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Lungenembolie

Dieser Text informiert in Einfacher Sprache zum Thema: Lungenembolie.

16.01.2020

Was ist eine Lungenembolie?

Info Herz-Kreislauf-System:

Das Herz-Kreislauf-System besteht aus dem Herzen und den Blutgefäßen. Die Blutgefäße heißen: Arterien und Venen.

Die Arterien transportieren das sauerstoffreiche Blut aus dem Herzen in den Körper. Im Körper wird der Sauerstoff dann an die Zellen abgegeben. Die Venen transportieren das sauerstoffarme Blut dann wieder zurück zum Herzen.

Das Herz pumpt das sauerstoffarme Blut in die Lunge. Die Lunge versorgt das Blut mit neuem Sauerstoff. Das Blut ist dann wieder sauerstoffreich und fließt zurück zum Herzen. Das Herz pumpt es über die Arterien wieder in den Körper. Der Kreislauf beginnt von vorne. Deshalb sagt man dazu auch: Herz-Kreislauf-System.

Ein Blutgerinnsel gelangt in ein Blutgefäß? Dann kann das Blutgefäß verstopfen. Das nennt man: Embolie. Bei einer Lungenembolie verschließt ein Blutgerinnsel ein Lungengefäß. Bei einer Lungenembolie können auch mehrere Blutgerinnsel mehrere Lungengefäße verstopfen. Ein Blutgerinnsel ist ein feiner Klumpen aus Blut. Das Fachwort für Blutgerinnsel ist: Thrombus.

Durch ein Blutgerinnsel kann das sauerstoffarme Blut nicht in die Lunge gelangen. Der betroffene Lungenteil wird dann nicht mehr richtig durchblutet. Das ist sehr gefährlich und kann sogar lebensbedrohlich sein.

Das Bild zeigt: In einer Vene ist ein Blutgerinnsel (1). Das Blutgerinnsel löst sich. Das Blutgerinnsel fließt mit dem Blutstrom (2). Das Blutgerinnsel bleibt in der Lunge stecken (3)

Was sind die Ursachen einer Lungenembolie?

Eine Lungenembolie entsteht durch Blutgerinnsel. Diese Blutgerinnsel verstopfen ein oder mehrere Lungengefäße. Die Blutgerinnsel können zum Beispiel aus den Beinvenen kommen. Der Arzt sagt dazu: Thrombose der Beinvenen. Die Blutgerinnsel können auch aus den Beckenvenen kommen. Der Arzt sagt dazu: Thrombose der Beckenvenen.

Bei einer Lungenembolie lösen sich diese Blutgerinnsel. Die Blutgerinnsel fließen dann mit dem Blutstrom zum Herzen. Das Herz pumpt die Blutgerinnsel in die Lunge. Dort kann das Blutgerinnsel steckenbleiben und ein Gefäß verschließen.

Auch andere Dinge können das Gefäß verstopfen. Zum Beispiel:

  • Luft
  • Fruchtwasser
  • Fett
  • Fremdkörper

Diese Ursachen sind aber eher selten. Sie hängen dann meistens mit anderen Ereignissen zusammen. Sie hängen zum Beispiel mit einer Geburt zusammen oder mit einer Operation am Knochen.

Risikofaktoren

Drei Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Embolie:

1. Das Blut fließt sehr langsam

Ein Patient bewegt sich nur wenig? Dann fließt auch das Blut langsamer. Bewegung hilft den Venen dabei, das Blut zum Herzen zu pumpen. Vermeiden Sie deshalb langes Sitzen. Manche Patienten dürfen sich nach einer Operation nicht viel bewegen. Das kann zu einem Blutgerinnsel führen. Auch eine lange Flugreise kann zu einem Blutgerinnsel führen. Deshalb ist Bewegung wichtig.

2. Die Innenwand eines Blutgefäßes ist verändert oder verletzt

Die Innenwand eines Blutgefäßes kann sich verändern: Zum Beispiel kann das Gefäß verletzt sein. Oder Gewebe in der Nähe kann entzündet sein.

3. Das Blut gerinnt schneller

Manchmal gerinnt das Blut schneller als üblich. Die Ursachen dafür können unter anderem sein:

  • Gerinnungsstörungen
  • Krebserkrankungen
  • bestimmte Medikamente (zum Beispiel: Anti-Baby-Pille).

Weitere Risikofaktoren für ein Blutgerinnsel sind:

  • Schwangerschaft
  • höheres Alter
  • starkes Übergewicht
  • ein früheres Blutgerinnsel

Woran können Sie eine Lungenembolie erkennen?

Es gibt verschiedene Anzeichen für eine Lungenembolie. Die Anzeichen hängen davon ab, wie groß der betroffene Lungenabschnitt ist. Mögliche Anzeichen sind:

  • Brustschmerzen
  • plötzliche Luftnot
  • Schmerzen beim Atmen
  • blutiger Auswurf
  • Herzrasen
  • plötzliche Bewusstlosigkeit

Achtung: Manchmal gibt es aber auch gar keine Anzeichen für eine Lungenembolie.

 

Was können Sie bei dem Verdacht auf eine Lungenembolie tun?

Sie glauben: Eine andere Person hat eine Lungenembolie? Dann rufen Sie sofort einen Notarzt. Bewegen Sie die Person so wenig wie möglich. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand muss man die Person wiederbeleben.

Was können Sie gegen eine Lungenembolie tun?

Sie können das Risiko für eine Lungenembolie verkleinern. Dafür sollten Sie diese Dinge beachten:

  • Hat Ihnen der Arzt Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung verschrieben? Dann nehmen Sie die Medikamente wie besprochen ein.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht.
  • Lassen Sie Erkrankungen des Herzens und des Gerinnungssystems frühzeitig behandeln. Sie haben eine Herzerkrankung? Oder Sie haben eine Erkrankung des Gerinnungssystems? Dann lassen Sie diese frühzeitig von Ihrem Arzt behandeln.
  • Bewegen Sie sich möglichst viel. So halten Sie die Venen gesund.
  • Trinken Sie auf Flugreisen ausreichend Wasser. Stehen Sie ab und zu auf und bewegen Sie die Beine.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Sie denken: Ich habe vielleicht eine Lungenembolie? Oder Sie haben starke Beschwerden? Dann rufen Sie den Notarzt.

Sie möchten noch mehr über Lungenembolie lesen? Mehr Informationen über Lungenembolie finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

Achtung: In diesem Text finden Sie nur allgemeine Informationen. Der Text ersetzt den Besuch beim Arzt nicht. Nur ein Arzt kann Ihnen genaue Informationen geben. Sie fühlen sich krank? Oder Sie haben Fragen zu einer Krankheit? Dann sollten Sie immer zum Arzt gehen.

Einfache Sprache Siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.