Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Es bilden sich weiße Flecken auf der Haut? Dahinter kann die Hautkrankheit Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) stecken. Mehr zu Ursachen, Symptomen und Therapien

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aktualisiert am 15.11.2016

Was ist Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)?

Bei der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) kommt es stellenweise zu einem Verlust des braunen Hautpigments Melanin. Die Ursachen dieser Pigmentstörung sind nicht genau bekannt. Neben einer erblichen Veranlagung spielt möglicherweise eine Fehlregulation des Immunsystems eine Rolle. (Mehr zu den Entstehungs-Theorien lesen Sie im Kapitel Ursachen).

Vitiligo ist nicht ansteckend. Die Hautveränderungen an sich stellen normalerweise auch kein gesundheitliches Problem dar. Viele Patienten empfinden sie jedoch als kosmetisch störend. Leider haben Betroffene auch immer noch mit Vorurteilen in ihrer Umgebung zu kämpfen. Selbsthilfegruppen zu Vitiligo bieten Unterstützung, viele hilfreiche Informationen und Austausch an (siehe Links am unteren Seitenrand).

Wer ist betroffen?

Schätzungen zufolge leidet rund ein Prozent der Bevölkerung an der Weißfleckenkrankheit. Sie tritt bei allen Hauttypen und allen Altersgruppen auf. Am häufigsten beginnt Vitiligo zwischen dem 10. und 30. Lebensjahr. In einigen Fällen geht die Weißfleckenkrankheit mit anderen Erkrankungen, wie Schilddrüsenstörungen oder Diabetes mellitus einher.

Welche Symptome verursacht Vitiligo?

Typisch für Vitiligo sind weiße, weniger pigmentierte oder unpigmentierte, unregelmäßig geformte Hautflecken. Sie können sich prinzipiell an jeder Körperstelle bilden. Häufig beginnt die Krankheit im Gesicht, an Händen oder Füßen. Auch Schleimhäute und behaarte Haut können betroffen sein. (Genaueres zu den Krankheitszeichen erfahren Sie im Kapitel Symptome).

Wichtig zu wissen: Hinter hellen Hautflecken stecken manchmal auch andere Ursachen, beispielsweise bestimmte Hautpilzinfektionen. Deshalb sollte man Hautveränderungen immer vom Arzt untersuchen lassen.

Wie wird Vitiligo behandelt?

Vitiligo ist nicht heilbar, aber behandelbar. Ärzte setzen vorwiegend Lichttherapie (Phototherapie) ein. Dabei wird die Haut mit Licht spezieller Wellenlänge bestrahlt. Das kann die Pigmentbildung anregen. Zur Therapie stehen außerdem Salben mit Kortison und anderen Wirkstoffen zur Verfügung. Wichtig ist ein guter Sonnenschutz. Denn die depigmentierte Haut ist den UV-Strahlen der Sonne besonders schutzlos ausgesetzt. Mehr Informationen lesen Sie im Kapitel Therapie.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Welche Ursache hinter der Weißfleckenkrankheit steckt, ist noch nicht genau bekannt. Da sich Fälle von Vitiligo innerhalb von Familien häufen, vermuten Ärzte, dass erbliche Faktoren eine Rolle spielen. Die Pigmentstörung wird jedoch nicht direkt von den Eltern auf die Kinder vererbt. Lediglich die Veranlagung für Vitiligo kann weitergegeben werden. Das Krankheitsrisiko erhöht sich also, wenn enge Verwandte betroffen sind. Doch muss die Weißfleckenkrankheit nicht zwangsläufig auftreten.

Was passiert bei Vitiligo in der Haut?

In der Haut befinden sich spezialisierte Zellen, so genannte Melanozyten. Sie bilden das Hautpigment (Melanin), das der Haut ihren Farbton verleiht. Auch die Haarfarbe und die Augenfarbe kommen durch Melanin zustande. Halten wir uns in der Sonne auf, bilden Melanozyten verstärkt Melanin. Die Haut bräunt sich – und ist damit besser vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne geschützt.

