Geschwollene Beine und Füße / Dickes Bein

Beinschwellungen können vielfältige Ursachen haben: zu wenig Bewegung, Venenleiden, Lymphödeme, krankhafte Fettpolster. Auch Herz- und Nierenleiden sind mögliche Auslöser

von Andrea Blank-Koppenleitner, aktualisiert am 24.04.2018

Überblick über das Symptom

Den ganzen Tag nur gestanden oder gesessen – und am Abend sind beide Beine schwer und Füße wie Knöchel dick angeschwollen. Noch schlimmer ist es im Sommer bei Wärme. Jetzt nichts wie aufs Sofa und die Beine hoch gelegt. Meist sind die Fesseln dann nach kurzer Zeit wieder schlank und die alte Kraft kehrt zurück.

Auch Fußgymnastik oder ein kalter Guss helfen vielen erneut auf die Beine. Durch die einseitige Belastung hatte sich das Blut in den Beinvenen gestaut und sich Flüssigkeit im Gewebe angesammelt. "Wasser in den Beinen" heißt es oft umgangssprachlich dazu. Werden die Beine entlastet oder gekühlt, klappt der Rückstrom des Blutes durch die Venen zum Herzen wieder besser.

Wer jedoch ständig abends dicke Beine hat, dazu sichtbare Besenreiser, vor allem aber Krampfadern, sollte aufmerksam werden und sich ärztlichen Rat holen. Das gilt auch, wenn die Beine untertags dauerhaft oder wiederholt geschwollen sind, die Haut sich verändert oder verfärbt, Schmerzen dazukommen oder wenn nur ein Bein Schwellungen aufweist.

! Warnzeichen ist immer eine plötzliche, akute Beinschwellung. Alarmierend sind ebenso plötzliche Luftnot, atemabhängige Brustschmerzen, Herzrasen und plötzliche Kreislaufschwäche. Ursache dafür kann eine Lungenembolie sein, eine gefürchtete Komplikation von Venenthrombosen. Tel. Notruf (Rettungsleitstelle): 112!

Gewisse Hinweise können sich manchmal schon daraus ergeben, wie und wo die Schwellungen sich zeigen, ob an einem oder beiden Beinen, wie lange sie anhalten, wie sie beschaffen sind, welche weiteren Krankheitszeichen dazu kommen. 

Treten Ödeme und Verdickungen nur an einem Bein, vornehmlich am Fuß, am Knöchel und/oder Unterschenkel auf, stecken häufig Störungen im Venen- oder Lymphsystem dahinter. Auch das ganze Bein kann hier betroffen sein.

Beidseitige Ödeme verweisen vielfach auf Erkrankungen innerer Organe wie Herz, Leber, Nieren, Schilddrüse. Kennzeichnend sind symmetrische Schwellungen auch für krankhafte Fettansammlungen (Lipödem).

Geschwollene Beine: Verschiedene Krankheiten kommen infrage

Zu den wichtigsten krankhaften Ursachen gehören Durchblutungsstörungen, meist aufgrund einer Venenschwäche, und Probleme in den Lymphgefäßen. Gefürchtete Auslöser einer meist einseitigen Schwellung des ganzen Beins stellen eine tiefe Venenthrombose oder eine Infektion dar.

Bei manchen Frauen führt eine übermäßige Bildung von Fettgewebe, ein Lipödem, zu ungewöhnlich dicken Beinen. Die Füße bleiben dagegen von der ursprünglichen Schädigung ausgespart, das heißt zunächst schlank.

Aber auch Organerkrankungen, Krebsleiden sowie Stoffwechselstörungen können unter anderem für geschwollene Beine verantwortlich sein. Mitunter lassen sich auch keine Ursachen finden. Auf Ödeme während der Schwangerschaft wird in diesem Beitrag übrigens nicht eingegangen, ebenso nicht auf verletzungsbedingte Schwellungen.

Mögliche Ursachen von geschwollenen Füßen und Beinen

Schwellungen an einem Bein:

  • Venenleiden: Krampfadern, tiefe Venenthrombose, chronische Venenschwäche, Venenentzündungen (auch an beiden Beinen)
  • Lymphödem (auch an beiden Beinen)
  • Mangeldurchblutung in den Arterien (Ischämie, auch an beiden Beinen)
  • Infektionen (Erysipel)
  • Tumore (auch an beiden Beinen)

Schwellungen an beiden Beinen:

  • Bewegungsmangel
  • Lipödem
  • Herzschwäche
  • Nierenschwäche
  • Lebererkrankung
  • Eiweißmangelödeme
  • Diabetes
  • Essstörungen
  • Allergien, Vergiftungen
  • Hormonstörungen (Schilddrüsenunterfunktion, Nebennierenerkrankungen)
  • Hormonschwankungen (vor der Regelblutung, in der Schwangerschaft)
  • Operationsfolgen, Krebstherapien
  • Medikamente (nichtsteroidale Antirheumatika, Kalziumantagonisten, Diuretika, kortisonhaltige Mittel, hormonelle Verhütungsmittel, Hormonersatzpräparate und andere)
  • Diuretika- und Abführmittelmissbrauch oder Riskanter Alkoholkonsum

Den genauen Ursachen für Schwellungen an einem oder beiden Beinen muss immer ein Arzt nachgehen. Der Hausarzt wird seinen Patienten nach ersten Untersuchungen gegebenenfalls an einen Facharzt für innere Medizin (Internist) oder an einen Gefäßspezialisten (Phlebologe, Angiologe) weiterleiten.

Wie es überhaupt zu Schwellungen kommen kann, erklärt das nächste Kapitel "Wie Schwellungen entstehen" (siehe auch Kapitellinks oben am Anfang des Textes). Die weiteren Kapitel geben Ihnen eine kurze Übersicht über die wichtigsten Krankheitsbilder und informieren auch über die Behandlungsmöglichkeiten.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Bestimmte Druckverhältnisse im Körper bewirken, dass die Flüssigkeiten in den ihnen jeweils zugedachten Bereichen im Gleichgewicht sind. So befindet sich ein großer Teil des Körperwassers innerhalb der Zellen, ein anderer Teil in den Zellzwischenräumen und in den Gefäßen. Über das Blut, das zum Großteil flüssig ist, gelangen Sauerstoff und Nährstoffe bis in alle Körperteile, in jede Zelle, wo sie genutzt werden.

Die Versorgung erfolgt über die Arterien und kleinste Haargefäße, die Kapillaren, die die Nährflüssigkeit an die Gewebe abgeben.

Normalerweise transportieren Venen das Blut ab

Den Abtransport von Kohlendioxid und verbrauchten Stoffen, die im Stoffwechsel entstanden sind, übernimmt das Venensystem. Die venösen Haargefäße saugen die Flüssigkeit wieder auf, und die Venen führen das sauerstoffarme Blut zum Herzen zurück.

Die Lymphgefäße befördern ebenfalls einen Teil der Flüssigkeit (Lymphe) sowie Eiweißstoffe aus den Geweben zu den Venen. Auch nehmen sie Fette aus dem Darm auf und leiten sie ins Blut weiter. Außerdem spielt das Lymphsystem als Teil des Immunsystems für die Abwehr eine wichtige Rolle.

Beinschwellung: Probleme der Venen oder Lymphgefäße

Eine Schwäche oder ein Stau im Venen- oder im Lymphsystem führt dazu, dass der normale Flüssigkeitsaustausch nicht mehr funktioniert und Flüssigkeit im Gewebe zurückbleibt. Es kommt zu Schwellungen, auch Ödeme genannt. Allein langes Stehen oder Sitzen kann eine stärkere Blutfülle in den Beinvenen bewirken, denn die Venen müssen das Blut größtenteils gegen die Schwerkraft zum Herzen befördern.

Dabei helfen ihnen die Sogleistung des Herzens, die Arbeit der zuständigen Muskeln sowie Klappen in den Venen, die verhindern, dass das Blut wieder zurückfließt. Sind die Muskeln nicht aktiv, wie bei längerem Sitzen, sackt das Blut in den Venen ab. Dadurch erhöht sich der Druck in den Gefäßen, Aufnahme und Abstrom der Flüssigkeit aus den Geweben sind verlangsamt.

Wenn es sehr warm ist, dehnen sich die Venen aus, um Wärme abzugeben und damit die Körpertemperatur konstant zu halten. Auch das stört den Abtransport vorübergehend. Die Knöchel schwellen an, bisweilen auch die Unterschenkel.

Funktionieren die Venenklappen nicht mehr richtig, staut sich das Blut zurück, die Gefäße weiten sich. Eine häufige Folge sind Krampfadern und Beinschwellungen. Krampfadern, Venenentzündungen oder eine tiefe Venenthrombose gehören zu den krankheitsbedingten Ursachen von dicken Beinen beziehungsweise eines dicken Beins.

Ebenso kommen Störungen im Lymphsystem als Auslöser infrage. Bei Lymphödemen schwellen neben Knöcheln und Füßen meist auch die Zehen an.

Ödeme bei Herz- und Gefäßerkrankungen

Kann das Herz aufgrund einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) seiner Pump- beziehungsweise Sogleistung nicht mehr nachkommen, erhöht sich der Druck in den Beinvenen. Es können sich Ödeme bilden, auch an den Beinen.

Probleme in den Arterien können dazu führen, dass Gewebe anschwillt, zum Beispiel, wenn es unterversorgt wird, da eine Arterie chronisch verengt ist. Eine solche Durchblutungsstörung muss sofort behandelt werden, damit der betroffene Bereich nicht abstirbt und im schlimmsten Fall etwa ein Fuß oder Bein amputiert werden muss. Durch eine geschädigte Gefäßwand tritt auch leichter Flüssigkeit aus. Ursachen sind Gefäßverschlüsse (Thrombosen), unter anderem infolge von Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und Entzündungen.

Schwellungen durch Infektionen und Stoffwechselstörungen

Schäden an den Gefäßen können zudem durch Infektionen, chemische Reize oder Verletzungen entstehen. So sondert das Gewebe im Zuge einer Abwehrreaktion etwa gegen Bakterien oder andere Krankheitserreger vermehrt Flüssigkeit wie Lymphflüssigkeit ab.

Übergeordnete Störungen im Stoffwechsel, im Eiweiß-, Wasser- und Mineralhaushalt beeinträchtigen von verschiedenen Seiten den geordneten Flüssigkeitsaustausch. Damit wird verständlich, warum Menschen, die an Diabetes oder an einem Nieren- oder Leberleiden erkrankt sind, häufig auch Probleme mit geschwollenen Beinen haben. Ebenso führen Ernährungsmängel zu Ödemen, etwa Eiweißmangelödemen bei Essstörungen oder Alkoholmissbrauch. Auch hormonelle Schwankungen beeinflussen den Stoffwechsel.

Sonderform Lipödem: Ansammlung von Fett

Nicht immer ist ein Flüssigkeitsstau die Ursache für sichtbare Schwellungen. Auch Fett kann sich im Gewebe ansammeln. Eine anlagebedingte Fettverteilungsstörung ist Ursache eines sogenannten Lipödems.

Auch der Lebensstil spielt eine Rolle

Ungesunde Lebensgewohnheiten, allen voran Bewegungsmangel und Übergewicht, fördern Fettablagerungen und Gefäßschäden. Alle Vorsorgemaßnahmen und Therapiepläne werden auch immer solche Gesundheitsprobleme mit einbeziehen.

Wenn vor allem abends die Knöchel eines Beines dick werden, die Schwellung weich ist und sich warm anfühlt, aber über Nacht wieder zurückgeht, kann das ein Hinweis auf eine Störung im Abflusssystem der Venen sein. Typischerweise bleibt eine Delle, wenn man auf die Schwellung drückt. Es hilft meist, die Beine hochzulagern. Morgens ist das Bein dann wieder schlank. Schmerzen können dazukommen. Wadenkrämpfe sind zwar möglich, gehören aber nicht zu den kennzeichnenden Beschwerden.

Je nach Krankheitsentwicklung bleibt das Ödem mitunter bestehen und dehnt sich über den Unterschenkel aus. Die Haut ist oft rötlich bis bläulich-lila verfärbt. Das Gewebe kann sich im weiteren Verlauf entzünden und sichtbare Geschwüre zeigen (Ulkusbildung).

Schwellungen, für die Störungen im Venensystem verantwortlich sind, werden als Phlebödeme bezeichnet. Zu den häufigsten Venenleiden zählen Krampfadern (Varikosis), Venenentzündungen, tiefe Venenthrombosen, chronische Venenschwäche (chronisch-venöse Insuffizienz).

Überblick über die wichtigsten Venenleiden

  • Krampfadern (Varikosis)

Ursache ist eine oft angeborene Schwäche der Venenwand. In den erweiterten Gefäßwänden können die Klappen nicht mehr richtig schließen. Frauen sind häufiger betroffen aufgrund ihres von Natur aus schwächeren Bindegewebes und hormoneller Einflüsse. Übergewicht, Bewegungsmangel, stehende oder sitzende Tätigkeiten begünstigen eine Varikosis. Krampfadern können auch durch eine Thrombose der tiefen Beinvenen (Verstopfung durch ein Blutgerinnsel, siehe unten) entstehen.

Symptome: Die erweiterten oberflächlichen Beinvenen fallen meist deutlich ins Auge. Sie sind oft netzartig ausgebreitet, geschlängelt oder knotig und bläulich verfärbt. Spannungs- und Druckgefühle in den Beinen gehen meist abends in weiche Schwellungen am Knöchel, Fuß und mitunter Unterschenkel über. Anfangs schwellen die Beine über Nacht wieder ab. Später bleiben Schwellungen, Rötungen oder Hautveränderungen bestehen, vor allem, wenn die Venenschwäche nicht behandelt wird.

Mehr zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Therapie erfahren Sie im Ratgeber "Krampfadern (Varikose, Varikosis, Varizen)".

  • Venenentzündung (Thrombophlebitis)

Die oberflächlichen Venen können sich entzünden, unabhängig davon, ob es sich um Krampfadern (Varikophlebitis) oder noch nicht veränderte Gefäße handelt. Am häufigsten geschieht dies jedoch an den Beinen, wenn dort schon Krampfadern sowie kleinste Schädigungen innen am Gefäß bestehen. Die Entzündung in der Venenwand führt in der Regel dazu, dass sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) bildet. Eine Thrombophlebitis bedeutet also, dass eine Entzündung und eine Thrombose in einer oberflächlichen Vene vorliegen.

Es gibt zahlreiche Ursachen. Eine wichtige Rolle spielen längere Bettlägerigkeit, Bewegungsmangel, bestehende Krampfadern, erhöhte Blutgerinnungsneigung. Häufige Auslöser sind zudem Verletzungen, Infektionen durch Bakterien, Schäden durch Spritzen (dann meist an den Armvenen) oder andere, mitunter auch bösartige Erkrankungen. Die Behandlung einer Venenentzündung hängt von ihrer Lage und Ausdehnung ab. Es ist durchaus möglich, dass sich aus einer Thrombophlebitis eine tiefe Venenthrombose entwickelt (siehe unten).

Symptome: Die Haut um den entzündeten Bereich ist gerötet, geschwollen und druckempfindlich, der Venenstrang lässt sich oft als hart und gespannt tasten. Die Schwellung ist aber meist nur auf die betroffene Stelle begrenzt.

Ausführliche Informationen gibt Ihnen der Ratgeber "Phlebitis (Venenentzündung)".

  • Tiefe Venenthrombose

In den tiefen Venen, häufig im Bereich der Wadenmuskeln, können sich Blutgerinnsel bilden. Die Ursachen dafür sind noch nicht endgültig geklärt. Infrage kommen Ungleichgewichte zwischen gerinnungsfördernden und gerinnungshemmenden Faktoren. Dazu kann es etwa nach Operationen und durch Entzündungen kommen. Ebenso wirken sich andere Erkrankungen wie Blutkrankheiten und Tumore aus, oder eine angeborene beziehungsweise im Laufe des Lebens einsetzende vermehrte Gerinnungsbereitschaft des Blutes (Hyperkoagulation). Diese entsteht unter anderem infolge eines Mangels an bestimmten Eiweißstoffen, der zum Beispiel bei einigen Lebererkrankungen auftritt.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch als Thrombophilie (erhöhte Thromboseneigung) bezeichnete Störungen. In der Hälfte der Fälle sind sie erblich. Tritt zum Beispiel erstmals eine Thrombose bei jüngeren Menschen auf, so wird der Arzt auch eine erbliche Thrombophilie ausschließen. Die häufigste Form ist die sogenannte APC-Resistenz. Dabei funktioniert ein Eiweiß, das als ein "Spieler" im Gerinnungssystem der Gerinnung entgegenwirkt, nicht richtig.

Bewegungsmangel, Bettlägerigkeit, langes Sitzen, auch eine Herzschwäche verlangsamen die Geschwindigkeit des Blutflusses und begünstigen so ebenfalls die Gerinnung des Blutes. Auch Medikamente kommen als Auslöser infrage, darunter die Pille.

Wenn sich ein Blutgerinnsel nicht, was häufig geschieht, von selbst wieder auflöst, lagern sich weitere Blutplättchen ab, bis der Thrombus den betroffenen Venenabschnitt blockiert. Dadurch verändert sich der Blutstrom, das Blut wird mit erhöhtem Druck in andere Gefäßbereiche umgeleitet. Krampfadern sind eine häufige Folge. Mitunter entsteht daraus eine chronische Venenschwäche (siehe unten). Da das Blut langsamer fließt, kann das bei sehr ausgeprägter Form auch die Herzleistung beeinträchtigen. Manche Thromben haften fest an der Gefäßwand, andere können sich lösen, in ein Lungengefäß gelangen und dort zu einer unter Umständen lebensgefährlichen Lungenembolie führen. Meistens kommt es zu kleinen Lungenembolien, die kaum oder keine Symptome bereiten.

Häufig zeigen sich die ersten Symptome einer Thrombose erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Gerade bei kranken Menschen, die das Bett hüten müssen, entwickelt sich so unter Umständen eine Lungenembolie ohne Vorzeichen. Auch nach einer Thrombosebehandlung können sich Ödeme bilden.

Zu den eher seltenen Komplikationen einer Venenthrombose gehört der bedrohliche Verschluss mehrerer Venenabschnitte, Phlegmasia coerulea dolens (kurz: Phlegmasie) genannt. Wenn das Blut in dem betroffenen Bein nicht mehr abfließen kann, ist auch die Versorgung durch die Arterien unterbunden. Hierbei handelt es sich um einen Notfall, der sofort medizinisch versorgt werden muss.

Symptome: Beschwerden treten häufig erst dann auf, wenn der Thrombus schon einen größeren oder mehrere Gefäßabschnitte erfasst hat. Ziehende Schmerzen, schwere Beine und ein Spannungsgefühl können erste Hinweise sein. Später wird häufig der ganze Unterschenkel oder das Bein dick. Die Schwellungen fühlen sich warm an, die Haut ist bläulich verfärbt. Die Wade schmerzt, wenn sie gedrückt oder wenn der Fuß gebeugt wird. Fieber kann dazu kommen. In jedem Fall ist es wichtig, bei solchen Beschwerden umgehend den Arzt aufzusuchen. Ödeme mit Schmerzen und Kältegefühl, dazu eine bläuliche Verfärbung können Alarmzeichen für eine Phlegmasia coerulea dolens sein.

