Leistenbruch (Leistenhernie)

Durchbrechen Bereiche der Bauchwand die Leistenregion und bilden eine Ausstülpung, sprechen Mediziner von einem Leistenbruch. Wie Ärzte diesen erkennen, warum eine Operation nötig wird

12.12.2013

Was ist ein Leistenbruch (Leistenhernie)?

Auch wenn Ärzte bei einer Leistenhernie von einem "Bruch" sprechen, zersplittert dabei kein Knochen. Vielmehr wird Gewebe durchstoßen. Die Leiste bildet den Übergang zwischen Bauch und Oberschenkel. In dieser Region befindet sich der Leistenkanal, durch den wichtige Blutgefäße und Nerven verlaufen. Sie verbinden den Bauchraum mit dem Genitalbereich. Beim Mann verläuft durch diesen Kanal der Samenstrang. Bei der Frau das sogenannte Mutterband, welches die Gebärmutter stabilisiert.

Die Leistenregion muss ziemlich viel Druck aushalten. Wenn wir husten, niesen, schwere Kartons schleppen oder Einkaufstüten hoch heben, dann drücken die Bauchorgane auf den Leistenbereich. Aus diesem Grund ist er mit kräftigen Muskeln und Sehnen bestückt. Hält die Leistenregion dem Druck nicht mehr Stand, dann können Schichten der Bauchwand – genauer gesagt das Bauchfell – den Kanal durchbrechen. Es bildet sich ein sogenannter Bruchsack, der als "Bruchinhalt" Teile des Darms enthalten kann aber auch Fettgewebe, das dem Darm aufliegt (Darmnetz). Die Lücke, durch die der Bruchsack durchtritt, nennt sich Bruchpforte.

Experten unterscheiden zwei Formen von Leistenbrüchen: die direkte Leistenhernie sowie die indirekte. Bei diesen Typen durchtritt der Bruchsack den Leistenkanal in verschiedenen Richtungen und an unterschiedlichen Stellen. Die indirekte Form kann angeboren oder erworben sein und betrifft häufig Kinder und junge Menschen  – vor allem Jungen und Männer. Sie sind sozusagen vorbelastet, da bei ihnen der Leistenkanal von Geburt an etwas geweitet sein kann (mehr im Kapitel Ursachen und Risikofaktoren). Die direkte Leistenhernie ist erworben und ereilt eher ältere Menschen. Hier ist in vielen Fällen eine altersbedingte Bindegewebsschwäche schuld. Kommen begünstigende Faktoren hinzu, erhöht sich das Risiko für einen Leistenbruch.

Symptome: Wie lässt sich ein Leistenbruch erkennen?

Eine Leistenhernie macht sich meist durch eine Ausstülpung in der Leistenregion bemerkbar. Diese "Beule" ist beweglich und lässt sich oft wieder nach innen wegdrücken. Abends oder nach Belastung sieht man die Schwellung deutlicher.  Eltern fällt die Ausstülpung bei ihrem Nachwuchs häufig zufällig auf, wenn sie die Windeln wechseln oder das Kleine waschen. Ein Leistenbruch kann ein leichtes Ziehen in der Leiste oder ein Druckgefühl in diesem Bereich hervorrufen. Wichtig: Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie eine Ausstülpung in der Leiste bemerken.

Ist ein Leistenbruch gefährlich?

In den meisten Fällen ist ein Leistenbruch ungefährlich. Unbehandelt vergrößern sich Hernien jedoch. Der Bruchinhalt, also zum Beispiel eine Darmschlinge, kann sich dann einklemmen (Inkarzeration) und abgequetscht werden. Das führt zu starken Schmerzen und stellt einen Notfall dar, der sofort operiert werden muss.

