Vitaminlexikon

Was sind überhaupt Vitamine, welche gibt es und in welchen Lebensmitteln kommen sie vor? Wie hoch ist der Tagesbedarf und wie äußert sich ein Vitaminmangel? Unser Lexikon informiert Sie

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aktualisiert am 25.09.2019

Definition: Was sind eigentlich Vitamine?

Vitamine sind lebenswichtige Stoffe, die der Körper bis auf wenige Ausnahmen nicht selbst herstellen kann. Daher ist er auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Eine Ausnahme stellt Vitamin D dar – das einzige Vitamin, das der Körper in nenneswerten Mengen erzeugen kann. Bakterien im menschlichen Darm bilden zwar auch Vitamin K und B12, aber nicht genug, um den Organismus damit zu versorgen.

Fett- und wasserlösliche Vitamine

Vitamine lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Fett- und wasserlöslliche. Die fettlöslichen sind die Vitamine A, D, E und K. Sie werden aus dem Darm vor allem dann gut aufgenommen, wenn zugleich Fett zugeführt wird. Während der Mensch wasserlösliche Vitamine in der Regel über die Nieren recht gut ausscheidet, speichert der Körper fettlösliche Vitamine. Sie neigen damit eher dazu, sich anzureichern, wenn zu viel davon aufgenommen wird.

Liste der Vitamine von A bis K

Unser Vitaminlexikon gibt Ihnen einen Überblick über die Vitamine und ihre Funktion im Körper. Darüberhinaus finden Sie für jedes Vitamin Informationen zu den Symptomen eines Mangels, zum Tagesbedarf und dazu, wie Sie ihn decken können.

Vitamin A (Retinol)

Vitamin B1 (Thiamin)

Vitamin B2 (Riboflavin)

Vitamin B3 (Niacin)

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Vitamin B7 (Biotin)

Folsäure

Vitamin B12 (Cobalamin)

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Vitamin D

Vitamin E (Tocopherol)

Vitamin K

Wie ernährt man sich vitaminreich?

  • Essen Sie ausgewogen und abwechslungsreich.
  • Pflanzliche Lebensmittel sollten den größten Teil Ihrer Kost ausmachen.
  • Essen Sie drei Handvoll Gemüse und zwei Handvoll Obst pro Tag.
  • Lagern sie Obst und Gemüse nicht lange, sondern bereiten Sie Ihre Kost möglichst frisch zu, damit die Vitamine darin erhalten bleiben.
  • Tiefgekühltes Obst und Gemüse kann eine Alternative zu frischem sein – sofern es möglichst naturbelassen bleibt.
  • Verzehren Sie täglich Milchprodukte und ein bis zweimal pro Woche Fisch. Fleisch, Wurst und Eier in Maßen dürfen ebenfalls auf dem Speiseplan stehen – sie liefern zum Beispiel B12.
  • Wählen Sie schonende Garmethoden und essen Sie Rohkost!
  • Achten Sie bei fettlöslichen Vitaminen darauf, dass die Mahlzeit auch Fett enthält. Rohkost also beispielsweise mit etwas Öl versehen.

Wann ist der Vitaminbedarf erhöht?

Schwangere und stillende Frauen haben zum Beispiel einen erhöhten Bedarf an vielen Vitaminen. Auch bei Sportlern, Rauchern, in Wachstumsphasen und Belastungssituationen kann mehr von dem einen oder anderen Nährstoff benötigt werden.

Ist eine Nahrungsergänzung sinnvoll?

Menschen, die sich ausgewogen ernähren sind in der Regel gut mit Vitaminen versorgt. Es gibt jedoch auch Risikogruppen für einen Vitaminmangel. Dazu zählen beispielsweise:

  • Schwangere und Stillende
  • Veganer
  • Menschen mit bestimmten Krankheiten wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder atrophischer Gastritis
  • Personen, die insgesamt zu wenig Nährstoffe aufnehmen, zum Beispiel Senioren oder Alkoholiker 

Ob eine Nahrungsergänzung mit Vitaminpräparaten im Einzelfall sinnvoll ist, sollte mit dem Arzt oder Apotheker besprochen werden. Gerade fettlösliche Vitamine, die der Körper nicht so gut ausscheiden kann, können überdosiert werden. Zudem sind bei manchen Vitaminen Nebenwirkungen möglich, wenn sie in zu hohen Mengen aufgenommen werden.