Lesen Sie mehr zu Venenthrombosen im Ratgeber "Thrombose".

  • Chronische Venenschwäche

Eine dauerhafte Funktionsschwäche der Venenklappen in den tiefen Beinvenen führt zu einem Rückstau des Blutes und erhöht den Druck in den Venen. Die Muskeln können die Venenarbeit nicht mehr ausreichend unterstützen, in bestimmten Gewebebereichen sammelt sich Flüssigkeit an. Auch der Lymphabfluss ist häufig gestört. Der chronischen Insuffizienz kann eine Beinvenenthrombose vorausgegangen sein. Mitunter ist auch eine Durchblutungsstörung in den Arterien verantwortlich.

Symptome: Schwellungen an Füßen und Knöcheln, die sich auch säulenartig auf die Unterschenkel ausbreiten können, gehen zunächst über Nacht zurück, später bestehen sie mitunter dauerhaft. Die Spannungsgefühle legen sich anfänglich durch Hochlagern der Beine, allerdings nicht, wenn die Arterien erkrankt sind. Dann verstärkt das Hochlagern die Beschwerden eher. Dunkle, bläuliche Hautveränderungen zeigen sich an der äußeren Fußseite oder am Außen- und Innenknöchel. Mit fortschreitender Erkrankung verfärbt sich die Haut des Unterschenkels rot bis rotbraun, es zeigen sich entzündliche Geschwüre und Fettansammlungen. Juckreiz und allergische Reaktionen können dazukommen.

Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber "Was hilft bei einer Venenschwäche?".

Diagnose von Venenleiden

Zu Beginn wird der Arzt den Patienten ausführlich nach seinen Beschwerden befragen. Falls schon mehrere nahe Verwandte Venenthrombosen hatten, kann das ein wichtiger Hinweis auf eine erbliche Veranlagung sein. Art und Auftreten der Schwellung beziehungsweise der Schwellungen, zusätzliche Symptome wie Schmerzen und weitere Erkrankungen sind wesentliche Anhaltspunkte. Bestehende Schwellungen begutachtet der Arzt eingehend, insbesondere auch das Hautbild.

Außerdem prüft er bei der körperlichen Untersuchung die oberflächlichen Venen, ob etwa Krampfadern vorliegen. Er misst, in welchem Umfang sich das Bein beziehungsweise der betroffene Teil verdickt hat. Durch Abtasten (Pulskontrolle, Abtasten des Gefäßstranges) und Abhorchen verschafft sich der Arzt zudem einen Eindruck vom Zustand der Arterien. Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren kann er die Diagnose absichern. In der Regel ist hierfür ein Venen- oder Gefäßspezialist (Angiologe) zuständig.

Apparative Untersuchungsmethoden wie Ultraschalluntersuchungen, etwa als Kompressionssonografie oder Doppler- beziehungsweise Farbduplex-Sonografie ermöglichen einen Blick auf die Blutströmung in den Venen und deren Zustand. Auch Strömungsgeräusche sind damit zu hören. Das ist wichtig, um eine eventuell vorliegende Thrombose aufzudecken, denn in dem betroffenen Bereich strömt das Blut nicht mehr. Eine wichtige Laboruntersuchung, um eine akute Venenthrombose auszuschließen, ist die D-Dimer-Bestimmung. Sie kann den Gerinnungsgrad im Blut aufzeigen.

Spezielle Untersuchungen

Je nachdem wie die ersten Untersuchungsergebnisse ausfallen, kann zur weiteren Abklärung eine sogenannte Lichtreflxionsrheografie – die Prüfung der Pumpfunktion der Venen – beitragen.

Wenn Verdacht auf eine Venenthrombose besteht, die Diagnose aber mit den beschriebenen Techniken, in erster Linie mittels D-Dimer-Bestimmung und  Kompressionssonografie, nicht sicher feststellbar ist, kann eine Phlebografie angezeigt sein. Hierbei handelt es sich um eine röntgenologische Darstellung der tiefen Venen und ihrer Klappen mithilfe eines injizierten Kontrastmittels.

Mithilfe von Blut- und Urintests sowie Prüfungen der Herz-, Lungen- und Nierenfunktion lassen sich begleitende oder zugrunde liegende Erkrankungen erkennen.

Venenschwäche: Was Sie selbst tun können

Eine erste, einfache Maßnahme ist es bei beginnender Venenschwäche, die Beine hochzulegen, wann immer möglich, um den Druck aus den Gefäßen zu nehmen. Auch Beingüsse können Erleichterung bringen. Viel Bewegung sowie Gymnastik unterstützen die Muskelarbeit und sorgen für eine bessere Durchblutung. Bei Übergewicht heißt es unbedingt abnehmen.

Bestimmte Präparate mit Pflanzenextrakten, zum Beispiel aus der Rosskastanie oder Weinlaub, können in einem leichteren Stadium als begleitende Maßnahme die Beschwerden lindern helfen. Lassen Sie sich vorher vom Arzt dazu beraten und in Apotheken über die Anwendungsmöglichkeiten informieren.

Örtliche Behandlung bei oberflächlichen Venenentzündungen

Kühlende Alkoholumschläge, Salben mit dem Wirkstoff Heparin sowie entzündungshemmende Medikamente können die Beschwerden bei einer Venenentzündung häufig lindern. Eine wichtige Rolle spielt auch die Kompressionstherapie (siehe nächster Abschnitt).

! Wichtig: Der Arzt wird bei einer oberflächlich entzündeten Vene (Thrombophlebitis) oder Krampfader (Varikophlebitis) im Allgemeinen auch das tiefe Venensystem untersuchen, um eine Thrombose in dem Bereich auszuschließen. In diesem Fall oder wenn eine oberflächliche Thrombose sich zu tiefer liegenden Venen hin ausdehnt, wird eine gerinnungshemmende Therapie begonnen (siehe unten).

Kompressionsbehandlung bei Venenleiden: akut, chronisch, nach Eingriffen

Kompressionsstrümpfe verordnet der Arzt je nach Venenleiden in unterschiedlichen Längen und Druckgraden, teil auch nach individueller Maßanfertigung. Neben Kompressionsstrümpfen kommen auch verschiedene Arten von Kompressionsverbänden zum Einsatz, zum Beispiel bei einer akuten Venenthrombose.

Die Kompressionsbehandlung ist eine Art Basistherapie bei Venenleiden. Das An- und Ausziehen von ärztlich verordneten Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen ist ab Kompressionsklasse I eine verordnungsfähige, von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlte Leistung in der häuslichen Behandlungspflege. Das An- und Ausziehen von nicht ärztlich verordneten Stütz- oder Antithrombosestrümpfen ist weiterhin eine grundpflegerische Leistung.

Unter anderem bei arterieller Verschlusskrankheit der Beine oder starkem Bluthohdruck soll keine Kompressionbehandlung durchgeführt werden.

Venenthrombose: Gerinnungshemmende Therapie ist Standard

Eine Venenthrombose sollte möglichst frühzeitig, innerhalb der ersten fünf Tage, behandelt werden, weil in dieser Zeit die Chancen am größten sind, das Gerinnsel wieder auflösen zu können. Vorrangiges Ziel ist es bei einer Thrombose, das Wiederauftreten (Rezidiv) wie auch eine Lungenembolie zu verhindern.

Phlebologen setzen bei einer Venenthrombose Heparin, ein gerinnungshemmendes Mittel, alternativ bestimmte gerinnungshemmende Tabletten zur "Blutverdünnung", sogenannte direkte orale Antikoagulanzien (DOAC), ein. Für die Erstbehandlung stehen derzeit zwei Präparate zur Verfügung. Zwei weitere kommen erst nach Abschluss der Heparingabe infrage. Die DOAC ersetzen inzwischen teilweise ältere Medikamente namens Vitamin-K-Antagonisten, unter deren Einnahme regelmäßig die Blutungsneigung kontrolliert werden muss.

Wie lange und in welcher Form die "Blutverdünnung" durchgeführt werden muss, entscheiden die behandelnden Ärzte bei jedem Patienten individuell, wobei es gewisse Vorgaben in den Leitlinien gibt.

Seltener, etwa bei einer Oberschenkel- oder Beckenvenenthrombose, kommt die operative Beseitigung des Thrombus (mechanische Rekanalisierung) oder eine medikamentöse Auflösung (Fibrinolyse) infrage. Diese Verfahren führen vorzugsweise erfahrene Zentren durch.

Venenleiden: Häufige Eingriffe

Je nach Diagnose kommen bei Venenerkrankungen ganz unterschiedliche Eingriffe zum Einsatz.

Dazu gehören zum Beispiel die Verödung oberflächlicher Besenreiser und Krampfadern durch Verödungsmittel. Vorher muss sichergestellt sein, dass die größeren oberflächlichen Venen, vor allem die Stammvenen, und die tieferen Leitvenen in Ordnung sind.

Bei ausgeprägteren Krampfaderleiden kann der Gefäßspezialist eine Operation vorschlagen, wenn das tiefe Venensystem funktionstüchtig ist. Das sogenannte Stripping oder Teilstripping, bei denen die krankhaft erweiterte Vene insgesamt oder der entsprechend veränderte Venenabschnitt herausgenommen werden, sind die häufigsten Eingriffe.

Daneben gibt es noch andere Techniken, zum Beispiel mit Laser- oder Radiowellentherapie-Sonden. Welches Verfahren im Einzelfall am besten infrage kommt, richtet sich immer nach der individuellen Situation des Patienten. Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber "Krampfadern (Varikose, Varikosis, Varizen"; siehe Link-Info weiter oben).

Chronische Venenschwäche kann als Komplikation ein sogenanntes offenes Bein (Ulcus cruris, häufig oberhalb des Innen- und Außenknöchels) nach sich ziehen. Dann ist selbstverständlich eine gezielte Wundtherapie nach modernen Grundsätzen notwendig. Zur Basisbehandlung gehört nach Möglichkeit die Kompressionstherapie (siehe oben).

Lymphstörungen: Wenn der ganze Fuß anschwillt

Im Gegensatz zu Phlebödemen, Schwellungen durch Venenleiden, werden bei einem Lymphödem neben den Knöcheln der ganze Fuß und die Zehen dick. Eine zunächst weiche Schwellung der Zehen in quadratischer Form mit tiefen Querfalten ist besonders typisch (Kastenzehen). Sie ist häufig einseitig, kann aber auch an beiden Beinen auftreten.

  • Lymphödem

Ist der Abfluss über die Lymphe behindert, sammelt sich Flüssigkeit zwischen den Zellen. Die Störung kann angeboren sein (primäres Lymphödem) und in der Kindheit, Pubertät oder bis zu 35. Lebensjahr auftreten, in der Mehrzahl bei Frauen. Aber auch Operationen, Krebserkrankungen und -behandlungen, Bestrahlungen, Infektionen sowie Venenerkrankungen können zu Schäden in den Lymphbahnen führen. Sind Nerven geschädigt, zum Beispiel durch einen Schlaganfall, ist mitunter der Lymphabfluss behindert. Ebenso kann ein Tumor für ein Lymphödem am Bein verantwortlich sein. Eine weltweit verbreitete Ursache ist eine Infektion mit Fadenwürmern, Filarien.

Symptome: Ein Lymphödem durchläuft typischerweise vier Stadien, von null bis drei. Symptome zeigen sich häufig erst in Stadium eins. Die anfangs weichen Schwellungen an Fuß und Zehen gehen zunächst noch mit Hochlegen der Beine zurück. Die Schwellung wird in weiteren Stadien zunehmend derb, bei Druck bleiben keine Dellen, die Haut ist rau, aber nicht verfärbt. Es bilden sich Bindegewebswucherungen (Fibrose). Auch bei Hochlagerung verändert sich die Schwellung nicht mehr. Ohne Behandlung verhärtet die Schwellung schließlich (Elephantiasis), das Bein wird unförmig, die Haut ist grob aufgetrieben.

  • Erysipel

Eine infektiöse Erkrankung, die sich über das Lymphsystem ausbreitet, ist die Wundrose, medizinisch Erysipel genannt. Die Erreger, meist eine Streptokokkenart, können über Hautverletzungen ins Gewebe eindringen. Unter anderem begünstigen Lymphödeme, chronische Venenschwäche und Hauterkrankungen diese Hautentzündung. Die Erreger können unter Umständen auch in die Blutbahn gelangen und dort eine Blutvergiftung auslösen.

Symptome: Am Bein ist oft der Unterschenkel betroffen. Es zeigen sich schmerzhafte, gerötete, überwärmte Schwellungen um den erkrankten Bereich, die sich in kurzer Zeit weiter ausbreiten können. Ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit Fieber und Schüttelfrost kann dazukommen.

Lesen Sie mehr zu diesem Krankheitsbild im Ratgeber "Erysipel (Wundrose)".

Diagnose von Lymphstörungen

Die Krankengeschichte sowie eine genaue Begutachtung der Schwellungen liefern dem Arzt häufig schon deutliche Hinweise. Er prüft oft auch die Haut auf das sogenannte Stemmer’sche Zeichen: An den geschwollenen Zehen lässt sich mit den Fingern keine Hautfalte mehr hochziehen. Außerdem untersucht er Lymphknoten, Arterien und Venen sowie die Herz-Kreislauffunktionen.

Für eine erweiterte Diagnose kommen vor allem eine Lymphografie, bei der sich mit Hilfe eines Kontrastmittels Lymphbahnen und Lymphknoten begutachten lassen, oder auch die nuklearmedizinische Isotopenlymphszintigrafie infrage. Mit diesen bildgebenden Verfahren ist es möglich, Lymphabflussstörungen und auch bösartige Entwicklungen wie Tumore aufzudecken.

Blutuntersuchungen im Labor geben Aufschluss über mögliche Entzündungszeichen und den Eiweißstoffwechsel. Neben den entzündlichen örtlichen Schwellungen erhärten Blutanalysen, gegebenenfalls auch ein bakteriell untersuchter Abstrich, die Diagnose eines Erysipels. Der Arzt wird hier insbesondere nach der Hautstelle fahnden, über die die Bakterien eindringen konnten.

Therapie von Lymphstörungen

In erster Linie helfen zunächst physikalische Behandlungsmaßnahmen, den Lymphabfluss wieder zu normalisieren. Das gelingt am besten, je früher ein Lymphödem diagnostiziert wird, also im ersten Stadium. In späteren Stadien kann die Behandlung Besserung bringen, muss aber meist beständig durchgeführt werden. Es entlastet, wenn der Betroffene sein erkranktes Bein hochlagert.

Zur Entstauungstherapie gehören eine Lymphdrainage mit den Händen sowie eine Kompressionsbehandlung mit Bandagen und einer speziellen Gymnastik. Kompressionsstrümpfe sind sinnvoll, sobald die Schwellung zurückgegangen ist.

Die Hautpflege hat einen besonderen Stellenwert, damit die erkrankte Haut nicht juckt, einreißt oder verletzt wird und sich keine Entzündungen wie ein Erysipel entwickeln können. Die Entstauungstherapie ist manchmal nicht oder nur in veränderter, individuell angepasster Form möglich, wenn zusätzliche Krankheiten, wie Venenerkrankungen, eine arterielle Verschlusskrankheit, entzündliches Rheuma, eine Herzerkrankung oder ein Tumorleiden (siehe nächstes Kapitel "Kranke Arterien, Entzündungen, Tumore") vorliegen.

Liegt eine Wundrose vor, erfolgt die Behandlung mit Antibiotika und Ruhigstellen des Beins häufig in der Klinik. Auch können die Ärzte zugleich vorbeugend gegen mögliche Thrombosen behandeln, um eine Embolie zu verhindern.

Mit Medikamenten lässt sich ein Lymphödem nicht beseitigen. Bei Hautentzündungen und -allergien setzt der Arzt eventuell Kortison und Antihistaminika ein. Operationen kommen nur infrage, wenn die genannten Therapien nicht erfolgreich sind oder wenn zum Beispiel ein Tumor diagnostiziert wurde. Zu den chirurgischen Maßnahmen gehören unter anderem eine mikrochirurgische Lymphgefäßtransplantation. Ferner können die Chirurgen den Lymphabfluss über andere Wege umleiten. Eine weitere Maßnahme kann es gegebenenfalls sein, übermäßige Fettansammlungen abzusaugen (Liposuktion; zur Therapie bei Lipödem, siehe Kapitel "Lipödeme" in diesem Beitrag).

Arterielle Durchblutungsstörungen: Ein- oder beidseitige Beinschwellungen

Ist die Durchblutung in den Arterien, etwa durch eine Arteriosklerose, gestört, sind in der Folge auch die feinen Haargefäße, die Kapillaren, unterversorgt. Aus einer arteriellen Verschlusskrankheit können in einem fortgeschrittenen Stadium Schwellungen an einem oder beiden Beinen an der mangelhaft durchbluteten Stelle entstehen.

Auch im Rahmen einer Diabeteserkrankung entwickeln sich mitunter entsprechende Ödeme, allerdings dann oft von vorneherein an beiden Beinen.

Symptome: Die Schwellungen treten häufig im Fuß- und Knöchelbereich sowie an den Unterschenkeln auf. Die Haut ist oft blass bis bläulich und kalt. Die Beschwerden bessern sich nicht durch Hochlagern, im Gegenteil, sie können sogar noch stärker werden. Als entlastend empfinden Betroffene es eher, die Beine hängen zu lassen.

Die Diagnose einer arteriellen Verschlusskrankheit folgt der Krankengeschichte und Erstuntersuchung. Ultraschallaufnahmen und eine Angiografie geben Aufschluss über den Zustand der betroffenen Arterien. Die Therapie richtet sich nach dem Erkrankungsbild.

Kranke Gelenke und Allergien: Entzündliche Schwellungen in Gelenknähe und am Unterschenkel

Hinter Schwellungen im Bereich der Gelenke wie Knie und Knöchel kann sich eine Gelenkentzündung, etwa eine aktivierte Arthrose, verbergen. Wird der ganze Unterschenkel, mitunter auch das ganze Bein, plötzlich dick, ist neben einer tiefen Venenthrombose auch an eine geplatzte Bakerzyste zu denken. Eine Bakerzyste entsteht mitunter als Begleiterscheinung bei Gelenkerkrankungen wie einer Kniegelenksarthrose. Es handelt sich dabei um einen mit Gelenkflüssigkeit gefüllten Hohlraum in der Kniekehle.

Auch allergische Reaktionen, Folgen einer Operation oder einer Verletzung, bei der kleine Venen- oder Lymphgefäße geschädigt wurden, kommen als Auslöser infrage. Je nach Art der Verletzung oder des Eingriffs kommt es hierbei zu Hautrötungen oder zusätzlichen Blutergüssen beziehungsweise Schwellungen an Unterschenkel und Fuß.

