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Rund zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland leidet unter Rückenschmerzen. Sie sind unangenehm, jedoch in den meisten Fällen ungefährlich. Allerdings existieren einige Warnsignale, die Sie sofort ärztlich abklären sollten! Denn Rückenschmerzen ohne erkennbaren Auslöser können auch internistische Ursachen haben – insbesondere dann, wenn weitere vegetative Symptome wie Schweißausbruch, Übelkeit, Atemnot oder Angst hinzukommen.

Bekommen Sie in den folgenden Situationen Rückenschmerzen, gehen Sie sofort zur Ärztin oder rufen Sie einen Notarzt unter der Telefonnummer 112!

Bei diesen Warnsignalen: Sofort zum Arzt!

  • Rückenschmerzen treten als Folge eines Sturzes oder Unfalls (beispielsweise ein Autounfall oder Sportunfall) auf.
  • Sie haben Rückenschmerzen aus nichtigen Anlässen, etwa beim Husten, Niesen oder weil Sie etwas Schweres hochgehoben haben.
  • Die Rückenschmerzen treten plötzlich auf, nachdem Sie längere Zeit cortisonhaltige Medikamente eingenommen oder als Spritzen erhalten haben. Ein Wirbel könnte gebrochen sein.
  • Die Rückenschmerzen gehen mit Fieber und/oder Schüttelfrost einher. Ungewohnte Appetitlosigkeit und/oder Müdigkeit sind Schmerzbegleiter.
  • Sie bekommen Rückenschmerzen, kurz nachdem Sie eine Infektion durchgemacht haben.
  • Sie leiden unter Rückenschmerzen und nehmen zum Beispiel Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken.
  • Rückenschmerzen treten infolge einer Krankheit auf, die Sie auszehren kann, wie etwa Aids oder Tuberkulose.
  • Rückenschmerzen bei Drogen- oder Alkoholabhängigkeit.
  • Rückenschmerzen treten auf, nachdem Sie kürzlich eine Spritze in den Rücken bekommen haben.
  • Die Rückenschmerzen werden nachts stärker.
  • Die Rückenschmerzen nehmen in der Rückenlage zu.
  • Sie sind schon etwas älter und bekommen Rückenschmerzen, die Sie so bisher noch nie hatten.
  • Rückenschmerzen bei Menschen mit Krebs oder einer Krebserkrankung in der Vergangenheit. In seltenen Fällen kann es sein, dass ein Tumor die Beschwerden verursacht.
  • Die Rückenschmerzen strahlen in ein oder in beide Beine aus; eventuell verbunden mit Gefühlsstörungen wie Taubheitsgefühl, Kribbeln oder pelzigem Gefühl im Schmerzgebiet oder auch mit dem Gefühl, dass die Gliedmaßen schwach sind.
  • Die Rückenschmerzen treten in Zusammenhang mit plötzlich einsetzender Blasen- und Darmstörung, wie Urinverhalt, vermehrtem Wasserlassen oder Inkontinenz auf.
  • Die Rückenschmerzen werden von Gefühlsstörungen in der Gegend des Afters oder Damms begleitet.
  • Sie haben Rückenschmerzen, bei denen schlagartig oder langsam zunehmend Lähmungen und starke Empfindungsstörungen in einem oder beiden Beinen auftreten.
  • Die Rückenschmerzen lassen nach, aber gleichzeitig breitet sich eine Lähmung aus.

Quellen:

  • Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin: Nicht-spezifischer Kreuzschmerz, Nationale Versorgungs-Leitlinie. Leitlinie: 2017. (Abgerufen am 27.12.2023)