Überhaupt sagen Experten, dass ein Leistenbruch immer einer Operation bedarf, auch wenn er keine oder nur leichte Beschwerden bereitet. Und zwar aus oben genanntem Risiko. Es gibt verschiedene Operationsverfahren. Welches zum Einsatz kommt, müssen Arzt und Patient individuell entscheiden.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Wie entsteht ein Leistenbruch? Auf der Leistenregion lastet ein gewisser Druck, der durch die Bauchorgane und die Bauchmuskulatur hervorgerufen wird. Wenn wir etwas hochheben, niesen, husten oder beim Stuhlgang pressen, erhöht sich dieser Druck. Normalerweise bereitet dies der Leistenregion keine Probleme, da sie durch kräftige Muskeln und ein festes Bindegewebe gestützt wird.

Wird der Druck zu groß, gibt das Leistengewebe jedoch nach und das Bauchfell, welches die Bauchwand innen auskleidet, sackt durch die entstandene Lücke (Bruchpforte) ab. In diesen dadurch entstandenen Bruchsack können sich Teile des Darms (selten auch andere innere Organe) hineinzwängen. Von außen wird eine Ausstülpung im Bereich der Leiste sichtbar – der Leistenbruch.

Indirekter und direkter Leistenbruch

Mediziner unterscheiden zwei Formen von Leistenbrüchen: die direkten sowie die indirekten. Eine sogenannte indirekte Leistenhernie kann angeboren oder erworben sein und betrifft häufig Kinder und junge Menschen. Bei dieser Form verläuft der Bruchsack durch den inneren Leistenring, der den Eingang des Leistenkanals darstellt. Dieser Ring kann von Geburt an ein wenig erweitert sein. Männer sind hierbei anatomisch vorbelastet. Denn bei männlichen Ungeborenen wandern die Hoden – bis zur Geburt – aus dem Bauchraum durch den Leistenkanal in den Genitalbereich. Verschließt sich der Kanal danach nicht vollständig, begünstigt die vorhandene Lücke einen Leistenbruch. Es kann auch passieren, dass sich der verschlossene Kanal später wieder ein wenig öffnet, vor allem wenn begünstigende Faktoren hinzukommen (siehe unten).

Eine direkte Leistenhernie ist erworben. Hierbei hat sich im Bereich der Hinterwand des Leistenkanals eine Bindegewebsschwäche gebildet durch die sich der Bruchsack hindurchzwängt. An einer Stelle liegt ein physiologischer Schwachpunkt vor, an dem sich keine Muskeln befinden. Genau dort gibt das Leistengewebe unter zu starker Belastung nach. Begünstigend wirkt sich hierbei das Alter aus. Denn im Laufe des Lebens wird unser Bindegewebe schwächer. Ältere Menschen erleiden daher eher einen direkten Leistenbruch.

Was begünstigt einen Leistenbruch?

Prinzipiell erhöhen Übergewicht, Verstopfung, eine Prostatavergrößerung, eine Schwangerschaft sowie eine Bauchwassersucht (Aszites) den Druck im Bauchraum. Dadurch steigt das Risiko für einen Leistenbruch. Aber auch wer ständig husten muss, beispielsweise wegen einer chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit (COPD), kann eher eine Leistenhernie bekommen. Wer oft schwere Lasten trägt oder hebt, übt ebenfalls andauernd Druck auf die Leistenregion aus und begünstigt ein Nachgeben des Bindegewebes. Ärzte beobachten darüber hinaus bei Frühgeborenen und Jungen mit einem Hodenhochstand häufiger einen Leistenbruch.

Obwohl vorwiegend Männer von einem Leistenbruch betroffen sind, können auch Frauen einen solchen erleiden. Insbesondere wenn sie übergewichtig sind oder ihr Bindegewebe im Bereich des Leistenkanals erschlafft. Bei Frauen bildet sich jedoch deutlich öfter ein Bruch am Oberschenkel – die sogenannte Schenkelhernie.

Was ist eine "weiche Leiste"?

