Chronische Bronchitis

Aus einer chronischen Bronchitis kann sich eine COPD entwickeln. Dauerhafter Husten mit Auswurf ist ein klassisches Symptom. Entscheidend für den Verlauf ist die rechtzeitige Behandlung

aktualisiert am 17.08.2016

Hartnäckiger Husten? Dahinter kann eine chronische Bronchitis stecken

Photo Alto/RYF

Was ist eine chronische Bronchitis? Was ist COPD?

Der Begriff chronische Bronchitis bedeutet, das die Bronchien dauerhaft entzündet sind. Laut der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) gilt eine Bronchitis als chronisch, wenn die Symptome in zwei aufeinander folgenden Jahren während mindestens drei Monaten pro Jahr durchgehend bestehen.

An einer chronischen Bronchitis erkranken im Laufe des Lebens zirka zehn Prozent der Bevölkerung. Die chronische Bronchitis kann in eine obstruktive Form übergehen, bei der die Atemwege verengt sind. Diese Form wird  chronisch-obstruktive Bronchitis genannt. Die internationale Bezeichnung lautet chronic obstructive pulmonary disease, kurz: COPD. Sie geht mit einem Lungenemphysem unterschiedlicher Ausprägung einher. Dabei verschmelzen mehrere Lungenbläschen zu immer größer werdenden Blasen, was die Funktion der Lunge beeinträchtigt.


Unser Experte: Professor Dr. med. Jürgen Behr, Facharzt für Innere Medizin

Klinikum der Universität München/A.Steeger

Ursachen und Risikofaktoren: Wer ist gefährdet?

Bei Rauchern werden sowohl die chronische Bronchitis als auch die COPD  umgangssprachlich oft als "Raucherhusten" bezeichnet. Rauchen gilt als der größte Risikofaktor für eine chronische Bronchitis und eine COPD. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko. Wesentlich seltener kommen andere Ursachen infrage, zum Beispiel Luftverschmutzung und Stäube am Arbeitsplatz oder in der Wohnung. In seltenen Fällen können erbliche Faktoren identifiziert werden (Alpha-1-Antitrypsinmangel).

Symptome: Wie macht sich die chronische Bronchitis bemerkbar?

Das klassische Symptom einer chronischen Bronchitis ist Husten mit Auswurf von zähem Schleim. Der Husten tritt vor allem morgens auf. Kommt es zusätzlich bei körperlicher Anstrengung zu Atemnot und einem Engegefühl im Brustkorb, so ist dies ein ernstes Zeichen für das Vorliegen einer COPD.

Diagnose: Wie stellt der Arzt die Krankheit fest?

Neben dem Befragen dient das Abhorchen und Abklopfen des Brustkorbs zur Diagnose. Anschließend findet üblicherweise ein Lungenfunktionstest statt. Bei Erstdiagnose sollte der Arzt den Brustkorb röntgen.

Therapie: Wie wird die chronische Bronchitis behandelt?

Die wichtigste therapeutische Maßnahme, um einer chronischen Bronchitis und einer COPD entgegenzuwirken beziehungsweise dieser vorzubeugen, ist: mit dem Rauchen aufhören! Verschiedene Medikamente können die Beschwerden verbessern, sie können das Fortschreiten der Krankheit bei fortgesetztem Rauchen aber nicht aufhalten oder verlangsamen. Zusätzlich helfen angepasster Sport und spezielle Atemtechniken (z.B. die sogenannte Lippenbremse).


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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