Kalte Füße

Klirrende Kälte, zu dünne Schuhe – da frieren Zehen und Füße schnell. Einige Menschen leider aber auch bei milden Temperaturen unter kalten Füßen. Welche Ursachen dahinterstecken können

von Andrea Blank-Koppenleitner, aktualisiert am 03.12.2014

Mit Socken ins Bett und noch eine Decke über das Fußende – viele Frauen verpacken jeden Abend sorgfältig ihre Füße, um einschlafen zu können. Denn mit kalten Füßen geht das nicht. Und der Partner reißt seine Witze oder stöhnt auf, wenn sie ihre Eiszehen an seinen Sohlen wärmen möchte.

Frauen haben tatsächlich wohl häufiger kalte Füße als Männer, und das nicht nur im Winter. Die Gründe dafür sind noch nicht eindeutig geklärt. Aber es spielt offenbar eine Rolle, dass Frauen in der Regel weniger Muskeln und weniger Körpermasse haben und damit insgesamt weniger Wärme produzieren. So leiden sie besonders, wenn die Temperaturen sinken. Ein überaktives vegetatives Nervensystem, die Neigung zu niedrigem Blutdruck und andere Faktoren können ebenfalls mitverantwortlich sein. Natürlich haben auch Männer mit kalten Füßen ihre Probleme.

Wenn es kalt wird, friert zuerst der Fuß

Sinkt die Außentemperatur, versucht unser Körper vor allem die Körpermitte und mit ihr die lebenswichtigen Organe sowie das Gehirn vor der Kälte zu bewahren. Dazu entzieht er als erstes den äußersten Gliedmaßen (Extremitäten), also Fingern und Zehen, Händen und Füßen Wärme. Das geschieht, indem der Organismus dort das Wärmetransportmittel Blut vermindert. Die Gefäße verengen sich, Zehen und Finger sind schlechter versorgt. Deshalb frieren wir auch schneller an den Füßen und Händen, und deshalb ist es so wichtig, sie bei Kälte und Nässe gut einzupacken. Wird von den äußeren Gliedmaßen weiter Blut abgezweigt, etwa wenn sich jemand länger in Eiseskälte aufhält, können sie – nach der Nase, die oft am wenigsten geschützt ist – zuerst erfrieren und absterben. Denn Vorrang für den Körper hat es stets, das Zentrum zu schützen.

Nässe entzieht dem Fuß Wärme

Nasse Füße werden ebenfalls schneller kalt. Die kühle Feuchtigkeit auf der Haut führt Wärme nach außen ab. Es entsteht Verdunstungskälte, die den Körper veranlasst, die Blutgefäße enger zu stellen. Deshalb sind auch Schweißfüße ein Grund für erhöhtes Kälteempfinden in den unteren Extremitäten.

Am häufigsten sind es also frostiges Wetter, Nässe und unzureichende Kleidung, die uns kalte Füße verschaffen. Aber auch zu enge Schuhe drücken auf die feinen Blutgefäße und Nerven und behindern damit die Wärmezufuhr. Ein warmes Fußbad und dicke Socken heizen frierenden Füßen wieder ein. Bequeme Schuhe lassen das Blut erneut zirkulieren.

Neben akut kalten Füßen kann das Kälteempfinden in den Extremitäten allerdings auch chronisch gestört sein und krankhafte Ursachen haben.

Kalte Füße: Im Mittelpunkt steht die Durchblutung

Über das Blut gelangt die innere Körperwärme in die weiter vom Herzen entfernten Teile und an die Körperoberfläche. Ist die Blutversorgung in den Füßen verringert oder aus dem Gleichgewicht, frieren wir dort leicht. Hält dieser Zustand an, beginnen die Füße oft zu schmerzen und zu kribbeln, die Haut kann sich verfärben oder Gewebe sich verändern. Dafür verantwortlich sind Störungen im gesamten Blutkreislauf sowie in den Gefäßen vor Ort. Dabei kommt es einmal auf den Zustand der Blutgefäße und auf die Strömungsverhältnisse an. Wichtig ist zudem, wie die Regulation der Blutgefäße funktioniert, das heißt, ob Arterien und Venen sich nach Bedarf abwechselnd eng- oder weitstellen.

Ein zu niederer Blutdruck beispielsweise kann die Versorgung in Beinen und Füßen zeitweise behindern, ebenso in den Händen (siehe unten). Eine wesentliche Rolle für eine mangelnde Blutzirkulation spielen jedoch chronische Gefäßschäden durch Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Raucher sind besonders gefährdet, eine arterielle Verschlusskrankheit der unteren Extremitäten (pAVK) zu erleiden. Einen weiteren Risikofaktor stellt Diabetes dar. Zudem können seelische Belastungen wie Stress oder Ängste ("kalte Füße bekommen" vor Angst) die Regulation der Blutgefäße in den unteren Extremitäten beeinflussen.

Nerven und Hormone: Sie spielen mit, wenn es um kalte oder warme Füße geht

Unsere Füße stehen nicht nur am unteren Ende der Blutversorgung, sie sind auch hochsensibel. Feinste Sensoren der Haut und Muskeln melden jeden Druck, jeden äußeren Reiz. Tausende Nervenbahnen enden in den Zehenspitzen und leiten Informationen weiter. Bestimmte Nervenverbindungen sind maßgeblich daran beteiligt, dass je nach Bedarf mehr oder weniger Blut in die einzelnen Körperteile fließt. Eine wichtige Steuerfunktion haben zentrale Nerven im Gehirn, das vegetative Nervensystem mit dem sympathischen und dem parasympathischen Teil sowie eine Reihe von Hormonen.

Nervenstörungen, vor allem im sogenannten peripheren Nervensystem, wirken sich auf die Kälte- und Wärmeregulation der Füße aus. Diabetes zum Beispiel kann über die Jahre zu solchen Schäden führen (diabetische Neuropathie). Mitunter beeinflussen auch hormonelle Probleme, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion, sowie Erkrankungen des Immunsystems die Temperatur in den Gliedmaßen.

Hände und Füße frieren oft gemeinsam

Kalte Füße und Hände sind eines der Hauptsymptome des sogenannten Raynaud-Syndroms. Eine ganze Reihe von Gefäß- beziehungsweise Gefäßregulationsstörungen können obere wie untere Extremitäten mit einbeziehen.

Komplexe Schmerzerkrankungen wie die Fibromyalgie und psychische Krankheiten wie Angststörungen gehen neben den für sie kennzeichnenden Symptomen teilweise mit feuchten, kalten Händen und Füßen einher.

Immer wieder Eisfüße: Wann zum Arzt?

Wer auch bei normalen oder gar höheren Temperaturen häufig oder ständig kalte Füße hat, dazu womöglich Krämpfe, Schmerzen, Hautveränderungen oder Fieber, sollte einen Arzt aufsuchen. Der erste Ansprechpartner ist in der Regel der Hausarzt. Er kennt Krankengeschichte und Vorerkrankungen seines Patienten häufig schon gut. Je nach den Ergebnissen seiner Untersuchungen wird der Allgemeinarzt gegebenenfalls einen Spezialisten hinzuziehen. Das kann ein Internist sein, eventuell auch ein Rheumatologe oder ein Facharzt für Nervenerkrankungen (Neurologe). Kommt eine psychische Erkrankung in Betracht, übernehmen ein Psychotherapeut und manchmal ein Psychiater die weitere Diagnose und Behandlung.

Sofort zum Arzt oder in eine Klinik gehen heißt es, wenn ein Fuß und/oder ein Bein plötzlich kalt wird und heftig schmerzt, die Haut blass wird oder sich bläulich verfärbt. Das können Hinweise auf eine Embolie (Verschluss eines Blutgefäßes durch ein eingeschwemmtes Blutgerinnsel) sein. Kommen zu Kältegefühl und Verfärbungen Schwellungen dazu, weisen die Symptome möglicherweise auch auf eine sogenannte Phlegmasia coerulea dolens, eine besonders schwere Verlaufsform einer Venenthrombose, hin.

Die wichtigsten Ursachen für kalte Füße auf einen Blick

  • Kälte, Nässe
  • Enge Schuhe
  • Schweißfüße

(siehe Kapitel "Ursachen: Blutdruck, Gefäße", teilweise auch "Raynaud-Syndrom")

  • Raynaud-Syndrom
  • Akrozyanose und andere Gefäßstörungen, zum Beispiel Frostbeulen

(siehe Kapitel "Ursachen: Raynaud-Syndrom")

(siehe Kapitel "Ursachen: Körper und Psyche" und Kapitel "Ursachen: Medikamente")

Mehr über die möglichen Ursachen sowie Links auf entsprechende Krankheitsbilder finden Sie in den weiteren Kapiteln. Tipps, wie Sie Ihre Füße am besten warm halten, gibt es im Kapitel "Therapie und Selbsthilfe" (siehe auch Kapitelübersicht am Anfang des Textes und Kapitellinks unten).

