Darauf müssen Sie achten Lieber rot? Oder braun? Oder blond? Typsache! Die negative Seite: Für Haar und Kopfhaut ist die chemische Prozedur ziemlich strapaziös. Um den schützenden Fettfilm der Kopfhaut zu erhalten, sollten Sie deshalb vor dem Färben die Haare nicht waschen. Und danach braucht der Schopf eine Spülung, um die Haare wieder zu glätten. Manche Stoffe in Färbemitteln gelten als Allergieauslöser.

Treten binnen zwei Tagen nach dem Färben juckende Flecken an Gesicht, Hals und Händen auf oder schwellen die Augen an, könnte das ein Anzeichen für eine Allergie sein. Natur haarfarbe ist dann vielleicht eine Alternative. Sie hält länger, hat aber oft einen Stich ins Rötliche. Das heißt: Vorsicht bei hellen oder gebleichten Haaren. Es gibt auch Präparate für graues Haar, die nach und nach den Naturton zurückbringen. Sie eignen sich eher für Dunkelblonde und Braunhaarige. Vorsicht! Viele Menschen schätzen ihre Haare als zu dunkel ein. Wenn Sie selbst färben und sich zwischen zwei Nuancen entscheiden müssen, wählen Sie lieber die hellere.

Mehr Masse, bitte!

Zum Beispiel mit dem richtigen Haarschnitt. "Stufen unter dem Deckhaar lassen die Frisur fülliger wirken", sagt Franz-Josef Küveler vom Zentral - verband des Deutschen Friseurhandwerks in Köln. Auch bestimmte Styling-Produkte, zum Beispiel Schaum, Spray oder Styling- Mousse, bringen mehr Volumen, "weil sie das Haar ummanteln und robuster aussehen lassen", so Küveler. Und was rät der Experte beim Thema Toupieren? Am liebsten nicht oder nur selten. Auf Dauer strapaziert es die Haare zu sehr, lässt sie splissen.

Können Frisuren jünger machen?

Und ob! "Ein Kurzhaarschnitt signalisiert Sportlichkeit. Und das verbinden alle Menschen mit Jugendlichkeit", sagt Friseurmeister Küveler. Immer klassisch, egal in welchem Alter, wirkt mittellanges Haar. Und wie sieht es mit einer langen Mähne ab 40 aus? Geschmackssache. "Ich persönlich finde es sehr reizvoll, allerdings muss das Haar dann gut gepflegt sein", meint Küveler. Um mehr Schwung in lange Haare zu bringen, könnte eine ganz leichte Dauerwelle helfen – sie ist in diesem Winter ohnehin Trend. "Die neuen Produkte strapazieren das Haar nicht. Allerdings funktionieren sie nur bei ungetöntem oder gefärbtem Haar, nicht bei Strähnchen", sagt Küveler.

Stark von innen

Ein wichtiger Faktor: die Ernährung. Über sie erhält die Haarwurzel alles, was sie braucht. Manchen Frauen fehlt es an Speichereisen, aber auch zu wenig Vitamin H (Biotin), Zink, Pantothensäure oder Vitamin B1 sind schlecht für das Haar. In der Apotheke gibt es mehrere Präparate, die als Arzneimittel zur Verbesserung der Haarstruktur und als Mittel gegen Haarausfall bei Frauen zugelassen sind. Für alle Produkte gilt: Die Wirkung zeigt sich erst nach Monaten.

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