Akuter Schnupfen: Oft Zeichen für eine Erkältung oder Grippe

Hinter plötzlichem, häufigem Niesen und schließlich einer verstopften oder laufenden Nase steckt oft eine durch Viren ausgelöste Erkältung. Auch eine Virusgrippe kann mit Schnupfen einhergehen. Eine akute Rhinitis heilt normalerweise nach ein bis zwei Wochen aus, stellt sich aber bisweilen mehrmals im Jahr ein. Genau genommen ist häufig eine Nasennebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitis) mit dabei, da meist die Schleimhäute in beiden Bereichen erkranken. In der Folge, seltener von Anfang, können auch Bakterien beteiligt sein. Seltener treten Infektionen der Nasennebenhöhlen mit Pilzen wie zum Beispiel Aspergillus auf.

Symptome bei Erkältungsschnupfen: Brennen im Nasenrachenraum, erst wässriges, je nach Verlauf der Infektion auch gelbliche Schleimabsonderung aus der Nase, geschwollene Nasenschleimhäute, die die Nasenatmung erschweren. Dazu kommen meist Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Halsschmerzen, Husten und bisweilen leichtes Fieber.
Typische Anzeichen für eine Grippe: Rasch einsetzendes hohes Fieber, starke Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen, eine laufende Nase, tränende Augen, Krankheitsgefühl.

Hinweis: Nach bisherigem Empfehlungsstand (zur Zeit in Überpüfung der Fachgesellschaft) ist in Deutschland eine unkomplizierte, aber wiederholt auftretende akute bakterielle Rhinosinusitis bei einem durch ein bildgebendes Verfahren und/oder eine Endoskopie angezeigte Störung der Belüftung und des Sekretabflusses ein Grund zur Operation.

Grippevirus

Was kann man gegen eine Grippe tun?

Bei der „echten Grippe“ handelt es sich um eine Infektion mit Influenza-Viren. Informationen über die Symptome der Grippe, ihre Behandlung und Dauer sowie den Unterschied zum grippalen Infekt

Weitere Erkrankungen, die mit akutem Schnupfen einhergehen können

Krankheiten, die neben anderen für sie typischen Symptomen oft auch Schnupfen verursachen, sind meist Infektionen, denen häufig schon eine Rhinitis vorausgegangen ist. Sie sind also Folge und Auslöser von Schnupfen zugleich. Im Zuge einer starken Erkältung kann sich zum Beispiel eine akute Rachenentzündung, eine akute Bronchitis oder, wie zuvor schon erwähnt, eine akute Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln. Auch eine Miterkrankung des Ohrs in Form eines Tuben-Mittelohr-Katarrhs ist möglich. Schnupfen begleitet oft auch Keuchhusten, eine Legionellose und leichter verlaufende Formen wie das sogenannte Pontiac-Fieber, eine Diphtherie oder Pilzinfektion.

Ebenso kann eine Erst-Infektion mit einem Herpes-simplex-Virus, die in erster Linie die Mundschleimhaut betrifft, die Nasenschleimhaut miteinbeziehen. Das kommt allerdings eher selten vor.

Infektionen im Oberkiefer wirken sich mitunter auf den Nasen-Rachenraum aus und führen dann zu eitrigem Nasenausfluss, geschwollenen Schleimhäuten und Schmerzen.

Thema Schnupfen

16301745_502890e235.IRWUBPROD_52PQ.jpeg

Interview mit einem Taschentuch

Keine ungewöhnliche Begegnung derzeit: Unsere Autorin Sonja Gibis sprach mit einem Experten für Nasenreinigung über seine Aufgaben und seine Ängste.


Schnupfentherapie mit kleinen Tücken

Rezeptfreie Mittel lindern Husten und Schnupfen, Fieber und Gliederschmerzen. Aber nicht immer vertragen sie sich mit Dauermedikamenten. Was chronisch Kranke beachten sollten.





Schnupfen: Schnäuzen oder Hochziehen

Wie putzt man die Nase am besten – Schnäuzen oder Hochziehen und Runterschlucken? Im Video erklären wir euch die Vor- und Nachteile beider Varianten. Wie immer anschaulich dargestellt!


Frau fasst sich an den Hals

Heiserkeit – Ursachen, Diagnose, Therapie

Lautes Reden, starkes Rauchen oder eine Erkältung sind oft Ursachen von Heiserkeit. Verantwortlich für Stimmstörungen können aber auch Erkrankungen des Kehlkopfs und andere Einflüsse sein. Mehr zu den Hintergründen und zur Therapie


Frau mit Nasenspray

Nasensprays: Achtung, Suchtgefahr

Bei Schnupfen sind abschwellende Nasensprays ein Segen. Doch bei zu langer Anwendung können sie zu Abhängigkeit führen und womöglich die Nasenschleimhäute schädigen