 

Fachliteratur für diesen Ratgeber

Herold G et al.: Innere Medizin, Köln Gerd Herold 2014

Böhm M, Hallek M, Schmiegel W (Hrsg): Innere Medizin, begr. von Classen M, Diehl V, Kochsiek H, 6. Auflage, München Elsevier, Urban & Fischer Verlag, 2009

Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Deutsche Gesellschaft für Gefäßmedizin (DGA): Die Durchblutungsstörung Raynaud-Phänomen. DGA-Ratgeber. 1. Auflage 2011. Online: www.dga-gefaessmedizin.de/patienten/dga-ratgeber.html (Abgerufen am 27.11.2013)

Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Deutsche Gesellschaft für Gefäßmedizin (DGA): Leitlinien zur Diagnostik und Therapie
der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Stand 03/2009, awmf-Register Nr. 065/003. Online: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/065-003.html (Abgerufen am 27.11.2013)

Schaefert R, Hausteiner-Wiehle C, Häuser W, et al.: Klinische Leitlinie: Nicht-spezifische, funktionelle und somatoforme Körperbeschwerden. In: Dtsch Arztebl Int 2012; 109(47): 803–13. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0803

Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS) (federführende Fachgesellschaft): Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Fibromyalgiesyndroms. Interdisziplinäre Leitlinie, Stand 04/2012, awmf-Register Nr. 041/004. Online: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/041-004.html (Abgerufen am 27.11.2013)

Altmeyer P.: Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin. Online: www.enzyklopaedie-dermatologie.de, Berlin Heidelberg Springer Verlag 2013. (Abgerufen am 27.11.2013)

Klinke R, Pape H-Ch, Kurtz A, Silbernagl St (Hrsg): Physiologie, 6. Auflage, Stuttgart Georg Thieme Verlag 2010

Fachredaktion: Dr. med. Claudia Osthoff

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Niedriger Blutdruck (Hypotonie), Kreislaufschwäche: Oft kalte Füße und Hände

Damit das Blut mit dem passenden Druck ungehindert durch die Gefäße strömen kann, muss einmal das Herz leistungsfähig sein. Zum anderen müssen die Gefäße selbst intakt und funktionstüchtig sein. Ist der Druck aus unterschiedlichen Gründen nun zu niedrig, fließt das Blut nicht mehr gleichmäßig, einzelne Organe und Körperteile werden schlechter durchblutet.

Niedriger Blutdruck in Form der sogenannten essenziellen Hypotonie ist zwar oft unangenehm, aber in der Regel harmlos. Sehr schlanke junge Frauen, hochaufgeschossene junge Männer oder ältere Menschen haben häufiger damit zu tun.

Der sekundäre Blutniederdruck hat verschiedene Ursachen. Verantwortlich können Nervenstörungen, Herzprobleme oder auch körperliche Schwäche nach längerer Bettlägerigkeit oder überstandener Infektionskrankheit sein. Aber auch bei Stoffwechselkrankheiten wie zum Beispiel Diabetes sowie bei Hormonstörungen sinkt manchmal den Blutdruck ab. Darüber hinaus führen bisweilen Medikamente gegen Bluthochdruck sowie wasserauschwemmende Mittel (Diuretika) und Flüssigkeitsmangel zu einem zu niedrigen Blutdruck.

Eine weitere Form ist die orthostatische Hypotonie. Das ist ein Blutdruckabfall beim Wechsel in eine aufrechte Körperhaltung, etwa beim Aufstehen aus dem Bett oder auch beim Bücken. Er geht mit unangenehmen Symptomen wie Schwindel oder Kollapsneigung (siehe unten) einher. Zugrunde liegt eine gestörte Blutdruckregulation, bei der das Blut, etwa nach dem Aufstehen, in den Beinvenen und Bauchvenen versackt. Zu den Ursachen gehören unter anderem eine sekundäre Hypotonie und deren Auslöser. Darüber hinaus können Venenleiden, Störungen in bestimmten Nervenfunktionen oder Medikamentennebenwirkungen die Blutdruckschwankung hervorrufen.

Symptome: Im Falle einer essenziellen Hypotonie bereitet ein zu niedriger Blutdruck kaum Beschwerden. Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, kalte Hände und Füße, Reizbarkeit und Schlafstörungen können jedoch Hinweise sein.

Bei der orthostatischen Hypotonie fällt der Blutdruck plötzlich ab, häufig morgens beim Aufstehen, aber auch während längerem Stehen oder körperlicher Anstrengung. Den Betroffenen wird schwarz vor den Augen, schwindlig bis hin zu kurzen Ohnmachten (Synkopen). Sie haben mitunter kalte Schweißausbrüche, kalte Füße, Herzklopfen und Kopfschmerzen. Je nach Ursache kommen weitere Beschwerden hinzu.

Mehr zu Ursachen, Diagnose und Therapie erfahren Sie im Ratgeber "Niedriger Blutdruck (Hypotonie)".

Gefäßerkrankungen, Arteriosklerose: Kalte, kribbelnde Füße

Häufig und chronisch kalte Füße sind oft die Folge zunehmender Ablagerungen und Verengungen in den Gefäßen. Die Hauptrisikofaktoren für eine Gefäßverkalkung, Arteriosklerose, sind Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht. Nachteilig wirken sich ebenso zu hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck und Diabetes aus. Natürliche Alterungsvorgänge, aber auch Dauerstress oder psychische Belastungen wie Depressionen können Zustand und Funktionen der Gefäße beeinflussen. Die unterschiedlichen Faktoren führen dazu, dass sich die Zusammensetzung des Blutes verändert und damit die Innenhaut der Arterien angegriffen wird.

