ihrer Zusammensetzung – nicht zuletzt wegen des Cholesterins – ungünstiger sind als bestimmte pflanzliche Öle, etwa kalt gepresstes, natives Olivenöl aus erster Pressung, aber beispielsweise auch qualitätvolles Lein-, Sesam- oder Walnussöl. Fleisch, insbesondere rotes, Käse und Aufschnitt, daneben auch Süßigkeiten und Schokolade, Gebäck und salzige Snacks sollten verstärkt gegen frisches Gemüse und Obst sowie Meeresfisch ausgetauscht werden. Der Körper braucht außerdem Wasser, Wasser, Wasser. Tees aller Arten und Aromen sind durchaus auch geeignet, den Flüssigkeitsbedarf zu decken, wobei zu beachten ist, dass schwarzer, grüner oder weißer Tee als einen der Wirkstoffe unter anderem Tein enthält (entspricht Koffein, gehört zu den sogenannten Methylxantinen, die auch Bestandteile in Kakao und Cola sind und denen eine potenzielle Rolle im Zusammenhang mit der Entwicklung einer fibrozystischen Mastopathie zugesprochen wird; vgl. entsprechendes Kapitel). Milch, idealerweise fettarm, und Fruchtsäfte, die besonders bei Zuckerzusatz am besten mit Wasser verdünnt getrunken werden sollten, tragen ebenfalls zu einer ausgeglichenen Flüssigkeitsbilanz bei.


Alkohol ist dagegen kein Flüssigkeitsspender. Vielmehr ist er ein Genuss- und Rauschmittel, und er erhöht das Brustkrebsrisiko. Daher sollte er nur sehr maßvoll genossen werden. Gegen ein gelegentliches Glas guten Weines ist aber unter normalen Voraussetzungen nichts einzuwenden.

Dass nach neuen Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch Rauchen das  Brustkrebsrisiko zu födern scheint, überrrascht eigentlich kaum, da vielfältige gesundheitsschädliche und krebsfördernde Wirkungen der Schadstoffe im Rauch seit langem bekannt sind.

Zum anderen gehört es zu den Zielen einer gesunden Lebensweise, ein normales Gewicht einzuhalten und sich regelmäßig körperlich zu bewegen. Dazu noch ein paar Maße und Zahlen:

Körpergewicht: Der Body-Mass-Index (BMI) beispielsweise ist eine Formel zur Berechnung der Körpermasse. Dabei wird das Körpergewicht in Kilogramm (kg) durch das Quadrat der Körperlänge in Metern (m²) geteilt. Der BMI liefert einen Anhaltspunkt dafür, in welchem Gewichtsbereich man persönlich liegt. Die aus dem Index abgeleitete Bandbreite des Normalgewichts liegt bei Werten ab 18,5 bis 24,9 (für Frauen durchschnittlich bei 19 bis 24, für Männer bei 20 bis 25 kg/m²). Oberhalb von 25 kg/m² beginnt im Durchschnitt der übergewichtige Bereich. Empfohlen wird im Hinblick auf die Obergrenze ein BMI unter 30.
Direkt und problemlos zu messen ist der Taillenumfang, ein Maßband genügt. Bei Männern gelten hinsichtlich der Grenze, ab der Übergewicht beginnt, Taillen bis 94, bei Frauen bis 80 Zentimeter als normal und gesundheitlich unbedenklich.

Körperliche Bewegung: Pro Woche sollte man sich mindestens dreimal dreißig Minuten lang aktiv bewegen. Günstig sind Ausdauersportarten, etwa Walking, Fahrradfahren, Joggen, Schwimmen etc. Wer einen Teil des Aktivprogramms mit Krafttraining bestreitet, ist durchaus auch auf dem richtigen Weg.

Aber Achtung: Neu- oder Wiedereinsteiger über 35 Jahren sollten sicherheitshalber vorab Herz und Kreislauf beim Arzt checken lassen. Der „Check-up 35“, der von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird, umfasst als Minimalprogramm im Zweijahresrhythmus eine Blutdruckmessung, die Bestimmung von Blutzucker und Cholesterin sowie einen orientierenden Urinstreifentest auf Nierenerkrankungen und Diabetes.


Wr sich genauer über die Risikofaktoren von Brustkrebs informieren möchte, findet dazu unter „Brustkrebs“ im Kapitel „Ursachen und Risikofaktoren“ mehr Informationen.



Weitere Angaben und Literatur:


Zertifizierte Brustzentren Deutschland, Österreich, der Schweiz und Oberitalien:
http://www.krebsgesellschaft.de/wub_zertifizierung_brustzentren,14092.html

Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) e.V.:
Interdisziplinäre Stufe-3-(S3-)Leitlinie (AWMF 015/062):Hormontherapie in der Peri- und Postmenopause (HT), 2009


Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS) e. V., Deutsche Krebshilfe e.V.:
Stufe-3-(S3-)Leitlinie Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland, 1. Aktualisierung 2008

M. Breckwoldt, M. Kaufmann, A. Pfleiderer: Gynäkologie und Geburtshilfe,
5., überarb. Auflage 2007, Thieme

American Cancer Society: Non-Cancerous Breast Conditions
http://www.cancer.org


http://www.mayoclinic.com



  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10. 10

Dr. med. Claudia Osthoff / www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 25.04.2012
Bildnachweis: iStock/Shorrocks

Newsletter abonnieren

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren »

Bitte beachten Sie!

Dieses Informationsangebot ersetzt keinen Arztbesuch. Bei unklaren Beschwerden sollten Sie stets Ihren Arzt konsultieren. Lesen Sie hier mehr dazu »

Symptome-Finder

Zu Ursachen von Knoten in der Brust

Brustkrebs

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Geschwulst im Brustdrüsengewebe. Mehr über Risikofaktoren, Diagnose und Therapie »

Knoten in der Brust: harmlos oder gefährlich?

Jede Auffälligkeit an der Brust macht Frauen Angst. Oft ist diese aber unbegründet »

Zum Thema

Schmerzende Brüste (Mastodynie)

Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust, die mit dem Monatszyklus kommen und gehen, sind in der Regel harmlos »

Alle Symptome von A bis Z

Suchen Sie hier nach Symptomen und ihren Ursachen alphabetisch von A bis Z. Beachten Sie bitte auch den Hinweis rechts  »

© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages

Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung