Adipositas und Esssucht

Bei einem Body-Mass-Index von über 30 wird nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation von Fettleibigkeit (Adipositas) gesprochen

aktualisiert am 07.02.2014

Extremes Übergewicht: Bei Fettleibigkeit zeigt die Waage eindeutig viel zu viel an

Creativ Collection/RYF

Was ist Adipositas?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) nach dem so genannten Körpermasse-Index (Body-Mass-Index = BMI). Den BMI können Sie mit Hilfe unseres Online-Rechners ganz einfach bestimmen: zum BMI-Rechner.

Es gilt:

BMI unter 18,5 = Untergewicht

BMI zwischen 18,5 und 24,9 = Normalgewicht

BMI zwischen 25 und 29,9 = Übergewicht

BMI ab 30 = Adipositas, Grad I

BMI-Wert ab 35 = Adipositas Grad II  

BMI-Wert ab 40 = extreme Adipositas Grad III


UNSER EXPERTE: Professor Dr. med. Hans Hauner, Facharzt für Innere Medizin, Ernährungsmediziner und Diabetologe

W&B/Jan Greune

Die Adipositas selbst gilt in Deutschland nicht direkt als Erkrankung sondern als körperlicher Zustand oder als eine chronische Gesundheitsstörung. Jedoch gehören die Adipositas und ihre Vorstufe, das Übergewicht, zu den wichtigen Ursachen bedeutsamer Folgeerkrankungen wie etwa Bluthochdruck, Verkalkung der Herzkranzgefäße (koronare Herzerkrankung), Zuckerkrankheit vom Typ 2, Krebs sowie verschiedener orthopädischer und psychischer Leiden. Etwa fünf Prozent aller Gesundheitsausgaben in den Industrieländern sind auf die Adipositas und ihre Folgen zurückzuführen.

Neben dem Ausmaß des Übergewichts (BMI-Wert) bestimmt auch die Fettverteilung im Körper das persönliche Gesundheitsrisiko. Um sie zu ermitteln, eignet sich der Taillenumfang. Übersteigt der Umfang die Werte 102 Zentimetern bei Männern beziehungsweise 88 Zentimeter bei Frauen, wird von einem deutlich erhöhten Risiko für Folgekrankheiten gesprochen.

Die Ursachen für Übergewicht und Adipositas liegen meist in einer Kombination aus genetischer Veranlagung und ungesundem Lebensstil. Adipöse Menschen haben einerseits oft eine zu fett- und insgesamt zu kalorienreiche Ernährung, andererseits kommt häufig Bewegungsmangel hinzu. Auch psychische Faktoren wie Stress oder Frust wirken begünstigend.

Zur Prävention von Übergewicht und Adipositas sind daher Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung sinnvoll.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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Bildnachweis: Creativ Collection/RYF, W&B/Jan Greune
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