Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – Überblick

Der Netzhautschaden bei Makuladegeneration führt zu starker Sehbehinderung bis Erblindung. Rechtzeitige Behandlung kann dies aufhalten. Mehr zu Ursachen, Diagnose, Therapie

aktualisiert am 30.08.2017

Zusammenfassung: Makuladegeneration

  • Die altersbedingte Makuladegeneration (auch altersbezogene oder altersabhängige Makuladegeneration, kurz: AMD) ist die Hauptursache schwerer Sehbehinderung bei Menschen über 60 Jahren in der westlichen Welt. Dabei gehen Sehzellen in der Netzhautmitte, die scharfes und farbiges Sehen vermitteln, zugrunde.
  • Erstes Anzeichen ist verschwommenes oder verzerrtes Sehen. Im Spätstadium zeigt sich in der Mitte des Gesichtsfeldes nur noch ein dunkler Fleck, lediglich in den Randbereichen ist das Sehen noch erhalten. Dadurch ist zwar eine räumliche Orientierung noch möglich. Gesichter erkennen, Zahlen und Buchstaben entziffern, das wird jedoch mit der Zeit unmöglich.
  • Es gibt somit frühe und späte Formen der Makuladegeneration. Zu Letzteren gehört auch die feuchte Form. Sie betrifft etwa zehn bis 15 Prozent der Fälle und mehrheitlich die von starker Sehbehinderung betroffenen Patienten. Eine Vorbeugung und Heilung der AMD gibt es derzeit nicht. Rechtzeitig erkannt, lässt sich die feuchte Makuladegeneration durch spezielle Medikamente verlangsamen oder stoppen und der Sehverlust aufhalten.

Risikofaktoren und Warnzeichen, die der Augenarzt sieht

Zu den Hauptrisikofaktoren für die altersbedingte Makuladegeneration zählen nach derzeitigem Kenntnisstand Rauchen, Belastung der Augen durch Licht, insbesondere UV-Strahlung, sowie Bluthochdruck. Eine besondere Rolle spielt die Veranlagung (Gene). Mit dem Alter, meist nach dem 60. Lebensjahr, nimmt die Erkrankung sprunghaft zu. Da die Lebenserwartung von Frauen höher ist als von Männern, sind Frauen häufiger von der AMD betroffen.

Die feuchte Form der Makuladegeneration (siehe Abschnitte "Zusammenfassung" oben und "Hintergrund" unten) geht aus der sogenannten trockenen Form hervor. Netzhautveränderungen wie große, weiche Drusen oder sogenannte Pigmentepithelverschiebungen unter der Netzhaut sind mögliche Warnzeichen, die der Augenarzt feststellen kann. Daher sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen nach Diagnosestellung wichtig, um den richtigen Zeitpunkt für die Behandlung zu erfassen.

Symptome bei Makuladegeneration: Blickzentrum verschwommen, verzerrt oder dunkler Fleck

Die Makuladegeneration (AMD) ist schmerzlos. Am häufigsten tritt die trockene Makuladegeneration auf (etwa 85 Prozent der Fälle). Die damit verbundene Sehstörung entwickelt sich langsam und ist erst im fortgeschrittenen Stadium nachhaltig spürbar. Da die Sehschärfe im Zentrum des Blickfeldes allmählich abnimmt, sind als Erstes das Lesen und andere Arbeiten erschwert.

Die seltenere feuchte Makuladegeneration (exsudative Form, etwa zehn bis 15 Prozent) ist schwerwiegender: Sie führt schneller zu einem Verlust des zentralen Sehens und behindert damit die Betroffenen erheblich. Wichtigstes Anzeichen der feuchten AMD ist, dass gerade Linien verbogen erscheinen. Das Sehen ist verzerrt.

Im fortgeschrittenen Stadium der Makuladegeneration zeigt sich das zentrale Gesichtsfeld als dunkler Fleck; nur der äußere Bereich bleibt erhalten.

Hintergrund

Im Alter können sich mit den Jahren kleine, weißliche oder gelbe Ablagerungen unter der Netzhaut entwickeln, sogenannte Drusen. In der Pigmentepithelschicht, die unter der Netzhaut liegt, kommt es in der Folge oft zu verschiedenen Störungen. Schließlich dünnt die Pigmentschicht aus (siehe oben, Abschnitt: "Risikofaktoren und Warnzeichen": Pigmentepithelverschiebungen). Auch die Gefäßschicht darunter bildet sich zurück. Im späten Stadium gehen Sehzellen zugrunde (sogenannte geografische Atrophie bei trockener Makuladegeneration).

Außerdem können unter der Makula neue, jedoch weniger stabile Gefäße wachsen, die zum Austritt von Blutflüssigkeit, zu Schwellungen und Abhebungen führen. Dann hat sich eine feuchte Form der Makuladegeneration entwickelt. Sehzellen sterben ab, und es kommt zu Vernarbungen. Sowohl die Atrophie bei der trockenen AMD als auch die feuchte AMD sind fortgeschrittene Stadien der Augenkrankheit.

