• Die sekundäre Arthrose entsteht als Folge von Stoffwechselstörungen, Kristallablagerungen (Gicht) oder rheumatoider Arthritis. Veränderungen des Knochens wie Osteoporose (Knochenschwund) oder Osteonekrosen (Absterben von Knochengewebe) können ebenso zur sekundären Arthrose führen wie angeborene, unfall- oder verletzungsbedingte Fehlstellungen der Gelenke. Eine ständige Überlastung der Gelenke kann die Arthrose fördern, aber auch ein Bewegungsmangel wirkt sich ungünstig aus.
Nach dem 50. Lebensjahr nimmt die Degeneration sowohl der großen Gelenke (Wirbelsäule, Hüfte, Knie) als auch der kleinen Gelenke der Hand sprunghaft zu. Trotzdem handelt es sich nicht um eine unausweichliche "Alterserscheinung". Schon bei manchem Dreißigjährigen sind Verschleißerscheinungen an den Gelenken feststellbar. Während für Arthrosen der großen Gelenke der Anteil Frauen / Männer etwa gleich ist, sind bei den Arthrosen der Fingergelenke Frauen zehnmal häufiger betroffen als Männer.
Die Arthrose entwickelt sich allmählich. Oft macht sie anfangs keine Symptome und bleibt damit lange Zeit unbemerkt (= stumme Arthrose). Ob und wann es zu Problemen kommt, ist individuell verschieden. Das Ausmaß der Gelenkveränderungen – die zum Beispiel in einer Röntgenaufnahme sichtbar werden – lässt nicht immer Rückschlüsse auf das Ausmaß der Beschwerden zu. Geringe Veränderungen können starke Schmerzen verursachen und umgekehrt.