Logo der Apotheken Umschau

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Forschung und Versorgung mit Blick auf medizinischen Anliegen von Frauen stärken und startet dafür einen Dialog zu den Wechseljahren. Dass Frauen in vielen Bereichen andere Bedürfnisse als Männer hätten, werde weiter nicht ausreichend berücksichtigt, sagte die CDU-Politikerin. „Ich möchte offen in unserer Gesellschaft über Frauengesundheit reden können – am Arbeitsplatz, in der Kantine, am Esstisch und in der Öffentlichkeit.“

Warken hatte ihr Vorhaben unter anderem auch schon im September in der Apotheken Umschau angekündigt. Ein Dialogprozess zu den Wechseljahren solle einen bedeutsamen Aspekt der Frauengesundheit in den Fokus rücken, sagt Warken. Momentan sei jede fünfte Frau in Deutschland in den Wechseljahren und rund ein Drittel leide unter starken Beschwerden.

Ergebnisse für Herbst 2026 erwartet

Ziel des Dialogs seien etwa Empfehlungen für Unternehmen für den Umgang mit Wechseljahren in der Arbeitswelt. Beteiligt werden sollen Fraueninitiativen, die Akteure des Gesundheitswesens sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und der Sozialpartner. Es sollen Defizite in der Forschung, bei Daten, Informationen und Aufklärung und in der Versorgung identifiziert und zu verbessert werden.

Die Ergebnisse sollen im Herbst 2026 vorgestellt werden. Die Wechseljahre sind eine natürliche Übergangszeit mit hormonellen Umstellungen, die meist zwischen Mitte 40 und Mitte 50 eintritt, wie das Ministerium erläuterte. Typische Beschwerden in den Wechseljahren können Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Nachtschweiß sein.