Bei etwa jeder fünften Patientin mit Brustkrebs bilden die Tumorzellen besonders viele HER2-Eiweiße an ihrer Oberfläche: Der Tumor ist HER2-positiv. Mit Medikamenten, die sich gegen den HER2-Rezeptor richten, lässt sich dann gezielt eingreifen. Trastuzumab ist das schon am längsten bei Brustkrebs angewandte Medikament aus der vergleichsweise neuen Gruppe zielgerichteter Arzneistoffe.

Diese zielgerichteten Medikamente können - in der Regel parallel zur Chemotherapie – in verschiedenen Phasen der frühen Behandlung gegeben werden: entweder zunächst vor der Brustoperation, also neoadjuvant oder nach der Operation, also adjuvant.

Es hat sich herausgestellt, dass bei HER2-positiven Patientinnen eine neoadjuvante Behandlung mit Trastuzumab und Pertuzumab sowie eine Chemotherapie den Tumor in der Erstbehandlung sogar komplett zum Verschwinden bringen kann. Dies zeigt sich dann am Operationspräparat (Fachbegriff: pathologische Komplettremission, kurz pCR).

Je nach Ergebnis wird die Antikörper-Therapie nach der Operation bis zu einer Therapiedauer von einem Jahr fortgesetzt werden. Sie kann alle drei Wochen als Injektion unter die Haut verabreicht werden.

Nebenwirkungen der zielgerichteten Therapie

Auch bei der zielgerichteten Therapie können Nebenwirkungen auftreten. Bei Trastuzumab zum Beispiel Herzprobleme, Kopfschmerzen oder Durchfälle.


Quellen:

Thema Brustkrebs










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