Bei der Weißfleckenkrankheit versiegt die Melaninproduktion an manchen Hautstellen. Warum das passiert, ist nicht genau bekannt. Dazu gibt es verschiedene Theorien, für die unterschiedliche Ergebnisse aus der Grundlagen- und Laborforschung sprechen. Bewiesen ist aber noch keine dieser Theorien:

  • Autoimmune Ursache: Normalerweise unterscheidet das Abwehrsystem zwischen körpereigenen und körperfremden Stoffen. Bei der Weißfleckenkrankheit hält das Immunsystem möglicherweise Eiweiße auf der Oberfläche der Pigmentzellen (Melanozyten) für fremd und bedrohlich. In der Folge bilden sich Abwehreiweiße, so genannte Antikörper, die gegen die Melanozyten gerichtet sind. Auch bestimmte Abwehrzellen (zytotoxische T-Zellen) greifen die Melanozyten an und zerstören sie.
  • Autoaggressions-Hypothese: Laut dieser Theorie ist bei Vitiligo der Zellstoffwechsel der Pigmentzelle gestört. Bestimmte Enzyme und Zellgifte zerstören also letzten Endes die Melanozyten.
  • Neurogene Hypothese: Möglicherweise führt körperlicher oder psychischer Stress dazu, dass Nervenzellen bestimmte Stoffe abgeben, die das Immunsystem aktivieren. Dadurch könnte es letztlich zum Untergang der Melanozyten kommen.

Betroffene berichten oft, dass die Vitiligo im Zusammenhang mit emotionalem Stress auftrat oder schlimmer wurde. Auch schwere Sonnenbrände oder Hautverletzungen begünstigen die Krankheit manchmal. Die hellen Flecken können außerdem an solchen Hautstellen entstehen, die besonders häufig Druck oder Reibung ausgesetzt sind.

Die Weißfleckenkrankheit tritt eventuell im Zusammenhang mit bestimmten Autoimmunerkrankungen wie Schilddrüsen-Funktionsstörungen, einer Unterfunktion der Nebenschilddrüse (Hypoparathyreoidismus) oder Diabetes mellitus Typ 1 (Zuckerkrankheit) auf.

Mediziner unterscheiden verschiedene Formen von Vitiligo: In den betroffenen Hautarealen ist die Pigmentierung entweder verringert (Hypopigmentierung) oder sie fehlt vollständig (Depigmentierung).

Lokalisierte Form der Vitiligo

In manchen Fällen sind die weißen Flecken auf einzelne Hautbereiche beschränkt (lokalisierte Form). Man findet sie vor allem an Stellen, an denen die Haut verletzt war, zum Beispiel an Narben von Schnittverletzungen.

Generalisierte Form der Vitiligo

Die Depigmentierung kann bei der Vitiligo auch über den gesamten Körper verteilt auftreten (generalisierte Form). Man unterteilt diese generalisierte Form wiederum in zwei Unterformen:

  • Vitiligo vulgaris: Hierbei handelt es sich um die häufigste Form der Weißfleckenkrankheit. Die weißen, unregelmäßigen Flecken sind über die gesamte Hautoberfläche verteilt. Auch an den Schleimhäuten und der behaarten Haut (zum Beispiel Kopf, Augenbrauen und Wimpern) sind die depigmentierten Hautstellen anzutreffen. Da der von den Pigmentzellen produzierte Farbstoff (Melanin) auch für die Färbung der Haare verantwortlich ist, erscheinen die Haare der betroffenen Bereiche weiß.
  • Vitiligo akrofazialis (lateinisch "facies" = Gesicht; "Akren" = Körperenden wie Hände, Füße, Nase und Kinn): Bei dieser Form der Weißfleckenkrankheit befinden sich die weißen Flecken überwiegend im Gesicht. Insbesondere der Bereich um Mund und Augen fällt durch landkartenartige weiße Bezirke auf. Zusätzlich sind oft auch Hände und Füße betroffen.

