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Aneurysma

Ein Aneurysma ist die krankhafte Aussackung einer Schlagader. Am häufigsten tritt es im Bauchraum (Bauchaortenaneurysma) auf. Reißt ein Aneurysma ein, kann eine lebensgefährliche innere Blutung entstehen


Aneurysma: Aussackung einer Schlagader (Arterie)

Was ist ein Aneurysma?

Bei einem Aneurysma handelt es sich um eine örtlich begrenzte Erweiterung einer Schlagader (Arterie). Im betreffenden Gefäßabschnitt bildet sich eine Aussackung, die dauerhaft bestehen bleibt. Sie sieht spindel- oder sackförmig aus.

Grundsätzlich kann sich ein Aneurysma an jeder Arterie ausbilden. Am häufigsten tritt es im unteren Bereich der Hauptschlagader (Bauchaorta = Bauchschlagader) auf. Seltener kommen Aneurysmen in der oberen Hauptschlagader (der Brust-Aorta) und an den Hirngefäßen vor. Eine Aussackung der Herzwand (Herzwandaneurysma) kann sich nach einem Herzinfarkt bilden.



Unser Experte: Professor Wolfram Delius, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Welche Ursachen hat ein Aneurysma?

Angeborene oder erworbene Veränderungen in der Arterienwand können zu einem Aneurysma führen. Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko: Dazu zählen insbesondere Bluthochdruck, Rauchen  und Arteriosklerose (Gefäßverkalkung).

Symptome: Woran erkennt man ein Aneurysma?

Vielfach ruft ein Aneurysma zunächst keine Beschwerden hervor. Wenn der Gefäßabschnitt stärker erweitert ist, kann es zu unspezifischen Krankheitszeichen kommen. Reißt ein Aneurysma, kann sich dies in starken Schmerzen im betroffenen Gefäßbereich äußern – im Bauchraum zum Beispiel mit heftigen Schmerzen in den Flanken.

Aneurysma-Ruptur: Gefährlicher Riss

Der Durchmesser eines arteriellen Aneurysmas kann sich mit der Zeit erheblich vergrößern. Je größer dieser ist, um so höher wird die Wandspannung. Damit steigt die Gefahr, dass die Gefäßwand einreißt. Bei einer solchen Ruptur kann der Betroffene – je nach Lage des Aneurysmas – innerlich verbluten.

In Aneurysmen können sich außerdem Blutgerinnsel (Thromben) bilden. Vor allem in der Bauchaorta und in Arm- und Beinarterien ist das häufig der Fall. Diese Blutpfropfen können gelegentlich in andere Gefäßabschnitte wandern und dort zu Gefäßverschlüssen führen.

Wie sieht die Therapie aus?

Wie und ob ein Aneurysma  behandelt werden muss, entscheiden unter anderem die Größe und Lage des Aneurysmas. Es spielt auch eine Rolle, wie sehr die Größe des Querdurchmessers zunimmt.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Bildnachweis: Getty Images/Dorling Kindersley, W&B/Bernhard Huber
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Mehr Infos im Netz unter

www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 14.10.2014, erstellt am 13.09.2005
Bildnachweis: Getty Images/Dorling Kindersley, W&B/Bernhard Huber

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