Schreitet die Arteriosklerose fort, können sich Gefäße in einem Körperbereich akut verschließen. Folglich ist die Durchblutung dort gestört. Unterversorgtes Gewebe stirbt ab. Am Herzen entspricht das einem Herzinfarkt, im Gehirn einem Schlaganfall. Beides sind Notfälle, die sich schwerwiegend auswirken können. 

Symptome: Mögliche Beschwerden äußern sich in besonders schlecht versorgten Körpergebieten. Ein Leeregefühl im Kopf, ein Engegefühl in der Brust, Atemnot bei körperlicher Anstrengung, Sehstörungen, Schmerzen in den Beinen beim Gehen, Kribbeln und Kältegefühl in den Füßen (siehe unten: pAVK) können eine Gefäßverkalkung anzeigen.

Ausführliche Informationen zu Ursachen und Risiken sowie zu Diagnose und Therapie von Gefäßverkalkungen finden Sie im Spezial "Arteriosklerose – gefährlicher Engpass".

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK): Blasse, kalte Füße als mögliches Anzeichen

Betrifft eine Arteriosklerose hauptsächlich die Beine, sprechen Mediziner von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz pAVK. Die damit verbundenen Beschwerden äußern sich vor allem an den Unterschenkeln und oft auch an den Füßen. Bestimmte seltene Gefäßerkrankungen können mitunter zu einer pAVK führen. Hauptsächlich erkranken jedoch Raucher ab 60 und Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen daran.

Symptome: Häufig zeigen sich anfangs keine deutlichen Beschwerden. Blasse, später auch gerötete, oft kalte Füße, ein Ziehen im Unterschenkel beim Gehen oder Schmerzen in der Fußsohle können Hinweise sein. Die Schmerzen sind beim Laufen bisweilen so unangenehm, dass der Betroffene immer wieder stehen bleibt (Schaufensterkrankheit), weil die Beschwerden dann aufhören. Geschädigte Arterien in Füßen und Zehen führen zu erhöhtem Kälteempfinden, das Gewebe ist unterversorgt, verändert sich daher und kann absterben, Wunden heilen schlechter.

Diagnose und Therapie: Der Arzt wird eine pAVK durch eingehende Untersuchungen von anderen Erkrankungen wie einer Arthrose der Zehengelenke, Gicht oder Nervenschäden abgrenzen.

Für die Therapie ist es wesentlich, die Risikofaktoren auszuschalten. Das heißt, das Rauchen aufzugeben, Blutzuckerwerte gut einzustellen, Bluthochdruck zu senken und die Blutfettwerte zu normalisieren. Das ist auch deshalb wichtig, weil die Betroffenen häufig nicht nur eine Arteriosklerose der Beingefäße haben, sondern auch der Herzkranz- und Halsgefäße. Damit sind sie besonders gefährdet, einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall zu erleiden (siehe oben).

Gegen die Beschwerden können Medikamente, krankengymnastische Übungen und medizinische Fußpflege hilfreich sein. Am wichtigsten: Konsequentes Gehtraining!

Je nachdem, wie ausgeprägt die Schäden sind, können sogenannte "Gefäßwiedereröffnungs"- oder Revaskularisationsmaßnahmen notwendig sein. Dazu gehören etwa das Aufdehnen des Gefäßes mit Ballon und gegebenenfalls die Einlage eines Stents, eines feinen Maschendrahtgeflechts zum Offenhalten. Manchmal entfernen die Fachärzte einen beziehungsweise mehrere Thromben oder legen einen Bypass. Schreitet die Erkrankung trotz Behandlung fort, muss unter Umständen sogar der betroffene Fuß amputiert werden.

Lesen Sie mehr zu Ursachen, Diagnose und Therapien im Ratgeber "Durchblutungsstörungen der Extremitäten (pAVK)".

Eine mangelnde Blutversorgung in den Füßen und damit verbundene Kältegefühle können sich auch im Rahmen einer Herzerkrankung durch die Pumpschwäche oder eines Diabetes entwickeln. Hier kommen eine erhöhte Arteriosklerosegefahr sowie mögliche Nervenschäden als Folge des Diabetes zum Tragen. Ebenso sind kalte Füße bei einer Blutarmut möglich. Es stehen dann jedoch in der Regel die für die jeweilige Erkrankung kennzeichnenden Symptome im Vordergrund.

