Bänderriss im Knie

Knie verdreht? Heftige Knieschmerzen? Oft sind dann Bänder im Knie gerissen, zum Beispiel Kreuzband, Innenband oder Außenband. Kreuzbandrisse (Kreuzbandrupturen) gehören zu den häufigen Sportverletzungen

aktualisiert am 16.05.2018

Schmerzhafter Sportunfall: Leicht kommt es dabei zu einem Bänderriss – einer Bandruptur – im Knie


Bänderriss am Knie - kurz zusammengefasst

Innerhalb des Kniegelenkes gibt es vier Bandstrukturen. Bei einer starken Überdehnung der Bandstrukturen im Kniegelenk, meist bedingt durch einen Sportunfall, können die Bänder der Belastung nicht standhalten und einreißen oder komplett durchreißen. Hauptsymptom ist ein akuter heftiger Schmerz direkt nach dem Ereignis. Begleitend kann eine Bewegungseinschränkung, Belastungsunfähigkeit und ein Gelenkerguss bestehen. Der Arzt untersucht das Kniegelenk, Röntgenuntersuchungen und Magnetresonanztomografie ergänzen die Diagnostik. Die Therapie richtet sich nach dem Befund, also welche Bänder in welchem Ausmaß betroffen sind und reichen über eine Ruhigstellung und Schonung (konservative Therapie) bis hin zur operativen Versorgung.

Was ist ein Bänderriss im Knie?

Das Kniegelenk wird durch mehrere Bandstrukturen stabilisiert: das Außenband, das Innenband, das vordere und das hintere Kreuzband. Vor allem bei Sportunfällen können diese Bandstrukturen stark überdehnt werden und teilweise oder ganz reißen (Bänderriss, Bandruptur). Es kann nur zum Einriss eines einzelnen Bandes kommen (isolierte Ruptur), häufig sind aber mehrere Strukturen betroffen, es findet sich dann auch oft eine Meniskusverletzung. Insbesondere Sportarten mit einem fixierten Fuß wie Skifahren oder Fußballspielen mit Stollenschuhen stellen ein erhöhtes Risiko dar.

Hintergrundinformation - Das Kniegelenk

Das Kniegelenk kann gebeugt und gestreckt, sowie im Beugezustand auch leicht gedreht werden. Es ist großen Belastungen ausgesetzt und muss gleichzeitig genügend Beweglichkeit bieten. Knöchern setzt sich das Kniegelenk aus dem Oberschenkelknochen (Femur), dem Schienbein (Tibia) und der Kniescheibe (Patella) zusammen. Überzogen sind der Oberschenkelknochen und das Schienbein mit Knorpelgewebe, der Gelenkspalt beträgt nur wenige Millimeter. Stabilisiert wird das Kniegelenk durch die umgebende Kapsel sowie mehrere Bänder (seitliche Kollateralbänder, vorderes und hinteres Kreuzband). Das vordere Kreuzband entspringt am Unterschenkel vorne und zieht durch das Kniegelenk zum Oberschenkel nach hinten. Das hintere Kreuzband zieht vom Oberschenkel vorne zum Unterschenkel hinten, die beiden Bänder kreuzen sich also, daher der Begriff Kreuzband. Die Menisken bestehen aus Knorpelgewebe und dienen zur Abpufferung und Drehbewegungen sowie zur Vergrößerung der Gelenkflächen. Es gibt zwei Menisken (Innenmeniskus, = Meniscus medialis und Außenmeniskus = Meniscus lateralis), der Innenmensikus ist mit dem Innenband verwachsen und daher unbeweglicher und verletzungsanfälliger.

Ursachen für einen Bänderriss:

Ein Bänderriss im Knie kann auftreten, wenn Bänder über ihre Elastizitätsgrenze hinaus strapaziert werden. Wird diese Grenze nur geringfügig überschritten, kommt es zu einer Dehnung oder einer Zerrung des Bands. Bei stärkerer Krafteinwirkung reißt das Band schließlich teilweise (Teilriss, Teilruptur) oder vollständig (komplette Ruptur, vollständiger Bänderriss).

Die ungesunde Krafteinwirkung entsteht meistens bei Unfällen, hauptsächlich Sportunfällen. Manchmal reißen dabei sogar mehrere Bänder gleichzeitig. Zusätzlich können Knorpel, Menisken, Gelenkkapsel oder Knochen verletzt sein.

Wissenschaftler nehmen an, dass manche Menschen ein höheres Risiko für Bänderrisse haben als andere. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Möglicherweise liegen sie zum Teil schon in den Erbanlagen. Frauen sind bezüglich vorderer Kreuzbandrisse (Kreuzbandrupturen) gefährdeter als Männer. Auch die individuelle Fitness spielt wohl eine Rolle. Das Risiko für Bandverletzungen steigt außerdem an, wenn das Aufwärmtraining vor dem Sport nur mangelhaft ist.

Typische Sportunfälle: So kommt es zu einem Bänderriss

Meistens reißen die Bänder im Knie – insbesondere das vordere Kreuzband – durch ein indirektes Trauma. Das bedeutet: Bei einem Sportunfall ist kein weiterer Sportler beteiligt.

Das geschieht zum Beispiel bei einem Sprung oder einem allzu abrupten Richtungswechsel: Der Sportler stoppt aus vollem Lauf heraus ganz plötzlich, weil er seine Laufrichtung ändern möchte. Sein Fuß haftet fest auf dem Boden, das Knie ist gestreckt oder nur leicht gebeugt, das Bein in leichter "X-Bein-Stellung" – der Oberkörper wendet sich jedoch schon mit Schwung in die neue Richtung. Folge: Das Knie verdreht sich zu stark. Die Bänder geben nach. Sportarten wie Fußball, Handball, Basketball, Tennis oder Squash bieten reichlich Gelegenheit für solche verhängnisvollen Manöver.

Auch Skifahrer haben ein erhöhtes Risiko, sich das Kniegelenk zu verletzen. Beispiel: Ein Skifahrer fährt in einem Bogen hangaufwärts. Da macht sich der Tal-Ski selbstständig und fährt – samt Fuß – in eine andere Richtung hangabwärts. Die Folge: Das Kniegelenk wird übermäßig nach außen überdreht, die Bänder strapaziert. Oder: Bei einem Sturz lösen sich die Bindungen nicht rechtzeitig. Die Skier fallen samt Füßen in unterschiedliche Richtungen und wirken wie ein Hebel auf das Kniegelenk, verstärken die Verdrehung über die Verletzungsgrenze hinaus.

 

Einteilung der Bandverletzungen:

  • Vordere Kreuzbandruptur: Ein vorderer Kreuzbandriss kann isoliert oder in Kombination mit einer Mehrfachverletzung auftreten und ist eine typische Sportverletzung, vor allem bei Sportarten mit fixiertem Fuß.
  • Hintere Kreuzbandruptur: Der insgesamt seltene hintere Kreuzbandriss (die hintere Kreuzbandruptur) entsteht häufiger durch direkte Traumen, also Gewalteinwirkung von außen: Dazu gehören Verkehrsunfälle oder Zusammenstöße zwischen den Spielern bei Mannschaftssportarten. Meistens ist die Knieverletzung dann insgesamt schlimmer: Außer dem hinteren Kreuzband sind oft noch weitere Gelenkstrukturen verletzt.
  • Innenbandruptur: Sie gehören zu den häufigsten Sportunfällen. Häufig finden sich begleitend Verletzungen mit knöchernem Ausriss des Bandes, ein vorderer Kreuzbandriss und/oder Innenmeniskuseinriss. Bei der Verletzung aller drei oben genannter Strukturen (Innenband, Innenmeniskus und vorderes Kreuzband) spricht man vom sogennanten "unhappy triad" (unglückliche Triade).
  • Außenbandruptur: Reine Seitenbandrisse sind ausgesprochen selten. Wenn das Außenband gerissen ist findet sich meist eine komplexere Verletzung des Kapsel-Band-Apparates und der Kreuzbänder.