Früherkennung der Makuladegeneration

Augenärzte empfehlen entsprechende Kontrollen ab 60 Jahren. Eine gute Möglichkeit, die Augen von Zeit zu Zeit selbst zu überprüfen, ist der Amsler-Gitter-Test. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel "Makuladegeneration: Früherkennung" (mit einer Testvorlage zum Ausdrucken) und im Kapitel "Makuladegeneration: Diagnose". Um außerdem einen möglichen grünen Star (Glaukom) rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, sollte man jedoch schon ab 40 Jahren regelmäßig zum Augenarzt gehen.

Makuladegeneration: Verlauf und Therapie

Die trockene AMD kommt manchmal spontan zum Stillstand. Die Betroffenen können dann mit optischen oder elektronischen Sehhilfen eventuell noch längere Zeit lesen. Das Fortschreiten der trockenen Form lässt sich mit einem hochdosierten Vitamin-Spurenelement-Gemisch (siehe Kapitel "Makuladegeneration: Therapie") etwas verzögern. Eine Heilung versprechende Behandlung gibt es nicht.

Die feuchte AMD kann vorrangig durch Eingeben (Spritzen) bestimmter Medikamente – sogenannter VEGF-Antagonisten – ins Augeninnere behandelt werden. Die Medikamente können das Gefäßwachstum hemmen und den Sehverlust aufhalten oder verlangsamen.

Tipps für den Alltag

Regelmäßige körperliche Bewegung und ausgewogene gesunde Ernährung sind immer empfehlenswert. Favoriten hier: viel Obst und grünblättriges Gemüse – die besten natürlichen Quellen zellschützender Antioxidanzien. Darunter sind Carotinoide wie Lutein und Zeaxanthin, Verwandte des Beta-Carotins. Diese Stoffe finden finden sich auch als Pigmente in der Makula, wo sie für den Stoffwechsel von Bedeutung sind. Rauchverzicht sowie gute Gewichtskontrolle und normale Blutdruckwerte gehören ebenfalls zu den empfohlenen Strategien. Mehr dazu im Kapitel "Makuladegeneration: Tipps für gesunde Augen".

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unseren Experten ist leider nicht möglich.

Besonders die hochempfindliche Netzhautmitte nimmt Schaden

Die Makula (Makula lutea oder "gelber Fleck") ist die Stelle des schärfsten Sehens in der Mitte der Netzhaut. Hier liegen in hoher Dichte als "Zapfen" bezeichnete Fotorezeptoren (Sehzellen) vor. Sie vermitteln das scharfe Sehen – von Gesichtern, Gegenständen und Farben, von kontrastreichen Bildern und feinsten Details, etwa Buchstaben oder Ziffern einer Uhr. Außerhalb der Makula überwiegen Sinneszellen vom Typ der "Stäbchen". Die "Stäbchen" arbeiten in der Dämmerung, nehmen Hell-Dunkel-Kontraste, Umrisse und Bewegtes wahr und helfen bei der Orientierung im Dunkeln.

Da sie von der Degeneration nicht betroffen sind, bleibt selbst bei ausgeprägtem Sehverlust ein Rest von peripherer Sehleistung erhalten. Die Patienten können sich, obgleich gesetzlich blind, erstaunlich gut im Raum bewegen, insbesondere in der ihnen vertrauten Umgebung. Zum Beispiel bereitet Einkaufen gehen in der Regel keine Schwierigkeiten, das Bezahlen an der Kasse oder das Erkennen von Gesichtern ist jedoch ein großes Problem (siehe Kapitel "Makuladegeneration: Symptome").

Veranlagung führt zu Störungen in der Netzhaut

Die Makuladegeneration geht von der Pigmentschicht der Netzhaut (retinales Pigmentepithel) aus. Dieses Gewebe ist in die fotochemischen Prozesse beim Sehvorgang eingebunden, also in die chemischen Reaktionen, die durch das Licht ausgelöst werden. Dabei fallen zahlreiche Stoffwechselprodukte an, die von der Pigmentschicht verarbeitet und entsorgt werden müssen. Offenbar bewältigt das Gewebe im höheren Alter seine Aufgaben nicht mehr richtig.

Wie sich zeigte, spielen hier Gendefekte eine Rolle. Einer davon führt dazu, dass ein Funktionseiweiß fehlt, das für die Lichtrezeptoren bedeutsam ist. In der Folge kommt es in der Pigmentschicht der Netzhaut zur Ablagerung kleiner weißlich-gelber Partikel, den Drusen. Deren genaue Beziehung zur Makuladegeneration ist jedoch unklar. Weitere Gene, die bei Entzündungen und dem Transport von Cholesterin eine Rolle spielen, sind ebenfalls von Bedeutung.

