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Rosskastanie: Hilfreich gegen Venenschwäche?

Rosskastanienextrakte sollen die Funktion der Venen unterstützen und gegen Krampfadern helfen

von Dr. Martina Melzer, Dr. Martin Allwang, aktualisiert am 15.12.2020

Rosskastanie – kurz erklärt

Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) enthält Substanzen, die wahrscheinlich die Gefäßwände abdichten und Entzündungen eindämmen können. Sie kommt bei einer leichten Venenschwäche oder bei Krampfadern aber nur ergänzend zur Standardtherapie infrage.

Rosskastanie (Aesculus)

Welche Inhaltsstoffe kommen in der Rosskastanie vor?

Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Rosskastaniensamen. Sie enthalten ein komplex zusammengesetztes Saponingemisch. Ein Anteil davon heißt Aescin. Dieser Wirkstoffkomplex besteht aus mehr als 30 verschiedenen Einzelsubstanzen.

Gegen was hilft die Rosskastanie?

  • Leichte Venenschwäche und Krampfadern

In Laborversuchen weist Aescin verschiedene Effekte auf: Es dichtet die Gefäßwände ab und verhindert so, dass sich Wasser im Gewebe ansammelt. Außerdem wirkt es leicht entzündungshemmend. Aus diesen Gründen kommen Extrakte aus Rosskastanien in pflanzlichen Mitteln gegen Beschwerden bei Venenschwäche und Krampfadern vor.

Entsprechende Salben, Gels, Kapseln oder Tabletten können jedoch lediglich milde Symptome lindern. Zum Beispiel, wenn die Knöchel abends leicht angeschwollen sind oder sich die Beine schwer anfühlen. Ähnlich wie die Rosskastanie wirkt rotes Weinlaub.

Wichtig: Rosskastanienextrakte ersetzen nicht die Standardtherapie – wie etwa das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Die pflanzliche Medizin kommt lediglich unterstützend infrage. Treten oben genannte Symptome neu oder verstärkt bei Ihnen auf, dann gehen Sie bitte zum Arzt oder zur Ärztin.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Zubereitungen aus Rosskastanie rufen nur selten Nebenwirkungen hervor. Meist handelt es sich dann um Magenbeschwerden, bei Anwendung auf der Haut um Juckreiz.

Wer gerinnungshemmende Mittel einnehmen muss, darf Rosskastanie nur in Rücksprache mit dem Arzt verwenden.

Wichtig: Lassen Sie sich zu Dosierung, Anwendung und unerwünschten Effekten der Heilpflanze in der Apotheke beraten.

Quellen:

Wichtl M: Teedrogen und Phytopharmaka. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2016