Harninkontinenz (Blasenschwäche)

Unwillkürlicher Harnverlust kann verschiedene Ursachen haben. Mehr über Symptome, Diagnose und Therapie der Inkontinenz bei Männern und Frauen

aktualisiert am 23.03.2017

Was ist Harninkontinenz?

Harninkontinenz bedeutet, dass es zu einem unwillkürlichen Harnverlust kommt. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich dafür auch der Begriff "Blasenschwäche" oder "schwache Blase" eingebürgert. Diese Bezeichnungen sind jedoch ein wenig irreführend. Denn die Blase ist nicht unbedingt "schuld" an einer Inkontinenz.

Ärzte unterscheiden verschiedene Formen der Harninkontinenz. Die drei häufigsten sind:

1 - Belastungsinkontinenz (früher Stressinkontinenz genannt)
2 - Dranginkontinenz
3 - Mischinkontinenz = Mischform aus 1 und 2.

Es ist wichtig, dass der Arzt herausfindet, um welche Form von Inkontinenz es sich handelt – zum einen, um der Ursache auf die Spur zu kommen, zum anderen, um die individuell passende Therapie zu finden. Und die ist in vielen Fällen erfolgreich.

Toiletten- und Trinkprotokoll

Hilfreich für Diagnose ist meist ein Trink- und Toilettentagebuch (auch Miktionsprotokoll genannt): Darin notiert der Betroffene einige Tage lang, wann er Wasser lassen musste, wie stark der Harndrang war, ob es zu einem unwillkürlichen Harnabgang kam. Außerdem vermerkt er seine Trinkmengen. Hier finden Sie ein Beispiel zum Herunterladen:

Inkontinenz ist ein sehr intimes und unangenehmes Problem. Viele Betroffene trauen sich deshalb nicht, in der Sprechstunde davon zu erzählen. Stattdessen leiden sie lieber im Stillen und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen. Sie meiden womöglich Unternehmungen mit Freunden oder geben geliebte Hobbys auf. Manche Menschen glauben auch, es handle sich gar nicht um eine "echte" Krankheit und es gebe ohnehin keine Behandlungsmöglichkeiten. Dabei existiert eine Reihe wirksamer Therapien, etlichen Patienten kann gut geholfen werden. Und Patienten gibt es viele: Allein in Deutschland sind mindestens fünf Millionen Männer und Frauen von Harninkontinenz betroffen. Es muss sich also niemand scheuen, den Arzt um Rat zu fragen.

Fakt ist: Das Risiko für eine Harninkontinenz steigt mit dem Lebensalter. Trotzdem handelt es sich nicht um eine unvermeidliche Alterserscheinung, mit der man sich abzufinden hat. Und auch in jüngeren Jahren kann bereits eine Inkontinenz entstehen, so zum Beispiel häufig nach einer Schwangerschaft und Entbindung, aber auch nach Unfällen oder Operationen.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Belastungsinkontinenz

Bei dieser Form kommt es zu einem unwillkürlichen Urinverlust, sobald sich der Druck im Bauchraum erhöht. Das ist zum Beispiel der Fall bei körperlicher Belastung wie dem Anheben oder Tragen schwerer Gegenstände, ebenso beim Husten, Niesen, Lachen oder Pressen. Der Urinverlust kann dabei sehr gering sein (wenige Tropfen), aber es kann auch zu einem Urinverlust im Strahl kommen. In sehr ausgeprägten Fällen geht Urin schließlich bei jeder Bewegung, schon beim Stehen oder sogar im Liegen ab. Typischer Weise verspürt der Betroffene keinen Harndrang, bevor der Urin ungewollt verloren geht.

Diese Form der Inkontinenz hieß früher auch Stressinkontinenz. Die Bezeichnung ist allerdings missverständlich. Denn das Wort "Stress" bezieht sich in diesem Zusammenhang nur auf körperliche Belastungen, nicht auf seelischen Druck. Mediziner sprechen deshalb heute lieber von Belastungsinkontinenz.

Dranginkontinenz (Urgeinkontinenz)

Betroffene spüren immer wieder einen plötzlichen, übermäßig starken Harndrang, obwohl die Blase noch gar nicht voll ist. Oft schaffen sie es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette. Der Urin geht schwallartig ab. Dieser überfallsartige Harndrang kann sehr häufig, manchmal mehrmals pro Stunde auftreten.

Mischinkontinenz

Symptome der Belastungsinkontinenz treten dabei gemeinsam mit Symptomen der Dranginkontinenz auf.