Für die Diagnose sind die Krankengeschichte und eine körperliche Erstuntersuchung wegweisend. Häufig schließen bildgebende Verfahren an. Die Therapie richtet sich individuell nach der vorliegenden Erkrankung.

Nervenstörungen und Tumore: Mögliche Auslöser für Schwellungen an einem Bein

Ein sichtbar vom Fuß bis über den Unterschenkel schmerzhaft geschwollenes Bein könnte in seltenen Fällen auch auf eine Störung im vegetativen sympathischen Nervensystem hinweisen. Diese wirkt sich dann auf die Gefäßspannung in den kleinen und kleinsten Venen aus. Die Morbus Sudeck oder komplexes regionales Schmerzsyndrom genannte Erkrankung tritt mitunter nach Verletzungen oder Operationen auf. Häufig sind hier zusätzlich Hände und Arme betroffen.

Geschwülste und Tumore gehören ebenfalls zu den möglichen Ursachen von Schwellungen, die zunächst örtlich begrenzt um den erkrankten Bereich herum entstehen und häufig mit Schmerzen einhergehen. Knochenkrebs entwickelt sich besonders oft am Knie. Bluttests, Röntgen- und Ultraschallaufnahmen sowie im Einzelfall spezielle zusätzliche Untersuchungen geben dem Arzt Aufschluss.

Lähmungen nach einem Schlaganfall rufen häufig nach einiger Zeit Ödeme hervor, die sich über das ganze bewegungsgehemmte Bein erstrecken können.

Wer abends geschwollene Füße und Knöchel mit gespannter Haut und Schweregefühl hat, ist häufig zu lange gestanden oder gesessen. An heißen Sommertagen passiert das ziemlich schnell. Besonders Menschen, die in ihrem Berufsalltag viel sitzen oder stehen müssen, leiden unter solchen physiologischen Ödemen. Die Schwellungen vergehen über Nacht, und es gibt meist wirksame Vorbeugemaßnahmen dagegen. Das sind vor allem viel körperliche Bewegung in der Freizeit, Ausgleichsgymnastik und Kneipp’sche Güsse. Und nicht zu vergessen: Wann immer es geht, die Füße hochlegen.

Nicht immer allerdings sind es nur die äußeren Umstände, die zu Schwellungen an beiden Beinen führen. Manchmal sind auch durch innere Erkrankungen verursachte Durchblutungs- und Stoffwechselprobleme verantwortlich. Zu möglichen krankhaften Auslösern zählen vor allem eine chronische Herzschwäche, Nieren- oder Leberkrankungen, Eiweißmangelzustände oder eine Schilddrüsenunterfunktion.

Chronische Herzschwäche (Herzmuskelschwäche): Weiche Schwellungen am Fußrücken möglich

Für die Ödembildung spielt hier die sogenannte Rechtsherzinsuffizienz eine zentrale Rolle. Das bedeutet, dass die rechte Herzhälfte nicht mehr in der Lage ist, die für den Blutkreislauf notwendige Pumpleistung zu erbringen. Dadurch verändern sich die Druckverhältnisse in den Gefäßen, der Druck in den herznahen Körpervenen erhöht sich und das Blut staut sich zurück (siehe Kapitel "Wie Schwellungen entstehen").

Die Ursachen für ein nicht mehr ausreichend (insuffizient) arbeitendes Herz sind vielfältig. Sie betreffen häufig zunächst die linke Herzhälfte, zum Beispiel Herzkranzgefäßerkrankungen, Herzinfarkt, verschiedene Herzrhythmusstörungen. Im Verlauf einer Linksherzschwäche kann sich eine Rechtsherzschwäche entwickeln. Anders gesagt: Der Übergang ist meist fließend. Dann liegt eine globale Herzschwäche vor.

Zu den weiteren Ursachen einer Herzmuskelschwäche gehören bestimmte Herzmuskelerkrankungen und Blutarmut. Die Neigung zu einer Herzschwäche nimmt mit dem Lebensalter zu. Bestimmte Lungenkrankheiten oder spezielle Herzrhythmusstörungen mit Rückwirkung auf das rechte Herz führen vorrangig zu einer Rechtsherzschwäche.

Symptome: Auf eine Herzschwäche weisen einmal Beschwerden wie Atemnot bei Belastung, später auch in Ruhe und im Liegen, dazu Atemnot in Rechts- oder Linksseitenlage, hin. Zum anderen kommen oft Müdigkeit und ein deutlicher Leistungsabfall dazu. Anzeichen im weiteren Verlauf können sichtbare, weiche Schwellungen an den Fußrücken sein, die leicht einzudrücken sind und tiefe Dellen hinterlassen. Anfänglich treten sie nur abends auf. Der Fuß- und Knöchelbereich wird deutlich dicker. Ärzte hören häufig die Klage: "Die Schuhe passen nicht mehr." Die Schwellungen können auch die Unterschenkelvorderseiten mit einschließen. Bei bettlägerigen Kranken bilden sich mitunter im Kreuzbein weitere Ödeme.

In Ruhe gehen die Ödeme zunächst wieder zurück. Da dabei Flüssigkeit ausgeschieden wird, müssen die Betroffenen nachts häufiger auf die Toilette. Auffällig ist eine Gewichtszunahme, bedingt durch die Wassereinlagerung. Das Blut kann sich bei ausgeprägter Rechtsherz- oder globaler Herzschwäche auch in Magen und Leber zurückstauen, Gewebsflüssigkeit sich in anderen Körperbereichen wie im Bauchraum ansammeln (Aszites, Wassersucht).

Diagnose: Nach der Krankengeschichte seines Patienten gibt dem Arzt eine erste körperliche Untersuchung Hinweise auf mögliche Herzprobleme. Er hört und klopft den Brustkorb ab, prüft Ödeme und fühlbar angeschwollene Gefäße, bei einer Rechtsherzinsuffizienz sind das typischerweise die Halsvenen.

Weiteren Aufschluss geben apparative Untersuchungen, wie die Aufzeichnung der Herzstromkurve über ein Elektrokardiogramm (EKG) sowie eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie), oft auch eine Röntgenaufnahme der Lungen. Eine Herzkatheteruntersuchung bildet vor allem den Zustand der Herzkranzgefäße ab. Bei speziellen Fragen kann der Arzt eine Magnet- oder Computertomografie des Herzens beziehungsweise des Brustkorbs für notwendig erachten. Auch spezielle Untersuchungen der Lungenfunktion sind mitunter angezeigt. Verschiedene Bluttests im Labor können die Diagnose erhärten. Dazu tragen besonders erhöhte Werte der Substanz natriuretisches Peptid (BNP), genauer: des Spaltprduktes NT-proBNP, bei.

Therapie: Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach den Ursachen und soll verhindern, dass die Herzschwäche fortschreitet und sich verschlechtert. Die Therapie umfasst eine bewusste Lebensweise mit angepasster Bewegung und Gewichtskontrolle, Medikamenten und gegebenenfalls Operationen.

Geeignete Medikamente sind in erster Linie Mittel, die auch gegen Bluthochdruck eingesetzt werden, wie ACE-Hemmer, AT1-Rezeptorantagonisten oder auch Betablocker. Der Arzt wird je nach Krankheitsbild zudem kontrolliert Diuretika und Aldosteronantagonisten verordnen, um die Flüssigkeitsansammlungen auszuschwemmen. Zudem kann eine Anti-Thrombose-Therapie mit gerinnungshemmenden Mitteln angezeigt sein. Zugrundeliegende Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenstörungen oder eine Blutarmut werden entsprechend therapiert (siehe unten). Einen erhöhten Druck in den Lungengefäßen, der das rechte Herz schwächt, können die Ärzte ebenfalls gezielt medikamentös behandeln.

Katheter- oder operative Maßnahmen umfassen möglicherweise eine Schrittmachertherapie, das Aufdehnen verengter Herzkranzgefäße durch Ballonkatheterverfahren und das Einbringen einer Gefäßstütze (Stent) oder eine Umgehungsoperation an den Herzkranzgefäßen (Bypass). Angezeigt sind unter Umständen auch Herzklappenoperationen, das Implantieren von Herzschrittmachern oder Defibrillatoren und im äußersten Fall eine Herztransplantation.

Im Gegensatz zu einer chronischen Herzinsuffizienz ist eine akute Herzschwäche ein Notfall, der umgehend in einer Klinik behandelt werden muss. Eine chronische Herzschwäche kann allerdings auch akut entgleisen. Ausführliche Informationen erhalten Sie im Ratgeber "Herzschwäche (Herzmuskelschwäche, Herzinsuffizienz)".

Nierenerkrankungen: Oft sind die Beine insgesamt geschwollen

Ödeme treten vor allem infolge einer chronischen Niereninsuffizienz auf. Möglicherweise zeigen sie sich auch schon vorher als Symptom von Nierenerkrankungen, die der chronischen Nierenschwäche vorausgehen. Dazu gehören eine Entzündung der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis) oder eine diabetische Nephropathie. Nieren- und Harnwegsentzündungen, Gefäßerkrankungen, die außerhalb der Zuckerkrankheit entstanden sind, Bluthochdruck und Herzerkrankungen können ebenfalls auf Dauer die Nieren angreifen und in ihrer Funktion schädigen.

