Diabetes Ratgeber

Eine krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader (Bauchaorten-Aneurysma) kommt vor allem bei älteren Männern vor. Auch Rauchen, Bluthochdruck, schlechte Blutfettwerte und eine familiäre Belastung erhöhen das Risiko.

Ein Bauchaorten-Aneurysma entsteht fast immer, ohne dass man etwas davon spürt. Hat das Aneurysma eine bestimmte Größe erreicht, kann es platzen.

Das ist lebensgefährlich!

Die Hauptschlag- ader (Aorta) kann sich im Bauchbereich erweitern, ohne dass man etwas davon spürt

Die Hauptschlag- ader (Aorta) kann sich im Bauchbereich erweitern, ohne dass man etwas davon spürt

Mit einer einfachen Ultraschalluntersuchung lässt sich der Gefäßschaden früh erkennen. Falls nötig, wird das Aneurysma durch eine Operation ausgeschaltet und so die Gefahr gebannt.

1. Ab zum Arzt! Zur Ultraschall-Untersuchung

Sowohl Haus- als auch Fachärzte können die Ultraschall-Untersuchung der Bauchaorta vornehmen. Sie ist völlig schmerzfrei.

2. Die Untersuchung

Der Arzt ermittelt durch Ultra­schall den Durchmesser der Aorta an ihrer dicksten Stelle

Bauchschlagader dünner als 3 Zentimeter:
alles okay. Keine weiteren Kontrollen.

Durchmesser von 3 bis 4 Zentimetern:
jährliche Kontrollen. 4 bis 5,5 Zentimeter: halbjährliche Kontrollen.

Ab einem Durchmesser von 5,5 Zentimetern:
Die Bauchaorta muss operiert werden, bei sackförmigen Erweiterungen bereits ab 5 Zentimetern.

3. Die Behandlung

Es gibt zwei OP-Verfahren für Bauchaorten-Aneurysmen:

  • Endovaskuläre Methode
  • Offene Methode
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Endovaskuläre Methode

Mithilfe eines Gefäßkatheters schiebt der Arzt ein Stent-Implantat bis zum Aneurysma vor.
Blut fließt nur noch durch das Implantat. Das Aneurysma ist ausgeschaltet.

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Offene Methode

Der Chirurg ersetzt die erweiterte Bauchschlagader durch eine Kunststoffprothese.

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