Überlaufinkontinenz

Bei voller Blase fließen ständig kleine Mengen Urin ab, die Blase "läuft über". Patienten haben das Gefühl, dass es ständig "tröpfelt". Dies tritt immer dann auf, wenn die Blase sich aufgrund eines Hindernisses (z.B. vergrößerte Prostata) oder einer Nervenschädigung nicht mehr richtig entleeren kann und somit die Blase längerfristig übermäßig voll wird. Zusätzlich kann es zu einem permanenten Harndrang kommen.

Reflexinkontinenz

Betroffene spüren nicht mehr genau, wann die Blase gefüllt ist und können auch die Entleerung nicht mehr steuern. Die Blase entleert sich in unregelmäßigen Abständen von selbst, oft aber nicht vollständig. Ursache hierfür sind Störungen im Bereich der Nerven, die die Blase steuern. Dies kann im Rahmen einer Querschnittslähmung, aber auch bei Parkinson-Krankheit, Multipler Sklerose, Schlaganfall, Alzheimer-Krankheit oder einer anderen Demenzerkrankung der Fall sein.

Extraurethrale Inkontinenz

Es geht ständig Urin verloren, doch die eigentliche Ursache liegt außerhalb der Harnwege (extraurethral). Zum Beispiel kann eine Fistel vorliegen. Dabei handelt es sich um ein neu entstandenes, also "unnatürliches" Verbindungskanälchen, das zum Beispiel von der Blase in die Scheide oder in den Darm führt. Über diese Fistel geht dann ständig Urin verloren, ohne dass der Patient Einfluss darauf nehmen kann.

Enuresis = nächtliches Einnässen

Bis zum vierten Lebensjahr haben die meisten Kinder gelernt, nachts nicht mehr ins Bett zu machen. Sind die Nächte bei älteren Kindern noch nicht "trocken", sollte vorsichtshalber der Arzt um Rat gefragt werden. Es kann zum Beispiel ausschließen, dass eine Fehlbildung der Harnwege vorliegt. Oft handelt es sich jedoch nur um eine harmlose Entwicklungsverzögerung, die – falls erforderlich – auch gut behandelt werden kann.

Die Harnblase muss zwei Funktionen erfüllen:

1)    Erstens muss sie den Urin über längere Zeit speichern. In dieser Phase ist der Blasenmuskel (der Detrusor) entspannt, der gemeinsam mit Bindegewebe die Blasenwand bildet. Die Blase kann sich also ungehindert ausdehnen und füllen. Damit der Urin nicht gleich wieder über die Harnröhre abfließt, ist der Schließmuskel (Sphinkter) angespannt. Er dichtet die Harnblase ab.

2)    Zweitens muss die Blase ihren Inhalt zum gewünschten Zeitpunkt entleeren. Dafür zieht sich der Blasenmuskel zusammen, während der Schließmuskel mit der Beckenbodenmuskulatur erschlafft. Der Urin kann nun durch die Harnröhre abfließen.

Damit die Blasenkontrolle reibungslos funktioniert, müssen Zentren in Gehirn und Rückenmark, beteiligte Muskeln und Nerven intakt sein und sinnvoll zusammenarbeiten. Zahlreiche Ursachen können das fein aufeinander abgestimmte System stören.

Ursachen bei Belastungsinkontinenz

Hinter dieser Inkontinenzform steckt oft eine Schwächung des Beckenbodens.

Der Beckenboden – was ist das?
Der Beckenboden besteht aus Muskeln und Bindegewebe. Er bildet die untere Begrenzung des Beckens zwischen Schambein, Steißbein und den beiden seitlichen Sitzbeinhöckern. Die Muskeln und Bänder des Beckenbodens halten die Beckenorgane in Position und stützen den Blasenschließmuskel.

Belastungsinkontinenz bei Frauen

Frauen sind wesentlich häufiger von Belastungsinkontinenz betroffen als Männer, denn Frauen haben ein breiteres Becken und vergleichsweise schwächere Beckenbodenmuskeln. Zudem gibt es im weiblichen Beckenboden bekanntermaßen drei Durchtrittsstellen (für Harnröhre, Scheide und Enddarm), wo Männer nur zwei haben. Die Öffnungen stellen "natürliche Schwachstellen" im Beckenboden dar.

Dazu kommt, dass Schwangerschaften und Entbindungen den Beckenboden zusätzlich fordern. Bereits in den letzten Schwangerschaftsmonaten kann es zur Belastungsinkontinenz kommen. Sie gibt sich meistens nach der Geburt des Kindes wieder. Auch eine sogenannte postpartale Harninkontinenz (eine Inkontinenz direkt nach der Entbindung) ist keine Seltenheit. Auch sie verschwindet in vielen Fällen innerhalb der nächsten zwölf Monate. Mit individuell geeignetem Beckenbodentraining können und sollten Frauen vorbeugen und die Heilung unterstützen (siehe Kapitel "Therapie").

