Es lassen sich verschiedene Formen von Aneurysmen unterscheiden: Beim Aneurysma verum ("echtes Aneurysma") stülpen sich alle drei Wandschichten der Arterie nach außen hin aus. Beim Aneurysma dissecans ("gespaltenes Aneurysma") sind die Wandschichten im Bereich der Tunica media aufgespalten (Dissektion). Auf diese Weise bildet sich neben dem normalen Gefäßschlauch (wahres Lumen) ein zweiter Hohlraum innerhalb der Media (falsches Lumen). Reißen Intima und Media dann an einer Stelle auf, gelangt Blut in diesen neuen Hohlraum und kann, wenn durch einen weiteres Einriss an anderer Stelle ein sogenannter re-entry entsteht, durch diesen hindurchfließen. Der Blutfluss im "falschen" Lumen kann die ursprüngliche, "echte" Gefäßöffnung so stark zusammendrücken, dass das Blut dort nicht mehr ungehindert strömen kann. Eine mögliche Folge ist, dass in der eigentlichen Blutbahn zu wenig Blut strömt und daraus Durchblutungsstörungen entstehen (wie Schlaganfall, Nierenversagen, periphere Durchblutungsstörungen).
Mit zunehmender Größe eines Aneurysmas besteht die Gefahr, dass es reißt. Bei einer solchen Ruptur droht – je nach Lage des Aneurysmas – eine innere Verblutung. In Aneurysmen vor allem der Bauchaorta und Arm- und Beinarterien bilden sich fast regelmäßig Blutgerinnsel (Thromben). Diese Blutpfropfen können sich zum Beispiel bei Bewegungen lösen, mit dem Blutstrom in andere Gefäßabschnitte wandern und dort zu Gefäßverschlüssen führen.
Die mit Abstand häufigste Variante (> 90 Prozent) ist das Aneurysma im unteren Bereich der Hauptschlagader (Bauchaorta). Seltener sind Aneurysmen in der oberen Hauptschlagader, d.h. der thorakalen oder Brust-Aorta, und an den Hirngefäßen anzutreffen. Grundsätzlich können sie an jeder Arterie auftreten und kommen am Herzen an der linken, den Kreislauf tragenden Pumpkammer vor.