Die gelockerten Maßnahmen in der Corona-Pandemie sind deutlich zu spüren: Die Testpflicht in Kitas und Schulen ist wegfallen und auch die Maskenpflicht wurde in vielen Bereichen wie Einkaufszentren, Supermärkten und Schulen aufgehoben.

Was für viele Menschen nach Freiheit klingt, birgt für Risikogruppen eine ernste Gefahr. Denn die Bedrohung einer Ansteckung ist aufgrund der noch immer hohen Infektionszahlen längst nicht gebannt – und wird durch die Lockerungen der Schutzmaßnahmen weiter erhöht. Für Risikogruppen kann eine Infektion jedoch lebensbedrohliche Folgen haben.

Gegenseitige Rücksichtnahme im Alltag

Zu diesen gefährdeten Patientengruppen zählen auch Menschen mit angeborenen Herzfehlern. Darauf weist das Aktionsbündnis Angeborene Herzfehler anlässlich des Tags des herzkranken Kindes am 5. Mai hin. In einer Pressemitteilung appelliert das Bündnis daher unter dem Motto „Gemeinsam aus der Pandemie – nicht einsam!“ an gegenseitige Rücksichtnahme im Alltag. So betont der Sprecher des Aktionsbündnisses Kai Rüenbrink: „Für Risikogruppen kann die Maske lebenswichtig sein. Nicht nur, dass sie selbst eine Maske tragen und Abstand halten, sondern auch ihr nahes Umfeld wie Familienangehörige, Lehrer, Mitschüler und Arbeitskollegen.“

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Maskentragen weiter empfohlen

Vor allem, dass in Bereichen des täglichen Bedarfs wie Supermärkten oder auch in der Schule keine Maskenpflicht mehr herrscht, gefährdet die Gesundheit von Betroffenen. Sie sind nun vor allem auf die Solidarität ihrer Mitmenschen angewiesen.

Denn für einen wirkungsvollen Effekt ist es wichtig, dass möglichst alle Personen in einem Raum eine medizinische Maske tragen. Daher empfiehlt auch das Robert Koch-Institut weiterhin in bestimmten Situationen das Tragen einer Maske, um sich und andere – insbesondere Risikogruppen – zu schützen.

Pro Jahr 6.000 Kinder mit angeborenem Herzfehler

Jedes Jahr kommen in Deutschland etwa 6.000 Kinder mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Das Spektrum der unterschiedlichen Fehlbildungen ist groß. Besonders häufig ist etwa ein Loch in der Herzscheidewand. Patienten und Patientinnen mit angeborenen Herzfehlern klären am besten mit Ihrem behandelnden Arzt oder der Ärtzin, welches Risiko für Sie von einer Covid-19-Erkrankung ausgeht und wie Sie sich sinnvoll schützen können.

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