Auch Verletzungen oder Operationen im Becken können das Gewebe des Beckenbodens strapazieren und schwächen. Die Bänder "leiern aus", das Bindegewebe gibt nach. Letzteres kann auch durch hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren (mit-)verursacht sein. Eine gewisse Veranlagung für ein "schwaches Bindegewebe" wird manchmal bereits in die Wiege gelegt. In der Folge verschiebt sich das Gefüge des Beckenbogens, Beckenorgane können nach "unten", also Richtung Damm, absinken.

Bei Operationen, Unfällen oder Geburten kann es außerdem zu Nervenverletzungen oder –reizungen im Becken kommen. Dann erhalten die Muskeln des Beckenbodens unter Umständen nicht mehr die richtigen Signale oder werden zu spät aktiviert. Sie arbeiten nicht mehr koordiniert.

All diese Veränderungen können dazu führen, dass der Blasenschließmuskel nicht mehr ausreichend gestützt wird und der Verschluss der Harnröhre nicht mehr zuverlässig funktioniert. Erhöht sich dann der Druck im Bauchraum (beim Husten, Tragen, Lachen), kann ungewollt Urin abfließen.

Chronischer Husten ("Raucherhusten", COPD) ist ein Risikofaktor für eine Belastungsinkontinenz, da der Beckenboden dann ständig Druckspitzen aushalten muss.  Ebenso steigt die Gefahr durch häufiges Pressen bei chronischer Verstopfung. Übergewicht lastet nicht nur schwer auf Knie und Hüfte, sondern auch auf dem Beckenboden. Anstrengende körperliche Belastungen (zum Beispiel ständiges schweres Heben im Beruf) können auf Dauer ein Risiko darstellen. Umgekehrt scheint zu wenig Bewegung aber ebenfalls ungünstig zu sein, da der Beckenboden dann nicht gut trainiert ist. Sportarten wie Walking, Radfahren, Joggen oder Yoga, oder gezieltes Beckenbodentraining (siehe Kapitel "Therapie") helfen, die Muskeln des Beckenbodens vorbeugend zu stärken.

Belastungsinkontinenz bei Männern

Bei Männern entsteht eine Belastungsinkontinenz vor allem durch Verletzungen oder chirurgische Eingriffe im Beckenraum – wie Operationen der Prostata, zum Beispiel bei Prostatakrebs. Solche Therapien haben sich zwar bewährt und werden deshalb immer häufiger und nur aus gutem Grund angewandt. Allerdings muss ein Teil der Männer damit rechnen, dass sich anschließend eine Inkontinenz einstellt. Wie hoch das Risiko ist, hängt vom individuellen Krankheitsfall und dem Alter des Patienten ab. Auch die Erfahrung des Operateurs spielt eine große Rolle. Doch selbst bei optimalen Bedingungen ist das Inkontinenz-Risiko nicht gleich null. Betroffene sollten sich am besten im Vorfeld des Eingriffs ausführlich bei den Ärzten zu diesem Problem informieren. Oft bessert sich die Inkontinenz innerhalb der ersten 12 Monate nach erfolgter Operation. In einigen Fällen bleibt sie aber dauerhaft bestehen.

Nicht immer scheinen dann versehentliche Verletzungen von Muskeln oder Nerven schuld zu sein. Wird die Prostata – zum Beispiel wegen einer Krebserkrankung – komplett entfernt, dann kann es zu einer Absenkung des eigentlich intakten Schließmuskels kommen, der aufgrund der veränderten Lageposition seine vollständige Kraft nicht mehr entfalten kann.

Ursachen bei Dranginkontinenz (Urgeinkontinenz)

Bei der Dranginkontinenz kann die Blase den Urin nicht mehr ausreichend  speichern. Schon bei geringer Blasenfüllung wird fälschlicherweise das Signal "Blase voll" gegeben. Die Folge ist ein plötzlicher, kaum unterdrückbarer Harndrang (Urgency), der zu unfreiwilligem Harnabgang führen kann (Dranginkontinenz). Die Blase wird in diesen Fällen als "überaktiv" (englisch: overactive bladder, OAB) bezeichnet. Männer leiden dabei öfter an einer Urgency ohne Urinverlust (auch dry OAB genannt) und  Frauen an einer Urgency mit Urinverlust (Dranginkontinenz oder wet OAB). Insgesamt wird die Dranginkontinenz mit zunehmenden Alter häufiger.

Verschiedene Ursachen kommen für eine Dranginkontinenz infrage: Nervenschäden oder -reizungen, beispielsweise nach Operationen, neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson- und Alzheimer-Krankheit, manche Krankheiten wie ein nicht ausreichend behandelter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder ständige Reizungen der Blase, zum Beispiel durch Blasensteine oder Harnwegsinfekte. Auch kann ein Abflusshindernis am Blasenausgang, zum Beispiel eine vergrößerte Prostata oder eine Harnröhrenverengung, schuld sein. Psychosomatische Faktoren scheinen ebenfalls eine Rolle zu spielen. In vielen Fällen kann aber die Ursache nicht gefunden werden.