In der Regel ist die Haut bei der Weißfleckenkrankheit in ihrer Struktur unverändert. Die Hautoberfläche bleibt bei der Vitiligo intakt und unterscheidet sich nur in der Farbgebung von der normal pigmentierten Haut. Nur sehr selten bildet sich entlang der weißen Flecken ein rötlicher Randsaum. Oft beobachten Patienten, dass sich die Flecken in etwa symmetrisch auf beiden Körperhälften bilden.

Die Weißfleckenkrankheit ist nicht ansteckend. Innere Organe werden durch die Vitiligo nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die auffälligen Hautveränderungen können aber zu seelischen Belastungen führen, vor allem bei sehr ausgeprägten Formen.

In manchen Fällen ist die Weißfleckenkrankheit auch von anderen Krankheiten begleitet, dazu gehören:

  • entzündliche Augenerkrankungen (Uveitis)
  • eine spezielle Form der Blutarmut (perniziöse Anämie)

 

Wichtig: Nicht jeder helle Hautfleck ist durch Vitiligo verursacht. Es kommen auch andere Ursachen infrage. Hautveränderungen sollten daher immer vom Arzt abgeklärt werden.

Es ist ratsam, einen Hautarzt (Dermatologen) aufzusuchen, wenn weiße Flecken oder andere Hautveränderungen auftreten.

Meist erkennt der Arzt die Weißfleckenkrankheit bereits anhand der typischen Symptome. Trotzdem wird er den Patienten gründlich untersuchen und zusätzlich befragen, um andere Ursachen der Hautveränderungen möglichst sicher auszuschließen. So bilden sich helle Hautflecken manchmal auch nach bestimmten Hautpilzinfektionen oder durch chronische Hautausschläge (Ekzeme).

Von Interesse ist, wann und unter welchen Umständen die Flecken auftraten – ob zum Beispiel Hautverletzungen, starke Sonnenbrände oder belastende emotionale Situationen vorausgingen. Der Arzt erkundigt sich außerdem, ob Fälle von Vitiligo in der Verwandtschaft bekannt sind – mögliches Zeichen für eine familiäre Veranlagung.

Untersuchung mit Wood-Lampe

Der Hautarzt kann die Haut mit der sogenannten Wood-Lampe untersuchen. Sie strahlt ultraviolettes Licht einer bestimmten Wellenlänge aus. Charakteristisch für die Weißfleckenkrankheit ist, dass die Vitiligo-Herde unter dem Wood-Licht weißlich-gelb aufleuchten.

Weitere Untersuchungen

Zusätzlich kann der Arzt aus einem veränderten Hautareal eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen. Diese wird anschließend unter dem Mikroskop beurteilt. Im Fall der Vitiligo befindet sich kein braunes Hautpigment (Melanin) in den Zellen der Oberhaut, wie es normalerweise der Fall ist. Meist fehlen bei der Weißfleckenkrankheit die Pigmentzellen (Melanozyten) vollständig. In manchen Fällen finden sich Ansammlungen bestimmter Zellen des Abwehrsystems (Lymphozyten) in der Haut.

Eine zusätzliche Augen-Untersuchung kann sinnvoll sein. Denn manchmal zieht Vitiligo die Augen in Mitleidenschaft.

Blut-Untersuchungen sind im Rahmen der Diagnose der Weißfleckenkrankheit wichtig, um mögliche Begleiterkrankungen wie Schilddrüsen-Funktionsstörungen oder Diabetes mellitus festzustellen.

Vitiligo ist nicht heilbar. Doch es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten. Sie können das Fortschreiten der Krankheit bremsen und an den weißen Hautstellen die Neubildung von Melanin fördern. Ob das gelingt und ob die neu gebildeten Pigmente dauerhaft erhalten bleiben, ist allerdings im Einzelfall nicht vorhersagbar. Bei vielen Patienten fällt der kosmetische Effekt der Vitiligo-Therapie leider unbefriedigend aus.