Raynaud-Syndrom: Wenn Finger und Zehen plötzlich kalt werden, schmerzen und sich verfärben

In erster Linie erkranken jüngere Frauen im Alter zwischen 15 und 40 Jahren am sogenannten primären Raynaud-Syndrom. Für dieses Beschwerdebild lässt sich keine ursächliche Erkrankung feststellen. Es handelt sich um eine mit Krämpfen, Schmerzen und Hautverfärbungen verbundene Gefäßstörung vor allem in den Fingern und Händen, mitunter auch in Zehen und Füßen.

Das Krankheitsbild tritt aber auch im Rahmen anderer Erkrankungen und dann auch im höheren Alter und bei beiden Geschlechtern auf. Ursachen eines sekundären Raynaud-Syndroms können neurologische Erkrankungen wie eine Multiple Sklerose, ein Karpaltunnelsyndrom, eine Neuritis oder Rückenmarkstumoren sein. Infrage kommen zudem Autoimmunleiden wie Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen), etwa eine Sklerodermie, oder eine rheumatoide Arthritis. Auch Gefäßerkrankungen wie die periphere Verschlusskrankheit (pAVK, siehe Kapitel "Gefäßschäden") oder bestimmte Bluterkrankungen gehen manchmal mit einem Raynaud-Phänomen einher. Vergiftungen durch Schwermetalle oder andere Giftstoffe, etwa Pilzgifte, sind bisweilen verantwortlich. Weitere Auslöser sind mitunter Medikamentennebenwirkungen (Bluthochdruckmittel, Verhütungsmittel, Medikamente zur Chemotherapie, (siehe Kapitel "Medikamente") oder die Folgen von Drogenkonsum.

Berufsbedingte Schäden, zum Beispiel jahrelanges Arbeiten mit stark vibrierenden Geräten, Presslufthämmern und ähnlichem, können ebenfalls zu diesem Beschwerden-Komplex führen (Vibrationssyndrom).

Symptome: Kälte, Nässe, Stress und seelische Belastungen können die Beschwerden anfallsartig auslösen. Die Finger beider Hände (beim primären Raynaud-Syndrom, beim sekundären ist meist nur eine Seite betroffen), mit Ausnahme der Daumen, manchmal auch die Zehen, werden plötzlich kalt und blass. Dann verfärben sie sich blau und schließlich rot. Die Attacke kann einige Minuten bis zu einer halben Stunde dauern und mit Schmerzen und Taubheitsgefühlen verbunden sein. Es bleiben keine Hautveränderungen oder -schäden zurück.

Beim sekundären Raynaud-Syndrom stellen sich mitunter, je nach Grunderkrankung, auch dauerhafte Schmerzen sowie Hautschäden an Fingern oder Zehen ein. Die Rotfärbung kann dann auch ausbleiben.

Diagnose: Der Arzt wird zunächst durch Untersuchungen prüfen, ob nicht eine Gefäßerkrankung wie eine pAVK vorliegt. Ist dies nicht der Fall, geben die Krankengeschichte sowie eine Reihe von Tests wesentliche Hinweise auf ein Raynaud-Syndrom. Aufschlussreich ist unter anderem die sogenannte Kapillarmikroskopie, bei der der Arzt die feinsten Gefäße am Nagelfalz oder an den Zehen unter mikroskopischer Sicht betrachtet. Darüber hinaus können Ultraschallaufnahmen, Bluttests sowie gegebenenfalls Untersuchungen wichtiger Organe die Diagnose sichern.

Therapie: Liegt eine Grunderkrankung vor, ist die Behandlung auf diese ausgerichtet. Wichtig für Menschen mit einem Raynaud-Syndrom ist es, sich vor Kälte und Nässe gut zu schützen. Neben extra wärmenden Handschuhen und Schuhen, setzen Betroffene teilweise auch Taschenwärmer ein. Außerdem gilt es, alles zu vermeiden, was die Gefäße schädigen kann, insbesondere Rauchen, ebenso Arbeiten mit vibrierenden Geräten. Positiv können dazu Entspannungsmethoden wie Autogenes Training oder Biofeedback wirken.

Als Medikamente kommen mitunter Kalziumantagonisten infrage. Bei schwereren Verläufen setzen Gefäßspezialisten manchmal auch Mittel ein, die bei Gefäßerkrankungen wie der pAVK angezeigt sind.

Lesen Sie Weiteres dazu im Ratgeber "Kalte Hände".

Akrozyanose (Blau-Rot-Sucht): Blaurote, kalte Zehen und Finger

Fehlregulationen im vegetativen Nervensystem oder in hormonellen Vorgängen sind Ursache dieser in der Regel harmlosen Gefäßstörung. Daran leiden vorwiegend sehr junge Frauen mit niedrigem Blutdruck (siehe unter Kapitel "Blutdruck, Gefäße"). Die Erkrankung vergeht oft nach einiger Zeit von selbst, kann sich aber nach den Wechseljahren wieder einstellen. Als Risikofaktoren gelten Rauchen, Verhütungsmittel oder bestimmte Bluthochdruckmedikamente.