Ursachen bei Überlaufinkontinenz

Die Blase kann sich aufgrund eines Hindernisses (z.B. vergrößerte Prostata, Gebärmuttersenkung, Myome) oder einer Nervenschädigung nicht mehr richtig entleeren und ist längerfristig übermäßig voll. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem permanenten Tröpfeln von Urin, wie bei einem undichten Wasserhahn.

Reflexinkontinenz

Nervenschäden an Gehirn oder Rückenmark (durch Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Schlaganfall, Parkinson- und Alzheimer-Krankheit oder anderen Formen von Demenz, oder eine Querschnittslähmung nach einem Unfall) führen dazu, dass die Blasenentleerung nicht mehr willentlich gesteuert werden kann, sondern "reflexartig" geschieht. Oft funktioniert dabei die Zusammenarbeit der beteiligten Muskeln nicht mehr optimal, so dass immer etwas Restharn in der Blase zurückbleibt.

Achtung, Medikamente

Verschiedene Arzneien können eine Inkontinenz fördern. Beispielsweise stimulieren manche Mittel – wie Betarezeptorenblocker gegen hohen Blutdruck oder Cholinesterase-Hemmer gegen Alzheimer-Krankheit – den Blasenmuskel, so dass eine Dranginkontinenz entstehen oder verstärkt werden kann. Diuretika ("wassertreibende" Medikamente) verschlechtern eine Inkontinenz eventuell, da sie den Körper veranlassen, mehr Flüssigkeit auszuscheiden. Ob es sich bei unfreiwilligem Urinabgang um eine Medikamenten-Nebenwirkungen handeln könnte, sollte mit dem Arzt besprochen werden. Möglicherweise kann er ein geeigneteres Präparat verschreiben. (Achtung: Wirkstoffe nicht eigenmächtig absetzen!)

Zu selten – zu oft?

Manchmal hat eine Inkontinenz auch mit dem eigenen Verhalten zu tun: Wer zu häufig oder zu selten zur Toilette geht, tut seiner Blase nichts Gutes. Im ersten Fall kann sich die Blase an die kleinen Urinmengen "gewöhnen", so dass sie irgendwann nicht mehr in der Lage ist, größere Mengen zu speichern. Im zweiten Fall wird die Blasenmuskulatur ständig überdehnt, was ihre Funktion stören kann.

Nicht zuletzt gibt es offenbar auch eine gewisse familiäre Veranlagung, die das Risiko für eine Inkontinenz erhöht.

Im Gespräch erkundigt sich der Arzt vor allem nach den genauen Beschwerden und der Krankengeschichte. Dazu gehört die Frage, wie häufig der Patient Wasser lassen muss, ob die Urinmengen sehr klein oder sehr groß sind, ob sich der Harnstrahl verändert hat, ob Schmerzen auftreten oder ob sich nach dem Wasserlassen das Gefühl einstellt, die Blase sei nicht vollständig entleert.

Von Interesse ist auch, bei welchen Gelegenheiten der unfreiwillige Urinabgang vorkommt – beispielsweise beim Husten oder Lachen. Oft ergibt sich daraus bereits der Verdacht auf eine bestimmte Form der Inkontinenz und die möglichen Auslöser. Wichtig ist auch die Frage, welche Medikamente eingenommen werden. Denn manche Arzneien können als Nebenwirkung eine Inkontinenz fördern. Der Arzt erkundigt sich außerdem nach Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Parkinson-Krankheit, nach vorangegangenen Operationen, Schwangerschaften und Entbindungen. Alle diese Faktoren können einen Einfluss auf die Blasenfunktion haben.

Standardisierte Fragebögen tragen dazu bei, das Ausmaß der Beschwerden möglichst objektiv einzuschätzen.

Hilfreich für Diagnose ist ein Trink- und Blasentagebuch, ein sogenanntes Miktionsprotokoll (Miktion = Blasenentleerung): Darin notiert der Patient – zunächst etwa zwei bis drei Tage lang – wann und wie viel er Wasser lassen musste, wie stark der Harndrang vor dem Toilettengang war, und ob es zu einem unwillkürlichen Harnabgang kam. Außerdem vermerkt er, wann und wie viel er getrunken hat und eventuell auch, wie viele Vorlagen er benützen musste. Ein solches Tagebuch bildet gleichzeitig die Basis für ein "Toilettentraining" (siehe Kapitel "Therapie").

