Bluthochdruck – die schleichende Gefahr. Anfangs macht er höchstens Beschwerden wie Kopfschmerzen, Nervosität, vielleicht auch Herzstolpern
Bluthochdruck entwickelt sich bekanntlich häufig am Übergang zur zweiten Lebenshälfte, ein Datum, das bei Frauen fast immer im Zeichen der Wechseljahre steht. In dieser Lebensphase auftretende Symptome wie Nervosität, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme und nachlassende Leistungsfähigkeit werden bei Frauen daher tendenziell eher der hormonellen Umstellung zugeschrieben, als dass an einen Bluthochdruck gedacht wird. Doch kann auch er der Grund sein. Ähnlich verhält es sich mit bislang unbekannten Beschwerden wie Herzklopfen oder Herzstolpern (Herzrhythmusstörungen), Kopfschmerzen oder einer gewissen, irgendwie „nervösen Atemlosigkeit“.
Bei Männern entwickelt sich Bluthochdruck oft schon früher, bleibt aber ebenfalls lange Zeit symptomlos. Mit der Zeit können sich auch bei ihnen allgemeine Beschwerden wie Leistungsschwäche, innere Unruhe, Konzentrationsstörungen, ein Druckgefühl in der Herzgegend, Herzstolpern und Schwindel in Verbindung mit Bluthochdruck einstellen.
Alle genannten Beschwerden rechtfertigen einen Besuch beim Arzt, um die Ursache abzuklären.
Tipp: Da die Hypertonie sich in der Regel auf „leisen Sohlen“ einstellt, kommt es darauf an, den Blutdruck – auch bei völligem Wohlbefinden – ab Mitte Dreißig wenigstens einmal im Jahr zu kontrollieren, bei familiärer Belastung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch schon früher. Die Krankenkassen bezahlen eine ärztliche Herz-Kreislauf-Vorsorgeuntersuchung alle zwei Jahre, beginnend ab 35; die Blutdruckmessung ist hier fester Bestandteil (siehe Kapitel „Wissenswertes für Patienten“).
Zudem bieten auch Apotheken Blutdruckmessungen an.
www.apotheken-umschau.de;
13.09.2005, aktualisiert am 09.05.2012
Bildnachweis: Dynamic Graphics/ John Foxx/RYF
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