Patienten sollten am besten ausführlich mit ihrem Arzt besprechen, welche Behandlung im individuellen Fall am aussichtsreichsten erscheint, welche Vor- und Nachteile die Therapie haben kann und welche Kosten entstehen können. Mögliche Nebenwirkungen und Risiken müssen vor allem bei der Langzeitanwendung bestimmter Verfahren berücksichtigt werden. Genaueres zur Therapie lesen Sie weiter unten auf dieser Seite.

Leben mit Vitiligo

Der Verlauf der Weißfleckenkrankheit lässt sich kaum vorhersagen. In vielen Fällen schreiten die Hautveränderungen weiter fort; manchmal bleiben sie aber auch auf einen umschriebenen Bereich begrenzt. Vitiligo verursacht normalerweise keine weiteren gesundheitlichen Probleme. Mögliche Beeinträchtigungen kommen eher im Zusammenhang mit eventuellen Begleiterkrankungen wie Schilddrüsenstörungen vor.

Theoretisch sind Menschen mit Vitiligo in ihrem täglichen Leben also nicht eingeschränkt. Allerdings empfinden viele von ihnen die Hautveränderungen als ästhetisch störend. Wasser- und abriebfeste Abdeck-Cremes (Camouflage-Make-up mit Fixierpuder) oder Selbstbräuner helfen, die weißen Flecken zu kaschieren. Mit Selbstbräunern ist es erfahrungsgemäß deutlich schwieriger, einen gleichmäßigen Teint zu erreichen. Zur Auswahl und Anwendung passender Produkte berät die Apotheke.

Im Alltag haben Betroffene leider noch immer mit Vorurteilen in Ihrer Umgebung zu kämpfen. Die teils auffälligen Flecken können Blicke provozieren. Manche Menschen denken, es handle sich womöglich um eine ansteckende Krankheit (was nicht der Fall ist!). Der Austausch mit anderen Betroffenen, zum Beispiel über Selbsthilfegruppen kann hilfreich sein (siehe Link am unteren Seitenrand). In schweren Fällen ist eventuell eine psychologische Unterstützung sinnvoll.

Wichtig: Sonnenschutz

Verschwindet das Hautpigment (Melanin), verliert die Haut an den betroffenen Stellen ihren natürlichen Schutz gegenüber UV-Strahlen. Im Gegensatz zur gesunden Haut bräunen sich die erkrankten Hautareale nicht, wenn sie der Sonne ausgesetzt waren. Der farbliche Unterschied zur umgebenden Haut wird daher größer. Die weißen Flecken fallen also noch stärker auf als bei einem eher blassen Teint. Aus diesen Gründen ist es ratsam, auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten – vor allem in den Sommermonaten bei starker Sonneneinstrahlung. Geeignet sind Cremes mit hohem UV-B-Lichtschutzfaktor und zusätzlich sehr gutem Schutz vor UV-A sowie schützende Kleidung. Längere Aufenthalte in der prallen Sonne sollte man vermeiden.

Phototherapie – mit und ohne Medikamente

Wenn die Weißfleckenkrankheit zahlreiche Hautareale an ganz unterschiedlichen Körperstellen betrifft, kann eine kontrollierte Phototherapie in der Hautarztpraxis sinnvoll sein. Dabei bestrahlt der Arzt die erkrankten Hautstellen über mehrere Monate wiederholt mit UV-Licht bestimmter Wellenlänge. Meistens kommen sogenannte Schmalspektrum-UV-B-Strahlen zum Einsatz. Im Vergleich zu Breitspektrum-UV-B-Strahlen ist das Risiko eines Sonnenbrands dabei geringer.

Besonders gute Chancen, auf die Phototherapie anzusprechen, haben diejenigen Patienten, die bereits vor Beginn der Behandlung über eine teilweise Wiederkehr des Pigments nach Aufenthalten an der Sonne berichten können.

