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Scheidenpilz

Dieser Text informiert in Einfacher Sprache zum Thema: Scheidenpilz.

27.01.2020

Was ist Scheidenpilz?

Bei Scheidenpilz erkrankt ein Teil der weiblichen Geschlechtsorgane: Betroffen ist hauptsächlich die Scheide. Manchmal erkranken auch Bereiche am Scheideneingang – zum Beispiel die Schamlippen.

In der Scheide ist eine Schleimhaut. Auf dieser Schleimhaut sind gute Bakterien: die Milchsäure-Bakterien. Die Milchsäure-Bakterien schützen die Schleimhaut in der Scheide vor schlechten Bakterien und Pilzen.

Die Scheide kann sich entzünden. Dann sind nicht mehr genügend gute Milchsäure-Bakterien auf der Schleimhaut der Scheide. Deshalb können sich schlechte Bakterien und Pilze in der Scheide vermehren.

Scheidenpilz ist ansteckend. Aber ein Arzt kann den Scheidenpilz behandeln.

Was sind die Ursachen von Scheidenpilz?

Häufig ist die Ursache für Scheidenpilz ein besonderer Hefepilz. Dieser Hefepilz heißt: Candida albicans. Manche Ursachen erhöhen das Risiko für einen Scheidenpilz, zum Beispiel:

  • Hormonveränderungen
  • Diabetes
  • manche Medikamente
  • übermäßige Hygiene im Intimbereich
  • ungeschützter Sex

Wie können Sie Scheidenpilz erkennen?

Scheidenpilz kann unterschiedliche Anzeichen haben. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Brennen in der Scheide
  • Jucken in der Scheide
  • weißer Ausfluss
  • Ausschlag um die Scheide
  • unangenehmer Geruch im Intimbereich
  • Schmerzen beim Sex

Normalerweise ist der Pilz in der Scheide. Das bedeutet: Man kann ihn von außen nicht selbst erkennen. Manchmal sind aber auch Bereiche am Scheideneingang entzündet. Dann treten dort Hautausschläge und Pickel auf.

Hinweis: Sie sind schwanger? Und Sie erkennen eines dieser Anzeichen bei sich? Dann sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt. Der Pilz kann nämlich für das ungeborene Kind gefährlich werden. Der Arzt kann Sie untersuchen und den Scheidenpilz behandeln. So ist der Pilz nicht mehr gefährlich für das Kind.

Was können Sie bei Scheidenpilz tun?

Sie glauben: Ich habe vielleicht Scheidenpilz? Dann gehen Sie zum Frauenarzt. Der Frauenarzt untersucht Sie und gibt Ihnen alle wichtigen Informationen. Der Arzt nimmt eine Probe aus der Scheide und kann so prüfen: Gibt es einen Pilz in der Schleimhaut der Scheide?

Der Arzt stellt fest: Sie haben Scheidenpilz? Dann empfiehlt der Arzt Ihnen Medikamente. Das können zum Beispiel Zäpfchen für die Scheide oder Cremes sein. Der Arzt sagt Ihnen auch: So müssen Sie die Medikamente anwenden. Dann kann sich die Schleimhaut in der Scheide erholen und der Pilz kann abgetötet werden.

Hinweis: Sie haben Diabetes? Und Sie haben Scheidenpilz? Dann sollten Sie Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren. Bei erhöhtem Blutzuckerspiegel können sich die Pilze nämlich besser vermehren.

Wie können Sie Scheidenpilz vermeiden?

Sie möchten Scheidenpilz vermeiden? Dann können Sie selbst etwas tun. Sie sollten zum Beispiel:

  • die Scheide nur mit Wasser waschen,
  • beim Toilettengang von vorne nach hinten abwischen,
  • luftdurchlässige Unterwäsche tragen,
  • nur luftdurchlässige Slip-Einlagen verwenden,
  • nach einer Pilzbehandlung Wäsche und Handtücher heiß waschen.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Sie wollen noch mehr über Scheidenpilz lesen? Mehr Informationen über Scheidenpilz finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

Achtung: In diesem Text finden Sie nur allgemeine Informationen. Der Text ersetzt den Besuch beim Arzt nicht. Nur ein Arzt kann Ihnen genaue Informationen geben. Sie fühlen sich krank? Oder Sie haben Fragen zu einer Krankheit? Dann sollten Sie immer zum Arzt gehen.

Einfache Sprache Siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.