 

 

Symptome einer Bandverletzung:

Kommt es zu einer Bandruptur im Kniegelenk ist manchmal sogar das Abreißen des Bandes laut hörbar. Weitere Symptome, die auf einen teilweisen oder vollständigen Bänderriss hindeuten, sind:

  • Schmerzen: Bei einem Bänderriss im Knie treten heftige, sofort nach dem Ereignis einsetzende Schmerzen auf, welche im Verlauf wieder nachlassen können.
  • Schwellung: Nach der Bandruptur bildet sich häufig eine Schwellung im Kniegelenk. Ursache ist ein Gelenkerguss durch vermehrte Flüssigkeitsansammlung oder eine Einblutung in das Gelenk (Hämarthros).
  • Bewegungseinschränkung: Aufgrund der Schmerzen, einer begleitenden Schwellung und einer Instabilität ist das Kniegelenk deutlich weniger belastbar und in seiner Beweglichkeit eingeschränkt.
  • Instabilität: Nach einem vollständigen Bänderriss im Knie kann das Gelenk eine Instabilität aufweisen. Je nachdem, welches Band von einem Riss betroffen ist, unterscheidet sich diese Instabilität. Meist tritt diese aber erst nach Wochen oder Monaten auf. Bei einer vorderen Kreuzbandruptur besteht das Gefühl, dass das Gelenk oder der Unterschenkel nach vorne wegrutschen könnte. Auch ein "Wegknickgefühl" ("giving-way") kann bestehen. Bei einem Riss des Außen- oder Innenbands ist die seitliche Stabilität des Knies beeinträchtigt.

Symptomarm: Chronische Bandverletzungen

Wird eine Bandverletzung im Knie ignoriert, kann das Knie dauerhaft instabil werden. Wer sich das Knie verletzt, sollte lieber einen Arzt aufsuchen. Vor allem unbehandelte Bänderrisse bergen ein erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Gelenkverschleiß (Knie-Arthrose).

Diagnose einer Bandverletzung:

Der Arzt erkundigt sich zunächst nach den Beschwerden des Patienten und nach Auslösern (Unfallmechanismus). Auch die Krankengeschichte des Patienten ist von Interesse.

Untersuchung des Knies:

Die Symptome bei einer Bandruptur können den Beschwerden bei einer Bänderdehnung ähneln. Deshalb wendet der Arzt bestimmte orthopädische Tests (Stabilitätsuntersuchungen) an. Sie helfen, diese Unterscheidung zu treffen. Diese Tests prüfen das Kniegelenk auf abnorme Beweglichkeit, also vermehrte Beweglichkeit. Ein unnatürlich großer Bewegungsspielraum im Knie deutet stark darauf hin, dass ein Band gerissen ist. Ist das Gelenk zum Beispiel seitlich "aufklappbar", hat es hier also mehr Spiel als üblich, könnte das auf die Verletzung eines Seitenbandes hindeuten.

Gängige Stabilitätstests sind der sogenannte Lachman-Test und der Schubladen-Test. Sie dienen zur Diagnose beziehungsweise zum Ausschluss von Kreuzbandrissen (Kreuzbandrupturen). Beim Schubladentest prüft der Arzt, ob der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel stärker als üblich nach vorne oder nach hinten verschoben werden kann (Schubladenphänomen).

Da sich die Bewegungsspielräume im Knie von Person zu Person unterschieden, nehmen Mediziner als Vergleichswert für das normale Bewegungsausmaß das intakte Gelenk. Sie überprüfen also beide Kniegelenke im Vergleich.

Bildgebende Verfahren:

Röntgenuntersuchung: Das Röntgenbild dient vor allem dem Ausschluss von knöchernen Begleitverletzungen und wird bei jeder Kniegelenksverletzung angefertigt. Die Bänder selbst sind im Röntgenbild nicht darstellbar.

Magnetresonanztomographie (MRT): Die MRT-Untersuchung hat eine hohe Aussagekraft, da nicht nur die Bänder beurteilt werden können, sondern auch das Ausmaß der Verletzung, Ergussbildung und kleinste Knorpel- und Knochenschäden. Das MRT wird vor allem bei komplexeren Verletzungen eingesetzt.