Die körperliche Untersuchung schließt üblicherweise eine Untersuchung der äußeren Genitalien und des Enddarms mit ein. So ergeben sich eventuell schon Hinweise auf bestimmte Ursachen wie Fisteln (neu entstandene, "unnatürliche" Verbindungsgänge, zum Beispiel zwischen Blase und Darm). Der Arzt kann den Spannungszustand der Schließmuskeln überprüfen und bei Männern beurteilen, ob eventuell eine Vergrößerung der Prostata schuld an der Inkontinenz sein könnte. Der Arzt wird außerdem die Nervenfunktion testen.

Bei Frauen mit einer überaktiven Blase sollte der Arzt im Rahmen der vaginalen Untersuchung eine Senkung der Blase, der Gebärmutter und des Enddarm ausschließen und beurteilen, ob eventuell ein Hormonmangel der Scheide vorliegt.

Eine Urinuntersuchung mit einem Teststreifen (und gegebenenfalls mit Hilfe des Mikroskops) gehört zur Basisuntersuchung. So lassen sich zum Beispiel Harnwegsinfekte erkennen.

Wichtig ist auch die Restharnmessung mit Ultraschall. Sie klärt, ob die Blase nach dem Wasserlassen völlig entleert ist oder ob Urin darin zurückbleibt.

Bei Verdacht auf eine Belastungsinkontinenz kann der Arzt den Schweregrad bestimmen: Der Stresstest überprüft, wie viel Urin bei erhöhtem Druck im Bauchraum – zum Beispiel beim Husten – abgeht. Der Vorlagen-Wiegetest (Pad-Test) zeigt, wie viel Urin in einem bestimmten Zeitraum verloren wird.

Sind die Beschwerden sehr eindeutig und die Krankengeschichte unkompliziert, bietet sich ein Therapieversuch an. Sollte er nicht erfolgreich sein, oder sollte die Form der Inkontinenz kompliziert und nicht eindeutig zu bestimmen sein, dann spätestens wird der Hausarzt für genauere Untersuchungen an den Spezialisten überweisen. Üblicherweise ist das der Urologe oder Gynäkologe, je nach Fall auch der Neurologe.

Es folgt dann oft eine genaue Ultraschall-Untersuchung der Harnwege. Dabei lassen sich eventuell Harnsteine, Ausstülpungen der Blasenwand oder Tumoren erkennen und die Struktur der Nieren untersuchen.

Urodynamische Untersuchung: Dabei platziert der Arzt spezielle Katheter (dünne, biegsame Röhrchen) in der Blase und im Enddarm. Über den Katheter in der Blase kann dann überprüft werden, ob eine Fehlfunktion der Blase vorliegt. Darüberhinaus kann der Harnfluss und der Restharn (Urin der nach dem Wasserlassen noch in der Blase verbleibt) bestimmt werden.

Beim Miktions-Zystogramm wird die Blase mit Kontrastmittel gefüllt. Dann werden Röntgenaufnahmen während des Wasserlassens angefertigt, um Fehlsteuerungen oder eine Blasensenkung zu erkennen.

Bei der Blasenspiegelung inspiziert der Arzt das Innere der Blase mit einem dünnen optischen Gerät.

Es gibt keine pauschalen Therapieempfehlungen bei Inkontinenz. Die Behandlung muss individuell angepasst werden – an die Ursache, die Art und das Ausmaß der Beschwerden, aber auch an die jeweilige Lebenssituation. Der Arzt sollte über die möglichen Vor- und Nachteile der infrage kommenden Behandlungsmöglichkeiten informieren. Folgende Therapiebausteine können zum Einsatz kommen:

Beckenbodentraining

Vielen Patienten mit Belastungsinkontinenz, aber auch manchen Patienten mit Dranginkontinenz hilft es, ihren Beckenboden zu kräftigen (siehe auch Kapitel "Ursachen"). Das Training sollte unbedingt unter fachkundiger Anleitung erlernt werden, da es sonst womöglich falsch ausgeführt wird und nicht effektiv ist. Geeignete Ansprechpartner sind Physiotherapeuten (idealer Weise mit entsprechender Spezialisierung). Aber auch Fitnessstudios, Sportvereine und Volkshochschulen bieten passende Kurse an. Wichtig ist aber immer eine gute Ausbildung der Therapeuten. Einzeltherapien kann der Arzt eventuell verordnen.

So können Sie Ihren Beckenboden trainieren:

 

Oft fällt es Patienten anfangs schwer, die Beckenbodenmuskeln zu spüren und gezielt zu aktivieren. Hier kann ein Biofeedbacktraining helfen: Eine kleine Sonde wird dabei im Enddarm oder in der Scheide platziert. Sie misst und zeigt an, wie gut es gelingt, genau die gewünschten Muskeln anzuspannen. Eine Elektrostimulation kann diesen Vorgang zusätzlich unterstützen. Das Beckenbodentraining erfordert etwas Geduld und vor allem Ausdauer. Denn es muss regelmäßig und über längere Zeit erfolgen, bis sich eine Besserung einstellt. Viele Übungen lassen sich jedoch problemlos – und für andere unbemerkt – in den Alltag einbauen.