Leider kehrt das Melanin-Pigment nur bei wenigen Patienten vollständig wieder. Der Arzt spricht bereits dann von einem "Ansprechen auf die Behandlung", wenn kleine Hautareale wieder eine Pigmentierung entwickeln. In diesen Fällen besteht aber weiterhin ein Farbunterschied zwischen noch erkrankter und benachbarter gesunder Haut. Ein Ansprechen auf die Phototherapie bedeutet also nicht automatisch, dass der Betroffene mit dem Ergebnis zufrieden ist! Im ungünstigen Fall können die weißen Flecken sogar noch stärker auffallen als vor der Behandlung, weil die übrige Haut gebräunter ist.

Zu den neueren Phototherapien bei Vitiligo gehört die Behandlung mit dem Xenon-Chlorid-Excimer-Laser. Hier wird die Haut mit Licht einheitlicher Wellenlänge bestrahlt. Ziel der Lasertherapie wie auch der konventionellen UV-B-Therapie ist es, die Bildung von neuem Hautpigment anzuregen. Der Vorteil der Behandlung mit dem Xenon-Chlorid-Excimer-Laser besteht darin, dass dabei die Lichtstrahlung ganz gezielt nur auf die erkrankten Hautareale einwirkt. Allerdings ist die Behandlung nicht bei allen Patienten wirksam, zeitaufwändig und wird von der gesetzlichen Krankenversicherung üblicherweise nicht bezahlt.

Eine weitere Behandlungsmethode bei Vitiligo ist die PUVA-Therapie (Psoralene plus UV-A-Licht). Dabei wird die Haut mit einer Substanz eingecremt, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Anschließend erfolgt die ärztlich kontrollierte Bestrahlung mit UV-A-Strahlen.

Weitere Medikamente

Auch Wirkstoffe wie Kortison, Calcipotriol oder Pseudokatalase (auch kombiniert mit einer Klimatherapie am Toten Meer) finden Anwendung bei Vitiligo. Sie werden meist in Form von Cremes auf die Haut aufgetragen und können teilweise auch mit einer Phototherapie kombiniert werden.

Da eine überschießende Reaktion des Immunsystems bei der Vitiligo eine Rolle zu spielen scheint, kommen in schweren Fällen theoretisch auch Mittel in Betracht, die das Abwehrsystem beeinflussen (sogenannte Immunsuppressiva, zum Beispiel Tacrolimus). Allerdings ist die Wirksamkeit dieser Therapie bei Vitiligo noch nicht abschließend wissenschaftlich untersucht. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen ist sie bei Patienten mit Vitiligo nicht allgemein zu empfehlen.

Sonstige Behandlungs-Möglichkeiten

In einigen auf Vitiligo-Therapie spezialisierten Zentren verpflanzen Ärzte patienteneigene gesunde Haut auf die erkrankten Hautareale. Oder die Ärzte setzen an den weißen Hautstellen Melanozyten aus normaler Haut des Patienten ein, die vorher im Reagenzglas gezüchtet wurden. Langzeit-Erfahrungen mit diesen Methoden stehen noch aus. Daher können sie ebenso wenig allgemein empfohlen werden wie das Bleichen der gesunden Haut.

Dr. med. Angela Unholzer ist Hautfachärztin mit den Zusatzbezeichnungen Allergologie und Dermatohistologie. Ihre Facharztweiterbildung absolvierte sie an der Dermatologischen Universitätsklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München sowie an der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Augsburg. An der letztgenannten Klinik leitete sie von 2006 bis 2012 als Funktionsoberärztin die Lichtabteilung, die dermatologische Tagesklinik und die allgemeindermatologische Ambulanz. Anschließend war sie in einer Praxis in der Nähe von Augsburg tätig. Seit 2014 ist sie in einer eigenen Praxis in Donauwörth niedergelassen.

Quellen:

Moll, I.: Dermatologie. Thieme, 2010
Deutscher Vitiligo Verein: www.vitiligo-verein.de (Abruf: 07/2014)
Deutscher Vitiligo-Bund e.V.: www.vitiligo-bund.de (Abruf: 07/2014)
Harth, W., Gieler, U.: Psychosomatische Dermatologie. Springer, Berlin 2005
Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. De Gruyter, Berlin 2008
American Vitiligo Research Foundation: www.avrf.org (Abruf: 02/2012)

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