Die Computertomografie (CT) und Ultraschall-Untersuchungen können bei speziellen Fragestellungen ebenfalls zum Einsatz kommen.

Gelenkpunktion:

Hat sich ein großer Erguss im Kniegelenk gebildet, entnimmt der Arzt eventuell einen Teil der Flüssigkeit per Hohlnadel, um das Knie zu entlasten (Gelenkpunktion). Hierdurch ist eine Druckentlastung möglich, wodurch es zur Schmerzmilderung kommt. Gleichzeitig erhöht sich die Gelenkbeweglichkeit und damit die Möglichkeit einer besseren Untersuchung des Kniegelenkes. Die Analyse der entnommenen Flüssigkeit kann Hinweise für die Diagnose liefern: Findet sich Blut im Gelenkerguss, macht das einen Bänderriss wahrscheinlicher.

Therapie der Bandverletzungen:

Direkt nach einem Sportunfall hat sich die sogenannte PECH-Regel bewährt. Diese steht für:

  • P = Pause. Die betroffene Partie schonen
  • E = Eis, also Kühlen (Achtung: Eis nicht direkt auf die Haut legen, sonst drohen Erfrierungen)
  • C = Compression: Elastischen Druckverband anlegen
  • H = Hochlagern des betroffenen Beines

Bei Knieverletzungen sollte ein Arzt aufgesucht werden um die genaue Diagnose zu sichern.

Bänderriss: Welche Therapie ist die richtige?

Ein Bänderriss kann konservativ, also ohne operativen Eingriff oder operativ versorgt werden. Die Entscheidung, welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt unter anderem vom Ausmaß der Verletzung ab.

Weitere Punkte, die eher für eine Operation sprechen, sind:

  • Das Kniegelenk hat keine ausreichende Stabilität mehr
  • Die Verletzung ist kompliziert oder ausgedehnt, betrifft zum Beispiel noch weitere Gelenkstrukturen oder den Knochen
  • Der Patient ist noch jung und kann einen Eingriff voraussichtlich sehr gut überstehen
  • Der Patient übt einen Sport oder einen Beruf aus, der seine Knie stark beansprucht

Handelt es sich um eine (ältere) unkomplizierte Bandverletzung bei einem älteren Patienten, der von seinen Knien keine Höchstleistungen mehr fordert, und hat das Knie weiterhin eine ausreichende Stabilität, kann eine konservative Behandlung durchaus zufriedenstellende Ergebnisse bringen.

Es gibt aber keine allgemeine Altersgrenze für eine Operation. Wer also seine Knie trotz fortgeschrittenen Alters noch intensiv beanspruchen will oder muss, kann sich durchaus für einen Eingriff entscheiden – vorausgesetzt, es spricht sonst nichts dagegen.

Konservative Therapie:

Die konservative Therapie, also nichtoperativ, besteht hauptsächlich in einer Ruhigstellung des betroffenen Kniegelenks. Dazu verordnet der Arzt zum Beispiel eine (bewegliche) Schiene, eine sogenannte Orthese, oder Gehstützen. Meist dauert die Behandlung mehrere Wochen.

Medikamente können die Symptome lindern. Der Arzt empfiehlt dazu schmerzlindernde, entzündungshemmende und abschwellende Arzneien.

Ganz wichtiges Therapieelement ist die anschließende Kräftigung der Beinmuskulatur. Sie verleiht dem Gelenk zusätzliche Stabilität. Denn nicht jedes Band wächst von alleine wieder zusammen. Seine Funktion müssen dann andere Bänder und Muskeln zumindest teilweise übernehmen.

Operative Therapie:

Die Operation am Knie erfolgt üblicherweise minimalinvasiv, in "Schlüssellochtechnik" über eine  Gelenkspiegelung (Arthroskopie). Das bedeutet, der Arzt setzt sehr kleine Schnitte, durch welche dünne optische Instrumente (eine Kamera zur Bildgebung) und Operationsinstrumente in das Gelenk eingeführt werden (siehe Grafik oben). Der Eingriff kann stationär oder ambulant erfolgen.

Im Rahmen einer solchen Gelenkspiegelung (Arthroskopie) können die Ärzte das Gelenk genau inspizieren. Gleichzeitig kann hierüber die Therapie erfolgen. Zum Beispiel kann bei einer vorderen Kreuzbandruptur das Band durch ein neues aus körpereigenem oder sehr selten aus körperfremdem Material rekonstruiert werden. Dafür werden Teile gesunder Sehnen aus der Beinmuskulatur des Patienten oder aus der Kniescheibensehne (Patellasehne) in einem offenen Eingriff entnommen und als Ersatz für das gerissene Band eingesetzt und verankert.

Ebenso können eventuelle Verletzungen an Knochen, Gelenkkapsel oder Menisken gesehen und therapiert weren.

Eventuell gehen Ärzte auch in Etappen vor: Zunächst untersuchen sie zum Beispiel das verletzte Gelenk per Gelenkspiegelung, entfernen dabei gleich die Bandstümpfe des gerissenen Bandes, nähen den abgerissenen Meniskus wieder an oder entfernen ihn teilweise. Der Patient erhält anschließend über einige Wochen Physiotherapie, bis das Gelenk ganz abgeschwollen ist. Dann erfolgt – per erneuter Arthroskopie – die eigentliche Reparatur des Bandes. Die Operation sollte nur stattfinden, wenn das Gelenk nicht überwärmt oder gerötet und wieder normal beweglich ist.

Unterstützt die Heilung: Krankengymnastik

An die – konservative oder operative – Versorgung eines Bänderrisses im Knie schließt sich in der Regel eine Physiotherapie an. Diese Anschlussbehandlung soll die Heilung unterstützen und beschleunigen, die beeinträchtigte Stabilität des Knies möglichst rasch wiederherstellen. Wichtigstes Element sind gezielte Übungen zum Muskelaufbau (Krankengymnastik).

Auch Koordinationstraining ist wichtig. Es versetzt den Patienten in die Lage, ungünstige Bewegungen besser abzufangen, die das Knie gefährden könnten. Zudem hilft es, Defizite auszugleichen, die durch den Verlust eines "natürlichen" Bandes entstanden sind. Denn gesunde Bänder geben dem Körper über eingebaute Messfühler jederzeit Rückmeldung über die genaue Position der Gliedmaßen. Fehlt diese eingebaute Kontrolle, muss sich der Organismus erst auf die neue Situation einstellen.

Das Kniegelenk wird ganz allmählich wieder an wachsende Belastungen gewöhnt. Es kann bis zu einem Jahr vergehen, bis das Kniegelenk nach einem Bänderriss wieder die volle Sporttauglichkeit erreicht hat. Wann das Knie im individuellen Fall wieder voll einsatzbereit ist, weiß der behandelnde Arzt.

Eine Bänderverletzung kann zu einem vorzeitigen Verschleiß des Kniegelenks führen – vor allem dann, wenn sie nicht richtig ausheilt. Insbesondere Kreuzbandrisse (Kreuzbandrupturen) begünstigen eine spätere Knie-Arthrose.

Unser beratender Experte:

Prof. Dr. Martin Engelhardt, Facharzt für Orthopädie, ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie am Klinikum Osnabrück. Er war viele Jahre Präsident der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) und leitender Orthopäde der Deutschen Olympia-Mannschaft. In jüngeren Jahren war Engelhardt selbst aktiver Leistungssportler im Schwimmen und im Triathlon.

Quellen:

  • Engelhardt M., Sportverletzungen: Diagnose, Management und Begleitmaßnahmen, 3. Auflage, Urban & Fischer/Elsevier, 2016
  • Siewert, Chirurgie, "Verletzungen des Kniegelenkes", S. 856-865, 8. Auflage, Springer-Verlag
  • Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie, Vordere Kreuzbandruptur; http://www.dgu-online.de/patienteninformation/haeufige-diagnosen/sportler/vordere-kreuzbandruptur-vorderer-kreuzbandriss.html (abgerufen am 18. April 2018)
  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., Vordere Kreuzbandruptur; http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/012-005l_S1_Vordere_Kreuzbandruptur_2014-06_01.pdf (abgerufen am 18. April 2018)

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.