Drusen bei der trockenen Form der Makuladegeneration

Bei Menschen im Alter über 60 Jahren findet der Augenarzt häufiger Drusen. Sie sammeln sich vor allem unter der Makula an. Mit der Zeit können sie zunehmen und die Ernährung der Netzhaut verschlechtern. Sie gelten als Vorläufer der Makuladegeneration (AMD) und als Merkmal der trockenen Form. Drusen allein verursachen meist noch keinen oder nur einen geringen Sehverlust.

Wenn sie jedoch zusammenfließen oder sehr groß werden, ist das Risiko für eine feuchte Makuladegeneration deutlich erhöht. In dem Maße, wie die Pigment- und Gefäßschicht im Makulabereich zugrunde geht, sterben Sehzellen langsam ab. Die Makula wird ausgedünnt, und die Makuladegeneration schreitet fort (geografische Atrophie, fortgeschrittene trockene AMD).

Feuchte Makuladegeneration: Neue, aber weniger stabile Gefäße

Ein bei der Krankheit aktives Eiweiß namens VEGF fördert das Wachstum von Blutgefäßen unter der Makula. Dagegen wirkt die Behandlung mit speziellen Medikamenten (VEGF-Hemmern; siehe Kapitel "Makuladegeneration: Therapie"). Die neuen Gefäße sind ein Versuch des Auges, die Situation hinsichtlich der Durchblutung der Netzhaut zu verbessern.

Da die Gefäße jedoch weniger stabil sind, schaden sie nur. Es tritt leicht Blutflüssigkeit aus, wodurch die Makula anschwillt (Makulaödem). Dann ist das Sehen verzerrt. Sodann kann sich die Pigmentschicht der Netzhaut von der Unterlage abheben und dadurch die Sehzellen schädigen. Im Zuge dessen ist auch ein plötzlicher Sehverlust möglich. Dann tritt im zentralen Sehbereich ein Bildausfall als dunkler Fleck auf – je mehr Sehzellen geschädigt wurden, desto größer ist der Defekt.

Rauchen und Bluthochdruck können die Entwicklung einer AMD fördern. Auch Störungen im Cholesterinstoffwechsel oder Immunreaktionen sollen eine Rolle spielen. Ob starkes Übergewicht (Adipositas) zur Verschlechterung der Erkrankung beiträgt, ist nicht gesichert, wird aber diskutiert. 

Werden die Augen zu oft oder ungeschützt der Sonne und UV-Licht ausgesetzt, so ist das riskant, denn es droht nicht nur eine Schädigung der Makula, sondern auch der Augenlinse (grauer Star). Dies betrifft möglicherweise eher Menschen mit blauen als mit braunen Augen. Blaue Augen haben weniger Pigment als braune; das Pigment wirkt als Schutz für die Netzhaut und Linse.

Wenn ein Familienmitglied an einer altersbedingten Makuladegeneration erkrankt ist, so haben auch erstgradig Verwandte ein erhöhtes Risiko. AMD in der Familie ist also ein maßgeblicher Risikofaktor. Dies scheint mit erblichen Gendefekten zusammenzuhängen, die im Laufe des Lebens zum Tragen kommen. So ist zwischen 65 und 74 Jahren etwa jeder Fünfte und ab 75 Jahren jeder Dritte von einer AMD betroffen, Frauen öfter als Männer. Bei fortgeschrittener Makuladegeneration eines Auges ist auch das andere Auge gefährdet.

Erste Adresse für die Früherkennnung: Der Augenarzt

Der Augenarzt (Ophthalmologe) untersucht die Augen sachgerecht und umfassend, sodass nicht nur eine beginnende Makuladegeneration, sondern auch andere krankhafte Entwicklungen wie zum Beispiel ein grüner Star (Glaukom) rechtzeitig erkannt werden können. Diesbezüglich sollten die Kontrollen allerdings schon in jüngeren Jahren beginnen, nämlich ab 40. Je früher Sie also Ihre Augen von Zeit zu Zeit checken lassen, umso besser.

Auch wenn die Krankenkassen bislang nichts dazu beisteuern: Gute Augen sollten den Preis der ärztlichen Vorsorge, offiziell "Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)" genannt, eigentlich wert sein.

Zum Selbermachen: Amsler-Gitter-Test

Bei der Früherkennungsuntersuchung wird der Augenarzt auch einen Test zur Selbstkontrolle des zentralen Gesichtsfeldes erläutern: den Amsler-Gitter-Test. Es gibt ihn in Form verschiedener Vorlagen bis hin zum Scheckkartenformat. Der Test kann auf eine Makuladegeneration hinweisen, aber er ist natürlich kein Ersatz für ärztliche Kontrollen. Im nachfolgend verlinkten Text finden Sie ein pdf des Tests zum Ausdrucken.