Die Nieren haben wesentliche Aufgaben im Stoffwechsel, sie regulieren den Wasser-Salz-Haushalt, bilden wichtige Hormone und steuern den Blutdruck entscheidend mit. Das Blut wird über die Nierenkörperchen (Glomeruli), Knäuel feinster Gefäße, und die Nierenkanälchen gefiltert und "gereinigt". Überflüssige Stoffe werden ausgeschieden, wichtige Substanzen und Flüssigkeiten einbehalten. Erkranken die Nierenkörperchen, werden sie durchlässiger, der Körper scheidet vermehrt Eiweiß aus. Andererseits filtern sie weniger Giftstoffe heraus, die sich dann im Körper verbreiten. Es bilden sich Flüssigkeitsansammlungen, vor allem in den Beinen. Eine fortschreitende Nierenschädigung kann schließlich zu einem völligen Nierenversagen führen. Rechtzeitige Behandlung und Vorbeugung sind deshalb äußerst wichtig.

Symptome: Zu den frühen Leitsymptomen einer chronischen Nierenschwäche gehören Ödeme in den Beinen. Die Schwellungen können die ganzen Beine bis zur Hüfte erfassen. Sie sind in der Regel weich, lassen sich eindrücken und bereiten keine Schmerzen. Typisch sind häufig auch morgendliche Lidschwellungen. Oft müssen die Betroffenen vermehrt sehr hellen oder auch getrübten Urin ausscheiden, erst in einem späteren Stadium oder bei akutem Nierenversagen geht kaum oder gar kein Urin mehr ab. Schmerzen in der Nierengegend und Fieber können dazukommen, ebenso ein erhöhter Blutdruck. Eine diabetische Nierenschädigung bereitet anfangs meist keine Schmerzen. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung stellen sich weitere Beschwerden ein, wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit, Sehstörungen, Muskelzuckungen, Juckreiz. Die Hautfarbe verändert sich.

Diagnose: Einen wesentlichen Stellenwert bei Nierenerkrankungen kommt der Früherkennung zu. Ein erhöhtes Risiko haben Menschen, die an Diabetes und/oder zu hohem Bluthochdruck leiden, rauchen, übergewichtig sind oder eine familiäre Vorbelastung für bestimmte Nierenleiden aufweisen. In diesen Fällen sind regelmäßige Blut- und Urintests sinnvoll, um eine beginnende Nierenstörung frühzeitig zu erfassen. Im Urin finden sich dann meist bestimmte Mengen ausgeschiedener Eiweißkörper (Mikro- oder Makroalbuminurie), eventuell auch Blutkörperchen. Im Blut kann das Albumin-Eiweiß bei stärkerem Verlust über die Nieren absinken.

Eine eingehende körperliche Untersuchung, Begutachtung möglicher Ödeme und die Krankengeschichte liefern dem Arzt oft entscheidende Hinweise. Weitere Laborbefunde und eine Ultraschalluntersuchung der Nieren vermitteln einen genaueren Eindruck vom Zustand des erkrankten Organs. Die Untersuchung von Gewebeproben aus der Niere (Nierenbiopsie) kann die Diagnose erhärten. Der Arzt prüft, ob es sich um ein akutes oder chronisches Krankheitsgeschehen handelt und welche ursächlichen Erkrankungen, etwa ein Herzleiden oder ein Diabetes, der Schädigung zugrunde liegen.

Therapie: Sobald der Arzt eine Nierenstörung festgestellt hat, wird er alles veranlassen, um einem Fortschreiten der Erkrankung entgegenzuwirken. Wer ein erhöhtes Risiko hat, sollte auch selbst konsequent vorbeugen. Die Therapie zielt zum einen auf die Grunderkrankung ab. Wesentlich ist es, einen erhöhten Blutdruck deutlich zu senken, und zwar meist noch etwas unter den normalen Wert. Der Blutzucker muss optimal eingestellt sein. Es gilt, nierenschädigende Substanzen und Medikamente zu vermeiden. Zu den grundlegenden Behandlungsmaßnahmen gehört es zudem, viel zu trinken und bei der Ernährung gegebenenfalls die Eiweißaufnahme entsprechend der ärztlichen Empfehlung zu begrenzen.

Hat der Arzt, häufig ein Nierenspezialist (Nephrologe), eine akute bakterielle Entzündung festgestellt, wird er ein passendes Antibiotikum verordnen. Sind die Nierengefäße im Zuge von Störungen des Immunsystems (Autoimmunerkrankungen) erkrankt, setzt er spezielle Medikamente ein, die das Immunsystem unterdrücken. Der Arzt überprüft außerdem den Wasser-Salz-Haushalt regelmäßig und korrigiert mögliche Ungleichgewichte durch geeignete Medikamente.

Bei fortgeschrittener chronischer Niereninsuffizienz hilft meist nur eine Dialyse, um die Nierenfunktion künstlich aufrechtzuerhalten. Unter Umständen wird auch eine Nierentransplantation notwendig. Mehr zu Nierenerkrankungen und möglichen Therapien können Sie in den Ratgebern "Nierenentzündung (interstitielle Nephritis, Glomerulonephritis)" und "Nierenversagen" nachlesen.

Lebererkrankungen: Beinschwellungen bei fortgeschrittener Leberzirrhose

Die Leber spielt eine zentrale Rolle für den Stoffwechsel. Sie hält die Balance zwischen den Nähr- und Vitalstoffen aufrecht, stellt Hormone und Galle her, "entgiftet" oder wandelt schädliche und sonstige Stoffe um und leistet vieles mehr. Häufige Entzündungen, vor allem durch Hepatitis-Viren, Alkoholmissbrauch, eine übermäßig fett- und kalorienreiche Ernährung oder die Einwirkung von Giftstoffen können sie nachhaltig schädigen.

Die möglichen Folgen sind eine Leberzirrhose und schließlich Leberversagen. Zu den weiteren Ursachen einer Leberzirrhose gehören chronische Herzschwäche oder angeborene Stoffwechselstörungen. Dann ist die kranke Leber unter anderem nicht mehr in der Lage, wichtige Eiweißstoffe und Enzyme zu produzieren. Auch kann sich der Druck in der Pfortader und den Lebervenen erhöhen. Das bewirkt, dass das Blut weniger Wasser bindet und sich dadurch vermehrt Flüssigkeit im Bauch (Aszites) und in den Beinen ansammelt.

Symptome: Eine Zirrhose kann anfangs ohne auffällige Beschwerden verlaufen. Je nachdem, welche Erkrankung zu einer Zirrhose geführt hat, treten unterschiedliche Krankheitszeichen auf. Allgemeine Symptome können Bauchschmerzen, Blähungen, vermehrte Neigung zu Blutergüssen sein. Die Haut zeigt häufig Veränderungen wie sogenannte Gefäßspinnen, feine Äderchen im Gesicht und am Oberkörper, und verfärbt sich gelb bis bräunlich. Lippen und Zunge sind mitunter prall und rot, Hand- und Fußinnenseiten gerötet. Schwellungen in den Beinen und Wassersucht im Bauch weisen auf eine schon entgleiste Leberzirrhose hin.

Diagnose: Die Krankengeschichte gibt ersten Aufschluss über verantwortliche Grunderkrankungen beziehungsweise Risikofaktoren. Dem Arzt-Patient-Gespräch schließt sich eine genaue körperliche Untersuchung an, bei der sich unter anderem tastbare Veränderungen der Leber und damit zusammenhängende Krankheitszeichen ergeben können. Weitere Untersuchungsschritte stellen eingehende Laboruntersuchungen des Bluts dar, sowie eine Ultraschalluntersuchung der Leber, auch als Elastografie, und anderer Bauchorgane. Gegebenenfalls sind eine Gewebeanalyse (Leberbiopsie) und eine Computer- und/oder Magnetresonanztomografie angezeigt, auch um Leberkrebs auszuschließen. Eine mögliche endoskopische Untersuchung erlaubt Einblick in weitere eventuell schon mitgeschädigte Organe wie die Speiseröhre. Manchmal kommen Röntgenuntersuchungen dazu.

Therapie: Die Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung. Unerlässlich ist es, alle zellschädigenden Stoffe, in erster Linie Alkohol, strikt zu meiden. Häufig müssen die Betroffenen Eiweiß- und Vitaminverluste durch eine entsprechende Ernährung und Nahrungsergänzung ausgleichen. Hepatitis-Erkrankungen werden mit Medikamenten behandelt. Wenn sie auf einer Autoimmunstörung beruhen, kommen das Immunsystem unterdrückende Mittel (Immunsuppressiva) zum Einsatz. Bei möglichen Komplikationen durch Leberversagen sind spezielle, umfassende Therapiemaßnahmen notwendig. Im äußersten Fall bleibt nur eine Lebertransplantation.

Erfahren Sie Weiteres im Ratgeber "Leberzirrhose".

Eiweißmangelödeme: geschwollene Beine und manchmal Hungerödeme

Eiweißmangel im Blut verursacht nicht nur bei Nieren- und Lebererkrankungen Beinschwellungen (siehe oben). Auch infolge von Mangelernährung durch chronische Unterernährung oder Essstörungen wie Magersucht kann der Eiweißspiegel im Blut absinken.

Das ist ebenso möglich, wenn die Eiweißaufnahme im Darm gestört ist, etwa bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder Glutenunverträglichkeit. Ein häufiger Grund ist zudem ein erhöhter Eiweißverbrauch bei Krebs oder chronischen Entzündungen ("Systemerkrankungen").

Bestimmte Eiweißkörper, insbesondere Albumin, spielen eine wichtige Rolle für die Druckverhältnisse, die die Körperflüssigkeiten im Gleichgewicht halten (siehe Kapitel "Wie Schwellungen entstehen"). Sind zu wenig Eiweißstoffe vorhanden, sammelt sich Flüssigkeit zwischen den Zellen im Gewebe an.