Schwangere sollten sich am besten an ihre Hebamme oder ihren Gynäkologen wenden. Ein individuell passendes Beckenbodentraining sollte nach Möglichkeit schon während der Schwangerschaft begonnen und nach der Geburt fortgeführt werden.

Übrigens: Regelmäßiges Beckenbodentraining kann auch helfen, einer Inkontinenz vorzubeugen.

Gewichtsabnahme

Übergewicht wirkt sich in vielerlei Hinsicht ungünstig auf die Gesundheit aus. Nicht zuletzt erhöht es das Risiko für eine Inkontienz. Wer auf gesunde Weise – also langsam, mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung – Pfunde abbaut, kann erreichen, dass sich die Symptome der Inkontinenz bessern.

Verhaltensänderung

In manchen Fällen bewährt sich ein Blasentraining. Das Miktionsprotokoll (siehe auch Kapitel "Diagnose") bildet die Basis für ein "Toilettentraining" mit sinnvoll angepassten Trinkmengen, einer geeigneten Getränkeauswahl und festen "Toilettenzeiten". Zusätzlich lernen Betroffene kleine Tricks, mit deren Hilfe sich ein starker Harndrang mildern und das Wasserlassen hinauszögern lässt. Wichtig: Die geeigneten Maßnahmen sollten mit dem behandelnden Arzt besprochen und nicht in "Eigenregie" geplant werden. So hilft es zum Beispiel nicht, wenn Patienten versuchen, möglichst wenig zu trinken – im Gegenteil. Erhält der Organismus zu wenig Flüssigkeit, können daraus zusätzliche Probleme entstehen.

Bei der Ernährung können Patienten versuchen, Stoffe zu meiden, die die Blase reizen könnten – zum Beispiel scharfe Gewürze oder Kaffee. Auf Nikotin sollte verzichtet und für eine geregelte Verdauung gesorgt werden.

Hat eine Dranginkontinenz seelische (Mit-)Auslöser, helfen eventuell Entspannungsverfahren wie autogenes Training.

Ungünstige Faktoren wie anhaltender Husten, schweres Tragen, wiederkehrende Harnwegsinfekte sollten – wenn machbar – durch eine Verhaltensänderung oder entsprechende Therapie beseitigt werden.

Medikamente

Manche Medikamente können als unerwünschte Nebenwirkung eine Inkontinenz verschlechtern oder sogar hervorrufen. In diesem Fall kann der Arzt eventuell ein geeigneteres Präparat auswählen. Achtung: Medikamente nicht eigenmächtig absetzen! Verschiedene Arzneien können die Symptome der Inkontinenz jedoch auch bessern:

Für Frauen steht ein Medikament mit dem Wirkstoff Duloxetin zur Behandlung der Belastungsinkontinenz zur Verfügung. Es handelt sich um einen Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer. Allerdings kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, zum Beispiel Übelkeit und Schwindel. Das Medikament sollte daher einschleichend (langsame Dosissteigerung) dosiert werden.

Bei Dranginkontinenz haben sich Anticholinergika bewährt. Sie dämpfen die Aktivität der Blasenmuskulatur. Bis sich eine Wirkung einstellt, kann es einige Wochen dauern. Daher wird empfohlen diese Medikamente mindestens über vier bis sechs Wochen einzunehmen, um ihre Wirkung bei dem einzelnen Patienten abschätzen zu können. Allerdings können auch diese Arzneien unerwünschte Nebenwirkungen verursachen wie Mundtrockenheit, Sehstörungen, Übelkeit, Herzrasen oder Verstopfung. Eine bestimmte Form des Grünen Stars und bestimmte Herzrhythmusstörungen können gegen die Einnahme sprechen.

Bei nicht ausreichender Wirkung oder bei Auftreten von Nebenwirkungen wird eine Dosissteigerung oder ein Wechsel des Anticholinergikums empfohlen.

Seit 1. Juni 2014 ist in Deutschland zusätzlich der Wirkstoff Mirabegron zur Therapie der überaktiven Blase erhältlich – ein sogenannter Beta-3-Adrenozeptoragonist. Mirabegron kann bei nicht ausreichender Wirkung von Anticholinergika beziehungsweise bei Nebenwirkungen unter Anticholinergika und auch als Erstmedikation eingesetzt werden. Der maximale Wirkeintritt wird innerhalb von 12 Wochen erreicht und die Nebenwirkungen sind gering. Vor allem ein trockener Mund und Verstopfung, die typisch für Anticholinergika sind und häufig zu einem Therapieabbruch führen, sollen unter Mirabegron seltener auftreten. Neben der alleinigen Gabe von Mirabegron ist auch eine Kombination mit einem Anticholinergikum möglich um die Wirkung zu erhöhen.

