Aktivität im mittleren und hohen Alter senkt Demenz-Risiko
Sich zu bewegen, hilft Herz und eben auch Hirn – darauf deuten neue Forschungsergebnisse hin.
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Körperliche Aktivität scheint dem Gehirn grundsätzlich gut zu tun. Für Menschen im mittleren und höheren Lebensalter ist das besonders belegt. Neue Datenauswertungen zeigen eindrucksvoll: Ältere Menschen, aber auch Personen mittleren Alters, haben bei körperlicher Aktivität ein geringeres Risiko für Alzheimer- und anderen Formen von Demenz. So lautet das Ergebnis der Untersuchung[1] eines Forschungsteams aus den USA, die im JAMA Netwoork Open veröffentlicht wurde.
Demnach war das Alzheimer-Demenz-Risiko für mittelalte Menschen (zwischen 45 und 64 Jahre, im Durchschnitt 54 Jahre), die sich viel bewegten, um 45 Prozent geringer als jenes von Menschen ihrer Altersgruppe, die am wenigsten Sport trieben. Wenn man alle Arten von Demenz zusammen betrachtet, lag dieser Effekt bei 41 Prozent. Bei den sehr aktiven Alten (älter als 64) war der mit 45 Prozent gegenüber wenig oder nicht Aktiven ihrer Altersgruppe sogar noch höher.
Das Forschungsteam schließt: „Diese Erkenntnisse könnten zukünftige Bemühungen zur Verzögerung oder Verhinderung von Demenz durch zeitlich abgestimmte Interventionen beeinflussen.“
Über die zugrundeliegenden Daten
Für die Untersuchung wurden Daten von 4.354 Teilnehmenden aus der bekannten Framingham-Herzstudie (Beobachtungszeitraum durchschnittlich je nach Altersgruppe zwischen 14,5 und 37,2 Jahren) verarbeitet. 1.526 davon waren zwischen 26 und 44 Jahre alt, 1.943 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehörten der besagten mittleren Altersgruppe an – 885 waren älter als 64. Bei der Nachbeobachtung traten 567 Fälle von Demenz auf.
Quellen:
- [1] Marino F, Lyu C, Li Y et al. : Physical Activity Over the Adult Life Course and Risk of Dementia in the Framingham Heart Study. In: JAMA Network Open: 19.11.2025, https://doi.org/...


