Verführer aus der Ferne

Papaya, Mango, Granatapfel oder Litschi gefällig? Holen Sie sich einen Hauch von Sommer und Tropen in die kalten Wintertage

von apotheken-umschau.de, 07.07.2016

Haben Sie auch genug vom Winter? Sie spüren das Bedürfnis nach Sommer, Sonne und Wärme? Nun, bis es in unseren Breitengraden soweit ist, dauert es noch etwas. Aber holen Sie sich doch schon jetzt einen Hauch von Tropen vom nächsten Supermarkt in Ihr Wohnzimmer. Ob Litschi, Papaya oder Guave – das Angebot an exotischen Früchten dort ist inzwischen reichlich.

 

Die unter der intensiven Sonne in Äquatornähe wachsenden Früchte schmecken aber nicht nur gut. Sie sind auch reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und anderen wertvollen Inhaltsstoffen. Nicht jeder kennt sich aus mit all den angebotenen Köstlichkeiten. Wir geben Ihnen einen Überblick. Lassen Sie sich es schmecken!

Herkunft: Der Ursprung dieser verbreiteten tropischen Frucht wird an den Südhängen des Himalaja vermutet. Heute liegen die Hauptanbaugebiete in Indien, China und Mexiko.


Geschmack:
Von den großen Steinfrüchten mit dem saftigen, gelegentlich jedoch faserigen Fleisch gibt es unterschiedlichste Sorten. Das Aroma reicht von intensiv süß bis zitronig oder sogar leicht pfeffrig.  

Inhaltsstoffe: Mangos steuern zu unserer Nährstoffversorgung reichlich Vitamin C und E sowie B-Vitamine bei. Mit ihrem hohen Gehalt an zellschützenden Carotinoiden belegen sie einen Spitzenplatz unter allen Obstsorten. Zudem liefern sie Kalzium und Eisen in nennenswerten Mengen.

Herkunft: Die länglichen gelben oder orangefarbenen "Baum-Melonen" kommen überwiegend aus Brasilien und Thailand. Die empfindlichen Papayas werden grün geerntet und reifen in Klimakammern aus. Für den Transport kommen nur die kleineren Früchte infrage.


Geschmack: Leicht süßlich, ohne ausgeprägtes Eigenaroma.

Inhaltsstoffe: Die "fruta bomba", wie Kubaner die nährstoffreichePapaya nennen, liefert einen Gesundheitscocktail an Mineralstoffen, Vitaminen und Enzymen: mehr Vitamin C als Orangen, mehr Betacarotin als Karotten und viele B-Vitamine. Neben Kalium enthält die Papaya auch reichlich Kalzium und Magnesium. Eine Besonderheit ist ihr hoher Gehalt an Enzymen, darunter das eiweißspaltende Papain. Es fördert die Verdauung und regt den Stoffwechsel an

Herkunft: Arabische Länder, Spanien und die Türkei bauen die Granatäpfel in großem Stil an. Sie werden von September bis Dezember geerntet.

 

Geschmack: Die zahlreichen Kerne  im Inneren sind von einem süß-säuerlichen Fruchtfleisch umhüllt. Der Saft schmeckt leicht herb.

Inhaltsstoffe: Die Kerne liefern reichlich zellschützende bioaktive Substanzen. Dazu gehören auch Phytoöstrogene. Diese hormonähnlichen Stoffe sollen Wechseljahresbeschwerden vorbeugen. Die kleinen Früchte enthalten viel Kalium und Vitamin C.

Herkunft: Die Heimat der Maracuja oder Passionsfrucht ist Mittel- und Südamerika. Die vielen verschiedenen Arten der Passionsfrucht gedeihen heute unter anderem auch in Australien, Neuseeland und Teilen Afrikas.

   
Geschmack: Ein besonders intensives Aroma hat die Purpur-Granadilla. Sie muss voll ausgereift sein – erkennbar an der dunkelvioletten Schale, die auch etwas faltig sein darf. Gelbe und orangefarbene Arten zeichnen sich durch Süße aus.

Inhaltsstoffe: Die orange-gelbe Färbung des Fruchtfleischs weist auf den hohen Gehalt an Beta-carotin oder Provitamin A hin. Der Anteil an Niacin, einem wichtigen Energieregler-Vitamin, ist besonders hoch.

Herkunft: Als Heimat dieser Früchte gilt Südchina. Heute gedeihen Litschis jedoch in der gesamten subtropischen Welt. Trotz der Erntezeit von nur knapp drei Wochen sind die Früchte in Deutschland aufgrund der unterschiedlichen Anbaugebiete fast das ganze Jahr über erhältlich.


Geschmack: Wegen ihres feinen, rosenähnlichen Aromas verehren Chinesen die "Lee Chee" als Spenderin des Lebens und als Liebesfrucht.

Inhaltsstoffe: Litschis besitzen einen beachtlichen Anteil an Vitamin C und Kalium.

Herkunft: Die Früchte stammen aus Mittelamerika. Heute gedeihen sie fast überall in tropischen und subtropischen Regionen sowie in Mittelmeerländern.


Geschmack: Gelbe Schale und intensiver Geruch kennzeichnen eine reife Guave. Unter der wachsartigen Schale verbirgt sich sahnig-zartes Fruchtfleisch. Es wird mit den Samenkernen verzehrt. Die birnenähnlichen Früchte haben ein süß-säuerliches Aroma, das an Quitten erinnert.



Inhaltsstoffe: Guaven übertreffen beim Vitamin-C-Gehalt Orangen um das Fünffache und enthalten viel Provitamin A.