Kurzinfo zum Test:

  • Jedes Auge wird einzeln geprüft, das andere dabei abgedeckt. Halten Sie das Amsler-Gitter in normalem Leseabstand (30 bis 40 Zentimeter) vor das Auge oder betrachten Sie es entsprechend nach Klick auf die Lupe auf dem Bildschirm. Fixieren Sie nun den schwarzen Punkt in der Mitte. Dabei darauf achten, ob in der Umgebung des Punktes alle Linien gerade verlaufen. Wenn Sie verzerrte, verschwommene, unterbrochene oder fehlende Linien oder Verschattungen sehen, sollten Sie unbedingt zum Augenarzt gehen.

Alles, was im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit steht, was wir also fixieren – was Sie gerade lesen! –, wird auf der Makula abgebildet, der Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhautmitte.

Erste Symptome bei trockener AMD

Das häufigste Erstsymptom bei trockener Makuladegeneration ist eine verminderte zentrale Sehschärfe. Das Lesen ist erschwert, die Betroffenen benötigen mehr Licht im Alltag. Am häufigsten sind sie dadurch gestört, dass sie bekannte Menschen, die ihnen auf der Straße begegnen, nicht erkennen. Sie werden von diesen Bekannten dann manches Mal schroff angesprochen, sie hätten sie absichtlich nicht gesehen. Das macht den Patienten oft große Sorgen. Schließlich nehmen manche AMD-Patienten einen dunklen Fleck wahr. Dies weist darauf hin, dass das zentrale Sehvermögen ausgefallen ist.

Hinweise auf eine feuchte AMD

Bei feuchter Makuladegeneration erscheinen gerade Linien wegen der Makulaschwellung (Ödem) verzerrt. Zusätzlich kann auch ein dunkler Fleck in der Mitte des Blickfeldes als Zeichen des zentralen Sehverlusts auftreten.

Schreitet die Makuladegeneration fort, werden Lesen, Schreiben, Handarbeiten und viele andere Alltagsaktivitäten bis hin zum Autofahren zum Problem. Ein aktives, selbstständiges Leben mit sozialen, kulturellen oder sportlichen Aktivitäten ist praktisch nicht mehr möglich.

Daher kann eine AMD bei einem Teil der Betroffenen auch Ängste, Unsicherheit, Pessimismus und schließlich sogar Depressionen auslösen. Zwar mündet die Makuladegeneration nicht in vollständige Erblindung. Doch das restliche Sehvermögen ist bei vielen Menschen so gering, dass sie als blind gelten (funktionelle Blindheit) und Anspruch auf Blindengeld beziehungsweise Blindenhilfe haben. Beide Begriffe meinen dasselbe, werden aber bundesweit uneinheitlich verwendet.

Erstuntersuchung

Die empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen beim Augenarzt dienen zum einen dazu, die Sehschärfe zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Außerdem lassen sich eventuelle Augenbeschwerden oder Sehstörungen richtig einordnen. Natürlich sollten auch bislang unentdeckte Augenerkrankungen – wie die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) – erkannt werden. Dann wird der Augenarzt prüfen, welche Therapie geeignet ist, um das Sehvermögen bestmöglich zu erhalten oder zu verbessern, und diese zügig starten.

Bei der ersten Untersuchung erhebt der Augenarzt normalerweise auch die Krankengeschichte (Anamnese), soweit sie für die Augen wichtig ist. Klagt der Patient über Verzerrtsehen (Metamorphopsie), wird der Amsler-Gitterlinien-Test (siehe nachfolgendes Bild und Vorlage für den Selbsttest im Kapitel "Makuladegeneration – Früherkennung") durchgeführt.

Sehkraft-Check

Ist der Test unauffällig, wird der Augenarzt eine gründliche Prüfung der Sehschärfe vornehmen. Mithilfe von Sehproben-Tafeln geht das recht schnell. Dabei muss man – Auge für Auge separat – schwarze Zahlen oder Buchstaben ablesen, die in verschiedenen Größen auf einem weißen Hintergrund abgebildet sind. Um jedoch die Sehschärfe für die Ferne und die Nähe genau zu ermitteln und die richtigen Korrekturgläser zu bestimmen, setzt der Augenarzt ein spezielles Gerät ein, den Phoropter. Der Patient schaut durch die Okulare des Gerätes und liest Zeichen (Buchstaben oder Zahlen) vor. Sind Zeichen ab einer bestimmten Größe nicht mehr erkennbar, kann der Arzt verschieden starke Korrekturgläser einschwenken, sodass der Patient die Zeichen wieder gut lesen kann. Die Brechwerte dieser Gläser entsprechen dem Korrekturbedarf der Augen. Eine Alternative zum Phoropter ist die Messbrille, mit der der Arzt ebenfalls unterschiedlich starke Gläser im Hinblick auf eine Verbesserung der Sehschärfe testen kann.