Symptome: Finger und Zehen, oft auch Nase und Ohren verfärben sich blaurot, sind kalt, feucht und sehr kälteempfindlich. Die Verfärbungen gehen zurück, wenn man mit dem Finger darauf drückt. Lässt man los, bauen sie sich von außen nach innen wieder auf. Die Veränderungen an den Extremitäten treten nicht anfallsartig auf und sind meist nicht schmerzhaft. Es entwickeln sich auch keine Gewebsschäden an den betroffenen Stellen.

Diagnose und Therapie: Die Krankengeschichte und die typischen Beschwerden geben dem Arzt entscheidende Hinweise. Er wird die Akrozyanose mit geeigneten Untersuchungen, wie etwa einer Kapillarmikroskopie, von anderen Gefäßschäden abgrenzen.

Für die Therapie ist es wichtig, schädliche Faktoren wie das Rauchen aufzugeben und sich gut vor Kälte zu schützen. Wechselbäder können helfen, den Kreislauf anzuregen und dem Blutniederdruck entgegenzuwirken.

Es gibt noch weitere Störungen, bei denen die Blutgefäße in Händen und Füßen insbesondere auf Kälte- oder Nässereize reagieren. Dazu gehören zum Beispiel die landläufig Frostbeulen genannten Pernionen. Kennzeichen einer aus unterschiedlichen Gründen fehlerhaften Gefäßregulation können Hautverfärbungen, Schmerzen, Schwellungen und auch Gewebeschäden sein.

Stress, Angst, Depressionen: Manchmal frieren auch die Füße

Die Psyche beeinflusst zahlreiche Körpervorgänge. Über das vegetative Nervensystem und unterschiedliche Hormone wirken sich seelische Schwankungen auch auf die Durchblutung und die Gefäßregulation aus. Daher können Menschen, die innerlich stark angespannt sind, vielfältige körperliche Beschwerden entwickeln und auch unter kalten Füßen leiden. Allerdings stehen bei Depressionen und weiteren psychischen Krankheiten andere Symptome im Vordergrund.

Am deutlichsten treten die Folgen von Überreaktionen des Nervensystems und mangelhaft durchbluteter Extremitäten bei einer Angstattacke auf, wenn die Betroffenen hyperventilieren.

Symptome einer Angstattacke: Kalte, feuchte Hände und Füße können Teil der Angstsymptome sein. Doch in der Regel überwiegen auch hier andere körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemnot, Schwindel.

Ausführliche Informationen zu Angststörungen und Angstattacken finden Sie im Ratgeber "Angst".

Magersucht (Anorexia nervosa): Kalte Füße als ein Folgesymptom von vielen

Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie (Ess-Brech-Sucht) sind psychische Erkrankungen, die mit der Zeit lebensgefährdende körperliche Folgen haben. Durch den extremen Gewichtsverlust, den Magersüchtige mit allen Mitteln bis hin zur Nahrungsverweigerung herbeiführen, geraten Stoffwechsel und Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht.

Körperliche Symptome: Kennzeichnend ist die stetige, starke Gewichtsabnahme. Bei den betroffenen Frauen bleibt häufig die Monatsblutung aus. Sie frieren leicht, haben kalte Hände und Füße. Magersüchtige Männer leiden oft unter Potenzstörungen. Vielen Erkrankten fallen die Haare aus. Es treten Hautprobleme, Muskelschwäche auf, die Leistungsfähigkeit fällt deutlich ab.

Bedrohliche Herzrhythmusstörungen und eine mögliche Nierenschwäche gehören zu den Erkrankungen, die eine unbehandelte Magersucht nach sich zieht.

Mehr Informationen zu Ursachen, Folgen und Therapiemöglichkeiten liefert der Ratgeber "Magersucht (Anorexie)".

Fibromyalgie: Chronische Schmerzen, Müdigkeit, zudem oft frierende Hände und Füße

Die Ursachen für dieses Krankheitsbild, das sich durch andauernde Schmerzen vor allem in Muskeln und Gelenken äußert, sind noch nicht geklärt. Eine familiäre Veranlagung sowie Schädigungen von kleinen Nervenfasern spielen möglicherweise eine Rolle. Mit dem Krankheitsbild können auch Depressionen einhergehen, jedoch nicht bei allen Betroffenen.

Symptome: Die Beschwerden treten oft in wechselnder Intensität auf. Stresssituationen, Schlafmangel oder Wetterwechsel können sie verstärken. Schmerzen in unterschiedlichen Körperbereichen, wie im Rücken, im Nacken, in den Armen und Beinen sind charakteristisch. Dazu kommen kennzeichnend Symptome wie Müdigkeit und Schlafstörungen. Viele Betroffene leiden zudem unter Magen-Darm-Problemen, kalten Händen und Füßen, häufigem Schwitzen oder Frieren sowie unter Depressionen.