Beim Vorliegen eines Östrogenmangels der Scheide kann eine lokale (örtliche) Hormontherapie (Scheidenzäpfchen oder Scheidencreme) sinnvoll sein.

Zeigt bei einer überaktiven Blase (OAB) die Therapie mit Medikamenten keine Wirkung, wird eine Behandlung mit Botulinumtoxin empfohlen. Es wird direkt in den Blasenmuskel gespritzt. Die Anwendung von Botulinumtoxin bei nicht-neurologischen Ursachen einer überaktiven Blase ist seit Januar 2013 zugelassen. Die Wirkdauer von Botulinumtoxin beträgt durchschnittlich sechs bis neun Monate. Bei nachlassender Wirkung erfolgt daher eine erneute Behandlung.

Operationen

Bevor ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen wird, sollten alle nicht-operativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sein.

Besteht ein Abflusshindernis, sollte es nach Möglichkeit beseitigt werden: So sollte eine vergrößerte Prostata behandelt werden. Eine Fistel (siehe Kapitel "Ursachen") sollte verschlossen werden.

Operationen bei Männern

Der über die letzten Jahrzehnte etablierte Standard zur Therapie der Belastungsinkontinenz bei Männern ist der künstliche Schließmuskel. Hierbei wird eine Manschette um die Harnröhre gelegt, die mit Flüssigkeit gefüllt ist und die Harnröhre durch Druck von außen verschließt. Über eine Pumpe im Hodensack wird bei Bedarf Flüssigkeit aus der Manschette in einen Speicher-Ballon gepumpt. Der Urin kann dann durch Harnröhre abfließen. Die Flüssigkeit läuft anschließend von selbst wieder aus dem Ballon in die Manschette zurück. Die Harnröhre ist wieder "dicht".

Hierbei handelt es sich um ein ausgereiftes und langjährig erprobtes System mit dauerhaft hohen Kontinenzraten von bis zu 90 Prozent in Langzeit-Untersuchungen. Allerdings sind mit diesem System hohe Kosten, Materialverschleiß mit notwendigem Materialaustausch (durchschnittlich alle acht bis zehn Jahre), mechanische Komplikationen, ein Infektionsrisiko, das Risiko einer Harnröhren-Arrosion oder Harnröhren-Atrophie (Schrumpfung der Harnröhre) verbunden.

Das Alter des Patienten sollte bei der Wahl der Therapieoption heute keine Rolle mehr spielen. Keine Studie konnte bei alten Patienten schlechtere Ergebnisse im Gegensatz zu jüngeren Patienten zeigen. Allerdings muss der Patient vor allem beim Einsatz des künstlichen Schließmuskels geistig und körperlich in der Lage sein, das System zu bedienen.

Daher wurden zur operativen Therapie der Belastungsinkontinenz des Mannes in den letzten Jahren zahlreiche minimal-invasive Verfahren entwickelt. Diese Systeme sind teilweise adjustierbar, also nach dem Eingriff noch auf die individuelle Situation anpasspar, und teilweise nicht-adjustierbar. Sie basieren auf dem gleichen Prinzip: Die Harnröhre wird durch ein Implantat soweit komprimiert (zusammengedrückt), dass der Urin nicht mehr unwillkürlich fließt, aber trotzdem noch ein Wasserlassen möglich ist.

Eine Alternative zum künstlichen Schließmuskel bei schlechter Restfunktion des eigenen Schließmuskels stellen die sogenannten adjustierbaren Schlingen dar. Mit diesen Schlingen wird eine Erhöhung des Harnröhren-Widerstandes hervorgerufen und somit die Kontinenz wieder hergestellt. Bei nicht ausreichendem Widerstand kann jederzeit im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs der Widerstand erhöht werden (=Adjustierung).

Im Gegensatz dazu kann mit einer funktionellen Schlinge eine Korrektur des durch eine Prostataoperation in seiner Lage verschobenen Schließmuskelsystems erreicht werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass es bei zahlreichen Patienten während der Prostataentfernung nicht zu einer direkten Verletzung des Schließmuskels kommt, sondern durch die Entfernung der Prostata eine Lockerung der Haltestrukturen des Schließmuskels und somit eine Senkung der hinteren Harnröhre (Urethra) erfolgt. Im Anschluss kann der Schließmuskel nicht mehr seine komplette Kraft aufbringen, die notwendig ist um die Harnröhre zu verschließen. Durch die Rückverlagerung des Schließmuskelsystems kann die Kontinenz wiedererlangt werden. Für den Erfolg dieser Methode ist es allerdings nötig, dass der Schließmuskel noch eine gute Restfunktion hat und nicht völlig zerstört ist. Ob das der Fall ist, kann ein Urologe mittels einer Spiegelung der Harnröhre leicht untersuchen.

