Es hilft, sich bewusst zu machen, dass die Depression eine Krankheit ist wie andere auch. Antriebslosigkeit, Traurigkeit oder Entscheidungsschwierigkeiten sind die Symptome – keinesfalls Ausdruck persönlichen Versagens. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe zu suchen. Sie können gegenüber Familie, Freunden, Nachbarn und Arbeitskollegen ruhig offen mit Ihrer Erkrankung umgehen, wenn Sie das wünschen. Offenheit hilft, Missverständnissen und Stigmatisierung entgegenzuwirken.

Ärztliche Verordnungen befolgen

Für eine erfolgreiche Behandlung ist es wichtig, die verordneten Medikamente regelmäßig und ausreichend lange einzunehmen (siehe dazu auch Kapitel Medikamente) und an den Therapien teilzunehmen. Wenn es Ihnen am Anfang schwer fällt, können Sie vielleicht einen Angehörigen oder Freund bitten, Sie zu unterstützen.

Es hilft, sich einer Vertrauensperson mitzuteilen. Das gilt insbesondere, wenn Sie Suizidgedanken haben. Bleiben Sie dann möglichst nicht alleine, sprechen Sie mit dem Partner, einer nahestehenden Person, einem Arzt (Hausarzt, Facharzt), einem Psychotherapeuten oder auch einem Pfarrer über Ihre Gefühle. Sie können auch die Telefonseelsorge oder Nottelefone von Behörden wie Gesundheits-, Sozial- oder Jugendamt Ihrer Gemeinde, von entsprechenden Vereinen oder Selbsthilfegruppen kontaktieren, oder auch die psychiatrische Institutsambulanz der nächsten Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Hilfe im Notfall

Telefonseelsorge, deutschlandweit täglich 24 Stunden kostenfrei und anonym erreichbar unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222. Weitere Infos unter www.telefonseelsorge.de

Wenn Sie merken, dass die Situation kritisch wird, gehen Sie in das nächstgelegene Krankenhaus oder rufen Sie den ärztlichen Notdienst. Er ist dafür da, Ihnen auch mitten in der Nacht zu helfen.

Thema Depression

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