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Schilddrüsenüberfunktion

Dieser Text informiert in Einfacher Sprache zum Thema: Schilddrüsenüberfunktion.

17.12.2019

Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?

Die Schilddrüse ist ein Organ im Hals. Die Schilddrüse befindet sich unter dem Kehlkopf an der Luftröhre. Die Schilddrüse produziert wichtige Hormone wie zum Beispiel:

  • Thyroxin
  • Trijodthyronin

Diese Hormone beeinflussen wichtige Körperfunktionen wie:

  • Stoffwechsel
  • Kreislauf
  • Wachstum
  • psychisches Wohlbefinden

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion produziert die Schilddrüse zu viele Hormone. Manchmal ist die Schilddrüse dann größer als normal. Deshalb kann man vielleicht eine Wölbung am Hals sehen. Diese Wölbung nennt man auch: Kropf. Von dieser Vergrößerung sind oft Frauen betroffen.

Hinweis: Ein Arzt hat bei Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt? Dann sollten Sie Ihre anderen Ärzte darüber informieren. Bei manchen Untersuchungen wird nämlich Jod verwendet. Das kann für Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion gefährlich sein. Auch manche Medikamente dürfen Sie dann vielleicht nicht mehr nehmen.

Wie kann man eine Schilddrüsenüberfunktion erkennen?

Anzeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion sind zum Beispiel:

  • Probleme beim Schlucken
  • Heiserkeit
  • Nervosität oder Probleme bei der Konzentration
  • Schlafstörungen
  • Gewichtsabnahme
  • Durchfall
  • hoher Blutdruck oder Herzrasen
  • der Hemdkragen lässt sich nicht mehr zumachen
  • der Körper zittert
  • die Haut ist warm und schwitzt
  • die Muskeln schmerzen

Sie haben solche Anzeichen bei sich bemerkt? Dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Der Arzt untersucht Sie und gibt Ihnen alle wichtigen Informationen.

Was sind die Ursachen einer Schilddrüsenüberfunktion?

Die Hauptursache für Schilddrüsenüberfunktion ist Morbus Basedow. Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung. Dabei produziert der Körper Abwehrstoffe gegen die eigene Schilddrüse. Diese Abwehrstoffe regen die Schilddrüse an. Deshalb produziert die Schilddrüse mehr Hormone als der Körper eigentlich braucht. Oft ist die Schilddrüse dann auch größer.

Eine Schilddrüsenüberfunktion kann aber auch durch eine funktionelle Autonomie verursacht werden. Dann produzieren Teile der Schilddrüse oder sogar die gesamte Schilddrüse eigenständig Hormone. Diese Hormonproduktion wird dann nicht mehr vom Gehirn aus gesteuert.

Die Schilddrüse produziert mehr Hormone als der Körper braucht? Dann liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor. Meistens reguliert die Schilddrüse sich selbst. Die gesunden Zellen produzieren dann weniger Hormone.

Eine betroffene Person nimmt jedoch Jod oder bestimmte Medikamente ein? Dann kann der Hormonspiegel wieder ansteigen. Eine Autonomie der Schilddrüse entsteht häufig durch Jodmangel. Dann vergrößert sich die Schilddrüse.

Was können Sie bei einer Schilddrüsenüberfunktion tun?

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Der Arzt untersucht Sie: Er tastet zum Beispiel Ihren Hals ab. So kann der Arzt eine vergrößerte Schilddrüse feststellen. Der Arzt untersucht auch das Blut. Außerdem kann der Arzt einen Ultraschall machen. Mit einem Ultraschall kontrolliert der Arzt die Größe und das Aussehen der Schilddrüse.

Therapie

Die Ursache ist Morbus Basedow? Dann heilt die Schilddrüsenüberfunktion manchmal von selbst. Medikamente können jedoch gegen die Symptome helfen. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt.

Oft verschreibt der Arzt Thyreostatika. Diese Medikamente hemmen die Hormonproduktion in der Schilddrüse. So soll die Menge an Hormonen im Körper wieder normalisiert werden. Danach ist häufig eine Operation notwendig. Vielleicht ist auch eine Radiojodtherapie notwendig.

  • Manchmal muss die Schilddrüse durch eine Operation entfernt werden. Oder die Schilddrüse muss verkleinert werden. Das kann verschiedene Gründe haben. Nach einer Operation sind die Schilddrüsenhormone sofort weniger. Aber eine Operation hat immer auch Risiken. Nach einer Operation muss der Patient Schilddrüsenhormone und Jodid einnehmen. Dadurch soll eine Unterfunktion von der Schilddrüse verhindert werden. Und die Schilddrüse wächst dann nicht mehr so schnell an.
  • Bei einer Radiojodtherapie wird Gewebe durch radioaktive Strahlung zerstört: Der Patient bekommt radioaktives Jod. Manche Zellen in der Schilddrüse produzieren zu viele Hormone. Das Jod zerstört genau diese Zellen. Und die Patienten scheiden das radioaktive Jod dann wieder aus. Die Radiojodtherapie funktioniert oft sehr gut. Danach haben die Patienten vielleicht eine Schilddrüsenunterfunktion. Deshalb müssen sie Tabletten nehmen. Die Radiojodtherapie erfolgt im Krankenhaus.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Sie wollen noch mehr über die Schilddrüsenüberfunktion lesen? Mehr Informationen über die Schilddrüsenüberfunktion finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

Achtung: In diesem Text finden Sie nur allgemeine Informationen. Der Text ersetzt den Besuch beim Arzt nicht. Nur ein Arzt kann Ihnen genaue Informationen geben. Sie fühlen sich krank? Oder Sie haben Fragen zu einer Krankheit? Dann sollten Sie immer zum Arzt gehen.

Einfache Sprache Siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.