Mycosis fungoides

Die Mycosis fungoides ist ein bösartiger Tumor, der in der Haut entsteht. Symptome wie schuppende bräunliche Rötungen mit leichtem Juckreiz können auf das Lymphom hindeuten

von Dr. Angela Unholzer, aktualisiert am 15.11.2016

Was ist eine Mycosis fungoides?

Die Bezeichnung Mycosis fungoides lässt vermuten, dass es sich um eine Pilzerkrankung (Mykose) handelt. Es ist aber ein bösartiger Tumor – das häufigste primär kutane Lymphom. Nur vom Aussehen her erinnert die Erkrankung an Hautpilz. Ganz allgemein spricht man von einem Lymphom, wenn sich Lymphozyten unbegrenzt vermehren. Lymphozyten (lateinisch lympha "klares Wasser", griechisch kytos "Zelle") sind eine spezielle Form von weißen Blutkörperchen (Leukozyoten) und damit ein Teil des körpereigenen Abwehrsystems. Sie sind in Lymphflüssigkeit, Blut und entzündlich veränderten Geweben anzutreffen. Eine Unterform der Lymphozyten wiederum sind die T-Helfer-Zellen.

Da sich bei einem Lymphom Lymphozyten unabhängig von äußeren Einflüssen vermehren, erfüllt es grundsätzlich die Definition eines bösartigen Tumors. Allerdings gibt es zahlreiche verschiedene Arten von Lymphomen mit völlig unterschiedlichen Krankheitsverläufen: In den Lymphknoten entstehende Lymphome wie der Morbus Hodgkin fallen zunächst durch Lymphknotenvergrößerungen auf. Andere Lymphome gehen vom Knochenmark aus und machen sich frühzeitig durch entartete Lymphozyten im Blut bemerkbar. Da Lymphozyten zu den weißen Blutkörperchen zählen, spricht man von einer Leukämie (griechisch leukos "weiß", griechisch aima "Blut"). Sekundär können die Leukämie-Zellen in innere Organe einwandern, aber auch in die Haut. Dort vermehren sie sich ungehemmt weiter und bilden knotige Absiedlungen.

Ein solcher sekundärer Hautbefall im Rahmen einer Leukämie muss klar von einem primär kutanen Lymphom (lateinisch primus "der erste", lateinisch cutis "Haut") unterschieden werden: Das Letztgenannte entsteht in der Haut und bleibt zunächst auch auf diese begrenzt. Daher ist ein primär kutanes Lymphom im Allgemeinen deutlich weniger bedrohlich und einfacher zu behandeln als andere Lymphome.

Innerhalb der Gruppe der primär kutanen Lymphome gibt es wiederum zahlreiche verschiedene Krankheitsbilder. Das häufigste davon ist die Mycosis fungoides. Sie entsteht durch eine unkontrollierte Vermehrung von hautspezifischen Lymphozyten vom Typ der T-Helfer-Zellen und tritt vor allem bei Erwachsenen mittleren bis höheren Alters auf. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Die Mycosis fungoides ist grundsätzlich eine bösartige Tumorerkrankung, die sorgfältig behandelt werden sollte. Allerdings schreitet die Erkrankung nur extrem langsam voran und kann sogar monate- oder jahrelang unverändert bestehen bleiben. Da die Mycosis fungoides sehr lange auf die Haut beschränkt ist, kann sie durch eine Lichtbehandlung (Phototherapie) in der Hautarztpraxis einfach und schonend therapiert werden. Wenn ein Betroffener die Erkrankung konsequent behandeln lässt, wird sie in aller Regel nicht lebensbedrohlich.

Hinweis: Ein Hautausschlag mit schuppenden bräunlichen Rötungen und leichtem Juckreiz kann zahlreiche Ursachen haben. Nicht immer handelt es sich um eine Mycosis fungoides. Juckreiz und Veränderungen an der Haut deshalb grundsätzlich vom Arzt abklären lassen!

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Die Mycosis fungoides ist ein bösartiger Tumor, der in der Haut entsteht und lange Zeit auf diese beschränkt bleibt. Die Tumorzellen sind hautspezifische Lymphozyten vom Typ der T-Helfer-Zellen, die von einer einzigen Ursprungszelle abstammen und daher genetisch identisch (monoklonal) sind.

