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Hashimoto-Thyreoiditis

Dieser Text informiert in Einfacher Sprache zum Thema: Hashimoto-Thyreoiditis.

27.01.2020

Was ist eine Hashimoto-Thyreoiditis?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Erkrankung der Schilddrüse. Die Schilddrüse ist ein Organ im Hals. Die Schilddrüse befindet sich unter dem Kehlkopf an der Luftröhre. Die Schilddrüse produziert wichtige Hormone.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Chronisch bedeutet: Die Entzündung entwickelt sich langsam und bleibt oft sehr lange Zeit.

Die Hashimoto-Thyreoiditis führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Das bedeutet: Die Schilddrüse produziert dann nicht mehr genug Hormone.

Eine Hashimoto-Thyreoiditis bekommen Menschen oft im Alter von 30 bis 50 Jahren. Frauen bekommen die Krankheit häufiger als Männer. Frauen bekommen die Krankheit oft in den Wechseljahren. Deshalb wird die Krankheit manchmal übersehen. Die Frauen denken dann vielleicht: Diese Beschwerden kommen auch von den Wechseljahren.

Wie kann man eine Hashimoto-Thyreoiditis erkennen?

Die Krankheit verläuft zunächst lange Zeit ohne Anzeichen. Zu Beginn kann der Körper den Hormonspiegel nämlich noch halten.

In manchen Fällen gibt die Schilddrüse zunächst große Mengen an Schilddrüsenhormonen ab. Deshalb kann der Patient Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion haben wie zum Beispiel:

  • Unruhe und Nervosität
  • Gewichtsverlust
  • Haarausfall
  • Durchfall
  • Herzklopfen
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Schlafstörungen

Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann die Schilddrüse immer weniger Hormone produzieren. Dann können die Patienten Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion haben wie zum Beispiel:

  • Müdigkeit
  • Gewichtszunahme
  • sehr trockenes Haar
  • Heiserkeit
  • Verstopfung
  • niedriger Puls
  • trockene Haut
  • Schwellungen im Gesicht
  • Schwellungen an den Armen und Beinen
  • bei Frauen: Zyklusstörungen

Die Hashimoto-Thyreoiditis tritt häufig mit anderen Erkrankungen zusammen auf. Die anderen Erkrankungen können auch Beschwerden verursachen.

Hinweis: Die Erkrankung kann viele verschiedene Anzeichen haben. Sie denken: Ich habe vielleicht Hashimoto-Thyreoiditis? Dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Der Arzt untersucht Sie und gibt Ihnen alle wichtigen Informationen.

Was sind die Ursachen einer Hashimoto-Thyreoiditis?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung. Das heißt: Das Immunsystem arbeitet gegen den eigenen Körper. Normalerweise wehrt das Immunsystem Krankheitserreger ab. Dafür bildet das Immunsystem im Körper Abwehrstoffe. Manchmal bildet das Immunsystem diese Abwehrstoffe gegen körpereigene Zellen. Dazu sagt man auch: Autoimmunerkrankung.

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis greift das Immunsystem das gesunde Gewebe der Schilddrüse an. Dadurch wird das Gewebe beschädigt.

Experten wissen bislang nicht: Warum greift das Immunsystem plötzlich das gesunde Gewebe an?

Eine Ursache für die Hashimoto-Thyreoiditis kann Veranlagung sein: Ihre Verwandten haben eine Schilddrüsenerkrankung? Dann ist Ihr Risiko für Hashimoto-Thyreoiditis erhöht.

Große Mengen Jod können die Krankheit verschlechtern. Jod ist zum Beispiel oft in Salz. Sie haben eine Schilddrüsenerkrankung? Oder nahe Verwandte haben eine Schilddrüsenerkrankung? Dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie erst danach zusätzliches Jod ein.

Hashimoto-Thyreoiditis tritt oft zusammen mit anderen Autoimmunerkrankungen auf. Andere Autoimmunerkrankungen sind zum Beispiel:

  • Weißfleckenkrankheit
  • Zöliakie
  • Diabetes Typ 1

Sie haben eine dieser Erkrankungen? Und Sie haben unklare Beschwerden? Dann sollten Sie vielleicht Ihre Schilddrüse untersuchen lassen.

Was können Sie bei einer Hashimoto-Thyreoiditis tun?

Die Schilddrüse produziert zu wenig Hormone? Dann verschreibt der Arzt Ihnen L-Thyroxin. L-Thyroxin ist ein Schilddrüsenhormon. Betroffene Personen müssen dieses Hormon oft ein Leben lang nehmen. Deshalb überprüft der Arzt dann regelmäßig die Blutwerte der betroffenen Person.

Für Personen mit Hashimoto-Thyreoiditis gibt es keine besondere Ernährung. Aber die Krankheit kann mit einer Zöliakie auftreten. Bei der Zöliakie vertragen Personen kein Gluten. Gluten ist zum Beispiel in:

  • Weizen
  • Roggen
  • Dinkel
  • Bulgur

Sie haben Magen-Darm-Beschwerden nach dem Essen von Getreide? Dann sollten Sie sich von Ihrem Arzt auf Zöliakie untersuchen lassen.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Sie wollen noch mehr über die Hashimoto-Thyreoiditis lesen? Mehr Informationen über Hashimoto-Thyreoiditis finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

Achtung: In diesem Text finden Sie nur allgemeine Informationen. Der Text ersetzt den Besuch beim Arzt nicht. Nur ein Arzt kann Ihnen genaue Informationen geben. Sie fühlen sich krank? Oder Sie haben Fragen zu einer Krankheit? Dann sollten Sie immer zum Arzt gehen.

Einfache Sprache Siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.