Symptome: Typisch sind hier neben weichen, leicht eindrückbaren Schwellungen an beiden Beinen Wasseransammlungen im Bauchraum (Hungerödem) und auch am Lid.

Die Diagnose folgt der Krankengeschichte und Erstuntersuchung, die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung.

Schilddrüsenunterfunktion, Basedow-Krankheit: Verdickungen am Fußrücken und über dem Schienbein

Die Schilddrüse produziert verschiedene Hormone, die für zahlreiche Abläufe im Körper unerlässlich sind. Sie beeinflussen wesentliche Stoffwechselvorgänge, das Nervensystem, das Herz-Kreislaufsystem, die Verdauung, die Haut und viele andere Körperbereiche. Eine Unterfunktion der Schilddrüse bedeutet, dass zu wenige Schilddrüsenhormone gebildet werden. Die Folge sind unter anderem Stoffwechselstörungen, die bei stärkerer Ausprägung dazu führen, dass sich bestimmte Zucker-Eiweißverbindungen vermehrt zwischen den Zellen ablagern und zu Gewebsschwellungen, Myxödemen, führen.

Auch bei einer bestimmten Überfunktion der Schilddrüse aufgrund einer Autoimmunerkrankung, der Basedow-Krankheit, treten solche Ödeme auf. Vom Morbus Basedow sind Frauen häufiger als Männer betroffen, und zwar in jüngeren Jahren, vor dem 40sten Lebensjahr.

Schilddrüsenunterfunktionen können angeboren sein, sind aber meist Folge von Schilddrüsenentzündungen, einer Autoimmunerkrankung (Hashimoto-Thyreoiditis) sowie Alterungsvorgängen. Mitunter spielen auch Jodmangel und Kropfbildung, sonst eher Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion, eine auslösende Rolle. Operationsfolgen sowie eine vorausgegangene Radiojodtherapie der Schilddrüse sind weitere mögliche Auslöser.

Symptome: Typisch für ausgeprägte Schilddrüsenunterfunktionen sind Myxödeme an den Fußrücken und Vorderseiten der Unterschenkel über dem Schienbein. Das Unterhautbindegewebe ist teigig aufgeschwollen, die Haut blass, schuppig und trocken. Drückt man in die Schwellungen, bleiben keine Dellen zurück. Solche Verdickungen treten häufig auch am Handrücken sowie im Gesicht um Auge und Mund auf. Die Betroffenen wirken aufgeschwemmt. Kennzeichnende Anfangssymptome einer Unterfunktion sind Müdigkeit, depressive Verstimmung, verlangsamter Puls, Engegefühl im Brustraum, Verstopfung, Haarausfall, Gewichtszunahme trotz Appetitlosigkeit.

Bei einer Basedow-Krankheit stehen die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion wie Unruhe, Gewichtsabnahme, Schweißausbrüche, schneller Puls im Vordergrund. Die Krankheitszeichen können sich aber auch, vor allem bei älteren Menschen, unspezifisch äußern, etwa in Müdigkeit und gleichzeitiger Nervosität. Sind die Augen mit beteiligt, fallen die hervortretenden Augäpfel auf.

Diagnose: Die Krankengeschichte und eine erste körperliche Untersuchung veranlassen den Arzt häufig schon, bei einer Blutanalyse auch die Schilddrüsenwerte, ein übergeordnetes Regelhormon und gegebenenfalls noch spezielle Antikörper mit bestimmen zu lassen. Weitere Untersuchungen können folgen, wie eine Ultraschalluntersuchung, bei der eventuell Knoten aufgedeckt werden. Eine Szintigrafie mit schwach radioaktiven Substanzen hilft, Aussehen und Funktion der Schilddrüse genauer zu beurteilen und bösartige Entwicklungen auszuschließen. Mit einer Feinnadelpunktion entnimmt der Spezialist gegebenenfalls Schilddrüsen- beziehungsweise Knotengewebe und untersucht es anschließend mikroskopisch. Die abschließende Diagnose liegt häufig bei einem Internisten oder einem Facharzt für Hormonerkrankungen (Endokrinologe), der bei Bedarf auch einen Augenarzt hinzuzieht.

Therapie: Die Behandlung erfolgt in erster Linie mit Medikamenten, die die Schilddrüsenhormone ersetzen. Mögliche Ursachen wie eine Schilddrüsenentzündung behandeln die Ärzte gleichzeitig. Wenn sich das geschädigte Organ nicht wieder erholt, müssen die Betroffenen lebenslang ein Schilddrüsenhormonpräparat, Levothyroxin, einnehmen. Die Dosis legt der Arzt individuell fest. Unbehandelt kann eine Unterfunktion zu Herzschwäche und Pulsverlangsamung (Myxödemherz) oder gar einem hypothyreotischen Koma führen, das lebensbedrohlich ist. Diese Krise erfordert eine gezielte Therapie beziehungsweise die Behandlung in einer Intensivstation.

Bei Morbus Basedow verordnet der Arzt häufig nur Medikamente, Thyreostatika, die die Überfunktion beseitigen. Damit heilt oft schon die Krankheit aus. Ist das nicht der Fall, können auch eine Langzeitbehandlung mit Medikamenten, eine Operation, bei der ein vorhandener Kropf oder Knoten beseitigt wird, oder eine Radiojodtherapie notwendig sein.

Eingehend informieren Sie die Ratgeber "Morbus Basedow (Basedow'sche Krankheit)" und "Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)".

Weitere Hormon- und Stoffwechselkrankheiten als Ursache für Beinschwellungen

Hormonelle Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom und andere seltene Störungen weisen neben unterschiedlichen vorherrschenden Leitsymptomen als Begleitsymptome mitunter Beinschwellungen auf.

Eine Diabetes-Erkrankung kann in mehrfacher Hinsicht mit Schwellungen einhergehen. Auf Dauer führen schlecht eingestellte Blutzuckerwerte zu unterschiedlichen Folgeerkrankungen, die das Gefäß- und Nervensystem betreffen. Hohe Blutzuckerwerte im Blut schädigen die Gefäße, sowohl die großen wie die feinsten Haargefäße. Ein gleichzeitig bestehender hoher Blutdruck zieht eine Arteriosklerose nach sich oder verstärkt eine bestehende Tendenz dazu. Der übermäßige Blutzucker begünstigt zudem die Entwicklung von Thrombosen (siehe Kapitel "Ursache: Venenleiden").

Nicht nur über die mangelnde Durchblutung kommt es zu Gewebsschäden und Wassereinlagerungen. Diese treten auch als Komplikationen von Gefäß- und Nervenschäden der Beine sowie nachfolgender Hautgeschwüre und Infektionen auf. Ebenso können diabetesbedingte Nierenschäden ein Grund für Ödeme sein (siehe oben). Eine konsequente Behandlung und eine gesunde Lebensweise helfen, Diabetesfolgeerkrankungen vorzubeugen.

Eingehende Informationen erhalten Sie in den Ratgebern Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2 auf www.diabetes-ratgeber.net

Lipödem: Ganz überwiegend nur Frauen betroffen

Lipödeme beruhen auf einer Störung der Fettverteilung im Körper, die anlagebedingt ist und fast nur Frauen betrifft, meist nach der Pubertät oder einer Schwangerschaft. Die genaue Ursache ist noch nicht geklärt.

Es lagert sich vermehrt Unterhautfettgewebe hauptsächlich an den Beinen an. Gleichzeitig bilden sich Wasseransammlungen, Ödeme, da verstärkt Flüssigkeit in die Zellzwischenräume austritt.

Dünne Gefäße unter der Haut beteiligt

Mediziner gehen davon aus, dass bei Lipödemen auch die feinen Haargefäße (Kapillaren) durchlässiger sind. Schreitet die Erkrankung weiter fort, kann sie zudem das Lymphgefäßsystem mit angreifen. Es entwickelt sich dann oft zusätzlich ein Lymphödem (siehe Kapitel "Ursachen: Lympherkrankungen"). Häufiger gibt es auch Überschneidungen mit ebenfalls geschwächten Beinvenen.

Lipödem: Beine (und Arme) dick, Füße (und Hände) schlank

Symptome: Die Beine werden gleichmäßig dick und schwer, die Schwellungen verlaufen häufig vom unteren Becken bis schließlich zu den Sprunggelenken (Säulenbein). Die Füße selbst bleiben von der Fettverteilungsstörung selbst in der Regel verschont. Das gilt ebenso für die Hände, wenn Ober- und / oder Unterarme mitbetroffen sind. Auch der Oberkörper ist meist schlank. Später bilden sich Fettwülste um bestimmte Abschnitte des Beins, die das Gehen behindern und zu einer X-Beinstellung führen. Die Betroffenen haben oft ein starkes Spannungsgefühl und Druckschmerzen, dazu häufig blaue Flecken, auch ohne sich anszustoßen, und Besenreiser. Die Haut ist grob, teils knotig und später derb aufgeworfen. Die Schwellungen können auch auf den Bauch- und Brustbereich und die Arme übergehen.

Die Erkrankung belastet die Frauen psychisch sehr. Sie entwickeln nicht selten Depressionen und neigen oft aus Resignation zu allgemeinem Übergewicht, da Abnehmversuche fehlschlagen. Kommen, wenn die Krankheit nicht behandelt wird, Lymphödeme dazu, schwellen auch Füße und Zehen an.