T-Lymphozyten: Entstehung und Aufgaben

Lymphozyten entstehen im Knochenmark und wandern dann mit dem Blutstrom durch den Körper. Sie sammeln sich vor allen in lymphatischen Organen wie Milz und Lymphknoten. Ein Teil der Lymphozyten vom Typ der T-Helfer-Zellen ist durch bestimmte Moleküle an der Zelloberfläche als hautspezifische T-Helfer-Lymphozyten gekennzeichnet. Diese Zellen zirkulieren ständig zwischen Blut und Haut. Wenn in der Haut entzündungsfördernde Botenstoffe freigesetzt werden, wandern die hautspezifischen T-Helfer-Lymphozyten als Entzündungszellen in das betroffene Hautareal ein. Nach einer bestimmten Zeit sterben sie automatisch ab. Der Arzt spricht hierbei von programmiertem Zelltod oder von Apoptose (griechisch apo "ab", "weg", griechisch ptosis "Fall").

Wenn T-Zellen entarten

Normalerweise stammen die hautspezifischen T-Helfer-Lymphozyten von verschiedenen Ursprungszellen ab. Daher sind bestimmte Abschnitte ihres Erbguts in individuell unterschiedlicher Weise angeordnet. Wenn aber ein einzelner Lymphozyt ohne Begrenzung immer neue Zellteilungen durchläuft, entsteht eine größere Zahl von Tochterzellen, deren Erbgut-Abschnitte in identischer Weise angeordnet sind. Der Arzt spricht dann von monoklonalen Zellen (griechisch monos "allein, einzig"; griechisch klon "Zweig, Schössling"). Diese Tumorzellen bleiben unnatürlich lange am Leben, weil es aufgrund einer Veränderung im Erbgut nicht zum programmierten Zelltod (Apoptose) kommt. Infolgedessen nimmt die Zahl der entarteten hautspezifischen T-Helfer-Lymphozyten allmählich zu, und an der Haut wird eine Mycosis fungoides sichtbar.

Die Mycosis fungoides zeigt einen chronischen Verlauf. Wenn sie nicht wirksam behandelt wird, schreitet die Erkrankung über Jahre bis Jahrzehnte langsam fort. Dabei durchläuft sie drei Stadien: Im Patch-Stadium sieht man schuppende Rötungen. Während des Plaque-Stadiums ist im Bereich der schuppenden Rötungen die Haut zusätzlich leicht verdickt, und die Veränderungen ähneln denen bei einer Pilzerkrankung der Haut (Mykose; griechisch mykos "Pilz"). Innerhalb der Rötungen können in seltenen Fällen Tumorknoten entstehen. Da diese an kleine Waldpilze erinnern, erhielt die Krankheit im frühen 19. Jahrhundert die beschreibende Bezeichnung Mycosis fungoides (lateinisch fungus "Pilz", griechisch eides "ähnlich sein").

Im Gegensatz zu anderen Tumorerkrankungen macht sich eine Mycosis fungoides typischerweise nicht durch einen einzelnen Tumorknoten bemerkbar. Stattdessen breiten sich die entarteten hautspezifischen Lymphozyten flächig in der Haut aus.

Frühstadium

Das Frühstadium der Mycosis fungoides wird Parapsoriasis en plaques genannt. In dieser Phase erkennt man nur eine umschriebene feine Fältelung der Haut innerhalb mehrerer ovaler bis länglicher Hautareale, die in ihrer Form und Größe Fingerabdrücken ähneln. Sie befinden sich an den seitlichen Partien des Oberkörpers sowie an den Innenseiten der Oberarme und der Oberschenkel. Typischerweise sind sie quer zur Körperachse angeordnet. Da die Hautveränderungen keine Beschwerden verursachen, werden sie von den Betroffenen häufig nicht bemerkt.

Patchstadium

Wird die Parapsoriasis en plaques nicht ausreichend behandelt, wandeln sich die gefältelten Hautareale innerhalb von Jahren in scharf begrenzte, leicht bräunliche Rötungen um. Dann spricht der Arzt von einer Mycosis fungoides im Patchstadium (englisch patch "Fleck"). Weil die roten Flecken zumeist leicht schuppen und etwas jucken, werden sie gelegentlich mit einem Ekzem verwechselt.