Operationen bei Frauen

Die Schlingen-Operation hat sich bei Frauen mit Belastungsinkontinenz bewährt (z.B. Tension free Vaginal Tape, kurz TVT oder Trans-Obturator-Tape, kurz TOT). Voraussetzung ist, dass der Blasenschließmuskel noch ausreichend gut funktioniert. Der Arzt setzt unter der Harnröhre ein Kunststoffband (eine Polypropylene) ein, das die Harnröhre stützt und den Blasenverschluss dadurch verbessert. Der Eingriff ist minimal-invasiv, also wenig eingreifend und kann sogar teilweise unter örtlicher Betäubung erfolgen. Trotzdem können auch hier Komplikationen vorkommen, zum Beispiel Blutungen, Verletzungen oder Blasenentleerungsstörungen (vor allem eine Restharnbildung).

Eine Umspritzung der Harnröhre mit Kollagen oder Silikon kann in ausgewählten Fällen die Harnröhre stabilisieren und die Symptome lindern. Allerdings hilft das Verfahren oft nur sehr kurzfristig und Komplikationen wie Abszesse und Vernarbungen an der Harnröhre können auftreten.

Als letzte Möglichkeit kann auch bei Frauen ein künstlicher Schließmuskel eingesetzt werden (siehe Operationen bei Männern), wobei die Pumpe dann in die Schamlippe eingesetzt wird.

Nervenstimulation

Ein implantierter "Blasenschrittmacher" kann dafür genutzt werden, eine überaktive Blase zu beruhigen oder eine Blase zu stimulieren, die sich nicht mehr aus eigener Kraft entleeren kann, obwohl kein Abflusshindernis besteht. Allerdings sollte dieses Verfahren nur an spezialisierten Zentren in ausgewählten Einzelfällen erfolgen. Für diese sogenannte sakrale Neuromodulation werden Stimulationselektroden in die Öffnungen des Kreuzbeins eingeführt. Im Rahmen einer Teststimulationsphase wird der Effekt getestet und bei Erfolg der permanente Neurostimulator eingepflanzt.

Hilfsmittel

Es gibt eine große Auswahl an speziellen Inkontinenz-Hilfsmitteln wie Vorlagen in verschiedenen Saugstärken für Männer und Frauen, Einmalschlüpfer mit enthaltener Vorlage oder Inkontinenzslips. Das Kondom-Urinal ist eine Art Kondom, über das der Urin in einen Beutel geleitet wird, der zum Beispiel am Bein getragen wird.

Patienten sollten sich – zum Beispiel in der Apotheke – beraten lassen, welches Produkt am besten für sie geeignet ist. Ab einem gewissen Schweregrad können Hilfsmittel auch verordnet werden. Krankenkassen dürfen allerdings bestimmen, ob Hilfsmittel von einem ganz bestimmten Hersteller zu beziehen sind.

Mit normalen Monatsbinden sollten sich Betroffene lieber nicht behelfen, denn sie sind nicht für das Problem Inkontinenz konstruiert. So speichern sie meist nicht genug Flüssigkeit, halten die Haut nicht ausreichend trocken und können auch Geruch nicht so zuverlässig binden.

Bei einer Reflexinkontinenz kann es nötig sein, dass Patienten lernen, den (Rest-)- Harn regelmäßig über einen Katheter abzuleiten (intermittierender Selbstkatheterismus).

Für Männer mit Belastungsharninkontinenz kann unter Umständen die sogenannte Penisklemme eine Option sein – zum Beispiel, um einige Stunden zu überbrücken, etwa für einen Theaterbesuch. Es gibt verschiedene Modelle. Sie sollen die Harnröhre durch Druck von außen abdichten. Manche Männer stufen die Penisklemme als hilfreich ein, andere empfinden sie als unangenehm drückend oder sogar schmerzhaft. Ob sie im individuellen Fall geeignet erscheint, welche Kosten entstehen und was es gegebenenfalls zu beachten gibt, sollten Betroffene am besten mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Privat-Dozentin Dr. med. Ricarda M. Bauer ist Fachärztin für Urologie. Sie ist als Oberärztin in der Urologischen Klinik der Ludwig-Maximilian-Universität in München tätig. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Diagnostik und Therapie von chronischen Harnwegsinfektionen und der Harninkontinenz bei Mann und Frau. Sie ist Leiterin der Inkontinenzsprechstunde an der urologischen Klinik der LMU München.