Sportler, vor allem Fußballer, Hockey- und Tennisspieler, klagen häufig über Schmerzen in der Leiste. Dahinter steckt jedoch kein Leistenbruch, sondern eine beginnende Vorwölbung der Leistenkanalhinterwand. Allerdings kann sich aus einer Sportlerleiste, wie die weiche Leiste auch heißt, ein Leistenbruch entwickeln.

Wichtig: Solange Hernien keine oder nur leichte Beschwerden bereiten, sind sie meist harmlos. Doch es besteht die Gefahr, dass der Bruchinhalt eingeklemmt wird. Hängt ein Stück Darm in der Ausstülpung fest und wird eingequetscht, fließt an der Stelle zuwenig Blut durch das Gewebe. Es kann im schlimmsten Fall absterben. Gehen Sie deshalb immer zum Arzt, wenn Sie in der Leiste die typische Schwellung bemerken. Schmerzt es dort heftig, wird es Ihnen übel oder fühlen Sie sich gleichzeitig fiebrig, dann suchen Sie sofort einen Arzt auf. Es kann sich um eine eingeklemmte Leistenhernie handeln, die einen Notfall darstellt und sofort operiert werden muss. Solch eine Hernie kann sich auch entzünden. Breitet sich die Entzündung auf den Bauchraum aus, kann eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung entstehen.

Manchmal kann ein Leistenbruch bis zum Hodensack reichen, wodurch sich dieser vergrößert.

Handelt es sich um einen kleinen Bruch, treten meist nur leichte Beschwerden auf. Zieht es beispielsweise in der Leistenregion, wenn sich ein Mensch bewegt oder etwas hoch hebt, kann dies auf eine Leistenhernie hinweisen. Das Ziehen lässt wieder nach, wenn er sich hinlegt oder ausruht. Andere Patienten berichten von einem Fremdkörpergefühl in der Leiste.

Vergrößert sich die Hernie, fällt eine Art "Beule" in der Leiste auf. Sie entsteht plötzlich, zum Beispiel durch Husten oder Niesen. Sie lässt sich oft wieder nach innen wegdrücken. Wie das Ziehen verschwindet auch die Ausstülpung häufig, wenn sich der Betreffende ausruht. Manchmal kann zudem eine Schwellung am Hodensack ein Anzeichen darstellen, wenn die Hernie bis zu den Hoden reicht.

Klemmt sich der Bruchinhalt ein (Inkarzeration), treten heftige Schmerzen in der Leiste auf. Zusätzlich kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Fieber kommen. Hier liegt ein Notfall vor, der einer sofortigen Operation bedarf.

Haben Kinder einen Leistenbruch, bemerken dies häufig die Eltern. Waschen Sie das Kleine oder wechseln die Windeln, fällt ihnen die Ausstülpung im Leistenbereich auf. Bei Jungen kann zudem der Hodensack anschwellen, bei Mädchen die äußeren Schamlippen. Reagiert das Kleine empfindlich, wenn die Eltern auf die Schwellung drücken oder bereitet dies dem Nachwuchs sogar Schmerzen, muss das Kind zum Arzt! Hier können ebenfalls innere Organe im Bruchsack verklemmt sein.

Hinter Leistenschmerzen können auch andere Ursachen stecken. Lesen Sie dies hier nach: Symptom Leistenschmerzen.

Beschreibt der Patient Symptome, die für einen Leistenbruch sprechen, stellt der Arzt zunächst gezielte Fragen. Zum Beispiel wann die Beschwerden auftreten und ob sie permanent bestehen. Anschließend untersucht der Arzt die Leistenregion. Sieht er keine Ausstülpung, fordert er den Patienten auf zu husten. Denn dabei erhöht sich der Druck im Bauchraum und die Hernie wird unter der Haut sichtbar. Lässt sich die Schwellung bereits so erkennen, fühlt der Mediziner sie ab und testet aus, ob sich diese nach innen drücken lässt. Er beobachtet zudem, wie sich die "Beule" im Liegen oder Stehen verändert und ob sie Schmerzen hervorruft. Beim Mann tastet der Arzt zusätzlich die Hoden ab.

