Eine Therapie der Lyme-Borreliose sollte möglichst früh beginnen. Der Arzt verschreibt bestimmte Antibiotika als Tabletten, Saft oder Infusion – je nach Stadium und Verlauf der Krankheit. Die Behandlungsdauer muss auf den individuellen Fall zugeschnitten sein. Diese Therapie erfolgt in der Regel über zwei bis drei Wochen, nach den aktuell gültigen Leitlinien bringt eine Therapie über 14 Tage keinen zusätzlichen Nutzen. Für die von manchen Ärzten praktizierte und den Patienten empfohlene langfristige, manchmal monatelange Therapie gibt es keinerlei wissenschaftlichen Wirkungsnachweis. Im Gegenteil müssen hier die Risiken und Nebenwirkungen einer solchen Behandlung berücksichtigt werden.
Auch nach jahrelangem Krankheitsverlauf ist eine Heilung noch möglich. Die Borreliose kann aber auch dauerhafte Schäden hinterlassen (zum Beispiel Gelenkprobleme).
Vorbeugende Antibiotikagaben nach Zeckenstich werden in Deutschland nicht empfohlen. Die Infektion hinterlässt keine lebenslange Immunität. Auch nach durchgemachter Infektion kann es also zu einer Neuinfektion kommen.
Anders als bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gibt es in Deutschland derzeit keinen Impfstoff gegen Borrelien. Mehr zur FSME-Impfung erfahren Sie im Ratgeber FSME.
www.apotheken-umschau.de / Dr. Bößenecker;
13.09.2005, aktualisiert am 23.11.2011
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