Lesen Sie mehr zu Ursachen, Diagnose und Therapie im Ratgeber "Fibromyalgie".

Hormonstörungen: Erhöhtes Kälteempfinden, auch in den Füßen

Eine Reihe von Hormonen beeinflusst das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel wesentlich. Das wirkt sich auf die Durchblutung unterschiedlicher Körperbereiche sowie auf das Wärme- oder Kälteempfinden aus. Beispielhaft seien hier die Schilddrüsenhormone erwähnt. Sie wirken außerdem auf das zentrale Nervensystem im Gehirn, auf den Energieumsatz und darauf, wie Befehle von den Nerven auf die Muskulatur übertragen werden. Ist die Funktion der Schilddrüse gestört, entstehen Ungleichgewichte in vielen Körperbereichen. Auch die Durchblutung der Extremitäten kann davon betroffen sein.

– Schilddrüsenunterfunktion

Besonders Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) entwickeln frühzeitig Gefäßerkrankungen im Rahmen einer Arteriosklerose (siehe Kapitel "Blutdruck, Gefäße"). Ihr Wärmeempfinden ist ebenfalls gestört.

Symptome: Wer an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet, verträgt Kälte nicht so gut und friert häufig. Kalte Füße sind damit oft verbunden. Sie stellen aber nur einen kleinen Teil einer Vielzahl möglicher Beschwerden dar. Dazu gehören unter anderem Müdigkeit, Gewichtszunahme, verringerte Leistungsfähigkeit, Verstopfung, Haarausfall.

Ausführlich über Ursachen, Symptome, Diagnose und Therapie informiert der Ratgeber "Schilddrüsenunterfunktion".

– Nebennierenrindeninsuffizienz

Eine schlecht angepasste Gefäßregulation tritt bisweilen auch bei anderen hormonellen Erkrankungen auf, etwa bei Funktionsstörungen der Nebennierenrinde (Nebennierenrindeninsuffizienz, Morbus Addison).

Symptome: Die vorherrschenden Symptome sind hier Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, unklare Bauchschmerzen, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen. Neben weiteren Symptomen besteht auch eine Neigung zu niedrigem Blutdruck mit orthostatischer Hypotonie (siehe Kapitel "Blutdruck, Gefäße"). In diesem Zusammenhang stehen dann eine verstärkte Kälteempfindlichkeit und häufig kalte Füße.

Weitere Informationen zu dieser Hormonstörung finden Sie im Ratgeber "Nebennierenrindeninsuffizienz".

Medikamente, die kalte Füße verursachen können

Kalte Füße treten neben anderen Beschwerden manchmal als Nebenwirkung einiger Arzneimittel auf. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Medikamente, die dazu führen, dass die Blutgefäße sich zusammenziehen, und die auf das vegetative Nervensystem wirken.

In diese Gruppe gehören manche Bluthochdruckmittel wie Betablocker, die auch gegen bestimmte Herzrhythmusstörungen zum Einsatz kommen. Betablocker sind daher sowohl bei Durchblutungsstörungen der Beine als auch bei niedrigem Blutdruck nicht angezeigt (siehe Kapitel "Blutdruck, Gefäße").

Eine stärkere Kälteempfindlichkeit in den Füßen kann sich zudem unter der Einnahme von wasserausschwemmenden Mitteln (Diuretika) bemerkbar machen.

Außerdem stellen sich kalte Füße manchmal bei Migräne-Mitteln aus der Wirkstoffgruppe der Ergotamine sowie bei Medikamenten gegen Erkältungen, etwa mit dem Wirkstoff Pseudoephedrin, ein.

Verhütungsmittel (Pille), einige Antidepressiva (trizyklische Antidepressiva) oder Chemotherapeutika gehören ebenfalls in die Liste der Medikamente, die den Blutdruck und die Gefäßregulation auch in den unteren Extremitäten, also Beinen und Füßen, beeinflussen können (siehe auch Kapitel "Blutdruck, Gefäße" und Kapitel "Raynaud-Syndrom").

Wer den Eindruck hat, dass er vermehrt unter kalten Füßen leidet, seit er ein bestimmtes Medikament einnimmt, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen. Dieser wird anhand der ihm bekannten Krankengeschichte und eventuell weiterer Untersuchungen andere Erkrankungen als mögliche Ursachen ausschließen. Gegebenenfalls verändert der Arzt auch die Medikamentendosis oder verschreibt ein anderes Mittel. Er wird dabei mit seinem Patienten stets den Nutzen einer Therapie gegenüber möglichen Beschwerden abwägen.