Reicht diese körperliche Untersuchung nicht aus, nimmt der Arzt eine Ultraschall-Untersuchung vor. Denn nicht immer führt eine Hernie zu Leistenschmerzen. Auch geschwollene Lymphknoten, Tumoren oder Aussackungen von Gefäßen können dahinterstecken.

Jeder Leistenbruch sollte operiert werden. Denn er bildet sich nicht von selbst wieder zurück und vergrößert sich mit der Zeit. Zudem besteht immer die Gefahr, dass sich Darm- oder Fettgewebe in der Ausstülpung verfängt und abgeschnürt wird. Dieser Zustand ist lebensbedrohlich und bedarf einer sofortigen Operation. Welche Operationsmethode für einen harmlosen Leistenbruch infrage kommt, hängt von vielen Faktoren ab. So spielt das Alter des Patienten eine Rolle, ebenso wie die Lage und Größe des Bruchs. Außerdem eignen sich manche Verfahren nicht, weil sie einer Vollnarkose bedürfen. Dies kommt nicht für jeden Patienten infrage. Wichtig: Eine Leistenbruch-OP sollte ein erfahrener Chirurg vornehmen, der sich auf eines der unten beschriebenen Verfahren spezialisiert hat.

Prinzipiell gibt es drei verschiedene OP-Methoden: die Operation nach Shouldice, die nach Lichtenstein sowie minimal-invasive Verfahren. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, müssen Arzt und Patient individuell entscheiden.

Operation nach Shouldice

Ablauf: Der Operateur nimmt einen Hautschnitt in der Leistenregion vor und legt den Bruch frei. Anschließend öffnet er den Bruchsack, der sich durch den Leistenbruch gebildet hat und drückt den Bruchinhalt in die Bauchhöhle zurück. Dadurch gelangen Darm- und/oder Fettgewebe wieder in ihre ursprünglichen Positionen. Zuletzt vernäht der Chirurg die durch den Bruch entstandene Lücke mit benachbartem Bindegewebe und stabilisiert so die Leistenregion.

Vorteile: Der Eingriff kann unter örtlicher Betäubung stattfinden, es ist keine Vollnarkose notwendig. Es wird wenig künstliches Material benötigt – lediglich zum Vernähen. Deshalb kommt es kaum zu allergischen Reaktionen oder Reizungen.

Nachteile: Patienten müssen sich nach der OP lange Zeit schonen. Es dauert meist zwei Monate, bis sie sich wieder belasten dürfen, etwas heben oder Sport treiben können. Nach dem Eingriff kann es eine Weile zu ziehenden Schmerzen in der Leiste kommen.

Für wen? Das Verfahren nach Shouldice empfehlen Ärzte oft für junge Menschen und für solche, die einen kleinen Leistenbruch erlitten haben.

Operation nach Lichtenstein

Ablauf: Die OP läuft im Prinzip wie das Verfahren nach Shouldice ab. Allerdings stabilisiert der Chirurg hierbei den Bruch mit einem speziellen Kunststoffnetz. Er legt es über das durch den Bruch entstandene Loch und vernäht das Netz darüber. Bei Männern wird das Netz um den Samenstrang herum positioniert, damit dieser weiterhin ungehindert durch den Leistenkanal verlaufen kann.

Vorteile: Für diese Methode ist keine Vollnarkose nötig, eine örtliche Betäubung reicht aus. Das Risiko für einen erneuten Bruch ist gering. Patienten dürfen sich früher wieder belasten als nach dem Shouldice-Verfahren.

Nachteile: Das Kunststoffnetz verleibt als Fremdmaterial im Körper. Bei modernen Netzen kommt es jedoch nur sehr selten vor, dass der Körper darauf empfindlich reagiert.

