Transplantation: Einleitung

Bei einer Transplantation werden gesunde Organe, Organteile, Gewebe oder Zellen in den Körper eines kranken Menschen verpflanzt. Das Ziel der Behandlungsmethode ist, auf diese Weise die verlorene körperliche Funktion beim Empfänger wieder herzustellen

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von Ulrich Kraft, aktualisiert am 21.12.2016

Wenn sie das Wort Transplantation hören, denken die meisten Menschen an die Transplantation eines vollständigen Organs. Tatsächlich umfasst der Begriff aber auch das Verpflanzen von Gewebeteilen und Zellen in den Organismus eines kranken Menschen. Das Spektrum reicht dabei von der Blutstammzelltransplantation über Transplantationen der Augenhornhaut bis hin zu Knorpeltransplantationen bei Gelenkschäden.

Transplantationserfolge durch Immunsuppressiva

Organtransplantationen haben eine lange, zunächst von Misserfolgen geprägte Geschichte, die mit der Entwicklung der so genannten Immunsuppressiva in den 1970er Jahren zur Erfolgsstory wurde. Denn mit diesen Medikamenten können Ärzte das Risiko senken, dass das Immunsystem des Empfängers körperfremde Organe angreift und zerstört. Rund 110.000 Organe sind nach den Statistiken der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) bis 2012 in Deutschland verpflanzt worden. Zumeist ist die Behandlungsmethode die einzig verbleibende Möglichkeit, das Leben schwer kranker Menschen zu retten oder deren Lebensqualität wesentlich zu verbessern. Nur leider können bei weitem nicht alle Patienten, die auf diese Therapie angewiesen sind, auch ein Spenderorgan erhalten. So stehen laut DSO derzeit in Deutschland rund 11.000 Menschen auf der Warteliste für eine Organtransplantation.

Organspende

Bei der Organspende nach dem Tod gibt es in Deutschland seit dem 1.11.2012 die Entscheidungslösung: Alle krankenversicherten Personen ab Vollendung des 16. Lebensjahres erhalten mehrfach Schreiben von ihren Krankenversicherungen. Darin werden sie gebeten, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden. Zur Dokumentation der Entscheidung dienen kostenlose Organspendeausweise. Liegt nach dem Tod keine Willensäußerung vor, werden die Angehörigen um eine Entscheidung gebeten.

In der Schweiz gilt die erweiterte Zustimmungsregelung: Der Spender muss bei Lebzeiten ausdrücklich einer Organentnahme nach seinem Tod zustimmen. Wenn keine Willensäußerung vorliegt, werden ebenfalls die Angehörigen gefragt.

In Österreich gilt die Widerspruchsregelung. Alle Verstorbenen kommen grundsätzlich für eine Organspende in Frage, es sei denn, sie haben zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen.

Für die Lebendspende gelten eigene Regeln, siehe Kapitel Vorbereitung der Transplantation.

Die heiligen Zwillinge St. Cosmas und St. Damian sollen seinerzeit erfolgreich das Bein eines verstorbenen Schwarzen auf einen weißen Mann verpflanzt haben. Zur selben Zeit ist dem chinesischen Arzt Pien Ch’iao angeblich der Austausch zweier Herzen gelungen. Während es sich hier wohl eher um Legenden handelt, sind die im 19. Jahrhundert erstmalig durchgeführten Hautransplantationen auch tatsächlich dokumentiert.

Erste Erfolge in der Neuzeit

In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts unternahmen Ärzte dann eine ganze Reihe von Versuchen, komplette Organe zu transplantieren. Sie schlugen aber allesamt fehl, weil der Organismus des Empfängers das körperfremde Gewebe – zumeist waren es Nieren – nicht annahm. Am 23.12.1954 führte ein Ärzteteam um Dr. Joseph Murray in Boston die erste erfolgreiche Nierentransplantation durch. Der Empfänger heiratete bald nach dem Eingriff, gründete eine Familie und lebte noch über zwanzig Jahre in völliger Gesundheit.

