Viele Menschen sind verunsichert: Steckt hinter dem Hustenreiz oder der erhöhten Körpertemperatur ein grippaler Infekt oder könnte es doch eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sein? Die Symptome ähneln einander und sind schwer zu unterscheiden.

Person mit Mundschutz im Gewächshaus eines Gartencenter

Coronavirus: Was Sie jetzt wissen müssen

Symptome, Ansteckung, Inkubationszeit, wie Sie sich schützen: Die wichtigsten Informationen zu SARS-CoV-2

Typische Covid-19-Symptome sind:

  • Fieber
  • Husten
  • Schnupfen
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen

Es wurden jedoch noch viele weitere Beschwerden beschrieben, unter anderem Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, Halsschmerzen und Hautausschläge.

Was sollten Sie tun, wenn Sie Symptome haben?

  • Wenn Sie befürchten, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollten Sie auf jeden Fall daheim bleiben, zu anderen Menschen Abstand halten und Hygieneregeln einhalten.
  • Rufen Sie Ihren Hausarzt oder eine andere behandelnde Ärztin an und schildern die Beschwerden. Alternativ können Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 rund um die Uhr erreichen. Weisen Sie im Gespräch daraufhin, wenn Sie zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf gehören. Hatten Sie direkten Kontakt zu jemandem, der nachweislich Covid-19 hat, dann sagen Sie das unbedingt.
  • Haben Sie Atemnot, rufen Sie die 112 an.

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Was passiert dann? Wann wird man getestet?

Anhand der Informationen, die Sie am Telefon mitgeteilt haben oder das Praxispersonal erfragt hat, wird grob eingeschätzt, ob bei Ihnen eine Coronavirus-Infektion vorliegen könnte oder eher eine Erkältung.

Danach wird das weitere Vorgehen besprochen, zum Beispiel ob ein gesonderter Termin außerhalb der Praxis-Sprechzeiten oder in einem separaten Behandlungszimmer infrage kommt oder sogar ein Hausbesuch. Und auch, ob Sie auf das Coronavirus getestet werden. Wichtig ist auch, keine anderen Patienten und Patientinnen in der Arztpraxis zu gefährden.

Ein Test auf SARS-CoV-2 ist laut Robert Koch-Institut unter anderem dann angezeigt, wenn

  • Sie schwere Symptome einer Atemwegsinfektion haben, wie starker Husten, Atemnot oder Fieber
  • Ihr Geruchs- und Geschmacksempfinden gestört ist
  • Sie Beschwerden haben und direkten Kontakt zu jemandem hatten, der Covid-19 hat
  • Sie typische Symptome haben und zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf gehören

Wichtig: Auf dem Weg zur Praxis sollten Sie keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, um nicht weitere Menschen anzustecken. Falls Sie kein Auto zur Verfügung haben, besprechen Sie am besten mit der Arztpraxis, ob zum Beispiel ein Hausbesuch möglich ist.

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Begründeter Verdacht

Bei einem begründeten Verdacht kontaktiert der Haus- oder Bereitschaftsarzt das zuständige Gesundheitsamt. Das weitere Vorgehen kann dann regional unterschiedlich sein und hängt auch von Ihrem Gesundheitszustand ab. In den meisten Fällen müssen Sie zu Hause bleiben bis das Testergebnis da ist und solange Sie Symptome haben.

Wenn eine Krankenhaus-Einweisung sinnvoll erscheint, kann der Arzt oder die Ärztin diese – wenn möglich in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt – veranlassen, sodass Sie unter Schutzvorkehrungen transportiert und in der Klinik isoliert werden können.

Positives Testergebnis: Quarantäne

Den Abstrich schicken die Ärzte an ein Labor. Das Ergebnis liegt meist bereits ein bis zwei Tage später vor. Ist es positiv, also die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt, wird es dem Gesundheitsamt gemeldet. Dieses leitet sofortige Schritte ein und koordiniert die nötige Quarantäne, also die isolierte Unterbringung und Behandlung.

Sie sollten während der Quarantäne unter anderem darauf achten, einen Mund-Nasenschutz zu tragen, sofern Sie nicht alleine leben, sich regelmäßig die Hände waschen und in die Armbeuge husten oder niesen. Leben Sie mit anderen Menschen zusammen, sollten Sie versuchen, Abstand zu ihnen zu halten bzw. sich in einem separaten Zimmer aufzuhalten. Lüften Sie regelmäßig. Geht es Ihnen schlechter, rufen Sie den Hausarzt an!

Menschen, die zum Beispiel mit der positiv getesteten Person in einem Haushalt leben, zählen zu den sogenannten Kontaktpersonen der Kategorie I. Für sie gilt ebenfalls, bestimmte Vorsichtsmaßnahmen und Abstandsregeln innerhalb der Wohnung einzuhalten. Treten bei ihnen Symptome auf, sollte ebenfalls ein Test nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

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Quellen:

Robert Koch-Institut: COVID-19: Bin ich betroffen und was ist zu tun?Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger. Online: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Buerger/Orientierungshilfe_Buerger_de.pdf?__blob=publicationFile (Abgerufen 01/2021)

Robert Koch-Institut: COVID-19-Verdacht: Testkriterien und Maßnahmen. Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte. Online: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Massnahmen_Verdachtsfall_Infografik_DINA3.pdf;jsessionid=636EEFF1F7D9772F472F36CC08F2435A.internet061?__blob=publicationFile (Abgerufen 01/2021)

Robert Koch-Institut: Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung. Online: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Flyer_Patienten.pdf;jsessionid=2C370A57415C9098AED5B3E484D8F7BA.internet082?__blob=publicationFile (Abgerufen 01/2021)