Kalte Füße: Krankhafte Ursachen gezielt behandeln

Im Vordergrund steht immer, eine bestehende Grunderkrankung konsequent zu behandeln. Damit bessert sich meist auch das Kälteproblem in den Füßen. Die Therapiemaßnahmen zielen dann zum Beispiel darauf ab, eine sich entwickelnde Gefäßstörung oder einen bestehenden Diabetes in den Griff zu bekommen. Hierzu finden Sie Informationen bei den jeweiligen Krankheitsbildern auf diesen Seiten, zum Beispiel unter Arteriosklerose, pAVK, Diabetes oder Nikotinsucht.

Der Hausarzt beziehungsweise ein Facharzt für innere Medizin (Internist) begleitet in der Regel die Therapie und kontrolliert, wie die Erkrankung verläuft. Je nach Krankheitsbild zieht der Hausarzt möglicherweise einen Internisten mit entsprechender Spezialisierung (Angiologe, Diabetologe, Endokrinologe, Rheumatologe) hinzu. Manchmal ist auch ein Nervenspezialist (Neurologe) gefragt.

Bei einigen Gesundheitsproblemen wie etwa zu niedrigem Blutdruck oder einer orthostatischen Hypotonie besteht die Behandlung darin, gezielt den Kreislauf zu stärken. Oft helfen schon allgemeine Maßnahmen, die die Durchblutung anregen, wie etwa Wechselbäder und Gymnastik. Solche Aktivitäten kommen häufig auch den kalten Füße zugute (siehe unten). Liegen dem Blutniederdruck Venenprobleme zugrunde, bessern sich die Beschwerden vielfach, wenn die Betroffenen wie vom Arzt empfohlen Kompressionsstrümpfe tragen.

Für psychische Erkrankungen wie Depressionen, ausgeprägte Ängste oder Essstörungen sind Psychiater und Psychotherapeuten die richtigen Ansprechpartner. Hierzu kann Sie zunächst Ihr Hausarzt beraten und Sie dann entsprechend weiter überweisen. Als erste Anlaufstelle kommt möglicherweise auch ein sozialpsychologischer Dienst in Ihrer Nähe infrage.

Einige Menschen können ihre kälteempfindlichen Füße auf anhaltenden Stress und starke seelische Belastungen zurückführen. Bei anderen ist ein überaktives vegetatives Nervensystem (vegetative Dystonie) verantwortlich. Viele dieser Betroffenen erleben Entspannungsverfahren als wirkungsvoll. Darüber hinaus helfen oft Verhaltenstherapien und gezieltes Kreislauftraining, die körperliche und seelische Ausgeglichenheit zu stärken. Eine wichtige Rolle spielen zudem immer ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung (siehe auch die folgenden Tipps).

Gute Tipps gegen kalte Füße

– Sinken die Temperaturen, heißt es, warme Strümpfe und Socken sowie feste Schuhe mit dicken Sohlen anziehen. Dann kann die Kälte vom Boden nicht gleich zu den Füßen durchdringen.

– Vermeiden Sie nasse Füße. Trocknen Sie die Füße immer gut ab, besonders auch in den Zehenzwischenräumen. Wechseln Sie nasse Strümpfe oder Schuhe so schnell wie möglich.

– Ein warmes Fußbad bringt wohlige Wärme vom Fuß in den ganzen Körper und entspannt.

– Wechselbäder beziehungsweise -duschen fördern die Durchblutung insgesamt und speziell in den Füßen. Dass können Wechselbäder für die Füße oder kalte und warme Kneipp-Güsse für die Beine sein. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Arzt beraten, welche Form der Wassertherapie für Sie geeignet ist. Wer chronisch kalte Füße, Diabetes oder eine bestimmte Erkrankung hat, etwa eine fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit, verträgt nicht jede Anwendung.

– Fußmassagen regen ebenfalls auf wohltuende Weise die Durchblutung an.

– Fußgymnastik hält, regelmäßig angewandt, nicht nur die Füße beweglich, sondern auch warm. Zudem beugt sie Schwellungen und anderen Fußproblemen vor. Ergänzt wird sie idealerweise durch gezielte Gymnastik für die Beinvenen.

– Fußpflege: Cremen Sie Ihre Füße täglich ein und pflegen Sie die Nägel. Wer Probleme mit der Nagelpflege oder Hautschäden an den Füßen hat, für den ist eine fachgerechte medizinische Fußpflege das Richtige.

– Tragen Sie bequeme Schuhe, in denen Ihre Füße ausreichend Platz  haben und nicht schwitzen.

– Treiben Sie regelmäßig Sport und ernähren Sie sich ausgewogen und abwechslungsreich.

– Und vor allem: Geben Sie das Rauchen auf. Gute Tipps, wie Sie das am besten schaffen, finden Sie in unseren Beiträgen zum Rauchstopp.