Ganz anders funktioniert das Refraktometer. Refraktometrie bedeutet Bestimmung der Brechkraft optischer Medien. Dabei kommt das Prinzip der Totalreflexion zum Tragen. Das Refraktometer sendet Lichtstrahlen ins Auge, die, von der Hornhaut und der Linse gebündelt, auf die Netzhaut treffen. Das Refraktometer registriert die Lichtbrechung und gibt an, welche Brillenstärke optimal ist, um im Fern- und Nahbereich wieder gut sehen zu können. Die Lichtbrechung im Auge kann hier ohne Zutun des Patienten gemessen werden. Er oder sie schaut dabei lediglich durch die Optik des Gerätes.

Wie auch immer: Mit dem passenden Glas erreicht man für die Nähe und Ferne die bestmögliche Sehschärfe, sofern die Sehstörung durch einen Brechungsfehler bedingt ist. Dementspechend resultieren die Werte (in Dioptrien) für die verordnete Brille. Nur zur Information: Sehschärfe "1,0" entspricht einem Sehvermögen von 100 Prozent.

Auge im Fokus

Vordere und mittlere Augenabschnitte

Untersuchung mit der Spaltlampe: Hierbei untersucht der Augenarzt die vorderen und mittleren Augenabschnitte des Patienten, also seine Augenlider, Bindehaut, Lederhaut, Hornhaut, Iris und Augenlinse: Alle diese Strukturen kann er wie durch ein Mikroskop vergrößert, also sehr genau, betrachten. Das Gerät – es befindet sich zwischen Arzt und Patient – entspricht einem Tischmikroskop, das mit einer starken Lichtquelle ausgestattet ist. Das Licht wird zu einem feinen Strahl gebündelt (orientierend: siehe Bild zu diesem Kapitel ganz oben).

Netzhaut am Augenhintergrund

Nun zu den Untersuchungen, die dem Augenarzt ein genaues Bild von der Netzhaut liefern und damit im Hinblick auf eine mögliche Makuladegeneration von großer Bedeutung sind:

Spiegelung des Augenhintergrunds: Schon vor einer Seheinschränkung lassen sich Veränderungen in der Netzhaut einschließlich Makula und Sehnervenkopf durch die Spiegelung des Augenhintergrunds erkennen. Die Spiegelung ist zum Beispiel als sogenannte indirekte Ophthalmoskopie an der Spaltlampe möglich (zur Spaltlampe siehe oben). Die Pupillen werden vorher mit Augentropfen erweitert.

Fluoresceinangiografie: Ein Farbstoff (Fluorescein) wird in eine Armvene in der Ellenbeuge gespritzt. Der Farbstoff gelangt innerhalb von etwa 20 Sekunden in die Gefäße am Augenhintergrund. Unter blauem Licht leuchtet der Farbstoff. Gerade auch undichte oder krankhaft neu gebildete Blutgefäße lassen sich so erkennen. Die Füllung der Gefäße mit Farbstoff wird mit einer Kamera fotografiert, ebenso die Netzhaut. Die Pupille muss hierzu ebenfalls mit Augentropfen erweitert werden (dadurch kann das Sehen bis zu zwölf Stunden lang beeinträchtigt sein). Die Untersuchung dauert etwa 20 Minuten. Vorher befragt der Arzt den Patienten zu möglichen Allergien, unter anderem auf Jod.

Optische Kohärenz-Tomografie (OCT): Mit dem OCT-Gerät lässt sich die Dicke der Netzhaut bestimmen. Bei trockener AMD kann sie dünner, bei feuchter AMD dicker als normal sein. Der Arzt kann die Netzhaut in einzelnen Schnittbildern betrachten und dokumentieren. Die OCT ist schmerzfrei, berührungslos und dauert nur wenige Sekunden. Die Pupillen müssen allerdings auch hier durch Augentropfen erweitert werden. In der Regel sitzt der Patient vor dem Gerät und fixiert einen bestimmten Leuchtpunkt, während ein ungefährlicher Lichtstrahl die nötigen Messungen vornimmt. Da die Auflösung hoch ist (bis zu ein Mikrometer, ein Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter), kann der Arzt auch kleinste Veränderungen wie etwa Drusen im Rahmen der AMD sehen. Zum Vergleich: Die Dicke der Netzhaut beträgt etwa 250 bis 300 Mikrometer.