Plaquestadium

Wenn die Zahl der entarteten Lymphozyten im Laufe weiterer Monate oder Jahre weiter zunimmt, verdicken sich die betroffenen Hautstellen allmählich: Die Flecken wandeln sich in scharf begrenzte bräunlich-rote Platten um, die das Hautniveau etwas überragen und in der Regel leicht schuppen. Dieses Krankheitsstadium der Mycosis fungoides heißt Plaquestadium (französisch plaque "Platte"). Häufig wandeln sich nur einzelne Flecken in Plaques um. Diese breiten sich flächig aus und können einen Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern erreichen. Gelegentlich bilden sich die einzelnen Hautveränderungen in der Mitte wieder zurück, so dass die umschriebenen Rötungen und Verdickungen der Haut eine ringförmige Gestalt annehmen.

Im Plaquestadium der Mycosis fungoides werden häufig vergrößerte Lymphknoten im Bereich von Hals, Achselhöhlen oder Leisten tastbar. Die Ursache ist zumeist eine entzündliche Reaktion auf die Tumorzellen in der Haut.

Tumorstadium

Bei wenigen Menschen mit Mycosis fungoides entstehen im Bereich einzelner Plaques bräunlich-rote Tumorknoten, die im Extremfall geschwürig zerfallen (ulzerieren) können. In diesem sogenannten Tumorstadium ist das Risiko deutlich erhöht, dass die entarteten Lymphozyten auf Lymphknoten und innere Organe wie Milz oder Leber übergreifen und mittelfristig das Leben des Betroffenen bedrohen. Die Patienten fühlen sich zumeist abgeschlagen und allgemein krank.

Glücklicherweise tritt aber nur selten das Tumorstadium ein. Dies liegt erstens daran, dass die Krankheit grundsätzlich sehr langsam fortschreitet. Zweitens steht eine große Zahl unterschiedlicher, schonender Therapieverfahren zur Verfügung. Innerhalb von Wochen bis Monaten nach einer erfolgreichen Behandlung kommt es zwar typischerweise zu neuen Flecken oder Plaques, doch lassen sich diese mit Hilfe derselben Methoden immer wieder zurückdrängen.

Bei der Untersuchung der gesamten Haut mit dem bloßen Auge achtet der Arzt auch auf minimale Veränderungen. Außerdem tastet er an Hals, Achselhöhlen und Leisten nach vergrößerten Lymphknoten. Weitere Anhaltspunkte liefert ihm die mikroskopische Untersuchung einer Hautprobe (Biopsie), die der Arzt in örtlicher Betäubung entnimmt.

Allerdings befinden sich im Frühstadium der Krankheit oft nur wenige Tumorzellen in der Haut, und diese sind häufig nur geringfügig in ihrer Form verändert. Außerdem wandern im Zuge einer entzündlichen Reaktion auf die entarteten Lymphozyten auch normale Lymphozyten in die Haut ein. Die beiden Gruppen von Zellen sind mikroskopisch nicht immer eindeutig voneinander zu unterscheiden. Aus diesen Gründen kann in einzelnen Fällen auch ein sehr erfahrener Arzt nicht sicher feststellen, ob eine Mycosis fungoides oder eine entzündliche Hauterkrankung wie zum Beispiel ein Ekzem vorliegt.

Einen zusätzlichen Hinweis kann eine aufwändige molekulargenetische Untersuchung liefern: Mittels Polymerase-Kettenreaktion (englisch polymerase chain reaction, PCR) wird das Erbgut der Zellen innerhalb der Hautprobe vervielfältigt. Anschließend werden die Genabschnitte in der Probe miteinander verglichen. Wenn diese ganz unterschiedlich angeordnet sind, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um normale Lymphozyten.

Falls aber bestimmte Genabschnitte bei einer Gruppe von Zellen stets in derselben Reihenfolge angeordnet sind, stammen die Zellen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer einzigen Ursprungszelle ab. Dieser Nachweis genetisch identischer (monoklonaler) Zellen in der Hautprobe spricht dafür, dass eine Mycosis fungoides vorliegt. In Einzelfällen sind aber auch bei Patienten mit entzündlichen Hauterkrankungen monoklonale Lymphozyten nachweisbar.

