Was sind Kopfläuse?

Läuse sind sehr kleine Tiere. Zu Läusen sagt man auch Parasiten. Parasiten leben auf dem Körper von Menschen. Dort ernähren sie sich vom Blut des Menschen.

Mit dem bloßen Auge kann man Läuse kaum sehen. Läuse sehen aus wie durchsichtige oder hellbraune Punkte. Läuse können nicht fliegen oder springen. Aber Läuse können sehr schnell krabbeln.

Es gibt verschiedene Arten von Läusen. Am häufigsten bekommen Menschen Kopfläuse. Kopfläuse leben auf dem Kopf der betroffenen Person. Sie klammern sich mit ihren Beinen an den Haaren fest. Sie beißen in die Kopfhaut und ernähren sich vom Blut. Deshalb juckt die Kopfhaut bei einem Lausbefall. Die Läuse kleben ihre Eier an den Haaransatz nahe der Kopfhaut. Die Eier nennt man auch: Nissen.

Was sind die Ursachen von Kopfläusen?

Kinder bekommen öfter Läuse als Erwachsene. Manchmal stecken Kinder beim Spielen die Köpfe zusammen. Dabei können die Läuse von einem Kopf auf den Kopf eines anderen Kindes krabbeln. Manchmal stecken sich Kinder aber auch über Gegenstände an. Zu diesen Gegenständen gehören zum Beispiel:

  • Mützen
  • Fahrradhelme
  • Kopfkissen
  • Haarbürsten

Eine betroffene Person hat zum Beispiel eine Mütze getragen und eine andere Person setzt diese Mütze auf? Dann kann sich die andere Person mit den Kopfläusen anstecken. Auf Gegenständen überleben Kopfläuse höchstens 2 Tage. Länger können sie ohne Nahrung nicht überleben.

Kopfläuse sind kein Zeichen von schlechter Körperpflege. Sie können sich auch bei sehr guter Körperpflege mit Kopfläusen anstecken.

Wie kann man Kopfläuse erkennen?

Kopfläuse kleben ihre Eier an den Haaransatz nahe der Kopfhaut. Die Eier sehen aus wie Schuppen. Aber sie lassen sich nicht mit Shampoo entfernen. Aus den Eiern schlüpfen Larven. Die Larven entwickeln sich zu Kopfläusen. Dann können sich die Kopfläuse vermehren. Manchmal sind Kopfläuse auch in den Barthaaren oder in den Achselhaaren.

Kopfläuse ernähren sich von Blut. Die Läuse beißen die betroffene Person. Durch die Bisse bilden sich rote Knötchen auf der Kopfhaut. Die Knötchen jucken stark. Deshalb kratzen betroffene Personen sich oft am Kopf.

Sie denken: Eine Person hat vielleicht Kopfläuse? Dann bekommen Sie in der Apotheke einen Nissenkamm. Mit dem Nissenkamm können Sie die Haare der Person untersuchen. Zuerst feuchten Sie die Haare der Person mit Wasser an. Dann schäumen Sie die Haare mit einer Pflegespülung ein. Nun kämmen Sie jede Haarsträhne einzeln mit dem Nissenkamm. Untersuchen Sie besonders die Haare an:

  • den Schläfen
  • im Nacken
  • hinter den Ohren

Nach jeder Strähne streifen Sie den Kamm an einem Küchenpapier ab. Auf dem Küchenpapier sind kleine Schüppchen zu sehen? Dann hat die Person wahrscheinlich Kopfläuse. Sie sind sich nicht sicher? Dann lassen Sie die Person von einem Arzt untersuchen.

Was können Sie bei Kopfläusen tun?

Ihr Kind hat Kopfläuse? Dann müssen Sie die Schule oder den Kindergarten Ihres Kindes über die Kopfläuse informieren. Die Schule oder der Kindergarten informiert dann das Gesundheitsamt. Außerdem werden die Eltern der anderen Kinder informiert. So können die anderen Eltern ihre Kinder auch auf Kopfläuse untersuchen. Das dient dem Schutz der anderen Kinder.

Kopfläuse können nicht mit normalem Shampoo behandelt werden. Auch Hausmittel helfen nicht gegen Kopfläuse. In der Apotheke bekommen Sie spezielle Shampoos oder Sprays mit Wirkstoffen gegen die Läuse. Manche Wirkstoffe sind chemisch. Diese Wirkstoffe heißen: Insektizide. Manche Wirkstoffe sind physikalisch. Diese Wirkstoffe verstopfen die Atemwege der Läuse. Durch die Wirkstoffe sterben die Läuse. Einige Wirkstoffe töten auch die Eier der Läuse. Alle Wirkstoffe müssen Sie nach 8 bis 10 Tagen erneut anwenden. So können sich die Larven nicht vermehren. Lesen Sie den Beipackzettel. Auf dem Beipackzettel steht: So verwenden Sie das Mittel gegen Läuse richtig. Sie können auch Ihren Arzt oder Apotheker nach der richtigen Anwendung fragen.

Achtung: Manche Wirkstoffe eignen sich nicht für Kleinkinder und Babys. Auch schwangere oder stillende Frauen dürfen manche Mittel nicht verwenden. Es können auch Allergien auftreten. Fragen Sie Ihren Arzt: Welches ist das richtige Mittel für mich oder für mein Kind?

Ihr Kind hat Kopfläuse? Oder Sie haben Kopfläuse? Dann sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Die betroffene Person sollte engen Kontakt zu anderen Personen vermeiden.
  • Sie sollten alle Bürsten, Kämme, Haarspangen und Haargummis der betroffenen Person mit heißer Seife reinigen.
  • Sie sollten die Bettwäsche, Kleidung und Handtücher der betroffenen Person waschen. Waschen Sie diese Sachen bei 60° Celsius in der Waschmaschine.
  • Manche Dinge lassen sich nicht gut waschen. Dazu gehören zum Beispiel Kuscheltiere oder große Kissen. Bewahren Sie diese Dinge 3 Tage lang in geschlossenen Plastikbeuteln auf.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Sie wollen noch mehr über Kopfläuse lesen? Mehr Informationen über Kopfläuse finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

Achtung: In diesem Text finden Sie nur allgemeine Informationen. Der Text ersetzt den Besuch beim Arzt nicht. Nur ein Arzt kann Ihnen genaue Informationen geben. Sie fühlen sich krank? Oder Sie haben Fragen zu einer Krankheit? Dann sollten Sie immer zum Arzt gehen.

es siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.