Ergänzende Techniken

Bei weiteren Auffälligkeiten wird der Augenarzt ergänzende Untersuchungen vorschlagen, etwa eine Gesichtsfeldmessung (Perimetrie), eine Fotografie der Papille (beziehungsweise des Sehnervs; herkömmlich mit einer Funduskamera) und eine Retina-Tomografie (HRT), bei der speziell der Sehnervenkopf mitttels unschädlichen Laserlichtes dreidimensional vermessen wird. Weil eine dickere oder dünnere Hornhaut die Messung des Augeninnendrucks verfälschen kann, schließt sich meist auch eine Ermittlung der Hornhautdicke (Pachymetrie) an. Der Augeninndruck wird je nach resultierender Hornhautdicke rechnerisch korrigiert. Der Augenarzt protokolliert beide Werte (den gemessenen wie den korrigierten Wert). 

Mit einem neuen Bildgebungssystem lässt sich die Netzhaut in einem weiten Bereich anhand eines hochauflösenden Bildes darstellen (Panoramafotografie). Zwei Laser scannen hier berührungsfrei die Netzhaut und erstellen ein digitales Weitwinkelbild. Die Pupillen müssen dazu nicht (bei der herkömmlichen Papillenfotografie allerdings auch nicht) mit Augentropfen erweitert werden. Abgesehen von der (medizinisch angezeigten) Gesichtsfelduntersuchung sind die hier genannten Untersuchungen einschließlich der inzwischen häufig eingesetzten OCT derzeit keine Kassenleistungen.

Merkmale der trockenen Makuladegeneration

Die trockene Makuladegeneration, häufigste Form der AMD, wird in drei Stadien eingeteilt:

  • Frühes Stadium:

Symptome fehlen. Der Arzt stellt mehrere kleine oder wenige mittelgroße Drusen am Augenhintergrund fest. Oder: Der Arzt findet bei einem Patienten mehrere mittelgroße oder einzelne große Drusen und auch Pigmentveränderungen am Augenhintergrund. Der Betroffene könnte darüber klagen, dass das, was er direkt anschaut, also die Mitte des Gesichtsfeldes, seit einiger Zeit unscharf ist, sodass ihm das Lesen schwerer fällt.

  • Mittleres und fortgeschrittenes Stadium:

Am Augenhintergrund zeigen sich viele, auch größere Drusen. Die Pigmentschicht und die darunter liegende Gefäßschicht der Netzhaut sind stellenweise ausgedünnt. Das Zentrum des Gesichtsfeldes ist teilweise ausgefallen beziehungsweise durch einen unterschiedlich großen Fleck überlagert, der die Sicht völlig behindern kann.

Kennzeichen der feuchten Makuladegeneration

Zwei Drittel der von fortgeschrittener Makuladegeneration Betroffenen haben die feuchte Form. Sie wird nicht in weitere Stadien eingeteilt, obwohl immer wieder auch hier von frühen Stadien gesprochen wird, in denen bestimmte Therapieverfahren noch sinnvoll eingesetzt werden können (siehe Kapitel "Makuladegeneration: Therapie"). Letztlich muss die feuchte Makuladegeneration aber immer als fortgeschritten eingestuft werden – einfach deshalb, weil sich der Schaden sehr schnell entwickelt. Bei der augenärztlichen Untersuchung zeigen sich im Makulabereich neu gebildete Gefäße, Blutungen, eine abgehobene (verdickte) oder eingerissene Pigment- oder Sinneszellschicht. Schließlich können auch Narben entstanden sein.

Trockene Makuladegeneration: Vor allem gesund leben

Bei der trockenen AMD geht es mangels wirkungsvoller Behandlungsmöglichkeiten vor allem darum, beeinflussbare Risikofaktoren auszuschalten, also gesund zu leben. Dazu gehört zum einen, sich regelmäßig zu bewegen. Das aktiviert nicht nur den Kreislauf, sondern hilft auch, den Blutdruck, die Blutfettwerte und das Gewicht möglichst im Normalbereich zu halten.

Zum anderen geht es um eine gesunde Ernährung. Dabei soll vitaminreiche Frischkost im Vordergrund stehen (siehe auch Kapitel "Tipps für gesunde Augen"). Präparate mit Vitamin C (500 mg), Vitamin E (400 IU; IU = Internationale Einheiten), Zinkoxid (80 mg), Kupferoxid (2 mg) und Beta-Carotin (15 mg) können einer Studie zufolge (AREDS) dazu beitragen, das Risiko für das Fortschreiten einer AMD zu senken. Die hohen Dosierungen sind über die Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel nicht zu erzielen.

Die "AREDS-Kombination" kann für Patienten infrage kommen, die ein besonders hohes Risiko für das Fortschreiten einer trockenen Makuladegeneration haben. Zum Beispiel dann, wenn jemand bereits an beiden Augen an mittelschwerer trockener AMD erkrankt ist oder wenn er eine fortgeschrittene trockene oder feuchte AMD eines Auges hat. Regelmäßige Überprüfung des zentralen Sehens mit dem Amsler-Gitter-Test (siehe Kapitel "Makuladegeneration – Früherkennung") und Kontrollen beim Augenarzt können zu erkennen geben, ob Gefahr des Fortschreitens besteht und eine Therapie notwendig erscheint. Ihr Augenarzt wird Sie dazu und zu geeigneten Präparaten beraten.