Diagnose: In erster Linie klinisch und per Ultraschall

Die Krankengeschichte und eine Begutachtung der Schwellungen erlauben häufig schon eine erste Diagnose. Ultraschallaufnahmen können bei Bedarf einen Eindruck vom Zustand des Unterhautfettgewebes liefern, ebenso eventuell eine Computertomografie. Eine Lymphografie beziehungsweise Lymphszintigrafie zeigt, inwieweit das Lymphsystem mitbetroffen ist. 

Gegen das angesammelte Fettgewebe bieten sich operative Maßnahmen an, hier vor allem die Fettabsaugung (Liposuktion), die Fachmedizinern zufolge länger anhaltende Erfolge bringen kann, so dass sich die Beinform wieder annähernd normalisiert. Vor einem solchen Eingriff ist es ratsam, sich über speziell mit der Behandlung dieses Krankheitsbildes vertraute Ärzte und die vorgeschlagenen Verfahrensweisen genauer zu informieren. Krankenkassen bezahlen den Eingriff im Allgemeinen derzeit nicht.

Zu einer nachhaltigen Therapie gehört es zudem, dass die Betroffenen psychologische Unterstützung erhalten. Eine sorgfältige, aber schonende Pflege hilft der angegriffenen Haut. Zusätzliche Reize sowie auch Selbstmassage können ihr schaden. Bei Hautverletzungen ist es besser, im Zweifelsfall den Arzt zu fragen. Die Kleidung sollte nicht zu eng sein. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung tragen dazu bei, die Lebensqualität zu erhalten und begleitende Beschwerden zu lindern.

Lipödem: Therapie bislang symptomatisch

Bisher ist es nicht möglich, ein Lipödem ursächlich zu behandeln. Wichtig ist für die Betroffenen zunächst, dass sie sich viel körperlich bewegen und zusätzliches Übergewicht vermeiden beziehungsweise abbauen. Bewegung hilft, Wasseransammlungen zu verringern. Hierfür sind häufig auch eine Kompressionstherapie mit Verbänden, Strümpfen oder auch mit Hilfe eines pneumatischen Wechseldruckgerätes (apparative intermittierende Kompression) und gegebenenfalls eine Lymphdrainage angezeigt. Eine solche Entstauungstherapie – je nach Diagnose eventuell in einer darauf ausgerichteten Klinik – trägt oft dazu bei, den Beinumfang zu verkleinern.

Medikamente und Medikamentenmissbrauch als Auslöser von Beinschwellungen

Verstärkte Flüssigkeitseinlagerungen, zum Beispiel um Füße und Knöchel, treten mitunter bei einer meist längeren Einnahme bestimmter Arzneimittel auf. Das sind zum Beispiel Mittel, die Einfluss auf Gefäße und Stoffwechsel nehmen. Dazu gehören kortisonhaltige Präparate, nichtsteroidale Antirheumatika, Hormonpräparate (zur Empfängnisverhütung oder Hormontherapie in den Wechseljahren), Bluthochdruckmedikamente wie Kalziumantagonisten oder auch Haarwuchsmittel.

Wer Arzneimittel einnimmt und häufig geschwollene Füße oder Beine hat, sollte sich immer an seinen Arzt wenden.

Alkoholsucht: Geschwollene Füße, Knöchel und Hände

Alkohol ist ein Zellgift, das bei regelmäßigem und hohem Konsum zu ernsten gesundheitlichen, ja lebensbedrohlichen Schäden führt (siehe dazu den Abschnitt über Lebererkrankungen und damit verbundene Ödeme, Kapitel "Ursachen: Erkrankungen innerer Organe, Stoffwechsel").

Alkohol wirkt jedoch schon unmittelbar nach seiner Aufnahme. Die Blutgefäße erweitern sich, die Beine werden schwer. Füße, Knöchel und Hände können anschwellen, die Harnausscheidung ist gesteigert. Es kommt zu Schweißausbrüchen, vor allem, wenn der Körper den Alkohol nach einiger Zeit wieder abbaut.

Selbst geringe tägliche Mengen sind in vielerlei Hinsicht gesundheitschädlich. Wer den Konsum im Rahmen einweer gesunden Lebensweise gegen Null tendieren lässt, ist sicher auf einem guten Weg.

Diuretika setzen Ärzte bei bestimmten Ödemen gezielt ein, um die Salz- und Wasserausscheidung über die Nieren zu fördern. Falsch angewendet können diese Medikamente jedoch das Gegenteil bewirken. Zunächst erhöht sich als Gegenreaktion der Spiegel bestimmter Hormone im Blut, die Wasser und Salz binden. Werden die Medikamente abgesetzt, entstehen dadurch erneut Ödeme.

Wird daraufhin die Dosis ohne Kontrolle erhöht, verstärkt sich dieser schädliche Kreislauf. Daher ist es wichtig, Diuretika nur streng nach den ärztlichen Vorgaben einzunehmen. Sie stellen auch niemals geeignete Mittel dar, um etwa abzunehmen.

Das gilt ebenso für Abführmittel, Laxantien. Sie führen bei längerem, unkontrollierten Verbrauch nicht nur zu einer Gewöhnung, sondern stören unter anderem den Wasser-Salz-Haushalt. Verändern sich die Eiweiß- und Mineralstoffkonzentrationen im Körper, wird auch der Abtransport von Flüssigkeit aus den Geweben behindert.

Da Beinschwellungen sehr unterschiedliche Ursachen haben können, wird auch die Behandlung stets individuell ausgerichtet sein. Dicke Beine bei einem Herzleiden benötigen eine andere Therapie als Krampfadern. Für die Betroffenen bedeutet das, sorgfältig den Empfehlungen des Arztes zu folgen. Klären Sie Veränderungen und Beschwerden immer mit ihm ab. Zusätzlich können Sie die ärztliche Therapie durch eine gesunde Lebensweise unterstützen.

Für alle Erkrankungen, die zu Schwellungen führen, ist es unerlässlich, Risikofaktoren zu erkennen und zu meiden. Dazu gehören vor allem Zell- und Gefäßgifte wie Rauchen und Alkohol.

Auf Ernährung und Bewegung achten

Eine nachlässige, fett- und kalorienreiche Ernährung und damit verbundenes Übergewicht verstärken vorhandene Leiden. Wenn Sie zu viel auf die Waage bringen, bleibt nichts anderes, als auf die Mahnungen Ihres Arztes zu hören und abzunehmen. Das geht sehr oft auf gesunde Weise, indem Sie Ihre Ernährung langfristig umstellen und sich gezielt körperlich bewegen.

Körperliche Bewegung ist das A und O für fitte, gesunde Beine. Dabei kann jeder das für ihn richtige Aktivitätsmodell finden. Wer herzkrank ist, wird andere Bewegungsformen wählen, als jemand, der unter Krampfadern leidet, aber sonst gesund ist. Eine große Motivationshilfe sind häufig Sportgruppen, etwa Herzsportgruppen. Neben regelmäßigem Sport brauchen die Beine auch im Alltag immer wieder Abwechslung. Wenn Sie lang und viel stehen oder sitzen müssen, versuchen Sie, so oft wie möglich, Ihre Position zu verändern und zwischendurch kleine, stärkende Übungen einzubauen.

Beine komprimieren und wenn möglich hochlegen

Entlastend wirkt es häufig, die Beine hochzulegen, wann immer möglich. Bei wenigen Erkrankungen ist eine Hochlagerung nicht angezeigt, etwa bei arteriellen Durchblutungsstörungen. Ein Wechsel aus Liegen und Bewegung trägt dazu bei, die Beine zu entstauen.

Hat der Arzt Ihnen Kompressionsstrümpfe verordnet, dann scheuen Sie sich nicht, die Strümpfe auch entsprechend den Empfehlungen zu tragen. Es gibt inzwischen durchaus modische Modelle, die Ihnen individuell angepasst werden und die damit auch besser sitzen.

Die Psyche spielt eine wesentliche Rolle für viele Körperfunktionen. Stress und seelischer Druck verstärken vorhandene Leiden oder stellen nicht zu vernachlässigende Risikofaktoren dar. Regelmäßig entspannen und die Seele ins Gleichgewicht bringen – das gehört mit dazu, wenn es darum geht, die Beine zu entlasten.

Herold, G. u. Mitarb.: Innere Medizin, Gerd Herold Köln 2018

Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und der Lungenembolie. Federführende Fachgesellschaft: Dt. Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 065/002; Klasse S2k; Stand: 10.10. 2015. Online: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/065-002l_S2k_VTE_2016-01.pdf

Leitlinien der Gesellschaft deutschsprachiger Lymphologen: Diagnostik und Therapie der Lymphödeme. AWMF-Reg. Nr. 058-001; Stand: Mai 2017. Online:
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/058-001l_S2k_Diagnostik_und_Therapie_der_Lymphoedeme_2017-05.pdf (Abgerufen am 28.03.2018)

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie: Venöse Diagnostik mit der Lichtreflexionsrheographie/Photoplethysmographie, 2012 (Abgerufen auf http://www.dglymph.de/medizin-informationenstudien/oedemkrankheiten/ am 28.03.2018; nicht aktualisiert)

Deutsche Gesellschaft für Lymphologie, Medizinische Informationen: Ödemkrankheiten, http://www.dglymph.de/medizin-informationenstudien/oedemkrankheiten/ (Abgerufen am 28.03.2018)

Studie zu Alkoholkonsum: Wood A et al.: Risk thresholds for alcohol consumption: combined analysis of inidvidual-participant data for 599.912 current drinkers in 83 prospective studies. The Lancet, Vol. 391, No.10129, p1513-1523, 14 April 2018. Online:

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(18)30134-X/fulltext

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Fachredaktion: Dr. med. Claudia Osthoff