Für wen? Die Operation nach Lichtenstein eignet sich für ältere Menschen und für Patienten, bei denen ein größerer Leistenbruch vorliegt. Auch wenn es sich um einen wiederholten Bruch handelt oder der Betroffene aus beruflichen Gründen schnell wieder fit sein muss, empfiehlt sich diese Methode.

Minimal-invasive Technik (TEP- oder TAPP-Operation)

Ablauf: Minimal-invasiv bedeutet, dass es keines großen Hautschnitts bedarf, sondern nur winziger Schnitte. Experten unterscheiden das sogenannte TEP(total extraperitoneale Hernioplastik)-Verfahren von der TAPP(transabdominelle präperitoneale Hernioplastik)-Methode. In beiden Fällen führt der Operateur über die kleinen Bauchschnitte ein Endoskop (Schlauchgerät mit eingebauter Minikamera) sowie die nötigen Instrumente ein und schiebt sie bis zum Leistenbruch vor.

Bei der TEP-Technik nutzt der Arzt einen feinen Gewebespalt aus, der sich natürlicherweise zwischen Haut und Bauchfell befindet. Dort ritzt er die Haut ein und schleust die Instrumente ein. Der Operateur drückt den Bruchsack zurück in die Bauchhöhle und führt über oben genannten Spalt ein Kunststoffnetz ein, dass er über dem Bruch anbringt. Das Netz fixiert sich von selbst, es sind keine Metallklammern oder Ähnliches nötig. Beim TAPP-Verfahren liegen die Hautschnitte im Bereich des Bauchnabels sowie am Mittelbauch. Anschließend muss der Bauch mit Hilfe von Kohlendioxid aufgebläht werden. Der Chirurg drückt den Bruchsack ebenfalls zurück in die Bauchhöhle. Das Kunststoffnetz schiebt er vom Bauchraum aus – also von innen – bis zum Leistenbruch. Er nimmt dafür eine Bauchspiegelung vor. In diesem Fall muss das Netz mit Hilfe von Klammern oder Nähten fixiert werden. Gelegentlich wird es auch geklebt. Das Klammer- oder Nahtmaterial verleibt im Körper und löst sich von selbst auf.

Vorteile: Das Risiko für einen erneuten Bruch gilt als gering. Der Patient darf sich bald wieder belasten – bereits nach sieben bis zehn Tagen. Der Arzt platziert das Kunststoffnetz, ohne dass er den Bruch unter Zug zunähen muss. Dem Operierten bleiben dadurch üblicherweise ziehende Schmerzen erspart und er darf sich rasch wieder bewegen.

Nachteile: Die Operation läuft unter Vollnarkose, was zum Beispiel für ältere Menschen problematisch sein kann. Selten verletzt der Chirurg bei diesem Eingriff das Bauchfell, was zu Schmerzen nach der OP führt.

Für wen? Dieses Verfahren empfiehlt sich laut Experten für alle Patienten, bei denen keine Kontraindikationen gegen den Eingriff sprechen. Wer, etwa aus beruflichen Gründen, schnell wieder körperlich belastbar sein muss, der kann sich zum Beispiel für diese OP-Methode entscheiden.

Bruchbänder

Bruchbänder empfehlen Ärzte generell nicht mehr. Ein Bruchband spannt der Betroffene äußerlich um die Leistenregion. Das Band soll den Bruchinhalt in den Leistenkanal drücken. Es hat jedoch einige Nachteile: Der Leistenbruch wird nicht behoben. Zudem schwächt die dauerhafte Anwendung die Bauchwand, was spätere Operationen erschwert.

Dr. Peter Harding ist Arzt für Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie und Visceralchirurgie. Er ist Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie am St. Vinzenz-Hospital Dinslaken und etabliert dort ein neues Hernienzenrum. Seine beruflichen Schwerpunkte: Hernienchirurgie, Minimal-invasive Chirurgie ("Schlüssellochchirurgie"), Tumorerkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Bauchspeicheldrüse.