Allerdings stammte die Spenderniere von seinem eineiigen Zwillingsbruder und wies deshalb größtmögliche Ähnlichkeit in den Gewebeeigenschaften auf. Auf diese Weise vermied man die bereits bekannte Problematik, dass das Immunsystem körperfremdes Gewebe angreift und zerstört.

Unterdrückung der Abstoßungsreaktion

Erst die Entwicklung von Medikamenten, die diese Abstoßungsreaktion unterdrücken, verschaffte der Transplantationsmedizin dann den großen Durchbruch. Diese so genannten Immunsuppressiva machten auch Organübertragungen möglich, bei denen Spender und Empfänger nicht in einem engen verwandtschaftlichen Verhältnis zueinander stehen. Insbesondere das Ende der 1970er eingeführte Ciclosporin hat die Überlebenschancen von Transplantationspatienten entscheidend verbessert.

Organvermittlung durch Eurotransplant

Eine zweite, ähnlich wichtige, Maßnahme bestand darin, Spender und Empfänger mit möglichst ähnlichen Gewebemerkmalen zu finden. Deshalb wurden Ende der 1960er Vermittlungsorganisationen wie die in Deutschland zuständige Stiftung Eurotransplant gegründet. Heute ist die Übertragung von Organen, Geweben und Zellen längst eine etablierte Therapiemethode in der modernen Medizin – und oft die einzig verbleibende Option, das Leben eines Patienten zu retten.

Die bei weitem häufigste Art ist die allogene Transplantation. Hier stammen die in den Organismus des Empfängers übertragenen Zellen, Gewebe oder Organe von einem anderen Menschen. Ist der Spender der eineiige Zwilling, spricht man von einer syngenen oder isogenen Transplantation. Weil Empfänger und Spender identische Gewebemerkmale aufweisen, kann bei dieser Sonderform der allogenen Transplantation auf eine Behandlung mit Immunsuppressiva verzichtet werden.

Bei einer autologen Transplantation sind Spender und Empfänger ein und dieselbe Person. Beispiele dafür sind Haut- und Haartransplantationen. Oder auch die so genannte autologe Knochenmarktransplantation. Dabei bekommt der Patient vor einer Behandlungsmaßnahme – etwa einer Strahlentherapie – Blutstammzellen entnommen, die ihm dann später wieder zurückgegeben werden.

Transplantieren Chirurgen über die Artgrenze hinweg, also vom Tier auf den Mensch, handelt es sich um eine xenogene Transplantation. Dazu gehört beispielsweise die schon länger mit guten Erfolgen durchgeführte Übertragung von Schweine-Herzklappen ins menschliche Herz.

Welche Bestandteile des Körpers werden transplantiert?

Zellen sind die Grundbausteine des menschlichen Organismus. Sie bilden Gewebe und Organe. Als Gewebe bezeichnet die Biologie einen Verband von gleichen oder zumindest sehr ähnlichen Zellen, die eine gemeinsame Funktion haben – wie etwa das Nervengewebe, das Muskel- oder das Fettgewebe. Bei einem Organ handelt es sich um einen abgegrenzten Teil des Organismus, der aus – teils sehr unterschiedlichen – Zellen und Geweben besteht, und ganz bestimmte Aufgaben erfüllt. So ist zum beispielsweise die Lunge dafür zuständig, Sauerstoff ins Blut aufzunehmen und Kohlendioxid aus dem Blut in die Atemluft abzugeben.

Ob Zellen, Gewebe oder ganze Organe – alle genannten Bestandteile unseres Körpers werden in Transplantationen übertragen. Die weitaus häufigste Organtransplantation ist die Nierentransplantation. Darüber hinaus transplantieren Ärzte Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse und inzwischen auch den Dünndarm. Werden nicht nur ein sondern gleich mehrere Organe übertragen, etwa Herz und Lunge, sprechen Mediziner von einer Multiorgan-Transplantation.

