Vermeiden Sie unbedingt Appelle wie "Nimm' dich mal zusammen". Solche Sätze verharmlosen die Depression und verstärken die Schuldgefühle des Erkrankten.

Hören Sie geduldig zu statt Ratschläge zu erteilen – auch, um zu merken, wann die Situation vor allem im Hinblick auf Suizidtendenzen kritisch wird und Sie Hilfe von außen brauchen.

Nehmen Sie Suizidgedanken, selbst zarte Andeutungen immer ernst. Hören Sie zu und versuchen Sie nicht, dem Depressiven diese Gedanken einfach nur auszureden. Suchen Sie offen und mitfühlend das Gespräch und zeigen Alternativen auf. Verständigen Sie in jedem Fall immer den behandelnden Arzt darüber. Hilfreich kann in einer akuten Situation das Abschließen eines "Nicht-Suizid-Vertrages" sein, in dem sich der Betroffene verpflichtet, sich nichts anzutun, bis er professionelle Hilfe bekommen hat. Der "Verband der Angehörigen psychisch Kranker" und die "Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention – Hilfe in Lebenskrisen e.V. (DGS)" geben Infoblätter zum Verhalten in akuten Krisensituationen heraus. Sobald die Krankheit abgeklungen ist, sollte man gemeinsam mit dem Betroffenen eine Liste mit Ansprechpartnern erstellen, die derjenige bei einem Rückfall zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen kann.

Sprechen Sie alle Gefühle offen und ohne Vorwürfe an und ermutigen Ihr Gegenüber zum Gespräch.

Zeigen Sie positive Perspektiven auf und vermitteln Sie Hoffnung im Hinblick auf eine Genesung.

Achten Sie darauf, dass Ihr Angehöriger regelmäßig seine Medikamente einnimmt und zu den Therapiebehandlungen geht, ohne ihn dabei zu bevormunden. Arbeiten Sie lieber als Team zusammen.

Halten Sie eine Alltagsroutine mit geregeltem Tagesablauf aufrecht, um den Kranken, dem vielleicht schon das Aufstehen schwer fällt, darin zu unterstützen, zu einem solchen zurückzufinden. Auch eine vorsichtige Ermutigung zu Aktivitäten, wie zum Beispiel einem kleinen Spaziergang zu einer miteinander verabredeten Zeit, ist hilfreich. Aber überfordern Sie den Depressiven nicht. Als Faustregel gilt: Der Depressive bestimmt das für ihn erträgliche Maß.

Durch eine solche positiv unterstützende Haltung hat Ihr depressiver Verwandter oder Freund gute Chancen, die Depressionserkrankung zu überwinden.

Thema Depression

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