Vitamin K

Vitamin K ist nötig für die Blutgerinnung und in vielen Lebensmitteln enthalten. Gute Lieferanten sind grünes Gemüse wie Kohl und Spinat
von Sophie Schöninger, aktualisiert am 09.03.2016

Spinat enthält viel Vitamin K

Thinkstock/iStock

Wozu braucht der Körper Vitamin K?

Das fettlösliche Vitamin K spielt eine Rolle bei der Bildung der Gerinnungsfaktoren. Außerdem hemmt es bei Frauen nach den Wechseljahren den Knochenabbau.

In welchen Lebensmitteln ist Vitamin K enthalten?

Grünes Blattgemüse wie zum Beispiel Spinat, Salat und Kohl ist eine gute Vitamin K-Quelle. Zusätzlich steckt das Vitamin zum Beispiel auch in Hülsenfrüchten.

Bakterien im Darm sind in der Lage, Vitamin K herzustellen. Welche Rolle die Eigenproduktion an Vitamin K hat, ist bis heute nicht sicher geklärt. Die Vitamin-K-synthetisierenden Bakterien kommen in einem Abschnitt des Darms vor, in dem normalerweise eher weniger fettlösliche Vitamine in den Körper aufgenommen werden. Man geht daher davon aus, dass dieses selbst gebildete Vitamin K für die Versorgung kaum eine Rolle spielt.

Neugeborene decken ihren Bedarf mit Hilfe von Muttermilch. Dies genügt aber nicht, um die Speicher ausreichend aufzufüllen, weshalb in Deutschland alle Babys nach der Geburt und bei den ersten Vorsorgeuntersuchungen durch den Kinderarzt zusätzlich Vitamin K erhalten.

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin K?

  • Bei Erwachsenen liegt der Tagesbedarf für Männer Jugendliche ab 15 Jahren und Männer bis einschließlich 50 Jahre bei 70 µg. Männer ab 51 Jahren sollten 80 µg aufnehmen. Bei Mädchen und Frauen von 15 bis einschließlich 50 Jahren liegt der tägliche Bedarf bei 60 µg. Ab dem 51. Geburtstag sollten sie sogar 65 µg aufnehmen.
  • Kinder haben einen niedrigeren Tagesbedarf, der mit dem Alter ansteigt.

Was passiert bei einer Überdosierung von Vitamin K?

Nach derzeitigem Wissen ist für den Gesunden eine Überversorgung mit Vitamin K aus der Nahrung auch in hohen Dosen nicht schädlich. Anders verhält es sich beim Neugeborenen. Hier kam Vitamin K in hohen Dosen eine Hämolyse auslösen (Zerfall der roten Blutkörperchen).

Bestimmte Medikamente hemmen die Blutgerinnung, indem sie den Effekt des Vitamin K in der Leber blockieren. Wer solche Cumarine nimmt, sollte möglichst ausgewogen essen, um starke Schwankungen in der Vitamin-K-Versorgung zu vermeiden – denn sie könnten die Tablettenwirkung stören.

Was passiert bei einem Mangel an Vitamin K?

Fehlt Vitamin K, wirkt sich das auf das Gerinnungssystem aus. Ab einer bestimmten, niedrigen Konzentration kann es spontan zu Blutungen kommen. Auch ein unverhältnismäßig starker Blutverlust bei Verletzungen ist möglich. Ernährungsbedingt tritt ein derartiger Mangel beim Gesunden allerdings nicht auf. Chronische Krankheiten des Verdauungstrakt und längere Antibiotikaeinnahme können jedoch Risikofaktoren für einen solchen Mangel darstellen.

Für Neugeborene wurde eine Vitamin-K-Prophylaxe eingeführt, weil ein Vitamin-K-Mangel das Risiko für Hirnblutungen erhöhen könnte: Zwei Milligramm Vitamin K am ersten Tag des Neugeborenen. Weitere Vitamin-K-Gaben erfolgen bei der U2 und der U3.

Wichtiger Hinweis:
Lassen Sie sich vom Arzt oder Apotheker beraten, bevor Sie zu Vitaminpräparaten greifen. Nicht immer ist eine Nahrungsergänzung sinnvoll. Eine Überdosierung oder falsche Kombination von Präparaten könnte womöglich mehr schaden als nutzen. Für Schwangere gelten die Empfehlungen des Frauenarztes.



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