Eine Mycosis fungoides diagnostiziert der Arzt anhand der Hautuntersuchung mit dem bloßem Auge, des feingeweblichen Untersuchungsbefundes der Hautbiopsie sowie des molekularbiologischen Nachweises der Monoklonalität.

Sobald die Diagnose fest steht, muss sichergestellt werden, dass sich die entarteten T-Helfer-Lymphozyten wirklich nur in der Haut befinden. Hierzu lässt der Arzt eine Ultraschalluntersuchung der Lymphknoten (Lymphknoten-Sonografie) durchführen. Im Falle eines ausgeprägten Hautbefundes veranlasst er auch eine Sonografie des Bauchraums (Abdomen) sowie eine Röntgen-Untersuchung des Brustraums (Röntgen-Thorax). Eine Untersuchung des Knochenmarks ist in der Regel nicht erforderlich.

Derzeit ermöglicht es kein Therapieverfahren, eine Mycosis fungoides zu heilen. Allerdings können die Hautveränderungen durch schonende Behandlung mit UV-Licht sowie mit Medikamenten zur äußerlichen oder innerlichen Anwendung vollständig zur Rückbildung gebracht werden. Wenn später neue braunrote Flecken an anderen Stellen auftreten, sind diese Therapieverfahren erneut wirksam.

Die Mycosis fungoides zeigt typischerweise einen chronischen Verlauf über Jahre bis Jahrzehnte und bleibt dabei sehr lange Zeit auf die Haut beschränkt. Im Gegensatz zu anderen Tumorerkrankungen ist bei der Mycosis fungoides eine aggressive Chemotherapie in der Regel nicht sinnvoll. Sie würde erstens die Erkrankung nicht ausheilen und zweitens aufgrund von Nebenwirkungen den Patienten womöglich mehr gefährden als die Krankheit selbst. Daher führt der Arzt eine möglichst schonende Behandlung durch. Diese kann über mehrere Monate fortgesetzt werden, bis der Patient völlig ohne Beschwerden ist. Wenn später neue Hautveränderungen auftreten, kann dieselbe Therapie erneut eingeleitet werden. Die genaue Art der Behandlung hängt vom aktuellen Krankheitsstadium ab.

UVB-Phototherapie, PUVA-Therapie, Radiotherapie, Glukokortikoide

Wenn nur diskrete Flecken an der Haut sichtbar sind, kann bereits eine Lichtbehandlung (Phototherapie) mit UVB-Licht ausreichen. Diese Behandlung wird drei- bis fünfmal wöchentlich in der Hautarztpraxis durchgeführt und dauert jeweils einige Sekunden.

Sind die Hautveränderungen stärker ausgeprägt, wählt der Arzt die sogenannte PUVA-Therapie ("Psoralen plus UV-A-Licht (UVA) = PUVA"). Dabei wird vor der Belichtung mit UVA mit Hilfe eines Wirkstoffs aus der Gruppe der Psoralene die Lichtempfindlichkeit der Haut gesteigert. Je nachdem, welche Hautstellen im Einzelfall behandelt werden sollen, verabreicht der Arzt das Psoralen in Form einer Creme (Creme-PUVA), eines Bades (Bade-PUVA) oder einer Tablette (systemische PUVA). Die PUVA-Therapie löst den programmierten Zelltod (Apoptose) der Tumorzellen sowie der begleitenden Entzündungszellen aus (siehe dazu auch Kapitel Ursachen). Sie findet viermal wöchentlich in der Hautarztpraxis statt und stellt im deutschsprachigen Raum die Standardbehandlung der Mycosis fungoides dar.

Hinweis: Es gibt verschiedene Formen der PUVA-Therapie, darunter Bade- / Creme-PUVA-Therapie oder eine Tabletteneinnahme und UV-A-Bestrahlung (orale PUVA-Therapie, systematische PUVA-Therapie). Ob die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten übernehmen, kann auch von der Form der PUVA-Therapie abhängen. Erkundigen Sie sich im Zweifel am besten vorab bei Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Kasse. Ihr Arzt wird Sie außerdem vorab ausführlich zu möglichen Risiken und Nebenwirkungen der PUVA-Behandlung aufklären.