Raucher und Ex-Raucher sollen allerdings Präparate mit Beta-Carotin nicht einnehmen, da es das Risiko für Lungenkrebs bei ihnen erhöhen kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Nichtrauchern im Übrigen, eine Supplementierung mit Beta-Carotin auf 2 Milligramm täglich zu begrenzen. Bei Rauchern kann Beta-Carotin zum Beispiel gegen Lutein ausgetauscht werden. Ohnehin ist Rauchen bei AMD eigentlich tabu, insbesondere natürlich dann, wenn das Risiko für eine altersbedingte Makuladegeneration in der Familie erhöht ist.

In einer Folgestudie (AREDS 2) wurde geprüft, ob Omega-3-Fettsäuren (Docosahexaensäure (DHA) plus Eicosapentaensäure (EPA)) und / oder Lutein plus Zeaxanthin zusätzlich zur Einnahme der oben genannten "AREDS-Kombination" die Entwicklung einer fortgeschrittenen AMD günstig beeinflussen können. Im Ergebnis ließen sich keine Unterschiede feststellen; für Lutein und Zeaxanthin bestätigte sich, dass sie als geeignete Alternativen zu Beta-Carotin infrage kommen.

Feuchte Makuladegeneration: Anti-VEGF-Therapie kann helfen

Spezielle Behandlungswege können, rechtzeitig angewandt, die Augenerkrankung aufhalten oder verlangsamen. Eine Heilung ist leider noch nicht möglich. An erster Stelle steht heute die Hemmung der Gefäßneubildung, die sogenannte Anti-VEGF-Therapie.

Hemmung der Gefäßneubildung: Der Botenstoff VEGF (Abkürzung für engl. vascular endothelial growth factor, auf Deutsch: Gefäßendothel-Wachstumsfaktor) lässt Blutgefäße wachsen. Bei der feuchten AMD ist der Wachstumsfaktor dafür verantwortlich, dass neue Gefäße bis zur Netzhautmitte vordringen. Durch Einrisse in diesen neuen, weniger stabilen Gefäßen entstehen Blutungen, welche die Makula schädigen. VEGF-Hemmstoffe  können das Gefäßwachstum stoppen und eine Vernarbung der Gefäße herbeiführen. Die Schwellungen trocknen aus. Die Medikamente werden wiederholt direkt in den Glaskörperraum gespritzt. Zunächst erfolgen drei Injektionen in jeweils monatlichen Abständen. Einen Monat danach beurteilt der Augenarzt anhand von monatlichen Kontrolluntersuchungen, ob die Maßnahme erfolgreich ist und die Therapie zeitweise ausgesetzt werden kann oder wiederaufgenommen werden sollte. Der Augenarzt wird entscheiden, welcher Arzneistoff sich individuell zur Behandlung am besten eignet.

Weitere Optionen begrenzt

Operation: Eine chirurgische Behandlung kommt zum Beispiel bei größeren Blutungen unter der Netzhaut in Betracht. Dabei wird eine Netzhaut-Glaskörperoperation (eine sogenannte pars plana Vitrektomie) durchgeführt. Zunächst entfernt der Operateur den Glaskörper. Dann schneidet er die Netzhaut in der Nähe der Blutung ein (Retinotomie) und saugt das Blut mit einem speziellen Instrument ab. Ist die Blutung nur wenige Tage alt, lässt sich das Blut einerseits gut absaugen. Andererseits besteht jedoch eine große Gefahr der massiven Blutung während der Operation. Ist bereits ein fester Blutpfropf entstanden, so wird dieser mitsamt der neu gebildeten Gefäße durch den Einschnitt in der Netzhaut entfernt. Dabei kann es ebenfalls zu starken Blutungen kommen. Schließlich wird das Auge mit einem künstlichen Glaskörper (Silikonöl) gefüllt. Die Operation ist außerordentlich komplex und vor allem wegen der möglichen Blutung während oder nach dem Eingriff mit großen Risiken verbunden. Blutverdünnende Medikamente müssen vorher unbedingt – und in Absprache mit dem behandelnden Arzt – abgesetzt werden. Die Aussichten auf eine Verbesserung der Sehschärfe sind sehr begrenzt.

Experimentelle Verfahren: Neue Therapieansätze wie Bestrahlungsbehandlungen, Implantate mit speziellen Wirkstoffen oder die Transplantation von Pigmentepithel- oder Netzhautzellen sind noch als experimentell anzusehen.

