"Werden jetzt alle Familienmitglieder auf Covid-19 getestet?

Das örtliche Gesundheitsamt entscheidet darüber, ob Ihre Familie getestet wird. Personen, die mit Covid-19-Infizierten in einem Haushalt leben, rät das Gesundheitsamt dringend zu einer Quarantäne.

Wen muss ich über mein positives Testergebnis informieren?

Das örtliche Gesundheitsamt ermittelt ihre Kontakte und entscheidet, wer informiert werden muss.

Versuchen Sie nach Möglichkeit, sich an alle Personen zu erinnern, mit denen Sie in den vergangenen 14 Tagen Kontakt hatten. Besonders wichtig sind Situationen, in denen Sie einen mehr als 10-minütigen Kontakt in einem Raum hatten, zum Beispiel in Meetings, in gemeinsamen Gesprächen im Büro oder beim Zusammenarbeiten, wo man die Abstandsempfehlungen nicht einhalten kann, etwa beim Bäcker, Metzger, im Supermarkt, im Krankenhaus oder im Pflegeheim.

Meine Familie ist nicht infiziert. Worauf müssen wir jetzt achten, damit das so bleibt?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Familienmitglieder gegenseitig anstecken. Falls noch nicht geschehen, sollten Sie sich in Haus oder Wohnung weitestgehend aus dem Weg gehen. Am besten wäre es, wenn die infizierte Person sich in separaten Räumen bewegt und keinen direkten Kontakt mehr zu Familienangehörigen hat. Toilette  und Bad sollten nur zeitlich getrennt genutzt werden, das heißt niemand sollte sich gleichzeitig mit dem Infizierten in dem Raum aufhalten. Anschließend lüften. Ideal wäre ein eigenes Bad.

Halten Sie auch im Haus oder in der Wohnung einen Abstand von 1,5 bis 2 Metern ein und tragen Sie nach Möglichkeit einen Mund-Nasen-Schutz, wenn sich ein Kontakt zur Familie nicht vollständig vermeiden lässt.

Der Patient braucht Pflege. Was müssen Familienangehörige beachten?

Der Patient sollte sein Zimmer nicht mehr verlassen, außer zur täglichen Hygiene oder er muss zur Toilette. Leben Kinder im Haushalt sollte der Kontakt zu ihnen so weit wie möglich eingeschränkt werden. Im Idealfall kümmert sich immer ein und dieselbe Person um den Patienten. Waschen Sie sich nach dem Kontakt zum Patienten gründlich die Hände.

Tragen Sie bei der Pflege zusätzlich eine FFP-2-Maske oder wenigstens einen Mund-Nasen-Schutz. Das verringert das Risiko, etwa wenn der Erkrankte in Ihrer Gegenwart niesen oder husten muss.

Treten bei bisher gesunden Familienmitgliedern Symptome auf, rufen Sie Ihren Hausarzt, die Corona-Hotline Ihres Gesundheitsamtes oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 an und besprechen die weitere Vorgehensweise.

Das Fieber steigt, das Atmen fällt schwer. Kann ich den Rettungsdienst rufen?

Den Krankheitsverlauf einer Covid-19-Infektion kann niemand sicher vorhersagen. "Geht es einem Patienten aber immer schlechter oder bekommt er plötzlich Atemnot und das Fieber steigt, rufen Sie immer den Notarzt unter der Nummer 112", sagt Dr. Michael Barczock, Lungenfacharzt und Pressesprecher des Bundesverbands der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner.

Barczock empfiehlt: "Packen Sie vorab eine Notfalltasche, die im Ernstfall schnell mit ins Krankenhaus genommen werden kann. Positionieren Sie Notfall-Telefonnummern für jeden sichtbar."

Hilft eine besondere Ernährung beim Gesundwerden?

Wer leicht bis moderat an Covid-19 erkrankt ist, ernährt sich weiterhin gesund und ausgewogen. Orientierung bieten die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Erlaubt ist, was schmeckt und gut vertragen wird.

"Essen Sie täglich Gemüse und Obst", sagt Dr. Michael Barczock. Noch wichtiger sei aber eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, so die Diplom-Oecotrophologin Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Als Faustregel gilt: Erwachsene ohne Vorerkrankungen sollten für jedes Grad Körpertemperatur über 37 Grad einen halben bis einen Liter zusätzlich pro Tag trinken.

"Der Richtwert für gesunde Menschen liegt bei 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Geeignete Getränke sind zimmerwarmes Wasser ohne Kohlensäure, Kräuter- und Früchtetees, Brühe und zwischendurch auch mal ein Smoothie", sagt Gahl. Individuelle Nahrungsunverträglichkeiten, Ernährungsgewohnheiten und besondere Bedürfnisse des Kranken sollten beachtet werden.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt folgende Maßnahmen für die häusliche Pflege:

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