An Geweben werden heutzutage vor allem Haut, Knochen, Knorpel, Sehnen, Blutgefäße und die Hornhaut der Augen transplantiert. Die am meisten durchgeführte Zelltransplantation ist die Knochenmarktransplantation, von Medizinern auch Blutstammzelltransplantation genannt. Weitere Beispiele für Zelltransplantationen sind die Übertragung von Knorpelzellen bei Gelenkschäden und von insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zur Therapie der Zuckerkrankheit. Inzwischen ist es Medizinern sogar gelungen, Gliedmaßen wie einen Arm zu transplantieren.

Je nach Organ kann eine Reihe von Erkrankungen dazu führen, dass seine Funktion versagt. Hier einige Beispiele:

Die Nierentransplantation nimmt eine gewisse Sonderstellung ein. Anders als die Herz- oder Lebertransplantation ist sie nicht in jedem Fall lebensnotwendig. Die Dialyse (sogenannte Blutwäsche) kann nämlich zeitweise die Nierenfunktion ersetzen und oft auch längerfristig als Überbrückungsverfahren dienen. Trotzdem gibt es Fälle, in denen ein Patient nicht mehr dialysierbar ist und die Transplantation einer Niere eine lebensrettende Maßnahme darstellt. Außerdem gibt die Nierenspende vielen Patienten die Möglichkeit, wieder ein weitgehend normales Leben zu führen.

Ähnliches gilt für die Bauchspeicheldrüsentransplantation, die Ärzte ausschließlich bei Patienten durchführen, bei denen keinerlei Insulin mehr produziert wird, zum Beispiel bei Typ-1-Diabetes. Da sich die Zuckerkrankheit auch mit dem Spritzen von Insulin behandeln lässt, müssen die Betroffenenen und ihre Ärzte die Chancen und Risiken dieser Transplantation sehr sorgfältig gegeneinander abwägen.

Eine Knochenmarkstransplantation kann bestimmte Formen von Blutkrebs (Leukämie) und chronische Erkrankungen des blutbildenden Systems wie die Thalassämie heilen. Eine Hornhauttransplantation gibt Patienten die Sehkraft zurück, deren Augenhornhaut krankheitsbedingt getrübt oder durch Verletzungen geschädigt ist. Hautdefekte, etwa durch Verbrennungen, Verätzungen oder chronische Wunden, können Chirurgen mit einer Hauttransplantation decken. Eine Haartransplantation hingegen hat üblicherweise rein kosmetische Gründe.

Das Transplantationsgesetz ist seit 1. Dezember 1997 in Kraft. Kommt eine Person nach Einschätzung ihres behandelnden Arztes für ein Spenderorgan in Frage, überweist er sie zunächst in ein Transplantationszentrum. Ungefähr fünfzig dieser spezialisierten Einrichtungen gibt es derzeit in Deutschland, verteilt über das gesamte Bundesgebiet.
Dort schauen sich Spezialisten die Krankengeschichte des Patienten an und führen verschiedene Untersuchungen durch. Anhand der Ergebnisse beurteilen die Ärzte dann, ob eine Transplantation möglich und sinnvoll ist. Lautet die Antwort ja, schätzen sie auch ein, wie dringlich der Eingriff ist – nach medizinisch-wissenschaftlichen Kriterien. Darüber hinaus bestimmen die Ärzte die Blutgruppe und bestimmte Gewebemerkmale, die so genannten HLA (Human Lymphocyte Antibody)-Antigene. Beides ist wichtig, um später einzuschätzen, ob ein Spenderorgan zum Empfänger passt.

Wie erfolgt die Vergabe von Spenderorganen und –geweben?

Jeder Patient, der ein vermittlungspflichtiges Organ braucht, kommt auf die Warteliste, wo bei der Stiftung Eurotransplant alle relevanten persönlichen und medizinischen Daten gespeichert sind. Die im niederländischen Leiden ansässige Stiftung Eurotransplant fasst die Wartelisten von Deutschland, Belgien, Kroatien, Luxemburg, Österreich, Slowenien und den Niederlanden und Ungarn auf einer gemeinsamen Warteliste zusammen.