Falls einzelne Tumorknoten sich nicht ausreichend bessern, behandelt sie der Strahlentherapeut gezielt mit schnellen Elektronen (Radiotherapie, Bestrahlung).

Um das Abheilen der Hautveränderungen zu beschleunigen, verordnet der Arzt unterstützend Kortisonpräparate (Glukokortikoide) in Form von Salben oder Cremes. Gegen Trockenheit und Juckreiz an den erkrankten Hautstellen kann der Betroffene rückfettende Cremes oder Lotionen auftragen.

Medikamente zum Einnehmen

Falls diese Therapieverfahren im Einzelfall nicht ausreichend wirksam sind, können sie auch mit einer innerlichen Behandlung kombiniert werden. Hierzu kommt vor allem Interferon alpha in Form von Spritzen in Betracht. Dies ist ein körpereigener Botenstoff, der die Reaktionen des Immunsystems auf die Mycosis fungoides verstärkt. Alternativ kann der Betroffene Methotrexat einnehmen. Diese Substanz hemmt die Zellteilung und kommt in der Therapie verschiedener entzündlicher und bösartiger Erkrankungen zum Einsatz. Speziell zur Behandlung der Mycosis fungoides wurde der Wirkstoff Bexaroten entwickelt. Dieser Abkömmling der Vitamin A-Säure löst den programmierten Zelltod (Apoptose) der Tumorzellen aus.

Extrakorporale Photopherese (ECP)

Eine sehr aufwändige, sozusagen von innen wirkende Variante der PUVA-Therapie ist die extrakorporale Photopherese (ECP). Sie beeinflusst in vielfältiger Weise das Immunsystem und führt letztlich dazu, dass die entarteten T-Helfer-Lymphozyten in der Haut absterben. Bei einer extrakorporalen Photopherese wird ähnlich wie bei einer Blutwäsche (Dialyse) kontinuierlich Blut aus einer Vene in ein spezielles Gerät geleitet. Dort wird es mit einer Psoralen-Lösung vermischt und dann mit UVA belichtet.

Anschließend wird das Psoralen wieder aus dem Blut herausgefiltert und das Blut in die Vene zurückgeleitet. Insbesondere Patienten mit großflächigen Hautveränderungen profitieren von dieser Behandlung.

Chemotherapie mit Zytostatika

Aufgrund der belastenden Nebenwirkungen wird eine innerliche Chemotherapie nur extrem selten durchgeführt. Sie kommt lediglich bei Patienten mit sehr schwerer Mycosis fungoides in Betracht, bei denen die oben genannten Behandlungsverfahren nicht angewandt werden können oder in der Vergangenheit nicht ausreichend wirksam waren.

Dr. med. Angela Unholzer ist Hautfachärztin mit den Zusatzbezeichnungen Allergologie und Dermatohistologie. Ihre Facharztweiterbildung absolvierte sie an der Dermatologischen Universitätsklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München sowie an der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Augsburg. An der letztgenannten Klinik leitete sie von 2006 bis 2012 als Funktionsoberärztin die Lichtabteilung, die dermatologische Tagesklinik und die allgemeindermatologische Ambulanz. Seit 2012 ist sie in einer Praxis in der Nähe von Augsburg tätig.

Quellen:

Akademos Wissenschaftsverlag: http://derma.akademos.de (Abgerufen am 24.11.13)

 

Altmeyer  P: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Berlin Springer Verlag 2005. Online: http://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/ (Abgerufen am 24.11.13)

 

Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 264. Auflage, Berlin De Gruyter Verlag, 2012

 

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie: Kutane Lymphome, Leitlinie 2011. Online: http://www.derma.de/de/daten/leitlinien/leitlinien/kutane-lymphome/ (Abgerufen am 21.11.13)

 

http://ado-homepage.de/wp-content/uploads/2013/04/LL-Kutane-Lymphome-Update-2012-final.pdf (Abgerufen am 21.11.13)

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich