Das Sehvermögen ist vielleicht unser wichtigster Sinn. Doch es lässt im Alter oft nach. Zudem können es verschiedene Augenkrankheiten bedrohen. So steuern Sie gegen
Ein scharfer Blick ist keine Selbstverständlichkeit: Augenärzte erwarten im Jahr 2030 etwa ein Drittel mehr Blinde und hochgradig Sehbehinderte in Deutschland
Die Augen sind unsere Luke zur Welt. Durch sie nehmen wir den Großteil der Eindrücke wahr. Ein Meisterwerk der Natur, denn die optischen Eigenschaften dieses Organs sind beeindruckend. Blitzschnell passt es sich unterschiedlichen Lichtverhältnissen an, fokussiert innerhalb von Sekundenbruchteilen und unterscheidet Farben in mehreren Millionen Nuancen.
Selbst moderne Fotoapparate können da nicht mithalten. Auch wenn deren Entwicklung rasant voranschreitet, verglichen mit den Eigenschaften der menschlichen Augen schneiden sie schlecht ab.
Empfindliche Kameras
Zum Beispiel was die Auflösung betrifft: Handelsübliche Kameras weisen bis zu 10 Millionen Rezeptoren für die Lichtwahrnehmung auf („10 Megapixel“), ein professionelles Gerät etwa das Doppelte. Die beiden Augen des Menschen zusammen kommen auf 127 Millionen Sehsinneszellen – das entspricht 127 Megapixel.
Aber unser Sehorgan ist anfällig für Störungen. Bei rund 40 Millionen Deutschen stimmt die Größe des Auges nicht mit der Brechkraft der Linse überein. Sie leiden deshalb unter Kurz- oder Weitsichtigkeit, und bei rund 800.000 Menschen fließt das Kammerwasser im Augapfel nicht mehr richtig ab. Der Druck im Inneren des Auges steigt und führt unbehandelt oft zu Schäden des Sehnervs. Auch die Leistung der Netzhaut und der Linse nehmen im Laufe der Jahre vielfach ab.
Bedingt durch die alternde Gesellschaft, dürften die Probleme mit den Augen in Zukunft zunehmen, sagt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) voraus. Etwa ein Drittel mehr Blinde und hochgradig Sehbehinderte erwarten die Experten im Jahr 2030. Zwar verfügen Mediziner schon heute über eine Vielzahl von Technologien und Therapien, um ein krankes Auge zu behandeln. „Aber wir brauchen vor allem innovative Strategien für die Prävention und Früherkennung“, mahnt DOG-Präsident Gernot Duncker.
In den folgenden Teilen der Serie erfahren Sie, wo im Auge überall Störungen auftreten, mit welchen Therapien Augenärzte schon heute viele Leiden sehr gut behandeln und wie Sie dem einen oder anderen Problem vorbeugen können.
Burkhardt Röper / www.apotheken-umschau.de;
02.04.2008, aktualisiert am 26.06.2010
iStock/coloroftime
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