Nützliche Lesehilfen

Professionell angepasste Lesehilfen, die eine deutliche Vergrößerung des Bildes auf der Netzhaut ermöglichen, können Betroffenen mit trockener oder feuchter AMD wieder zum Sehen im Nahbereich und damit zum Lesen, Schreiben oder Verrichten von Arbeiten verhelfen. Dabei macht man sich die noch intakten Bereiche um die Netzhautmitte herum und zum Rand hin – also das äußere Gesichtsfeld – zunutze. Je stärker die Vergrößerung ist, desto kleiner wird allerdings der Bildausschnitt. Daher bedarf es beim Umgang mit solchen Mitteln einer gewissen Übungsphase, Geduld und auch Geschick.

Infrage kommen verstärkte Lesebrillen, spezielle Brillen (Lupenbrillen beziehungsweise Fernrohr-Lupenbrillen), Vergrößerungslupen (auch mobile Taschenleuchtlupen mit Batterie oder Akku), Fernrohre (Monokulare zum besseren Erkennen entfernter Objekte im Innenraumbereich, zum Beispiel im Fernsehen) oder auch elektronische Hilfsmittel wie Sprachcomputer und Bildschirm-Lesegeräte. Lesegeräte sind relativ große Apparate und technisch (auch lesetechnisch!) gewöhnungsbedürftig. Ausgesprochenen Leseratten, die anders wirklich keine Lebensfreude mehr haben, ist damit natürlich viel geholfen.

Das können Sie für Ihre Augen tun:

  • Die Augen können schmerzlos und zunächst ohne Sehstörung erkranken: Also regelmäßig beim Augenarzt kontrollieren lassen ("Makula-Vorsorge" ab 60, Glaukom-Vorsorge ab 40 Jahren)
  • Lichtschutz ist das A & O: Nie ohne Brille mit deklariertem UV-Schutz in die Sonne, in Extremgebiete (zum Beispiel Gletscher) nur mit Spezialbrille
  • Sich gesund ernähren und nicht rauchen – das ist nicht nur gut für Herz und Gefäße, sondern auch für die Augen. Aber warum ist das so?

    Rauchen gehört mit Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes zu den Hauptrisikofaktoren der Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Diese kann in verschiedenen Gefäßgebieten auftreten. Auch an den Augen werden die Gefäße angegriffen. In der Folge kommt es zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe. Dies setzt wiederum verschiedene Zellvorgänge in Gang. Am Augenhintergrund können sich dabei neue, allerdings weniger stabile Gefäße bilden. Wenn dann im Zuge der allgemeinen Arteriosklerose zum Beispiel noch ein Bluthochdruck dazukommt, erhöht sich die Gefahr, dass diese Gefäße einreißen. Die Folge sind vielfältige Netzhautschäden.

Bei der Ernährung sollte der Schwerpunkt auf Obst und grünblättrigen Gemüsen liegen, weil insbesondere letztere viele natürliche Vitamine und Pflanzenfarbstoffe liefern, die als Antioxidanzien zellschützende Wirkung haben. Darunter finden sich Lutein und Zeaxanthin, Verwandte des Beta-Carotins. Sie kommen als Pigmente in der Makula der Netzhaut vor und sind dort für den Stoffwechsel bedeutsam. Allgemein wird empfohlen, sich an der Mittelmeerkost zu orientieren. Das heißt: Mehrmals in der Woche Meeresfisch, aber nur wenig Fleisch, Wurstwaren und Käse. Damit kommen weniger tierische gesättigte Fette auf den Teller, die als ungünstig gelten. Verwenden Sie gesunde Pflanzenöle, die einfach ungesättigte Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren liefern. Sparen Sie bei Süßigkeiten, und greifen Sie lieber reichlich zu Obst und Gemüse in gesunder und natürlicher Vielfalt.

Professor Dr. med. Carl-Ludwig Schönfeld ist Facharzt für Augenheilkunde. Er habilitierte sich an der Augenklinik der Universität München, wo er viele Jahre als Oberarzt tätig war. Seit 2007 ist er Partner in der operativen Gemeinschaftspraxis an der Augenklinik Herzog Carl Theodor in München. Seit 2016 ist er außerplanmäßiger Professor an der Ludwig-Maxilimians-Universiät München. Professor Schönfeld widmet sich schwerpunktmäßig der Behandlung von Netzhauterkrankungen, denen auch sein wissenschaftliches Interesse gilt, und der Glaskörperchirurgie. Außerdem wirkt der Experte als Prüfer bei Ärztlichen Staatsexamina im Fach Augenheilkunde an der Universität München mit. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit führt er zahlreiche Fortbildungskurse im In- und Ausland durch, insbesondere an osteuropäischen Hochschulen, an der Kenyatta-Universitätsklinik in Nairobi sowie in Pakistan.

Fachliteratur zu diesem Ratgeber:

  • Grehn F: Augenheilkunde, Springer Nature, 31. Aufl. 2012
  • Bagheri N, Wajda B N: The Wills Eye Manual, Wolters Kluwer, Philadelphia, 7. Auflage 2017