Wenn ein Spenderorgan zur Verfügung steht, weist Eurotransplant es einer Person auf der Liste zu. Die Zuteilung ist nach den Richtlinien der Bundesärztekammer geregelt und soll größtmögliche Chancengleichheit für alle potenziellen Transplantatempfänger gewährleisten. Sie erfolgt mit Hilfe eines komplexen Computerprogramms, das unter anderem folgende vier Kriterien berücksichtigt: die durch Experten festgelegte Dringlichkeit des Eingriffs, die Wartezeit, der voraussichtliche Erfolg der Transplantation und die sogenannte "nationale Organaustauschbilanz": Damit ist gemeint, dass in einem Land ungefähr so viele Organe an Empfänger gehen, wie auch von Spendern in dem Land zur Verfügung gestellt wurden.

Um die Koordination von Knochenmarkstransplantationen kümmert sich zum Beispiel das Zentrale Knochenmarksspender-Register Deutschland. Spende und Vergabe von Geweben wie Augenhornhäute, Blutgefäße, Knochen, Herzklappen und Sehnen organisiert beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantationen. Die rechtlichen Grundlagen legen das Gesetz über Qualität und Sicherheit von menschlichen Geweben und Zellen und das Transplantationsgesetz fest.

Sonderfall Lebendspende

Da der Mensch zwei Nieren besitzt, kommt bei einer Nierentransplantation auch eine Lebendspende in Frage. Teile der Leber können ebenfalls von lebenden Personen gespendet werden. Allerdings gelten hier besondere gesetzliche Regelungen, die dazu dienen, illegalen Organhandel von vornherein zu verhindern. So müssen Spender und Empfänger erst- oder zweitgradig verwandt, verheiratet, verlobt sein oder in einer besonderen persönlichen Beziehung zueinander stehen. Weitere Bedingungen sind, dass der Spender volljährig ist und seine Einwilligung zur Organspende laut Gutachten einer Kommission freiwillig gegeben hat. Zudem ist die Spende nur erlaubt, wenn zum momentanen Zeitpunkt kein geeigneter Organersatz von einem hirntoten Spender zur Verfügung steht. Bei Lebendspenden von Geweben, die sich regenerieren – wichtigstes Beispiel ist hier das Knochenmark – gelten weniger strenge Regeln.

Laut Gesetz dürfen nur Ärzte in Transplantationszentren eine Organtransplantation vornehmen. Stirbt ein Mensch, der sich zu Lebzeiten für die Organspende bereit erklärt hatte oder dessen Angehörige die Zustimmung gegeben haben, ist sein Hirntod zweifelsfrei festgestellt und scheint eine Organentnahme möglich, dann kommt ein Koordinator von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Er veranlasst für die Ermittlung des optimalen Empfängers notwendige Untersuchungen wie die Typisierung der Gewebemerkmale und übermittelt alle relevanten Informationen an Eurotransplant. Eurotransplant ermittelt mit Hilfe des Computers die am besten passenden Empfänger. Der DSO-Koordinator organisiert außerdem die Entnahme und die Transporte.

Steht der Empfänger fest, wird er sofort in sein Transplantationszentrum einbestellt und für die Operation vorbereitet. Gleichzeitig entnimmt ein spezialisiertes Ärzteteam das Spenderorgan beziehungsweise die Spenderorgane. Von jetzt ab ist höchste Eile geboten. Denn je länger sich die Organe außerhalb des Körpers befinden, desto größer ist das Risiko, dass es zu Funktionsstörungen kommt und die Transplantation scheitert.

