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Migräne

Dieser Text informiert in Einfacher Sprache zum Thema: Migräne

16.10.2020

Was ist Migräne?

Migräne ist eine bestimmte Art von Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen treten in Anfällen auf. Neben den Kopfschmerzen haben betroffene Personen oft noch andere Beschwerden wie zum Beispiel Übelkeit. Manche betroffenen Personen haben vor dem Migräne-Anfall Sehstörungen.

Migräne ist eine häufige Erkrankung. Frauen haben häufiger Migräne als Männer. Migräne tritt vor allem zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf. Meist kommen die Beschwerden nach der Pubertät zum ersten Mal vor. Aber auch Schulkinder können Migräne bekommen.

Eine Migräne ist oft episodisch. Das bedeutet: Der Migräne-Anfall dauert eine kurze Zeit. An den meisten Tagen im Monat haben betroffene Personen keine Beschwerden. Die Migräne kann aber auch chronisch sein. Dann kommen die Beschwerden an mehr als 15 Tagen im Monat vor.

Wie kann man Migräne erkennen?

Es gibt verschiedene Arten von Migräne. Der Verlauf der Migräne hängt von ihrer Art ab: Oft verläuft die Migräne in mehreren Phasen. In den Phasen sind die Beschwerden unterschiedlich. Eine betroffene Person erlebt vielleicht nicht alle Phasen.

Die Vorbotenphase dauert zwischen mehreren Stunden und zwei Tagen. Beschwerden in der Vorbotenphase sind zum Beispiel:

  • Gereiztheit
  • Müdigkeit
  • Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel
  • Konzentrationsstörungen
  • Empfindlichkeit bei Licht und Lärm

Manche betroffenen Personen haben auch eine Migräne-Aura. Eine Migräne-Aura ist eine Wahrnehmungsstörung. Meist betrifft die Wahrnehmungsstörung das Sehen. Betroffene Personen sehen dann zum Beispiel verzerrt oder unscharf. Anzeichen für eine Migräne-Aura sind zum Beispiel:

  • Flimmersehen
  • Kribbelgefühl von der Hand bis zum Kopf
  • Sprachstörungen
  • Orientierungslosigkeit
  • Lähmungserscheinungen
  • Störung des Gleichgewichts

In der Kopfschmerzphase haben betroffene Personen starke Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen sind halbseitig oder am ganzen Kopf. Manche Personen haben ein Stechen in der Stirn und in den Schläfen. Während der Kopfschmerzphase reagieren betroffene Personen oft empfindlich auf Lärm und Licht. Manchen betroffenen Personen ist übel. Sie müssen sich sogar erbrechen. Die Kopfschmerzen können mehrere Tage andauern.

Hinweis: Sie haben häufig Kopfschmerzen? Dann gehen Sie zum Arzt. Der Arzt stellt Ihnen Fragen zu den Beschwerden und untersucht Sie. So kann der Arzt feststellen: Ist Migräne die Ursache für Ihre Kopfschmerzen?

Was sind die Ursachen von Migräne?

Ärzte kennen die Ursachen einer Migräne nicht immer genau. Sie vermuten: Bei einer Migräne werden die Nerven im Gehirn zu stark erregt. Deshalb entstehen kleine Entzündungen. Durch die Entzündungen weiten sich die Blutgefäße im Gehirn. Dadurch entstehen die Kopfschmerzen.

Es gibt verschiedene Auslöser für Migräne wie zum Beispiel:

  • Stress
  • Schlafmangel
  • Flüssigkeitsmangel
  • zu viele Reize
  • bestimmtes Wetter
  • bestimmte Medikamente
  • bestimmte alkoholische Getränke
  • Koffein-Entzug

        Koffein kommt zum Beispiel in Kaffee, Tee oder Cola vor.

Bei Frauen hängen die Beschwerden manchmal auch von der Menstruation ab. Die Menstruation ist die Monatsblutung. Dann tritt die Migräne oft kurz vor der Menstruation auf.

Was können Sie gegen Migräne tun?

Ihr Arzt stellt bei Ihnen eine Migräne fest? Dann sollten Sie auf einige Dinge achten. Vermeiden Sie die Auslöser der Migräne. Dabei hilft zum Beispiel eine geregelte Lebensweise.

Sie haben oft Stress? Dann können Ihnen besondere Kurse helfen. In den Kursen lernen Sie: So können Sie mit Stress umgehen. Auch Sport kann gegen das Auftreten von Migräne-Anfällen helfen.

Manchmal treten die Anfälle auch ohne Auslöser auf. Vielleicht können Sie die Auslöser nicht immer vermeiden. Dann können diese Dinge gegen die Beschwerden helfen:

  • Verdunkeln Sie den Raum.
  • Schlafen Sie.
  • Legen Sie sich ein kühles Tuch auf die Stirn.
  • Reiben Sie verdünntes Pfefferminzöl auf Ihre Schläfen.

Es gibt auch verschiedene Medikamente gegen Migräne. Gegen die Kopfschmerzen können Schmerzmittel helfen. Ihnen ist während der Migräne übel? Dann können Medikamente gegen die Übelkeit helfen. Fragen Sie Ihren Arzt.

Es gibt auch besondere Migräne-Medikamente. Die Medikamente müssen Sie so früh wie möglich nehmen. So helfen die Medikamente am besten. Manche Medikamente helfen zur Vorbeugung. Durch diese Medikamente werden die Anfälle weniger.

Fragen Sie Ihren Arzt: Welche Medikamente sind für mich am besten? Der Arzt informiert Sie über die richtige Behandlung.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Sie wollen noch mehr über Migräne lesen? Mehr Informationen über Migräne finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

Achtung: In diesem Text finden Sie nur allgemeine Informationen. Der Text ersetzt den Besuch beim Arzt nicht. Nur ein Arzt kann Ihnen genaue Informationen geben. Sie fühlen sich krank? Oder Sie haben Fragen zu einer Krankheit? Dann sollten Sie immer zum Arzt gehen.

Einfache Sprache Siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.