Der bösartige Tumor der Bauchspeicheldrüse wird oft erst spät entdeckt. Dann ist die Therapie schwierig. Mehr zu Symptomen, Ursachen und Behandlung
Die Bauchspeicheldrüse (medizinisch: das Pankreas, im Bild gelb) erstreckt sich quer im Oberbauch hinter dem Magen
Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ist eine bösartige Gewebsveränderung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). In 70 Prozent der Fälle ist der breitere Teil des Pankreas davon betroffen, der so genannte Pankreaskopf. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen wird bei Männern auf circa 6300, bei Frauen auf circa 6600 geschätzt; bezogen auf 100.000 Einwohner sind dies 16 Männer und 16 Frauen. Damit ist das Pankreaskarzinom, neben Darm- und Magenkrebs, der dritthäufigste Tumor im Verdauungstrakt. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei der männlichen Bevölkerung bei 69 und bei Frauen bei 76 Jahren.
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ungefähr 13 bis 18 Zentimeter lang, etwa 70 bis 80 Gramm schwer und befindet sich im Bereich von Zwölffingerdarm, Magen, Galle und Milz. Das Pankreas besteht aus drei Teilen: Pankreaskopf – dem breiten Ende, welches vom Zwölffingerdarm (Teil des Dünndarms) umrandet wird, Mittelteil (Pankreaskorpus) und dem dünn auslaufenden Pankreasschwanz. Das Organ produziert am Tag bis zu zwei Liter Verdauungssekret (Bikarbonat) und Enzyme. Diese sorgen dafür, dass die konsumierten Lebensmittel in ihre Nahrungsbestandteile wie Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate aufgespaltet werden und somit richtig verdaut werden können. Zusätzlich reguliert die Bauchspeicheldrüse den Zuckerstoffwechsel im Körper.
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13.09.2005, aktualisiert am 17.06.2010
W&B/ Kühn
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