Ablauf der Operation

Bei einer Nieren- oder Bauchspeicheldrüsentransplantation wird mit einem so genannten Crossmatch nochmals geprüft, ob das Organ zum Empfänger passt: Zeigt die Kreuzprobe keine Antikörper (Abwehrstoffe) gegen das Spenderorgan an, beginnen die Chirurgen unverzüglich mit der Operation. Bei einer Nierentransplantation dauert es meist nur zwei bis drei Stunden, bis das Organ in den Körper des Empfängers verpflanzt ist. Eine kombinierte Herz-Lungen-Transplantation kann aber durchaus auch zehn Stunden oder mehr in Anspruch nehmen.

Gewebe- und Zelltransplantationen sind operationstechnisch oft leichter und gehen entsprechend schneller. Dass sich hier Transplantate länger konservieren lassen, vereinfacht auch die Koordination und ermöglicht es den Ärzten oft sogar, die Operation im Voraus zu planen.

Mediziner unterscheiden dabei zwischen der akuten Abstoßungsreaktion, die in der ersten Zeit nach der Operation auftritt und der chronischen Abstoßungsreaktion. Letztere schreitet über Monate und Jahre langsam fort und zerstört das Transplantat in einem schleichenden Prozess.

Um das zu verhindern und die Funktionsfähigkeit des Fremdorgans zu erhalten, müssen organtransplantierte Patientinnen und Patienten zeitlebens mit Immunsuppressiva behandelt werden. Diese Medikamente dämpfen die körpereigene Abwehr und unterdrücken so die Abstoßungsreaktion. Unerwünschter Nebeneffekt ist eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen mit Bakterien, Viren und Pilzen. In den ersten Wochen nach der Transplantation ist die Infektionsgefahr besonders groß. Denn um eine akute Abstoßungsreaktion zu verhindern, müssen die Ärzte die immunsuppressiven Medikamente in dieser kritischen Frühphase hoch dosieren.

Welche Langzeitfolgen hat eine Organtransplantation?

Nach der Frühphase kann die Dosis der Immunsuppressiva zwar reduziert werden. Doch die Behandlung bleibt ein Leben lang eine Gratwanderung. Der Arzt muss die Dosis immer wieder individuell an jeden einzelnen Patienten anpassen. Einerseits gilt es, der drohenden Organabstoßung entgegen zu wirken. Anderseits darf das Immunsystem nicht so sehr geschwächt werden, dass der Transplantierte Krankheitserregern mehr oder minder schutzlos ausgeliefert ist. Deshalb gilt für die immunsuppressive Therapie stets das Prinzip: So viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Auch weil eine dauerhafte Immunsuppression das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen erhöht. Und zwar insbesondere für Hautkrebs und für Krebsarten, an deren Entstehung Viren beteiligt sind – wie etwa das Karposi-Sarkom und bestimmte Lymphome. Trotz all dieser Risiken stehen die Chancen heutzutage sehr gut, dass eine Organtransplantation erfolgreich verläuft und den Betroffenen wieder ein weitgehend normales Leben ermöglicht.

Behandlung nach Gewebe- und Zelltransplantationen

Bei Gewebe- und Zelltransplantationen fällt die Abstoßungsreaktion grundsätzlich schwächer aus. Deshalb brauchen die Patienten weniger immunsuppressive Medikamente, was die Gefahr von Nebenwirkungen verringert. Oft kann die immunsuppressive Therapie hier nach einem gewissen Zeitraum ganz abgesetzt werden oder ist von vornherein nicht nötig – wie etwa bei einer Knorpeltransplantation.

Christine Gehringer, Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Dr. Daniela Watzke, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Referentin

 

Quellen:


1. Website von Eurotransplant. Online: www.eurotransplant.org/cms/index.php?page=pat_germany (Abgerufen am 20.8.2013)

2. Deutsche Stiftung Organtransplantation. Online: www.dso.de (Abgerufen am 20.8.2013)

3. Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung: Organspende schenkt Leben. Online: www.organspende-info.de (Abgerufen am 20.8.2013)

4. Beckmann j, Schreiber H-L, Kirste G: Organtransplantation: Medizinische, rechtliche und ethische Aspekte. 2. Auflage Verlag Karl Alber 2008

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.